Nu ist es fest, Mandeln kommen raus! Erfahrungen im Erwachsenenalter

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Beitrag von julie80 25.09.08 - 09:33 Uhr

Hallöchen,


seit mehreren Jahren mach ich schon mit den Mandeln rum.

Von Jahr zu Jahr wird es häufiger, dieses Jahr hab ich schon 8!!! Entzündungen gehabt, vier davon mussten Antibiotisch behandelt werden.

Meine 9. Entzündung ist grad im Anmarsch, hat der nette HNO Doc gesehen, ich merk es vom Schlucken her.

Termin zur Untersuchung war am Dienstag gewesen.

Der nette Doc klärte mich toll auf, bestätigte mir auch meine Befürchtung:

Ich hab so starke Tachykardien (Herzstolpern) die auch immer schlimmer werden. Auch die Migräne und mein allgemeiner Gesundheitszustand lassen sich auf die Mandeln zurückführen.


Sie sind sehr zerklüftet, und innen mit Eiter gefüllt (na lecker echt #schein), und dies ist immer ein einziger Entzündungsherd im Körper.


Leuts, auch wenn ich Schiss hab vor der OP, ich vertrag Narkosen net so (bei meiner letzten brauchte ich über 2 Stunden um wach zu werden), ich freu mich auf meine Lebensqualität die ich wieder zurückgewinnen kann....

Das ich net ständig krank werde und net ständig Antibiotika nehmen muss...


Arzt meinte, ich kann nach 2-3 Tagen wieder heim.

Op ist am 15.10. und a, 17.10 könnte ich schon heim, da war ich baff, dachte immer an 5 Tage ca.


Wie muss man sich danach verhalten??? Bisl weiß ich schon was.

Scharfes Essen usw, auch Säfte oder Rauchen (bin eh Nichtraucher ;-))....


Wie ging es Euch danach? Denn Kinder stecken so eine OP eindeutig besser weg, als Erwachsene.

Ich hab Angst vor den Schmerzen. #schmoll


Würde mich über Tips und selbst erlebtes Freuen.


Danke

Julie

Beitrag von thea21 25.09.08 - 09:55 Uhr

Willste wirklich, meine, Erfahrung wissen?...

Beitrag von julie80 25.09.08 - 10:02 Uhr

Ja ich weiß das es auch blöd laufen kann....

Das ist ja das wovor ich Schiss habe...

Aber ändern kann man es nicht, ich muss da durch, und vielleicht hab ich ja auch Glück...

Beitrag von thea21 25.09.08 - 10:20 Uhr

Erstmal die Mandeln rausnehmen zu lassen war die beste Entscheidung die ich treffen konnte.

Ich hatte bis zu 13 Entzündungen im Jahr, was extrem viel ist, mich gesundheitlich sehr beeinträchtigte, Herzprobleme verursachte und die letzte vereiterte Angina ist so schlimm verlaufen das mir die kompletten Atemwege zuschwollen.

Ich wurde mit 19 operiert, ist also 4 Jahre her.

Die OP an sich verlief gut, ich hatte am 2. Tag nach der OP schlimme Schmerzen, als die Schmerzmittel halt nachließen. Ich konnte allerhöchstens zimmerwarmen Tee trinken, alles andere war die Hölle.

Bei mir ist es in soweit "schief" gelaufen, das die Wunde nochmals gelötet werden musste, da sie aufging und ich nachblutete.

Danach konnte ich etwa 2 Wochen nichts essen, er nach den zwei Wochen war ein relativ schmerzfreies Löffeln von dünneren Suppen, Puddings und Co möglich.

Ich sprach noch wochenlang dnach wie Kermit der Frosch und hatte ein eigenartiges Gefühl in der Gegend wo die Mandeln saßen, als wären da tiefe Löcher (da war natürlich eine Wunde, aber eben keine tiefen Löcher)...nur war das Gefühl eben so als würde in den Löchern immer was hängen bleiben.

Alles in allem war das GANZE Prozedere für mich nach 5-6 Wochen vergessen.

Viel Glück!

Beitrag von julie80 25.09.08 - 13:01 Uhr

Hallöchen,

Danke Dir für Deinen Bericht...

Klar, jede OP ist anders, und immer können da Probleme auftreten, die schlimmsten sind wohl die wo man im Internet/TV hört, wo welche dran gestorben sind.

Wegen starker Nachblutungen usw. Aber ich denke die Ärzte entlassen einen nicht wenn sie sich nicht sicher sind.

Deswegen war ich so erstaunt als er meinte, ich könne nach 2 Tagen wieder heim, vorrausgesetzt natürlich es geht alles gut....

Ich danke Dir, ich denk ich werd dann hier auch einen Bericht reinsetzen ;-)...

Grüßle

Beitrag von thea21 25.09.08 - 15:16 Uhr

Bei mir war es so das ich mit meinen Eltern nach Sachsen Anhalt gefahren bin (Wohne in Berlin) udn es habe dort machen lassen, weil ich hier alleine gewesen wäre.

Der Arzt sagte auch sofort er entlässt mich nur, wenn ich jemanden habe der die ersten 2-3 Nächte mit bei mir wäre, damit man sicherstellen kann, das immer jemand reagiert, falls etwas ist.

Beitrag von dori1972 25.09.08 - 10:33 Uhr

Hallo !

Ich habe mir mit ca. 25 die Mandeln rausnehmen lassen.
Die OP an sich war ok. Ich bin schnell wieder aufgewacht, hatte ein wenig Übelkeit. Aber ich bin schon am frühen Nachmittag wieder aufgestanden und konnte selber zum Klo (mit einer Schwester).
Die Schmerzen sind stark, aber man kann laufend Schmerzmittel erhalten. Diese sollte man auch nehmen. Du wirst automatisch weniger nehmen, wenn die Schmerzen weggehen.

Ich war 5 Tage im KH und bin dann entlassen worden, weil sie Betten brauchten. Ich wollte gehen, daher haben sie mich dann auch nach Hause geschickt. Das war nicht so klug, denn im KH kann man sich besser ausruhen und im Zweifel ist schnell ein Arzt da.

Ich habe schon am Abend der OP Brot gegessen, am nächsten Morgen ein Brötchen, auch wenn es irre lange gedauert hat, bis es aufgegessen war, das ging halt nur unter Schmerzen. Wir haben immer vorm Essen paracetamol in flüssig erhalten, das machte es erträglicher. Mir wurde gesagt, dass es sehr wichtig ist, dass man wieder isst, denn es sollen sich im Rachenraum auch nicht zu dolle Krusten bilden. Wir durften alles Essen, was uns schmeckte. Wir haben auch nicht schlecht geguckt, als es zum Mittag Sauerkraut oder Currysoße gab.

Die Schmerzen sind in den ersten zehn Tagen mal einen Tag schwächer und dann mal wieder mehr, aber es war mit den Schmerzmitteln gut auszuhalten.

Wenn ich vorher gewusst hätte, wie wenig ich jetzt krank bin, hätte ich es viel eher gemacht.

Ich wünsch Dir alles Gute !

LG
Dori

Beitrag von julie80 25.09.08 - 13:05 Uhr

Hallöchen,


erstmal lieben Dank für Deinen Bericht, er macht mir Mut :-).

Ja das mit dem Essen hab ich auch schon gehört, das man das so normal wie möglich weiter machen sollte, damit sich keine Krusten bilden und die mal aufplatzen und zu Nachblutungen führen.


Eben wegen der Gesundheit (was ist das überhaupt?? #gruebel schon lange nicht mehr gehabt) will ich das jetzt langsam mal auf die Reihe kriegen.

ZUmal mir der HNO Arzt prophezeit hat, das ich alleine dieses Jahr NOCH bis zu 5!! Entzündungen haben kann, hat mir schon den Rest gegeben.

Und meine Kiddies haben eine gesunde Mama verdient ;-)



Eine Frage: Wie hast Du Dich nach der Op gefühlt, abgesehen von der Übelkeit??? War Dir arg lange schwummerig oder Müde oder so??

Danke Dir

Beitrag von vonni1974 25.09.08 - 13:35 Uhr

Also erstmal vorweg. Die Mandeln rausnehmen zu lassen war trotzt der Nachschmerzen das Beste was ich tun konnte. Ich habe wirklich an Lebensqualität gewonnen. Von ständigen Agninas (ca. 8 im Jahr) bin ich jetzt bei einer Erkältung im Jahr.
Mitleiweile bin ich die gesündeste in der Familie und wenn meine Kinder mal wieder eine Erkältung aus dem Kindergarten oder der Schule mitbringen, liege ich nicht gleich 2 Tage später mit einer Angina im Bett, sondern stecke mich nicht mal mehr an.
Also das im Vorfeld.

Die OP an sich verlief relativ gut. Außer das mir während der OP sehr viel Blut in den Hals und Magen gelaufen ist. Als ich wach wurde war mir schon recht schlecht. Ich vertrage Narkosen nicht sonderlich gut. Es dauerte nicht lange und ich fing an mich zu übergeben. Ich habe viel Blut gespuckt. Es war aber altes Blut, was der Magen wieder abgegeben hat. Mir wurde erklärt, das sich Blut und Magensäure nicht vertragen und der Magen das Blut wieder abgibt. Nachdem ich mich drei mal übergeben habe, ging es mir besser. Ich habe mir nur sorgen gemacht, das die Narben aufgehen.

Anfangs hielten sich die Schmerzen noch in Grenzen. Nach 2 bis drei Tagen wurden sie schlimmer bis unerträglich. Es sind wirklich starke schmerzen, lass Dir ausreichend Tabletten geben.

Esse bitte nur das, was die Ärtze Dir empfehlen. Alles andere kann noch mehr schmerzen auslösen.

Aber ich lebe noch. Nach ca. 3 Wochen konnte ich schon besser essen. Anfangs dachte ich die schmerzen werden nie besser, aber es wird besser. Es dauert eben seine Zeit.


Alles Gute...

Ach so... Ich denke nicht das Du nach 2 Tagen nach Hause darfst. Ich wurde erst am 4 Tag nach der OP entlassen, da in den ersten 4 Tagen die Gefahr der Nachblutung am höhsten ist. Ich würde Dir ans Herz legen, mindestens noch 4 Tage im Krankenhaus zu bleiben. Du brauchst absolute Schonung.

LG

Ivonne

Beitrag von julie80 25.09.08 - 18:22 Uhr

Hallöchen.


Danke Dir für Deinen Bericht...

Vor den Schmerzen hab ich die meiste Panik...#schock


Aber mein HNO Arzt sagte auch, lieber einmal ein paar Tage lang Schmerzen als 8 -10 mal im Jahr für 2 Wochen an Mandelentzündung zu erkranken. SOlange dauerte es nämlich bei mir immer bis ich wieder fit war, und DIE Schmerzen sind auch nicht ohne...


Davor das mir Blut hintenrein läuft und mir schlecht wird, hab ich auch Angst, denn das Problem hab ich immer beim Zahnarzt, ich kann kein Blut sehen und muss automatisch brechen, schon alleine der Geschmack...#schock


Das mit dem Aufenthalt: ich war da auch baff, weil mein HNO Arzt hier sagte, das ich ca mit 5 Tagen rechnen kann.

Der operierende Arzt meinte, ach naja frühestens am Freitag (OP am Mittwoch) spätestens am Samstag könnte ich heim.

Klar ich mach das was die Ärzte sagen, da muss ich durch...


Ich danke Dir..

Schönen Abend noch


Grüßle

Beitrag von stemirie 25.09.08 - 14:04 Uhr

Hallo,
meine Mama hat mit Anfang 60 die Mandeln rausbekommen. Es waren sehr starke Schmerzen.....die ersten 10 Tage nach der OP. Außerdem hatte meine Mutter sehr starken Mundgeruch. Da ist mir echt teilweise von übel geworden.

Alles Gute für die OP.

Michaela

Beitrag von julie80 25.09.08 - 18:18 Uhr

Hallöchen.


Ui das ist aber auch ein starkes Alter...

Mal schauen wie es für mich läuft.

Danke Dir

Beitrag von helene2 25.09.08 - 14:31 Uhr

Oh, oh,#schock

ich kann Dir leider nur unangenehmes berichten...stell dich auch mal auf ein paar Kilogramm weniger ein.
Es tut sehr lange weh und an Essen ist in den ersten Wochen nicht wirklich zu denken.:-[

Aber im Nachhinein war es gut dass ich es hab machen lassen.

LG,
Helene

PS Augen zu und durch!!!#herzlich#liebdrueck

Beitrag von julie80 25.09.08 - 18:17 Uhr

Huhu,



hehe, ja auf das Abnehmen warte ich schon besonders ;-), ich hab eh bisl zuviel drauf, und dann will ich das halten...


Ich denke auch das es die Beste Entscheidung ist, das machen zu lassen, um einfach gesünder zu sein....

Da muss ich wohl durch #schein..

Danke Dir

Grüßle

Beitrag von picco_brujita 25.09.08 - 18:39 Uhr

die entscheidung ist die beste die du treffen kannst! herzstolpern - prima, wenn es schon so weit ist...

also ich kann dir sagen, ich hab meine raus bekommen, hatte 2 tage etwas schmerzen und dann bin ich wieder heim geschickt worden. nach insgesamt 5 tagen hab ich gar nix mehr gemerkt.

du siehst, es geht auch ganz ohne probleme!

lass dir das eis schmecken ;-)

lg
brujita

Beitrag von julie80 25.09.08 - 19:09 Uhr

Hallöchen,


ja das denke ich auch, jeder ist das anders, vielleicht hab ich ja auch soviel Glück wie Du ;-), wenn der HNO Arzt schon so positiv denkt #schein...

Ja Herzstolpern hab ich, macht mich total fertig das ganze.

Der Arzt stellte fest, das die Herzklappen schon an der Stufe zur Herzklappenentzündung stehen. Wohl die Mandeln dran schuld...


RAUS DAMIT #ole


Danke Dir ;-)


P.S. Mal gucken ob ich Eis krieg, OP ist in einer anderen Stadt, Mann muss bei Kindern bleiben und sonst ist keiner da, Großeltern auf Kur, Eltern arbeiten. Schwiegermama schaut mal rein #herzlich

Beitrag von feenprinzessin 25.09.08 - 19:13 Uhr

Hallo!

Meine kamen glücklicherweise auch mit 19 raus. Das ist nun drei Jahre her. Ich bereue nichts. Hab es in Frankreich machen lassen. Nach 24h entlässt man dich dort bereits...Also sind 2 Tage Luxus...Essen konnte ich gar nichts, Wasser trinken war schon schlimm genug.Die Narkose hab ich auch nicht so gut vertragen. Schmerzmittel gab es keine.
Noch Wochen danach fiel ich beinahe jeden Morgen gegen 11 Uhr in die Ohnmacht. Mein Kreislauf war einfach im Keller.
Auf jeden Fall solltest du dich viel ausruhen danach. Die Stimme nicht beanspruchen, auch ich klang wie Kermit der Frosch...Nur Kaltes zu dir nehmen, am Besten Breiiges essen was leicht zu schlucken ist. Alles Andere würdest du bitter bereuen.

Gruß Rike

Beitrag von mammileinmonique22 25.09.08 - 20:28 Uhr

Ich habe mir erst die Mandeln entfernen lassen und es war ok, am 6. Tag wurde ich entlassen und am 7. Tag zu Hause morgens um 6 Uhr wurde ich wach durch starkes bluten, ich bekam die Nachblutungen.

Es lief wie WAsser aus dem Mund, mein Freund hatte den Krankenwagen gerufen und die haben noch den Notarzt gerufen weil die Blutungen zu heftig waren und dann ahben sie mir Zeugs gegeben was die Blutung stoppt.

Mußte dann nochmal 3 Tage ins Krankenhaus.

Muß dir aber nicht passieren!

viel glück