Die Mutter eines sehr frechen Kindes

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von miss-bennett 25.09.08 - 08:28 Uhr

Hallo!

Meine Tochter hat einen ganz frechen Mitschüler. Er ärgert sie oft, tut ihr ab und an weh... Kurz vor den Sommerferien musste ich mit ihr einen ganzen Tag beim Kinderarzt und dann in der Kinderklinik als Notfall verbringen, da er ihr mit Absicht auf dem Unterarm wehgetan hat. Sie bekam eine ordentliche Prellung, war kurz vor dem Gips und hatte höllische Schmerzen. Die Ärztin verpasste ihr sofort Schmerzmittel. Der Abschuß war, dass eine Lehrerin sich aufregte, weil meine Tochter an dem langen Krankenhaustag keine Hausaufgeben gemacht hat #schrei. Der habe ich was geschrieben, leider kam keine Antwort von ihr.
Mit den Eltern des Kindes kann nicht normal gesprochen werden. Sie sollen sehr aggressiv sein, wenn man sie auf ihr Kind anspricht. Er tut nicht nur meiner Tochter weh.
Leider ist meine Tochter nicht beliebt in der Klasse und die bereits erwähnte Lehrerin macht sie vor der ganzen Klasse fertig. Mein Kind ist hochbegabt, aber chaotisch und bereits in der Therapie, die wohl besser anschlagen würde, wenn die Tochter von der Lehrerin anders (normal) behandelt würde. Mit der hatten wir auch schon Gespräche.
Worum es mir geht, ist folgendes:
In ein paar Tagen ist Elternabend und ich möchte die Sache vor der ganzen Klasse ansprechen. Ich möchte die Mutter bitten, ihr Kind zu erziehen (natürlich mit anderen Worten, aber welchen?), da ich mich sonst gezwungen sehe, Hilfe von aussen zu holen.
Ach, menno... Ich möchte nicht übertreiben. Ich bin so was von nichtstreitsüchtig, ich kann Streit nicht leiden! Aber mein Kind braucht Hilfe.

Hat jemand hier Erfahrung mit so was? Was hat geholfen?

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten

Miss Bennett

(die sich blau und grün ärgert, weil manche Lehrer nur dort eingreifen, wo es für sie gemütlicher ist)

Beitrag von ma14schi 25.09.08 - 08:32 Uhr

Dann such die Einzelgespräche.

Solche Angelegenheiten haben auf einem Elternabend nichts zu suchen.
Mit Demütigungen kommt man nicht weiter.

Sollte das Gespräch mit der Lehrerin nichts bringen, wende dich an die Direktorin, Schulpsychologin usw.

Beitrag von callas 25.09.08 - 08:53 Uhr

Hallo!
Ich bin auch der Meinung, dass Einzelgespräche angesagt sind.
Was soll die Konfrontation auf der Elternversammlung bringen, außer, dass sich alle aufregen? Effektiv wird das bestimmt nicht sein. Und du gerätst dann in die Schusslinie....

Und ich muss außerdem anmerken, dass ich nicht verstehe, dass du dich ärgerst über die Lehrerinnen und Lehrer, selbst aber nicht das Gespräch suchst.


Beitrag von miss-bennett 25.09.08 - 11:25 Uhr

Wie gesagt, mit der genannten Lehrerin gab es schon mehrere Gespräche, die nichts erbracht haben. Die Gewalt auf dem Schulhof ist Thema der meisten Elternabende, aber auch da ändert sich nichts. Mit diesem Kind haben viele ähnliche Probleme, nur mit den Eltern kann man nicht reden (das sagten mir mehrere Betroffene).
Deshalb wollte ich die Mutter am Elternabend ansprechen, denn ich bin nicht die einzige, die mit ihr reden möchte.

Beitrag von an-mi 25.09.08 - 09:12 Uhr

Hallo M Bennet Ich bin auch der Meinung,das ein Elternabend nicht der richtige Zeitpunkt dafür ist.Versuch es erst mal pers. bei den Eltern des besagten Kindes.Und wenn sie wirklich nicht darauf eingehen,würde ich zum Vertrauenslehrer der Schule gehen und das ansprechen......Du tust deiner Tochter keinen Gefallen,wenn du da jetzt die Ruhe verlierst.Es leider traurig,was an manchen Schulen los ist und viele Eltern und Kinder haben Probleme,das hat nichts mit der Begabung des Kindes zu tun.

Beitrag von zanadu 25.09.08 - 09:18 Uhr

Hallo, auf keinenfall auf den Elternabend die Eltern / Kinder/ Lehrer angreifen.( wie würdest du dir vorkommen, wenn jemand auf dir rumhackt). Ist das nur das Problme von deiner Tochter und einer Lehrerin /andere Lehre Fragen). Ansonten Elternbeirat / Schulleitung informieren und Lösungen finden. Vieleicht hilft ein Klassenwechsel, ansonsten die Schule wechseln .

Beitrag von marion2 25.09.08 - 09:43 Uhr

Hallo,

du schreibst: "Sie sollen aggressiv sein" Das heißt ja wohl, dass du das gar nicht weißt.

An deiner Stelle würde ich direkt mit den Eltern sprechen. Nach Möglichkeit auch mit dem Jungen. Frag doch mal nach, was den Bengel dazu gebracht hat, deiner Tochter weh zu tun. Ich glaube nicht an Wirkung ohne Ursache. Vielleicht lädst du auch den Jungen mal zu euch ein? Dann könnt ihr über diesen Vorfall reden. Vielleicht unterscheidet sich seine Version ja auch grundsätzlich von der deiner Tochter?

In der Schule meines Sohnes gibt es auch ein "schlimmes" Kind. Ich kann ihn gut leiden. Er kann total lieb sein und er ist gut erzogen. Ich weiß, dass er Probleme hat, sich unter Kontrolle zu halten, wenn ihn etwas ärgert. Aber ohne gar nichts tickt er nicht aus.

LG Marion

Beitrag von shadow_77 25.09.08 - 10:04 Uhr

Auch ich bin der Meinung, der erste Weg sollte direkt zu den Eltern des Jungen führen. 'Die sollen sehr aggressiv sein', diese Aussage beruht wohl nur auf Hörensagen und entschuldige, wenn ich sowas schon lese könnte ich die Wände hochkrabbeln. Geh hin, versuch mit ihnen zu reden und mach dir selbst ein Bild. Wenn das nichts fruchtet sprich mit der Lehrerin, aber nicht auf dem Elternabend. So wie du ein Recht hast über evtl. Probleme mit deinem Kind unter vier Augen von der Lehrerin informiert zu werden, so hat auch die Lehrerin ein Recht um umgekehrten Fall.
Was die Hausaufgaben betrifft, hast du deiner Tochter nichts ins Hausaufgabenheft geschrieben oder einen Zettel mitgegeben, dass sie die Hausis nicht machen konnte, weil ihr den ganzen Tag im Krankenhaus wart?

Beitrag von miss-bennett 25.09.08 - 11:28 Uhr

Doch, natürlich habe ich ihr was geschrieben. Das hat diese Lehrerin aber überhaupt nicht interessiert. Hart, oder? Mann wird selbst zum Lügner abgestempelt ;-)

Beitrag von miss-bennett 25.09.08 - 11:36 Uhr

Ja, Ihr habt recht, man sollte sich unter vier Augen unterhalten. Das Kind habe ich mal ganz freundlich angesprochen. Ich wollte wissen, ob meine Tochter ihm etwas getan oder ihn verärgert hat. Die Antwort, die von ihm kam, hat mir die Sprache verschlagen. "Du bist genauso eine F.... wie sie!" #wolke Drei Mütter aus der Klasse haben die Eltern angesprochen und wurden vom Vater genauso abgespeist.
Mit der Schulrektorin habe ich gesprochen. Und sie lächelte mich nur an und sagte: "Man soll das nicht überbewerten...".:-[

Auf keinen Fall werde ich am Elternabend etwas sagen. Das ist schon mal klar.
Und diese Lehrerin ist das Ortsgespräch! Egal wo man hin geht, sobald ein paar Mütter zusammen stecken, kann man sich sicher sein, dass es um die Ungerechtigkeiten und Willkür dieser Lehrerin geht.

Sollte ich vielleicht etwas schriftlich machen? Den gleichen Brief an die Eltern/Schulleitung/Lehrer schreiben? Elternbeirat tut nichts ausser Schulfeste organisieren (das habe ich schon probiert)

Danke Euch allen

Beitrag von sidonie 25.09.08 - 16:51 Uhr

Hallöchen,

wir haben das 2 mal durch, leider kannst du gar nix machen, wenn die Eltern nicht einsichtig sind. Und dann nochmal so am Rande: DU darfst keine Kinder ansprechen, das ist absolut untersagt...Ich spreche da aus eigener Erfahrung...da kannst du richtig Ärger bekommen....

Viel Glück jedenfalls noch....

Beitrag von lea2001 26.09.08 - 09:35 Uhr

Ich würde Dir raten, sich mit anderen Eltern zusammen zu tun. Deutlich fragen, wer bei einer schriftlichen Beschwerde mit unterschreiben würde. Egal ob es die Eltern des Kindes oder die Lehrerin angeht: Der erste Weg ist das persönliche Gespräch. Aber ich würde einen Zeugen mitnehmen. Bei den Eltern vielleicht eine andere betroffene Mutter, auch um Dich vor verbaler oder körperlicher Aggressivität abzusichern.
Bei der Lehrerin würde ich mal schauen. Bei uns in der Grundschule gibt es noch keinen Vertrauenslehrer. Da ist der 1.Weg zum Klassenlehrer. Wenn es die Klassenlehrerin ist, erkundige dich, bei uns ist eine Lehrerin quasi Personalrätin. Die war dann als Zeuge mit dabei.
Wenn die Gespräche nicht helfen, die Beschwerden schriftlich formulieren und bei Rektor oder Rektorin abgeben und um Lösung erbitten. Ansonsten vorbehalten, Beschwerde beim Schulamt einzureichen. Gerade weil Du sagst, ihr seit nicht alleine betroffen. Umso mehr Eltern zusammen halten, umso wirkungsvoller. Diese Erfahrung haben wir die letzten Wochen gemacht.
LG Lea

Beitrag von milchkuh112 25.09.08 - 12:37 Uhr

hast du schon mal daran gedacht deine Tochter in eine andere Schule zu bringen????Du schreibst sie macht eine Terapie?Welche denn?Und warum????Und es heisst auch nicht wenn ein Kind Hochbegabt ist das es nicht beliebt wäre oder der gleichen.Ich denke gerade für solche Kinder wäre ein Schulwechsel sehr wichtig,um ihnen das Vertrauen in sich wieder geben zu können.Um ihr zu zeigen das nicht alle Lehrer so sind...und auch damit sie von Vorurteilen ihrer operson gegenüber geschützt ist.Hast du sie mal eine Klasse überspringen lassen?Vielleicht hilt ihr das ja schon.

Gruss

Beitrag von miss-bennett 25.09.08 - 13:00 Uhr

Sorry, ich habe das schlecht erklärt.
Sie ist hochintelligent, aber chaotisch und sehr empfindlich (empfängt sofort schlechte "Schwingungen" und hat oft Kopf- oder Bauchweh vor der Schule).
Ihre Hochbegabung ist nicht der Grund für ihre Nichtbeliebtheit, es ist eher so, dass sie schüchtern und unsicher ist. Und mit ihrem Chaos macht sie sich bei der Lehrerin unbeliebt. Und sie macht sie vor der Klasse fertig und gibt sie praktisch den Kindern "frei zum Abschuss". Darum ist sie auch in der Therapie. Die Lehrerin weiß, dass unsere Tochter langsam gelenkt werden muss, dass sie vieles bei sich verändern muss... Es tut so weh :-( Wir gehen zu ihr zum Gespräch, sie scheint verstanden zu haben, dass das Kind mit Druck und Geschimpfe eher das Gegenteil erreicht, und am nächsten Tag macht sie weiter so wie früher! Unsere Kinderpsychologin wird wohl demnächst mit ihr reden, anscheinend glaubt uns diese Lehrerin kein Wort und hält uns alle für faul und bekloppt. Hoffentlich glaubt sie dann der Psychologin.
Mit dem Klassen-/Schulwechsel haben wir uns auch schon beschäftigt gehabt. Aber ich glaube eher, dass wir unsere Tochter stärken und aufbauen müssen, denn an jeder Ecke kann jemand lauern, mit dem sie Schwierigkeiten bekommt.
Und mit dem Vokabular so eines neun- oder zehnjärigen Jungen möchte und kann sie nicht mithalten. Wenn sie sich aber entfernen möchte, rennt er hinterher und schupst sie an... Ich glaube, er möchte wahrgenommen werden. Ignorieren geht auf keinen Fall!

Ach, ich möchte nicht jammern, entschuldigt. Die Gewalt auf dem Schulhof macht mir langsam richtig Angst. Ich möchte auch keinen Menschen fertig machen, ein Kind schon mal gar nicht.
Ich möchte einfach irgendwie verhindern, dass mein Kind weiter fertig gemacht wird.

Danke für Eure Meinungen, die helfen mir!

Beitrag von an-mi 25.09.08 - 13:27 Uhr

Wenn das Vertrauensverhältnis zwischen der Lehrerin des Kindes und der Eltern so empfindlich gestört ist,dann würde ich über den Schulwechsel nachdenken,denn mit dem tägl.Stress stärkst du dein Kind nicht,du setzt sie dem Stress aus.Schwierigkeiten gibt es immer und überall,das war schon immer so.Und sie muß auch lernen mit solchen Situationen umgehen zu können ohne das sie leidet.Aber bei der Lehrerin habt ihr keine Chance auf Besserung.

Beitrag von sidonie 25.09.08 - 16:53 Uhr

das wollte ich dir auch noch empfehlen....Klassen- oder Schulwechsel. Unseren Sohn haben wir aus ähnlichen Gründen an einer katholischen privaten Schule untergebracht....die ist zum Glück auch nicht so arg teuer....