rotwein?????

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von mausi02 25.09.08 - 20:37 Uhr

guten abend ihr lieben,
also ich wollt mal eure meinung hören,hab ja am 12.10 termin und wenn bis zum 9.10 nichts ist überlegen wir rotwein zu trinken!!
aber eigentlich ist alkohol doch nicht gut???
oder wie jetzt????
lg mausi

Beitrag von widowwadman 25.09.08 - 20:39 Uhr

Ein Glas ab und zu, also selten, kann nicht schaden

Beitrag von matschilein1711 25.09.08 - 20:41 Uhr

Hallo,

ich werde jetzt wahrscheinlich als "Du-bist-jetzt-schon-eine-Rabenmutter" dastehen, aber mir wurst:
Ich habe mir mein Gläschen Rotwein zu einem guten Essen oder wenn ich mit meinem Mann ausgegangen bin NICHT NEHMEN LASSEN!!!!!!
Du sollst natürlich nicht literweise Wein trinken aber ein kleines Gläschen (1/8 oder auch 1/4) tun dir nix und deinem Baby auch nicht! Habe auch nicht jeden Tag Wein getrunken aber so alle 3-4 Wochen schon.
Auch mein FA wusste Bescheid und meinte das soll man sich nicht nehmen lassen.


LG Matschilein (38.SSW)

Beitrag von widowwadman 25.09.08 - 20:45 Uhr

Ich dachte schon, ich wär die einzige hier :-)

Beitrag von srilie 26.09.08 - 00:12 Uhr

Na endlich#huepf Hab jetzt ewig keinen Alkohol mehr getrunken#kratz Aber mein Appetit ist jetzt schon groß, ich werde mir morgen Abend ein Gläschen gönnen#huepf

Beitrag von itsmyday 25.09.08 - 20:52 Uhr

Das ist ja ne komische Planung....was ist denn am 9.10, dass Du nicht mal den ET abwarten kannst?? #kratz #gruebel

Da die Folgen sehr umstritten und nicht absehbar sind, würde ich generell die Finger vom Alk lassen.....aber wie man sieht, hält das ja jede anders! #cool

LG Itsy

Beitrag von mojoe2109 25.09.08 - 21:55 Uhr

ich hab zum hochzeitstag ein gläschen prosecco getrunken! So! #schein

Beitrag von kaethe29 25.09.08 - 22:04 Uhr

Hallo mausi,

besprich das am besten mit Deiner Hebamme. Wenn nämlich nicht alle Zeichen auf "Start" stehen, bringt das nix. Ich halte von Alkohol in der Schwangeschaft gar nichts. Meine Hebamme hat mir besondere Akkupunkturnadeln gesetzt, da gings in der Nacht danach los und vier Stunden später war unsere Maus da. Is vielleicht die bessere Methode.

Liebe Grüße, Katja

Beitrag von cw1971 26.09.08 - 10:29 Uhr

Das Baby kommt wenn es breits dazu ist!

http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/alkohol/alkohol2.html

Da es keine Grenzmengen gibt da jede Frau anders darauf reagiert - finde ich es sehr verantwortungslos Alkohol zu trinken.

Letztendlich muss es jeder für sich selbst entscheiden - mir war und wäre es zu riskant.

LG Claudia

Beitrag von s_a_m 26.09.08 - 11:00 Uhr

Du „darfst“ so viel du willst und kannst. Du „solltest“ nichts.

Es gibt keine sichere Grenze und es gibt keinen ungefährlichen Zeitpunkt. Also Finger weg!!! Nur damit ist man 100%tig auf der sicheren Seite und schadet seinem Kind garantiert nicht #pro

Und weil ich ja weiß, dass manchmal das Wort eines Arztes locker über den eigenen Verstand und „Laien“-Meinungen gestellt wird, hier ein Zitat von Dr. med. Vincenzo Bluni, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit eigener Praxis und zudem in der Onlineberatung für Schwangere tätig:

„Hallo, hier gilt für Schwangerschaft und Stillzeit das Gleiche: bitte auf jeglichen Alkohol verzichten.“ Ende der Diskussion.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fetales_Alkoholsyndrom
...ruhig auch über den ersten Satz hinauslesen. Da finden sich dann so interessante Sachen wie:

„...sodass das Ungeborene in kurzer Zeit über die Nabelschnur den gleichen Alkoholpegel hat wie seine Mutter. Diese baut den Alkohol jedoch 10x schneller ab, als der Embryo bzw. Fetus. Das Ungeborene ist dem Alkohol als Zellteilungsgift dadurch verstärkt ausgesetzt, insbesondere sein Gehirn. Ein Embryo hat keine und ein Fetus nur geringe eigene Möglichkeiten zum Abbau von Alkohol, da die dafür notwendigen Enzyme nur sehr begrenzt und teils erst Wochen nach der Geburt vorhanden sind. Das Enzym Alkoholdehydrogenase beispielsweise erreicht erst beim 5-jährigen Kind den Wert eines Erwachsenen....“

„... Das Forscherteam hatte eine Probandengruppe von Kindern beobachtet, deren Mütter während der Schwangerschaft ein knappes Glas Wein oder Bier pro Woche getrunken hatten. Sie kamen durch ihre Auswertung zu dem Ergebnis, dass selbst dieser gemeinhin als „geringe Mengen“ eingeschätzte Alkoholkonsum bei betroffenen Kindern häufiger zu Verhaltensstörungen führt als bei Kindern abstinent lebender Schwangerer: Allgemein entwickeln Mädchen im Vergleich zu Jungen seltener emotionale Störungen und Hyperaktivität. In der Studie wurde jedoch gerade bei Mädchen ein Anstieg von Auffälligkeiten um 37% registriert. ...“

„...Dass sich nicht nur mütterliche Alkoholabhängigkeit negativ auf das Kind auswirkt, sondern auch das bislang weitgehend gesellschaftlich tolerierte und teils sogar geforderte soziale Gelegenheitstrinken toxisch wirken kann, wird bislang nur wenig beachtet. Trotz der medizinisch hohen Bedeutung in Bezug auf bleibende Schädigungen beim Kind ist die Verharmlosung von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft nach wie vor auch bei Gynäkologen verbreitet und Kinderärzte tun sich vor allem mit der Diagnose fetaler Alkoholeffekte mitunter sehr schwer....“

„...Die einzig wirksame Vermeidung von alkoholbedingten Schädigungen des ungeborenen Kindes ist der vollständige und konsequente Verzicht auf den Konsum von Alkohol durch die Schwangere während der gesamten Dauer der Gestation. Die größte Schwierigkeit jedes Präventionsansatzes besteht darin, dass vielen Frauen sich der Risiken des Alkoholkonsums mit den möglichen Konsequenzen für das Kind nicht bewusst sind oder die Risiken unterschätzt werden...“

„...Während zunehmend mehr Gynäkologen dies gewissenhaft tun und zum Verzicht auf Alkohol in Schwangerschaft und Stillzeit raten und motivieren, wird jedoch insbesondere der Gelegenheitskonsum nach wie vor auch von Ärzten häufig verharmlost. Nicht selten wird im Gegenteil sogar zum gelegentlichen Trinken ermuntert („Gut für den Blutdruck“, „Hilft zur Entspannung“ usw.). Potentielle Beeinträchtigungen werden oft unterschätzt, bagatellisiert oder mögliche Risiken gänzlich geleugnet, während eine sichere Grenze, in Ermangelung derselben, nicht genannt werden kann.

Hartnäckig hält sich auch dadurch das gesellschaftliche Vorurteil, dass nur Kinder von alkoholkranken Frauen Schäden davontragen, obwohl das in dieser Ausschließlichkeit nicht zutreffend ist. So geht es im primärpräventiven Bemühen darum, Alkoholkonsum als potentiell stets fruchtschädigendes Verhalten zu benennen, ein gesamtgesellschaftliches Problembewusstsein zu schaffen und es Frauen dadurch zu erleichtern, in der Schwangerschaft und Stillzeit bewusst und vor allem gesellschaftlich akzeptiert und unterstützt auf Alkohol zu verzichten...“

Liebe, aber auch aufgrund mancher Einstellung hier im Forum wirklich irritierte Grüße
Sabine