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Forum: Marktplatz

Wenn ihr wieder richtig Platz im Schrank braucht, ist hier der richtige Ort, um gebrauchte Babykleidung, Umstandsmode etc. zu verkaufen.

Ratschläge für den sicheren Handel im Internet

Bitte beachte folgende Regeln:

  • keine Hinweise auf Ebay-Auktionen oder andere Verkaufsplattformen
  • mehrere Artikel in einem Posting zusammenfassen
  • Babynahrung, Lebensmittel und Getränke dürfen nicht angeboten werden
  • Medikamente (egal ob verschreibungspflichtig oder nicht) und Nahrungsergänzungsmittel dürfen nicht weitergegeben werden
  • nur privater Verkauf von gebrauchten Gegenständen, keine Restposten oder Selbsthergestelltes 
  • die Weitergabe von lebenden Tieren über unser Forum ist nicht erwünscht.

Beitrag von coco1902 25.09.08 - 13:39 Uhr

Händler wider Willen - Wann Online-Verkäufe zum Gewerbe werden von dpa18.09.2008, 14:22 Uhr


Schnelles Geld von zu Hause aus verdienen: Das wollte auch Bastian Kröhnert. Der Student aus Mannheim begann damit, hochwertige Mode bei amerikanischen Herstellern zu bestellen, um sie in Deutschland weiterzuverkaufen. Der gegenüber dem Dollar starke Euro macht das derzeit attraktiv - und der Handel bescherte dem 21-Jährigen dank des guten Wechselkurses in der Tat gute Gewinne: "Manche Modelle brachten in Deutschland das Doppelte des Kaufpreises", sagt Kröhnert. Als Geschäftsmann hat sich der junge Hobby-Verkäufer dabei zunächst nicht gesehen.

Aber wer Produkte weiterverkauft, um sich etwas dazu zu verdienen, hat schnell die Grenze zum Unternehmer überschritten. Das vergessen viele, denn vor allem das Internet macht das Verkaufen einfach. Wer sich nicht auskennt, wird schnell richtig zur Kasse gebeten: "Eine Abmahnung kostet etwa 1500 Euro", sagt Michael Plüschke, Rechtsanwalt für Markenrecht aus Berlin. Ob abgemahnt wird, lasse sich nicht an einer festen Umsatzgrenze ausmachen: "Das hängt vom Einzelfall und der Wertung des Richters ab."

Alles dreht sich um die Frage, ob jemand als Privatperson oder Gewerbetreibender verkauft: "Gewerbliche Verkäufer können wegen Wettbewerbsverzerrung abgemahnt werden", erklärt Johannes Richard von der Rechtsanwaltskammer Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Wer gewerblich Waren anbietet, muss ein Widerrufs- und Rückgaberecht und eine Gewährleistung einräumen. Oft würden aber "pseudo-private" Anbieter, die eigentlich gewerblich verkaufen, die Gewährleistung ausschließen.

"Auch eine solche Markenverletzung kann eine Abmahnung zur Folge haben", sagt Thomas Lapp, Rechtsanwalt aus Frankfurt/Main und Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Informationstechnologie im Deutschen Anwaltverein in Berlin. Dabei zahlt der Abgemahnte im juristischen Sinn dafür, dass er über die Verletzung des Markenrechts belehrt wird. Denn wer gewerblich tätig wird, muss sich über seine Pflichten informieren."Auch wer von nichts wusste, hat im Nachhinein mit entsprechenden Kosten zu rechnen", erklärt Lapp. Außerdem könne der Markeninhaber der Ware Schadensersatz einfordern. Das werde im Zweifelsfall erst recht teuer. Viele private Verkäufer wissen das nicht. "Die Leute machen schnell rechtliche Fehler und sind leichte Opfer für Abmahnungen", sagt Richard. Vor allem beim Handel über eBay sind Unwissende eine leichte Beute."

Das Tückische bei eBay ist der Flohmarktgedanke", sagt Richard. Er rät privaten Verkäufern, sehr vorsichtig zu sein. So entschied das Landgericht Frankfurt im vergangenen Jahr in einem Fall, dass sogar der Verkauf von nur zehn neuwertigen Kleidungsstücken sich nicht als privater Gelegenheitsverkauf erklären lässt (Az.: 2/03 O 192/07)."Wer fünf Jeans im Monat verkauft, ist ein Händler, spätestens wenn er es im zweiten Monat noch einmal macht", sagt auch Thomas Lapp. Wer nur kauft, um direkt weiterzuverkaufen, sei ein Gewerbetreibender, unabhängig vom dabei erzielten Umsatz.

Selbst 25 Produkte in zwei Monaten, die nur zum Verkauf erworben wurden, machen den Verkäufer zum Gewerbetreibenden, entschied das Landgericht Hanau im Jahr 2006 (Az.: 5 O 51/06).Die Anzahl der verkauften Artikel ist in vielen Fällen gering, und das wiegt die Verkäufer in Sicherheit.

Prinzipiell sei der Verkauf aus privatem Bestand auch kein Strafbestand, sagt Plüschke: "Es ist aber verdächtig, wenn jemand seinen Kleiderschrank auflöst - und das gleich mehrmals oder im Umfang eines Kaufhauslagers". Mistet jemand seinen Schrank aus, müsse es sich um gebrauchte Ware handeln - viele nutzen das aber als Vorwand und tappen in die Falle.

"Viele eBay-Mitglieder merken, dass ihr Geschäft erfolgreicher ist als gedacht und finden Geschmack an dem Verkauf in der Freizeit", hat Richard beobachtet. So ging es auch dem Studenten Bastian Kröhnert. Heute verkauft er deshalb als echter Händler - und verdient, statt zu zahlen.Was gewerbliche Verkäufer beachten müssenDie Unterschiede zwischen privatem und gewerblichem Verkauf sind weitreichend - und sie können teuer werden, erklärt Rechtsanwalt Johannes Richard. Vor allem folgende Punkte sind zu beachten:- Gewerbliche Verkäufer müssen ein Widerrufs- oder Rückgaberecht sowie, bei Neuwaren, eine Gewährleistung für 24 Monate einräumen.- Der gewerbliche Verkäufer trägt gegenüber dem Verbraucher immer das Risiko für Schädigungen während des Versands oder den Verlust der Ware.- Gewerbliche Verkäufer können abgemahnt werden, ebenso können gegen sie markenrechtliche Ansprüche geltend gemacht werden.


Davon gibt es momentan etliche Artikel - googelt einfach mal... Nicht, dass wir hier mal Ärger bekommen.

LG Conny

Hier noch ein Link

http://www.marketing-boerse.de/News/details/Jeder-f%FCnfte-Deutsche-verkauft-Waren-privat-im-Internet/6963

Beitrag von sanni68 25.09.08 - 13:46 Uhr

Genau darum ist es hier auch nicht erlaubt, Neuware anzubieten ;-)

Privat die Sachen seiner Kids zu verkaufen macht einen ja noch nicht zum Gewerbetreibenden.

lg Sanni

Beitrag von coco1902 25.09.08 - 14:14 Uhr

Doch, sogar das...

Nicht mal gebauchte Sachen dürfen "regelmäßig" angeboten werden.

Selbst dann kann man als Händler angesehen werden...

Habs noch nicht genau gefunden, aber das soll auch verboten sein...

Eine Frau wollte die Handtasche ihrer Mutter verkaufen (die schon mindestens 50 Jahre alt war). Die Tasche war wohl aus Kroko-leder... Dann stand die Polizei vor der Tür, weil es eine geschützte Tierart war...

Jemand hatte öfters gebrauchte Sachen verkauft und musste Strafe zahlen... und das nicht zu knapp...

Ich weiss leider nicht, wo das stand... meine Mam hat eben nur gemeint, es gäbe neuerdings Ärger...



Beitrag von sanni68 25.09.08 - 14:23 Uhr

Das mit der Krokotasche ist auch so, solche Sachen dürfen nicht gehandelt werden, egal wie lange sie schon irgendwo verstauben.

Eigentlich ist es im Artikel doch gut beschrieben was man darf und was nicht.... hier geht es um Leute, die Sachen irgendwo günstig einkaufen nur für den Zweck sie wieder zu verkaufen.

Solange alles im Bereich einer "normalen" Kleiderschrankfüllung liegt, ist das Verkaufen im Netz genau so in Ordnung, wie das private Verkaufen auf einem Flohmarkt.