Diabetes Typ 1 & Schwangerschaft

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von emilyerdbeer77 25.09.08 - 08:48 Uhr

Hallo zus@mmen!

mein Partner & ich wünschen uns ein Baby. Ich bin seit 8 Jahren insulinpflichtige Diabetikerin. Laut Ärzten und vielen Berichten ist es möglich ein Baby zu bekommen, wenn man die Werte sehr gut im Zaum hält. Aber je mehr ich über die Risiken lese um so mehr bin ich verunsichert.
Wer ist in einer ähnlichen Situation oder hat als Typ 1 Diab. bereits eine "glückliche Schwangerschaft & Geburt" erlebt?
Freue mich auf Antworten#freu

Beitrag von erstes-huhn 25.09.08 - 08:56 Uhr

Ich habe keine Diabetis, aber bei uns gibt es, an eine Frauenklinik angegliedert, ein Kompetenzzentrum Diabetis, dort werden Frauen beraten und begleitet, die in deiner Situation sind.

Vielleicht gibt´s soetwas auch bei euch??

Beitrag von emilyerdbeer77 25.09.08 - 09:03 Uhr

ich war schon 1 Mal bei meinem Diabetologen. der hat mich etwas beraten und das Insulin umgestellt. Das nächste Gespräch ist am 7. Oktober. Mal abwarten ich hoffe meine Werte stabilisieren sich.

Beitrag von erstes-huhn 25.09.08 - 09:10 Uhr

Ja, das ist sicherlich schon der richtige Weg, nur ich meine eben, das dort Gynäkologen Hand in Hand mit den Diabetologen arbeiten, als echte Kooperative.

Weil es ja schon notwendig ist zwei echte Spezialisten zu haben, die auch noch zusammenarbeiten.

Weißt du wie ich das meine?

Beitrag von emilyerdbeer77 25.09.08 - 09:17 Uhr

ja, aber so etwas gibt es hier vor Ort nicht. Ich wohne sehr ländlich, das ist zwar idyllisch ,... hat aber auch Nachteile#schmoll
ich werde mal recherchieren wo es so eine Einrichtung gibt.

Beitrag von bienchen681 25.09.08 - 08:56 Uhr

Hallo

also ich hab zwar noch kein Kind, bin aber mit meinem ersten schwanger.
Ich bin seit 22 Jahren insulinpflichtige Diabetikerin, seit 2003 mit Insulinpumpe.
Das was Du alles an Berichten im Internet lesen kannst, ist zwar schön ung gut, aber auch ein bisschen übertrieben. Ja, der Zucker muß gut sein. Allerdings bin ich auch mit einem erhöhten Hba1c schwanger geworden (wärend der Empfängnis war mein Zucker aber sehr sehr gut, war im Urlaub). Wichtig ist es , die Werte im grünen Breich zu halten, Schwankungen gibt es immer wieder!!
Laß Dich nicht verunsichern. Ich habe es nun nach vielen vielen Jahren endlich geschafft schwanger zu werden, allerdings war mein Zucker auch nicht immer gut in der Zeit.
Wenn Du noch mehr wissen willst kannst mir gerne schreiben :-)

Beitrag von emilyerdbeer77 25.09.08 - 09:10 Uhr

Hi
#danke für die schnelle Antwort. Wie weit bist Du denn?
Du hast da gleich den wunden Punkt getroffen, um die schwankenden Werte mache ich mir große Sorgen. Ich habe bis Anfang der Woche Lantus und Humalog gespritzt. Beide Insuline sind nicht für eine Sschwangerschaft zugelassen. Jetzt bekomme ich ein NPH statt Lantus und beim nächsten Termin soll vielleicht auch das Humalog durch ein anderes Insulin ersetzt werden. Wie war das bei Dir? Schaffst Du es die Werte nüchter unter 90 und 2 Std nach dem Essen unter 120 ?? Hört sich echt utopisch an. ich hoffe Euch gehts gut:-D


Beitrag von bienchen681 25.09.08 - 09:22 Uhr

Ja, um die schwankenden Werte mach ich mir auch am meisten Sorgen, aber wie gesagt, mein Diabetologe hat mich da auch sehr beruhigt. Solang der Hba1c im Rahmen ist, sind auch mal ausrutscher von 300 oder so nicht schlimm.
Also das Humalog in der Schwangerschaft nicht zugelassen ist, ist aber schon veraltet. Inzwischen ist es das, ich benutze es nämlich auch. Als ich damals auf die Pumpe umgestiegen bin, habe ich ein Humaninsulin bekommen, weil es damals noch hieß das Humalog nicht zugelassen ist. Damit kam ich allerdings nicht so gut klar, und als ich letztes Jahr bei meinem neuen Diabetologen war hat er mir gleich wieder Humalog verschrieben. Damit hab ich meine Werte viel besser unter Kontrolle. Allerdings liegt es auch an der Pumpe. Ich habe sie mir damals schon wegen Kinderwunsch geben lassen.
Mein Tipp an Dich: Überleg mal ob Du das nicht auch willst! Ich war am Anfang auch skeptisch, aber jetzt würd ich sie nie nie mehr hergeben. Es ist wirklich einfach den Zucker damit in den Griff zu bekommen. Es wird auch häufig Frauen mit Kinderwunsch bzw. schwangeren zur Pumpe geraten, deshalb.
Ich bin übrigens seit heute in der 13. SSW.
Den Zielwerten komme ich mittlerweile sehr Nahe bzw. kann sie auch einhalten, bis auf ein paar Ausrutscher natürlich.
Bei meiner früheren Lebensweise hätte ich nie gedacht mal so gute Werte zu haben, aber als ich erfahren habe, das es endlich geklappt hat, ging das mit den Werten auch weiter Bergauf.

Beitrag von emilyerdbeer77 25.09.08 - 09:35 Uhr

ich drücke Euch auf jedenfall gaaanz doll die Daumen.
Mein Diabetologe hat das mit der Pumpe auch schon angesprochen, ich denke beim nächsten Termin werde ich mehr erfahren.
Also hast du schon länger versucht schwanger zu werden? Na ja ist ja nicht gesagt das es gleich klappt. Wir haben es im Urlaub auch darauf ankommen lassen, aber ohne Erfolg:-(

Beitrag von bienchen681 25.09.08 - 09:40 Uhr

also wenn ich jetzt mal die Pausen des Kinderwunsch abziehe, dann habe ich es genau 4 Jahre aktiv versucht bis es geklappt hat. Das muß aber nichts heißen, wie gesagt, hab in der Zeit auch öfter mal ganz schön geschlampt mit meinem Zucker. Und bei mir kamen auch noch mehrere andere Faktoren dazu.
Wünsch Dir aber viel Glück #pro
Dein Vorhaben ist aber schon mal ein guter Weg.

Beitrag von karin16 25.09.08 - 09:36 Uhr

Hallo,

schön das man hier doch ab und an mal auf Diabetikerinnen stößt ;-)

Ich bin seit 15 Jahren Diabetikerin, hab seit 4 Jahren ne Pumpe und hab mich Anfang des Jahres von Humalog auf das Huminsulin umstellen lassen wegen geplanter Schwangerschaft. Es hat dann auch gleich im 1. ÜZ geklappt. Leider hatte ich ein sog. Windei (es hat sich nur die Fruchthöhle entwickelt aber ohne Baby) und ist dann in der 8. Woche abgegangen. Mein Frauenarzt und Diabetologe haben mir versichert das der Abgang nicht wegen meinem Diabetes war. Ich hatte in der kurzen Zeit der Schwangerschaft min. 11 mal am Tag/Nacht gemessen und war mit den Werten meist im Zielbereich. Klar gab es hin und wieder Ausrutscher aber zum größten Teil hat es geklappt. Hba1c war auch unter 6,0.

Mittlerweile hab ich die ganze Sache schön langsam verdaut und wir denken daran, es wieder zu versuchen. Mal sehen wann der Klapperstorch zuschlägt ;-)

Ich hab mir auf jeden Fall vorgenommen, mich nicht mehr so sehr reinzusteigern und es einfach auf mich zukommen zu lassen.

Lg
Karin

Beitrag von emilyerdbeer77 25.09.08 - 10:46 Uhr

Hi,

bin auch froh hier Gleichgesinnte gefunden zu haben. Tut mir Leid das es beim ersten Versuch nicht geklappt hat. Ich drücke Dir / Euch auf jeden Fall die Daumen falls Ihr Euch für einen neuen Versuch entscheidet.:-D
Na ja im Moment ist die Zeit günstig bei mir,... vielleicht hat's ja geklappt#schwimmer

Beitrag von darkmoments 25.09.08 - 10:42 Uhr

hallöchen,
ich kann deine ängste völlig nachvollziehen und berichte mal von mir ;-)

ich bin 24 jahre jung und seit n schon fast 23 jahren insulinpflichtige diabetikerin typ 1.
seit nun 12 jahren trage ich eine insulinpumpe.
meine werte sind und waren nie optimal.

ich war mit 18 zum ersten mal schwanger, da meine werte wirklich sehr verrückt spielten, verlor ich dieses kind.
es lag aber nicht nur an den schlechten werten sondern auch an einigen fehlbehandlungen meiner damals dummen ärzte (sorry aber es war wirklich so !).
als ich 20 war kam dann kerngesund unsere tochter auf die welt, per ks da es bei mir anders nicht möglich war.
2006 kam dann unser sohn kerngesund auf die welt und 2009 folgt nun unser letzter schatz.

sicher ist eine schwangerschaft mit diabetes nicht ganz so einfach als wie wenn man gesund wäre, aber es ist nichts was nicht zu schaffen ist und viele kliniken betreuen solche risikoschwangeren gesondert. sprich man bekommt öfter ultraschall, die werte werden genauer kontrolliert usw.

dir alles gute

Beitrag von emilyerdbeer77 25.09.08 - 10:53 Uhr

#danke für Deine Nachricht, sie hat mir echt richtig Mut gemacht das es doch klappt.
Mein nächstes Gespräch beim Diabetologen ist am 7.10. bin mal gespannt ob das Humalog noch gegen ein anderes Insulin getauscht werden muß. welches benutzt Du denn?
Ich hab mich wohl von den ganzen Horrormeldungen mit Blutungen im Augenhintergrund, Mißbildungen usw ziemlich verrückt machen lassen.
aber so wie ich hier lese seid Ihr etwas jünger,...also bei mir wird's wohl langsam Zeit:-D

Beitrag von darkmoments 25.09.08 - 17:24 Uhr

du meinst mit risiken so was wie diabetische retinopathie oder`? mit den blutungen des augenhintergrundes.
das hab ich glücklicherweise schon überstanden.
durch meine dauerhaft schwierigen werte war ich 2002 dran erkrankt, konnte auf beiden augen fast gar nichts mehr sehen bis endlich die not-op´s getätigt wurden, seitdem ist mein befund stabil und ich seh das als ein echtes glück an #huepf

ich hab ja ne insulinpumpe und benutze dadurch vorgefüllte ampullen gefüllt mit insuman infusat
http://www.diabetes-news.de/news/nachrichten/pm000921.htm

ist nen kurzzeitinsulin da ich es ja rund um die uhr bekomme, zu den mahlzeiten extra und ansonsten pumpt es die pumpe ja 24 std. in mich rein ;-)

ich wünsch dir wirklich viel glück und sei nicht zu ängstlich, wenn man weiß wofür man kämpft, lohnt sich jeder kampf !

Beitrag von emilyerdbeer77 26.09.08 - 11:40 Uhr

wie hoch waren die Werte denn als ide Retinopathie auftrat?

aber wenn ich jetzt auf eine Pumpe umstelle fange ich nochmal bei O an mit der Einstellung, oder?
Ist doch sicher auch nicht leicht die Dosierung anzupassen?

Du hast sicher recht, ich sollte mich nicht so verrückt machen.

Im Moment spielen die Werte mal wieder total verrückt,... von 100 auf 241:-(,... noch nix gegessen, volle Dröhnung Korrektur, und jetzt hab ich Huuunger.

Hast Du auch manchmal solche Schwankungen?