Wie beibringen?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tanjal83-tanja 25.09.08 - 06:33 Uhr

Hallo,
Meine Oma ist auf dem Geburtstag meines ältesten ins Krankenhaus gekommen vor einer Woche.Mein Sohn ist vier.Sie hat ihm Geld Geschenkt,da er sich einen Feuerwehr kaufen wollte.Er sachte noch zu ihr: TicTac Oma,wenn du wieder kommst zeig ich sie dir!Sie meinte auch naklar.Und so wie es aussieht jetzt,wird sie nicht mal ihren Geburtstag im Oktober überleben.Sie liegt auf Intensiv im künstlichen Koma.Ich weiß nicht wie ich ihm das erklären soll.Das sie wohl nie wiederkommt,wobei sie sonst jeden Tag bei uns war.Was soll ich nur machen,er fragt ständig,und ich sag dann nur,das TicTac Oma noch derbe Krank ist.
Ich fühl mich so hilfslos!

Beitrag von sally1701 25.09.08 - 07:19 Uhr


Puh, das ist nicht so einfach....

Auf keinen Fall würde ich ihm sagen das sie bestimmt bald wieder gesund ist...
Ich würde ihm kindgerecht erklären das sie sehr krank ist und die Krankheit nicht besser wird. So wie sich das anhört müßt ihr ja damit rechnen das die Oma bald stirbt. Das tut mir sehr leid. Aber auch darauf würde ich ihn vorbereiten. Ich weiß ja nicht wie gläubig ihr seid, aber vielen Kinder fällt es leichter damit umzugehen wenn sie wissen das der verstorbene beim lieben Gott und den Engeln wohnt und von dort auf alle aufpasst.
Das ist wirklich sehr schwer und ich wünsche Dir viel Kraft für die Zukunft !

LG Sally
#blume

Beitrag von tanjal83-tanja 25.09.08 - 07:27 Uhr

Hallo,
danke für die Antwort.Wir sind schon gläubig.Ich mein ohne sein Abendgebet z.b. schläft er nicht ein.Außerdem lesen wir regelmäßig die Kinderbibel. Ich erzähl ihm auch nicht das sie wieder gesund wird,nur dies mit dem das sie dann beim lieben Gott ist,macht mir angst das er es nicht versteht.Aber ich probier es trotzdem mal auf diese weise es ihm ein bißchen verständlicher zu machen.Gestern hat er ein Bild für ihr gemalt.Er sagte,das macht meine TicTac Oma ganz schnell wieder gesund.Meine Ma hat es mit ins KH genommen und es bei ihr aufgehangen.Er vermisst sie jetzt schon so doll,weiß nicht wie es dann erst werden soll.

Beitrag von sussisorglos 25.09.08 - 07:33 Uhr

Hallo Tanja,

das ist super traurig. Hoffentlich packt das die Oma noch mal. Deinem Jungen würde ich soweit es geht erklären, was passiert. Mensch ist das traurig:-(.

Alles Liebe und Gute
sussisorglos

Beitrag von grizu99 25.09.08 - 07:43 Uhr

Huhu!

Ich würde ihm vielleicht ein Buch zu dem Thema kaufen und das ganz vorsichtigig mit ihm angehen.
Mein Sohn hat das Buch : Abschied von Opa Elefant , das finde ich nett gemacht.

Ich kenne auch noch:

- Leb wohl, lieber Dachs
- Adieu Herr Muffin


Ich würde ihm auch nicht sagen, das sie bestimmt wieder gesund wird.

Liebe Grüsse grizu99

Beitrag von tanjal83-tanja 25.09.08 - 07:48 Uhr

Danke für den Tipp,werd mich mal gleich nach solchen Büchern erkundigen.

Beitrag von vamplady_22 25.09.08 - 08:57 Uhr

hallo du


ein echt hartes und schwieriges thema...

letztes jahr ist von meiner grossen am 14. dez eine kiga freundin gestorben ... und wurde am 20. dez beerdigt...

WIE sagt man das einem 4.5 jahre alten kind... das dieses andere kind nicht mehr ist... nicht mehr kommt...nicht mehr spielt...

als ich das erfahren habe brauchte ich erst mal ein paar stunden für mich ... ja für mich das ich heulen konnte... mir die passenden kindgerechten worte zurecht legen konnte...wusste wie ich es ihr erklären sollte...

dann haben wir uns abends hingesetzt und ich habe es ihr erzählt ... das M. sehr krank war...der arzt die krankheit nicht gesehen hatte...als sie ins krankehaus sollte kam der hubschrauber aber auch der war zu langsam ...

und sie ist leider gestorben .... auf dem weg zum heli...

sie schaute mich an ...es zerreißt mir heute noch das herz wenn ich daran denke ...

aber sie wusste was es heißt gestroben zu sein ... ihr hase war den winter davor gestorben ...

ich habe es ihr frei gelassen ob sie zur beerdigung wollte.. ich sagte wir kaufen blumen und legen sie mit einem engel hin... wenn sie nach hause wolle gehen wir sofort...egal wann ... auch wenns nach 2 min gewesen wäre...

wir saßen zuerst in der kirche und sie verstand noch nich das in dem kl weißen sarg ihre freundin lag...ein kind das nur 5 jahre alt werden durfte...erst als die leute aufgestanden sind und der sarg an ihr vorbei ging schaute sie mich an und verstand darin war M.

sie fing vor dem grab bitterlich zu weinen an ... sagte laut Tschüß M. legte ihr blumen DAVOR sie hatte so angst weil alle ihre blumen runter auf den sarg warfen ...sie wollte das nich und wir machten das nicht...

alle kinder haben einen luftballon bekommen den man steigen ließ am grab....

zuhause zündeten wir eine Kerzen an .-.-.kuschelten uns eng zusammen und ich erklärte ihr das nachts die engel vom himmel kommen und M. holen ...weil es ihr da dann viel besser gehen würde... keien schmerzen mehr... keine krankheit...


auch heute wenn sie kommt und sagt ihr fehlt M. reden wir....oder gehen ans grab ...kaufen blümchen oder sie nimmt ein selbstgemaltes bild mit....


das traurigste....der papa von dem mädchen ist genau 7 woche nachdem sie beerdigt wurde ihr gefolgt nd verstarb auch ... eine mutter und frau verliert an weihnachten kind und mann ...steht nun mit dem zweiten kind alleine da...

ein schicksal so hart und ungerecht... das gibt es nich


rede offen mit deinem kind ....er wirds verstehen ... bitte verschweige es nicht...

mein papa ist damals gestorben als ich 7 war...ich wurde sogar von der beerdigung abgeschrimt... nach 20 jahren habe ich meiner mama gesagt wie weh es mir tat das ICH (meine beiden geschwister schon) nich da sein drufte mich nich verabschieden konnte...

lass ihn entscheiden ...lass ihm die optionen offen

Beitrag von engelchen28 25.09.08 - 09:24 Uhr

oh gott, wie traurig....hab' glatt angefangen zu weinen! wie schrecklich....dafür gibt's keine worte!

ich finde es supertoll, wie du mit deiner tochter und dem thema umgegangen bist. ganz intuitiv! echt toll!

viele liebe grüße,

julia

Beitrag von vamplady_22 25.09.08 - 10:49 Uhr

danke dir

ja es ist echt hart auch teils heute noch

mir kamen vorher selbst die tränen als ich es wieder niedergeschrieben habe...


ABER ich habe genug böse worte geerntet... wie kann man ein kind mit auf beerdigung nehmen und blah blah...


darum habe ich es ihr frei gestellt ob sie wollte wie weit sie "gehen" wollte... hätte sie noch vor der kirche gesagt nein sie möchte doch nich wären wir auch da gegangen ....


für mich heute ist und war es immer noch genau richtig.... da ich weiss wie man vielleicht mal darüber denkt und sie doch von dem menschen verabschiedet hätte.... wie ich von meinem papa .... nur mir gab niemand die option ob ich will oder was ich will ...


DAS aller schönste war nach der beerdigung von dem Mädchen waren wir ein paar tage danach in der küche zum abendbrot und was entdeckten wir am fenster drin bei uns

einen SCHMETTERLING wir haben es als abscheidszeichen von M. genommen das sie sich als englein bedankt hatte das meine große noch da war ....


Schmetterlinge gibt es im winter nicht....


Lg