Stunden werden gekürzt - Erzieherin

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Beitrag von boesi 25.09.08 - 10:46 Uhr

Hallo,

bei der Frage geht es eigentlich um meine Mutter, aber mir kommt das so komisch vor, daher frag ich mal.

Also: Mein Mutter arbeitet als Erzieherin, schon seit 35 Jahren. Hat damals in der DDR angefangen. Nun sinkt die Kinderzahl immer weiter und nun wurden den Erzieherinnen nach der Einschulung und somit verringter Anzahl der Kinder die Stunden gekürzt. Von Vollzeit 38 Stunden auf 32 Stunden, was ja ganz schön was ausmacht.

Ich frag mich nun, ob die das einfach so dürfen! Wisst ihr es?

Liebe Grüße

Beitrag von dani.m. 25.09.08 - 10:55 Uhr

Das hat mit dem neuen Betreuungsschlüssel und so zu tun, war bei uns auch so. Unser Kindergarten hat sich dann arg bemüht, als mein Sohn hin kam waren es gerade mal 13 Kinder, wären es noch weniger geworden, hätten sie schließen müssen. Sie haben dann die Öffnungszeiten verlängert (schwierig mit weniger Stunden!) und mehr jüngere Kinder aufgenommen. Inzwischen haben sie 18 Kinder, bis Ende des Jahres werden es 20 sein. Die Stunden wurden wieder hoch gesetzt und eine neue Betreuerin stundenweise eingestellt.
Ich denke mal, dem Träger bleibt gar nichts anderes übrig als die Stunden zu kürzen. Es sind ja nicht nur die fehlenden Elternbeiträge, die Unterstützung vom Land wird dadurch ja auch weniger.

Beitrag von manavgat 25.09.08 - 11:10 Uhr

Ich würde das von einer Fachanwältin für Arbeitsrecht prüfen lassen. Meiner Meinung dürfen sie es nicht.

Nach 35 Jahren wäre es mir auch egal, wenn von den jüngeren Kollegen dann eben jemand gehen müsste.

Gruß

Manavgat

Beitrag von ichclaudia 25.09.08 - 11:27 Uhr

Und ich hätt nach 35 Jahren wahrscheinlich gesagt. Ich hab schon soo lange gearbeitet, jetzt können die Jungen Leutchen mal ran...;-)

Beitrag von phoe-nix 25.09.08 - 12:33 Uhr

Wenn Du in dem Alter automatisch dann kein Geld mehr für Deinen Lebensunterhalt brauchst....

LG

Beitrag von ichclaudia 25.09.08 - 13:11 Uhr

Es geht um 6 Stunden die Woche...Man braucht außerdem schon weniger zu Zweit als zu der Zeit, wo die Kinder noch klein sind und man Kinderbetreuung und Kleidung etc. noch zusätzlich bezahlen muss. Die Kosten fallen irgendwann weg...

Beitrag von phoe-nix 25.09.08 - 13:38 Uhr

Ja und - Erzieherinnen verdienen meines Wissens nicht so fett, dass 6 h die Woche kein Problem wären und gewöhnlich richtet man sich sein Leben ja nach dem Einkommen aus.

6 h wären in meinem Fall 20% und das wäre ne Menge Geld, auf das sich sicher nicht freudestrahlend verzichten würde.

LG

Beitrag von boesi 25.09.08 - 13:49 Uhr

Danke phoe-nix,

ja, in ihrem Fall sind es ganze 170 euro im Monat weniger, was echt schon sch.... ist.

Dann werde ich meiner Mutter das mal nahe legen, dass sie sich beraten lässt, obwohl ich mir schon vorstellen kann, dass sie Angst davor hätte, was zu unternehmen.

Beitrag von boesi 25.09.08 - 12:05 Uhr

Naja, sie sind ja nur zu zweit bei ca. 20 Kindern. Manchmal kommt noch eine für n paar Stunden. Schaffen tun sie´s trotzdem kaum.

Und da sie keine Krippe in diesem Gebäude aufmachen dürfen, gehen die Leute mit ihren Kindern in alle umliegenden Kindergärten, die ne Krippe haben.

Beitrag von schwarzbaer 25.09.08 - 12:58 Uhr

das geht eigentlich nur per Änderungskündigung - und da hat Deine Mutter wahrscheinlich gute Karten dagegen vorzugehen, - Anwalt für Arbeitsrecht fragen!