Computerspiele - Suchtpotential?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schwarzbaer 25.09.08 - 09:02 Uhr

Hallo,

folgendes Problem. Männe und ich sind beide "Computerarbeiter" und arbeiten teilw. auch von zu Hause aus. Die Kinder bekommen hier also regelmäßigen "Computerkonsum" vorgelebt - auch wenn es kein Konsum ist, wir arbeiten tatsächlich, keiner von uns spielt am Rechner und auch Surfen beschränkt sich i.d.R. auf wenige Minuten am Tag.

Unsere große Tochter (demnächst 5) hat ein paar altersgerechte PC-Spiele (z.B. das Zauberhaus und die Mini-Mäuse von Cornelsen) und darf hin und wieder auf Seiten wie bob-der-baumeister online spielen.

Wir haben unserer Tochter bewußt keine V-Tech Lernkonsole o.ä. gekauft, weil wir deren Benutzung schlechter kontrollieren können, die Rechner sind über Fingerabdruckscanner gesichert, da kommt sie alleine nicht ran.

Wir beschränken die Spielzeit auf max. 2 x die Woche je eine halbe Stunde. Wir merken aber mehr und mehr, dass unsere Tochter drängelt, mehr am Rechner spielen will, wenn sie am Rechner sitzt, nicht mehr wegzukriegen ist etc..

Wie begrenzt Ihr die Spielzeit? Sind wir zu restriktiv? Wie schätzt Ihr das Suchtpotential von Computerspielen ein? Ich bin ehrlich gesagt ziemlich entsetzt, wie die Computerspiele bei unserer Großen eingeschlagen haben - vielleicht weil Computer für mich eben doch Arbeitsmittel und nicht Spielzeug sind...

Ich hoffe auf Eure Erfahrungen,

Gruß, schwarzbaer

Beitrag von mel1983 25.09.08 - 09:21 Uhr

Hallo schwarzbaer,

meine Tochter (wird im Dezember 5) hat seit sie 2 Jahre ist eine V-Tech V-Smile. Später bekam sie noch den Pocket dazu.

Ich habe einen PC und bin Konsolenfan. Ergo, wir haben im Haushalt eine Playstation, eine X-Box eine Wii und ein Nintendo DS.

Wenn das Zeug neu ist, ist sie kaum zu bremsen, doch ich weiss, dass es nachlässt.

Auch habe ich feste regeln. Ihren Spielecomputer kann sie immer nutzen, wenn wir daheim sind. Sie hat dazu aber auch wenig Zeit (sind viel unterwegs) und sie übertreibt es nicht.

Die Konsolen von mir dürfen NUR an den Wochenenden genutzt werden, und ich lege vorher fest wie lange (wenn der Zeiger dort und dort ist), daran wird sich ohne murren gehalten.

Ich muss also bei meiner Tochter nichts großartig festlegen und auch nicht kontrollieren, sie dosiert das selbst sehr gut.

Suchtpotential konnte ich bei ihr noch nicht erkennen.

Ich weiss allerdings nicht, ob das bei PC-Spielen anders wäre, kann es mir aber schwer vorstellen.

LG Mel

Beitrag von risala 25.09.08 - 10:33 Uhr

Hi!

Fabian (5,5 Jahre) hat mit 3 die V-Tech-Lernkonsole bekommen und hat von McD die Drachenspiele auf unserem PC. In der Schlecht-Wetter-Zeit kann es schonmal sein, dass er am Tag 1 - 1,5 Std spielt, nicht täglich, nicht mal regelmäßig und im Sommer so gut wie gar nicht. Reglementieren brauchen wir nichts, weil er viel lieber draußen ist od malt od Lego/Playmobil spielt.

Außerdem habe ich festgestellt, dass ihm nach 20 min das spielen am PC ohnehin langweilig wird...

Gruß
Kim

Beitrag von zaubertroll1972 25.09.08 - 11:13 Uhr

Hallo,
ich schätze das Suchpotezial ziemlich hoch ein.
Wir konnten ganz günstig über jemand anderen den Toggo Club mitnutzen und mein Sohn wollte vom PC gar nicht mehr weg.
Nachdem er dann ein paar Mal gespielt hat haben wir es dann ziemlich eingeschränkt und nachher auch nicht mehr genutzt.
Spielkonsolen gibt es hier zuhause nicht.
Aber mein Mann beitzt einen Nintendo DS mit dem unser Sohn hin und wieder spielen darf.
In einigen Situationen ist das Gerät ganz nützlich aber an sich bin ich gegen das permanente mitschleppen und spielen .
Unser Sohn nervt manchmal ziemlich und möchte gerne häufiger spielen.
Bei Verwanden mit größeren Kindern durfte er schon mal an der Wii Spielkonsole mitspielen und nun wünscht er sich dieses Gerät sehnlichst zu Weihnachten :-)
Ach ja.....wünschen kann man sich ja zum Glück alles :-)

LG Z.

Beitrag von jarmina 25.09.08 - 11:35 Uhr

Hi,

was ist den so verkehrt an der Wii?
Meine tochter (5) spielt auch gerne damit, aber ich lasse sie nur Wii Sports spielen, da ist sie dann auch mit in Bewegung und sitzt nicht stumpf vor dem Fernseher. Meistens spiele ich sogar mit, dass ist dann ganz lustig.

Liebe Grüße

Jarmina

Beitrag von zaubertroll1972 25.09.08 - 11:46 Uhr

Hi,
habe ja nicht gesagt daß die Wii schlecht ist aber wir haben hier über das Suchpotenzial bei Computerspielen oder Spielkonsolen gesprochen und ich habe eben gesagt daß ich dies als hoch einschätze.
Ich denke eben nicht daß die Wii ein geeignetes Geschenk für einen 5 jährigen ist.
Wenn ich meinem Sohn etwas schenke dann möchte ich ihn nicht einschränken mit seinen Dingen zu spielen und das würde ich bei der Wii definitv tun.
Wenn wir mein Sohn sich bewegen soll dann gehen wir einfach raus und auf den Spielplatz. Außerdem geht er Schwimmen und Turnen...ich denke das sind bessere Alternativen als Wii Sports.

LG Z.

Beitrag von mel1983 25.09.08 - 12:25 Uhr

Hey,

was das Schenken der Wii einem 5jährigen angeht, gebe ich dir Recht.

Aber da ich bei uns der "Konsolen-Junkie" bin, lässt es sich nicht vermeiden, dass Kind ab und zu Spielen zu lassen.

Auch das Rausgehen, Turnen, SChwimmen die bessere Alternative sind, keine Frage.
Wir unternehmen sehr viel, deswegen ist auch kaum Zeit zum Wii-Spielen.

Ich finds daher okay, und kann es halt auch meiner Tochter schwer verbieten, wenns da ist. Aber geschenkt hätte ich ihr 1. sowas für sie allein nicht, weil ich darin keinen Sinn sehe und mir das 2. für ein Geschenk für ein 5jähriges Kind zu teuer wäre.

LG Mel

Beitrag von schwarzbaer 25.09.08 - 12:20 Uhr

Hallo Zaubertroll,

ich tendiere dazu, Dir recht zu geben. Ich hätte nie gedacht, daß meine Große 10 x am Tag fragt "Darf ich jetzt endlich an den Computer" oder ähnliches, selbst wenn ich ihr gerade gesagt habe, daß wir auf den Spielplatz gehen oder uns mit ihren Freundinnen treffen wollen.

Das Suchtpotential ist offensichtlich persönlichkeitsabhängig und meine Große hat ebenso offensichtlich eine sehr große Affinität zu diesen Dingen.

Ich werde zusehen, daß wir das Ganze unter Kontrolle halten.

gruß, schwarzbaer

Beitrag von jarmina 25.09.08 - 11:45 Uhr

Hi,

ich denke das Problem der "Mediensucht" ist bei Computern und Konsolenspielen gegeben. Da mein Mann ein Konsolenfan ist, haben wir auch alles mögliche zu Hause (außer Sony). Für unsere Tochter unter anderem auch die V-Smile Lernkonsole. Da spielt unsere Tochter, wenn sie denn mal spielt, im Normalfall mit der Lern- und Tanzmatte, also auch körperliche Bewegung.

Mittlerweile findet sie unsere Wii aber interessanter (und bei zwei kleinen Brüdern auch ungefährlicher wegen Kabeln) und spielt damit Wii Sports. Ein anderes Spiel würde ich in ihrem Alter auch noch nicht zulassen (vielleicht wenn wir es mal haben dass Wii Balanceboard) also alles Spiele bei denen man nicht stur auf den Bildschirm/Fernseher starrt, sondern auch körperlich agieren muss.

Ich denke in der heutigen Zeit sollte man Kindern frühzeitig den verantwortungsvollen Umgang mit dem Computer beibringen, damit nicht später eine "Mediensucht" entsteht, bei der dann alles andere unwichtig wird.

Aber warum kann man die Benutzung einer Konsole schlechter kontrollieren?
Die V-Smile wird bei uns nach jeder Benutzung wieder abgebaut und im Schrank verstaut. Die Fernbedienungen für die Wii liegen auch an einer schwerzugänglichen Stelle.

Liebe Grüße

Jarmina

P. S.: Eure Regelung für die Computernutzung finde ich so persönlich in Ordnung

Beitrag von mel1983 25.09.08 - 12:27 Uhr

Hey,

ich baue zwar das V-Smile nicht jedesmal ab, aber es ist MEIN Fernseher, und da sehe ich schon, wann mein Kind spielt. :-)

Ausserdem fragt meine Tochter vorher immer.

Ansonsten gebe ich dir auch Recht.

LG Mel

Beitrag von schwarzbaer 25.09.08 - 12:29 Uhr

Für echte Konsolen finde ich meine Tochter noch zu jung. Und eigentlich will ich sowas gar nicht in meinem Haus haben. Und so ein V-Tech Teil würde im Kinderzimmer lagern - da kann ich die Nutzung nur begrenzt kontrollieren.
Klar, ich könnte es auch im Arbeitszimmer wegschließen, aber da hätte ich ein Argumentationsproblem. Und am PC ist man m.E. viel flexibler was die Auswahl der Spiele angeht.

gruß, schwarzbaer

Beitrag von mel1983 25.09.08 - 12:36 Uhr

Hallo,

"Und so ein V-Tech Teil würde im Kinderzimmer lagern"

Kann es doch. Da kann deine Tochter lustig auf den Knöpfen rumdrücken, denn bei der V-Smile zB benötigt man den Fernseher ;-)

Allerdings finde ich es völlig okay, wenn du keine Konsolen magst, und die nicht im Haus haben möchtest.

Für den PC solltest du einfach Regeln aufstellen, und da sicher auch bei euch genug Abwechslung im Alltag ist, glaube ich kaum, dass dein Kind dann mehr suchtgefährdet ist.

LG Mel