Gute Schulnoten - Motivation bzw. Demotivation

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von ana78 25.09.08 - 10:30 Uhr

Hallo,

wir haben das Glück, 2 Kinder zu haben, die beiden gute bis sehr gute Noten nach Hause bringen (2. und 4. Klasse) Im Schnitt sind es 2en, selten mal eine 1 und kaum mal eine 3.

Nun waren wieder Elternabende, die 2 wird von den Lehrern also super tolle Zensur hingestellt, da es die 1 mit mind. 100 % Anforderung kaum noch geben würde. Nun das kann so nicht stimmen, es gibt öfter 1en in beiden Klassen. Bitte jetzt nicht falsch verstehen, ich finde auch das die 2 eine gute und solide Note ist, mit der ich gut zufrieden bin, aber eben genau das und nicht mehr.

Meine Zwei haben (genau wie ich früher) immer kleine Schusselfehler, ich finde das nicht schlimm, ich weiß dass sie die Sachverhalte etc. verstanden haben. Trotzdem wäre es schön, manchmal, einfach nur so ab und zu ;-) trotzdem mal alles richtig zu haben. Will heißen, dazu ermutige ich meine Kinder, sie sollen sich etwas zutrauen, auch mal versuchen eine 1 zu schaffen. Wenn es dann eine 2 oder doch mal eine 3 ist, dann ist das so und ich freu mich mit ihnen.

In der Schule wird ihnen vermittelt: "Eine 2 ist toll (was sie ja auch ist), aber die 1 schafft doch sowieso keiner mehr." So nach dem Motto, gar nicht erst versuchen, und genau diese Einstellung übernehmen meine Kinder. Das wurmt mich. Auf der einen Seite möchte ich meine Kinder motivieren, das für sie Beste zu schaffen, gleichzeitig möchte ich ihnen aber zeigen, das sie nicht immer 100 % sein können und sollen, sie sind Kinder. Sprich, ich will mich mit ihnen freuen über ihre guten Noten aber auch gleichzeitig motivieren, immer das (für sie selbst, nicht im Maßstab der anderen) Beste zu geben. Will sie aber auch nicht demotivieren nach dem Motto: "Also die 2 ist toll, aber wenn es eine 1 wäre ..."

Ich hoffe Ihr wisst was ich meine. Wie handhabt Ihr das?

LG
Ana (die weiß das ihre Kinder gut in der Schule sind!!!)

Beitrag von knitschie 25.09.08 - 10:40 Uhr

liebe ana,

ich verstehe dich voll und ganz. wir haben letztens im freundeskreis ebenso darüber diskutiert. auch bei uns wird den kindern gesagt das eine 1 zu schaffen fast 100% verlangt und nur schwer zu schaffen ist. unsere klassenlehrerin sagte mal"die 2 ist heute das was früher die 1 war" als die noten nur bis 5 gingen. uns wurde sogar gesagt das die note 3 eine gute zensur wäre.

meine tochter kam in der 2. klasse in mathe mit einer 3 nach hause und sagte FR. .... meinte auch eine 3 wäre noch eine gute note. ich erklärte meiner tochter daraufhin das ich dies nicht so sehe, zjmal ich wußte das mehr potential bei ihr vorhanden war für die arbeit.

dennoch bin ich auf der einen seite froh das es dn kindern so erklärt wird. es gibt nunmla nicht nur gute bis sehr gute schüler. und gerade die schüler die es schwere haben müssen motiviiert werden.

ich sehe es heute so, das ich mich freue das meine tochter in der schule gut mitkommt, alles vesreht und mittlerweile einen gesunden ehrgeiz besitzt, der sie selbst motiviert eine 1 oder 2 zu schaffen.
freu dich das deine kinder so gut sind und bewerte die noten nicht so über!;-)

liebe grüße
nadin

Beitrag von ana78 25.09.08 - 11:48 Uhr

Hallo Nadin,

Danke für Deine Antwort. Siehst es also ähnlich wie ich, und nein, ich bewerte Noten nicht über, aber für eine 3, für die sie zu faul war zu lernen, werde ich nicht loben.
;-) Dagegen die 3, die sie sich hart erarbeitet hat, nicht schlecht machen! (Was beides schon in diesem Jahr vorkam.)

Und ja, ich freu mich das wir (noch?) so problemlos durch die Grundschulzeit kommen.

LG
Ana

Beitrag von gh1954 25.09.08 - 12:23 Uhr

>>>FR. .... meinte auch eine 3 wäre noch eine gute note. ich erklärte meiner tochter daraufhin das ich dies nicht so sehe, <<<

Kinder solcher Eltern sind arm dran.

Hast du früher nur Zweier und Einser geschrieben??

Beitrag von knitschie 25.09.08 - 12:30 Uhr

ja mein kind ist so arm dran#klatsch

mein gott man kann jetzt hier wieder so viel reininterpretieren in die äußerung. wenn mein kind mit einer 3 nach hause kommt, dann sage ich ihm das es beim nächsten mal besser wird, und ja wir haben auch schonmal eine 4 gehabt. auch da sage ich nur das es beim nächsten mal besser wird, aber wahrscheinlich wieder etwas mehr geübt werden muss.

es geht mi nur um etwas gundsätzliches; nämlich das ich die aussage nicht so toll finde wenn gesaht wird das eine 3 eine gute note ist, denn es ist eine befriedigende zensur. und genau das sollte man den kindern auch so sagen.

Beitrag von manavgat 25.09.08 - 11:03 Uhr

Wer treibt Kindern die Motivation aus?

Ergeizige Eltern, denen nichts gut genug ist.

Gruß

manavgat

Beitrag von an-mi 25.09.08 - 11:33 Uhr

Ich finde ne eins klasse aber ich muß sagen,das ich noch nie so genau darüber nachgedacht habe.Ich nehme es so wie es kommt.Und bei ner vier sage ich immer kann nur besser werden.

Beitrag von ana78 25.09.08 - 11:45 Uhr

Dein Satz ist wohl war. Darum mein Beitrag. Denn die Leistung meiner Kinder ist mir gut genug, aber mir geht es um die Definition, wo Motivation aufhört und Demotivation beginnt?

Beginnt Demotivation da, wo ich VORHER sage gib Dein Bestes und mich dann über die 2 sehr freue? Oder motiviere ich, indem ich sage eine 1 ist doch sowieso kaum zu schaffen also gib Dich mit allem anderen zufrieden?

Ist es sinnvoll, Kinder in den Schulgarten zu schicken um sie Unkraut ziehen zu lassen, damit Kinder denen es schwerer fällt, anzulernen? Sich dann aber nachher zu wundern, das das Klassenziel mal wieder nicht erreicht wurde? Die dafür vorgesehenen Förderstunden aber kaum genutzt werden?

Ich wünsche mir für meine Kinder das Beste, und will nicht in Überehrgeiz verfallen, darum meine Thread um Meinungen zu hören, wie andere es handhaben.

LG
Ana

Beitrag von schweigen 25.09.08 - 12:21 Uhr

Hallo Ana!
Ich sehe das so, eine 1 ist eine 1, eine 2 ist eine 2 usw.
Ich kenne keine gute 3, weil 3 heißt befriedigend und nicht gut auch das wissen meine Kinder 2. und 3. Klasse!
Ich werde auf keinen Fall eine 3 oder 4 tadeln sondern akzeptieren, meine Kinder wissen und den Ehrgeiz haben sie auch diese Noten wenn es geht zu meiden!
Der Konkurrenzkämpf so bald es um Noten geht ist schon groß genug aber den Kindern das Gefühl zu geben eine 2 ist sehr gut ist Falsch!
Freu dich das es so gut bei euch läuft und bestärke lieber das GUT als ein Sehr Gut zu erzwingen!

LG schweigen+4Mädels

Beitrag von ana78 25.09.08 - 12:31 Uhr

Warum kann nur ich nicht so genau auf den Punkt bringen wie ich es meine? Das ist genau das, was ich mit meinem Beitrag gemeint habe.

Danke und LG
Ana

Beitrag von aussiegirl600 25.09.08 - 17:21 Uhr

Ich finde deine Haltung völlig ok.

Ich finde auch dass Motivation super wichtig ist, vielleicht könntest du mit deinen so eine Art Tafel einführen wo es für jede 1 nen Punkt gibt und wenn ein Kind eine bestimmte Anzahl Punkte zusammen hat, dann gibts ein Eis, oder ihr geht in den Tierparkt oder was das Kind eben richtig gern macht.
Über eine 2 wird sich aber eben auch gefreut. Und bei der 3 - bei mir kam es aufs Fach an, wenn ich in Mathe ne 3 hatte dann hat sicher meine Mutter riesig gefreut, weil das für mich schwer war, aber bei ner 2 in Englisch hat sie schon gemeint, dass ich mehr üben soll, weil sie wusste, dass ich es besser kann. Wenn ich dann mal mit ner 5 oder 6 heimkam, dann hat meine Mama mich in den Arm genommen, gesagt, dass es nciht schlimm ist und dass sie, wenn ich will auch mit mir lernt. Eben eine gesunde Mischung aus Lob für erbrachte Leistung und Ansporn besser zu werden. Und ich hab mich nie unter Druck gesetzt gefühlt!

Mein Freund hat sowas mit mir gemacht als ich in der Kollegstufe war: Für jede 2 im Grundkurs und jede 1 im Leistungskurs hat er entweder für mich gekocht oder ist mit mir Essen gegangen. Folge: Ich hatte ein ziemlich gutes Abitur und er war einiges an Geld los ;-D Aber es hat ehrlich funktioniert!