Erstes Gehalt

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von bea40 26.09.08 - 08:06 Uhr



Sohnemann hat ja letzten Monat sein erstes "Gehalt" bekommen und war natürlich stolz. Er ist sehr sparsam, gibt eigentlich nicht unnötig Geld aus.
Aber er meinte, dann kann ich mir ja einen Laptop kaufen. Ich habe ihm gesagt, spar doch erst mal... einen Laptop ( ich halte den für unnötig) kannst du dir in ein paar Monaten immer noch kaufen, aber dann hast du erstmal ein bischen mehr Geld auf dem Konto.
Nun war ich grad in seinem Zimmer und habe zufällig auf seinem Schreibtisch Geld liegen gesehen... 500,-- Euro!!!!!
Werde ihn natürlich nachher fragen, warum er soviel Geld zuhause rumliegen hat. Ist sonst gar nicht seine Art.
Oder soll ich mich da besser zurückhalten? Ich kann ihm ja eigentlich nicht wirklich vorschreiben, was er mit seinem Geld macht oder nicht macht, oder was meint ihr?
Bin halt nur besorgt, weil ich das so nicht von ihm kenne.
LG
Bea

Beitrag von vw76 26.09.08 - 09:01 Uhr

Hi!

Also ich würde ihn sein erstes Gehalt auf den Kopf "kloppen" lassen, wie es ihm gefällt. Ich hab das damals auch gemacht und war außerdem auch megastolz auf mein erstes verdientes Geld.

Ab dem 2. Gehalt musst ich den Kostgeld abgeben und hatte sowieso weniger.

Verena

Beitrag von bessi 26.09.08 - 09:15 Uhr

Hi,

wie alt ist denn Dein Sohn? Wenn er sonst mit seinem Geld sparsam und vernünftig umgeht, verstehe ich Deine Sorgen nicht. Dass er sein Geld für ein Laptop ausgeben will und das ganz alleine bezahlt, finde ich total OK. Für was soll er sparen, wenn das gerade sein Wunsch ist? Mit seinem ersten Lehrgeld würde ich ihn auch das machen lassen, was er will. Vielleicht kann man ja bei den nächsten "Gehältern" einen Dauerauftrag festlegen, wo immer 50,00 Euro oder 100,00 Euro auf ein Sparkonto abgehen. Geld, das er von vorneherein nicht ausgeben kann, tut ihm auch nicht weh. Vielleicht kann er da für den Führerschein z. B. sparen.

Was ich nicht so OK finde, ist die Tatsache, dass 500 Euro einfach so im Raum liegen. Da würde ich ihm sagen, dass er so viel Geld in die Schublade oder dergleichen tun soll...

LG Bessi

Beitrag von wind_sonne_wellen 26.09.08 - 09:18 Uhr

Guten Morgen!!

Mein Großer hat Ende August auch seinen ersten Azubilohn bekommen. Er hatte sich schon Monate vorher überlegt, was er dann machen will, wenn er endlich eigenes Geld verdient. Tja, nun ist schon nicht mehr viel auf seinem Konto drauf ;-) Aber es gibt ja bald neues Geld....

Ich habe ihn machen lassen, wie er will. Ist doch klar, dass er erstmal froh ist, was zu haben und es genießt auch mal Geld ausgeben zu können. Ab Oktober hat er aber einen Dauerauftrag über 100 Euro, die auf sein Sparbuch gehen.

Du könntest deinen Sohn ja mal vorsichtig drauf ansprechen, einfach sagen, dass du die 500 Euro da liegen sehen hast und fragen was er damit vorhat. Ich würde dann nochmal betonen, dass ich an seiner Stelle erstmal was zusammengespart hätte, es aber letztlich seine eigene Entscheidung ist. So bleibst du auch mit ihm im Gespräch :-)

LG Petra

Beitrag von maryalex 26.09.08 - 11:01 Uhr

Hallo!
Also die 500 Euro werden halt da liegen, damit er sich seinen Laptop kaufen kann. Ist doch nicht schlimm, wenn das auf seinem Schreibtisch liegt, innerhalb eurer Wohnung wird ihm das ja keiner stehlen, oder? Warum sollte er das dann in ner Schublade "verstecken"?
Ich würde ihn halt fragen, wenn er heimkommt, ob er sich wohl schon für einen Laptop entschieden hat, weil du in seinem Zimmer Geld hast liegen sehen(keine Vorwürfe machen, sonst bekommst bestimmt keine Antwort). Dann wird er dir schon sagen, ob das für den Laptop gedacht war und wenn nicht, aus welchem Grund sonst so viel Geld da rumliegt.
Vorschreiben, was er mit seinem Geld zu tun hat, würde ich auch keinesfalls, aber ich würde ihn fragen, was er davon hält, z.B. 50 Euro monatlich auf ein Tagesgeldkonto (z.B. bei DiBa) einzuzahlen, da es dort sehr gute Zinsen gibt, oder ob er das Geld in einen Rendite Fonds einzahlen will, zur privaten Altersvorsorge. Ich mache das auch seit ich ca. 17 bin und bin ziemlich stolz, was sich da mittlerweile für ein Betrag angesammelt hat und 50 Euro tun ja nicht weh.
LG Mary

Beitrag von blumenfee40 27.09.08 - 07:54 Uhr

hallo bea!

meine zwillinge haben auch im august ihre lehre angefangen.
das erste geld haben sie auch auf den kopf gehauen, z.b. einen i-pod touch und eine neue digicam.
ab dem nächsten monat haben wir aber daueraufträge eingerichtet und sie werden dann sparen. da waren sie auch sehr einsichtig.
also, lass ihn ruhig den laptop kaufen und überlege dann mit ihm zusammen, wie ihr das geld danach anlegt, zumindest einen teil davon.
lg andrea

Beitrag von hummelinchen 27.09.08 - 16:11 Uhr

Hey Bea,
ganz ehrlich?
Lass ihn doch, er ist jung und hat auf einmal viel Geld (für seine Verhältnisse)...
Weißt du nicht mehr, wie es war als du angefangen hast Geld zu verdienen?
Immer die Eltern #hicks Mutti Vernünftig (nicht böse gemeint, geht mir doch auch so #schein)

Lass ihn.... #cool

Er wird schon lernen, damit umzugehen... Echt...

Und ein Läppi ist doch cool....

lg Tanja

Beitrag von bea40 27.09.08 - 17:13 Uhr

Hallo Tanja,

ja stimmt schon, klar find ich auch, das es cool ist.

Ich weiss auch,als ich mein erstes Gehalt bekommen habe, war ich auch stolz.

Hab auch zwischenzeitlich mit ihm gesprochen, er möchte auch was investieren, anlegen für später.... Rente und was es da so gibt.... ausserdem hat er ja schon einiges zurückgelegt, dank Großeltern usw.

Ich lass ihn jetzt auch... zwischenzeitlich ist ja auch das zweite Gehalt auf dem Konto, und die 500,-- Euro sind noch nicht mal erstes Gehalt gewesen, sondern Geburstags- und Weihnachtsgeld vom letzten Jahr.

Vielen Dank allen für eure Antworten.Hilft doch immer ein bischen...
LG
Bea

Beitrag von hummelinchen 29.09.08 - 15:09 Uhr

Hey Bea,

siehste... Alles wird gut...;-)

lg Tanja

Beitrag von manavgat 29.09.08 - 19:18 Uhr

Das kommt dabei raus, wenn man nicht gleich Grenzen setzt und "Kostgeld" verlangt.

Wenn meine Tochter Ihren ersten Job hat, dann wird sie Geld zuhause abgeben für Unterkunft und Verpflegung. Wenn ich es mir dann leisten kann, dann werde ich das Geld für sie anlegen.

Zu was führt denn: mein Kind kann alles "auf den Kopf hauen"?

Wer mal "Raus aus den Schulden" verfolgt hat, der bekommt eine Ahnung.

Gruß

Manavgat

Beitrag von aussiegirl600 29.09.08 - 20:33 Uhr

Wird sie dann 100% ihres Gehalts bei dir abliefern müssen? Denn so lernt sie den Umgang mit Geld sicher nicht.

Selbst wenn es tatsächlich das erste Gehalt gewesen wäre: Da hat er sein erstes selbst erarbeitetes Geld, wenigstens einen Teil für einen großen Wunsch auszugeben ist doch okay!

Meine Mutter hat immer mit leuchtenden Augen erzählt wie sie vom ersten Gehalt einen Mont Blanc Füller gekauft hat ;-)

Und ich wünsche mir schon seit Jahren eine geschneiderte Tuchhose...

Es geht hier ja nun echt nicht drum, dass hier jeder Gehalt "auf den Kopf gehauen" wird, sondern darum, dass der junge Mann feststellt, dass wer hart arbeitet sich auch was kaufen kann.

Mit Verschuldung hat das noch nichts zu tun, darüber kann man sich Sorgen machen wenn auf den Laptop ein Auto, ein Motorrad, teure Klamotten etc folgen, aber nicht vorher.

Beitrag von manavgat 30.09.08 - 10:38 Uhr

wieso 100 %?

Unterkunft und Logis kosten ca. 300 Euro. Da muss man halt mal kucken, was die Ausbildungsvergütung hergibt. Sind es 500 Euro netto, Fahrkarte muss gezahlt werden, dann nimmt man vielleicht nur 200,-- Euro. Im dritten Lehrjahr können es aber auch schon mal 700 Euro netto sein. Nach 3 Jahren hätten bei 300 Euro Abgabe und nur 50 % davon angelegt das Kücken ein Startkapital (z. B. für eigene Wohnung) von 5400 Euro. Ist das nichts?

Der ganze Krempel der da gekauft wird, dieses Leben auf großem Fuß.... Ich denke, die kucken sich alle mal um, wenn sie von ihrem selbst verdienten Geld leben! müssen. Von Familie ernähren reden wir mal nicht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sini60 30.09.08 - 10:44 Uhr

Das ist ja hart. Bei mir dürfen sie noch jung sein. Da gehört es einfach dazu Spaß zu haben und weggzugehen. Sparen müssen sie noch ihr ganzes Leben lang und wenn dann die Proritäten anders sind, ist man dazu auch viel eher bereit.

Beitrag von urbani 01.10.08 - 09:39 Uhr

Hallo!
Ich musste als Jugendliche auch Kostgeld zahlen. Ich habe in der Ausbildung ca. 600 DM verdient, musste mir für 100 DM die Busfahrkarte kaufen und 300 DM zuhause abgeben. Ich fand das immer furchtbar, denn von den übriggebliebenen 200 DM musste ich mir ja auch Kleidung etc. selber kaufen. Als ich dann fertig mit der Ausbildung war und anfangs ca. 1900 DM verdiente, gab ich meinen Eltern 500 DM. Aber als das meinem Vater zuwenig war und er nach einiger Zeit 600 DM verlangte, bin ich einfach ausgezogen in eine Wohnung, die 400 DM kostete und ich habe besser gelebt als vorher.

Allerdings habe ich auch immer mit Geld umgehen können. Habe als 14-jährige schon Zeitungen ausgetragen und in meinem Leben noch nie Schulden gemacht (wenn man mal von unserem Hauskredit absieht). Aber ich habe mir immer erst Dinge gekauft, wenn ich auch das Geld dafür hatte. Vielleicht kommt das eben daher, dass ich nie soviel Geld zur freien Verfügung hatte.

Ich habe mir immer vorgenommen, dass es meinen Kindern nicht so gehen wird wie mir.

Jetzt ist mein Ältester Sohn 14 und trägt seit einem Jahr selber Zeitungen aus. Er bekommt zwischen 100 und 150 Euro monatlich, aber abgeben muss er nichts. Sein Taschengeld, welches ich ihm sonst gezahlt hätte, zahle ich allerdings auf sein Sparbuch ein. Ansonsten kann er das Geld einfach ausgeben und er hat sich vor kurzem auch ein Laptop dafür gekauft.

Allerdings habe ich mir überlegt, dass ich, sobald nach dem Abitur/Studium wirklich arbeitet, auch Kostgeld bei uns abgeben muss. Ich dachte aber eher an 150 Euro. Allerdings muss er sich ja dann was Kleidung etc. so angeht, auch selbst versorgen. Ich denke 150 Euro reichen!

urbani

Beitrag von biene81 30.09.08 - 10:08 Uhr

Komisch, ich musste nie Kostgeld abgeben, hatte immer mein Geld und konnte damit machen was ich will und habe trotzdem keinen Cent Schulden. Wie erklaerst Du Dir das?#kratz

LG

Biene

Beitrag von manavgat 30.09.08 - 10:35 Uhr

Von jeder Regel gibt es Ausnahmen...

Gruß

Manavgat

Beitrag von sini60 30.09.08 - 10:39 Uhr

Vom Lehrlingslohn noch Kostgeld zahlen zu müssen, finde ich persönlich schon etwas hart. Wenn er davon seine BUV-Versicherung, Fahrtkosten und Verpflegung bei der Arbeit, evtl. Auto, Kleidung bezahlen muss, bleibt nicht mehr allzuviel um auf den Kopf zu hauen.

Beitrag von lovelysituation 01.10.08 - 02:25 Uhr

Hallo =)

lass ihm doch mal für die ersten 3Monate seinen Spass mit dem Geld... Jugendliche lernen besser zu sparen wenn sie erfahren wie nötig sie es in der Zukunft brauchen werden!

Hab selbst ne weile gebraucht bis ich es richtig gecheckt hatte #hicks war zwar anfangs beim taschengeld auch seeeeehr sparsam, immerhin war das ja nicht viel, aber beim ersten Gehalt ist das was anderes, er lernt langsam unabhängig zu sein und weisst was bei mir gut geholfen hatte:

Ich hab mir mein essen immer selbst gekauft und auch meine Kleidung hab ich mir selbst gekauft, da lernt man schnell wie man richtig spart wenn Mutti nichts dazulegt #schein

Das er die 500€ so liegen lässt *hmmm* vl war er in eile oder hatte es vergessen wegzulegen, kann auch sein das er wollte das du es siehst, so zum imponieren :-p

GLG
Dani

Beitrag von winterfee 03.10.08 - 16:02 Uhr

Huhu Bea, #liebdrueck

weißte, ich bezog während der ersten Zeit, die mein Sohn lernte ne Zeitlang Alg2. Da wurde sein Einkommen natürlich angerechnet und ich bekam für die Kosten der Unterkunft nur die Hälfte. Die andere Hälfte sollte nun also mein Sohn zahlen.

Das hat bedeutet, dass er mir 250 Euro seines Einkommens abtreten mußte. Dazu kamen die Fahrkosten in Höhe von ca. 70 Euro.

Unterm Strich waren mehr als 300 Euro seines Lohnes direkt weg.

Er hat das auch immer anstandslos gemacht. Da hatte ich gar keine Probleme mit ihm. Das Kindergeld ging auch noch an mich und die geringe Unterhaltssumme die sein Vater gezahlt hat auch. Damit war für mich quasi die Verpflegung abgegolten.

Die restlichen ca. 250 Euro, die er dann noch übrig hatte, hab ich ihm komplett gelassen. Wenn man bedenkt...sie haben doch auch nen schweren Arbeitstag und irgendwas muß doch auch über bleiben, sonst verlieren sie gerade zu Beginn doch auch die Lust.

Ich hab meinem Ableger nie vorgeschrieben, was er mit dem Geld treiben soll oder darf. Er war ja auch erst 16 und mit Sparsamkeit hat er es auch nicht so.

Ich würd das an deiner Stelle auch nicht so eng sehen. Ich würd ihn den Lappi kaufen lassen. Meiner hat sich jetzt auch nen IPod für schlappe 250 Euros gekauft...na ja, man gönnt sich ja sonst nix :-D

Inzwischen hab ich längst wieder nen Job, aber er beteiligt sich trotzdem noch an den Lebenskosten. So viel verdiene ich ja auch nicht. Aber es ist ok für ihn, wir haben da keine Diskussionen.

Irgendwie denk ich, müssen sie doch auch bissel ein Gefühl dafür kriegen, dass des hier keine kostenlose Vollpension ist, sondern alles was konsumiert wird auch bezahlt werden muss. Egal obs Miete, Strom oder Pizza ist...#schwitz