Ist das noch Liebe????

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von weiß nicht 26.09.08 - 11:23 Uhr

Hallo,

so nun muss ich auch mal dieses Forum nutzen.

Vor zwei Jahren haben mein Mann und ich geheiratet, es war alles super. Wurde schnell schwanger, das Glück war Perfekt.

Nur, seit letztem Jahr, als unser sohn geboren wurde, nimmt das Verliebsein stetig ab.
Ständig Streitereien auch wegen Pillepalle. Kein Sexualleben mehr. Selten Küssen.
Halt Gewohnheit, wie unter Freunden.
Der Sex war mit ihm noch nie so toll. Hab mit ihm da auch schon drüber geredet, aber irgendwie passiert da nichts anderes. "Rein, Raus, Fertig"- mal Krass gesagt.

Heute Nacht habe ich von Trennung geträumt und dann ne ganze Zeit wach gelegen und drüber nachgedacht.
Ist das nur ne Phase, ändert sich das von selbst, oder ist da wirklich nichts mehr?
Klar, das darf nicht de rGrund sein, aber ich wüsste gar nicht wie ich finaziell über die Runden kommen sollte ohen Partner....

Er macht den Anschein als wäre alles ok, am besten direkt ein zweites Kind- wollt eich auch, aber jetzt irgendwie nicht mehr.....

Hat jemand Tipps.....oder was ähliches erlebt?!

LG

Beitrag von shrekbaby 26.09.08 - 11:39 Uhr

Ohje, schwierig! Also ich würde jetzt erstmal nichts überstürzen! Sag deinem Mann, was du gerade fühlst, ohne Rücksicht auf seine Gefühle, denn nur wenn er genau weiß, was in dir vorgeht, könnt ihr etwas ändern! Du musst dir klarwerden, ob du ihn noch liebst, oder ob da wirklich nichts mehr ist. Das geht eigentlich nur mit einer Trennung auf Zeit, denn dann merkt man erst, ob einem der andere fehlt. Vielleicht könnte er ein paar Wochen bei seinen Eltern oder bei einem Freund wohnen?
Auch ohne Partner kannst du über die Runden kommen, schließlich gibt es genug allein erziehende Mütter. Und wenn du nur bei ihm bleibst wegen eurem Kind, ist das keine Lösung, für keinen von euch!
Viel Glück!

Beitrag von kanakilu 26.09.08 - 11:41 Uhr

Hallo!

Da wird es einmal schwierig in der Beziehung und es wird gleich an Trennung gedacht?

Wie lange seid ihr denn vor der Hochzeit zusammen gewesen? Das das Verliebtsein irgendwann nachlässt ist doch normal. Und ein Kind verändert die Beziehung sehr.

Hast du mit deinem Mann überhaupt mal über die Probleme geredet?
Von alleine wird sich nichts ändern. Ihr müsst schon miteinander reden und euer Verhalten ändern.

Habt ihr denn noch Zeiten ohne Kind?

LG kanakilu

Beitrag von amore 26.09.08 - 12:19 Uhr

/ Das das Verliebtsein irgendwann nachlässt ist doch normal. /



das ist richtig, nur sollte dann aus der verliebtheit liebe werden!

Beitrag von kanakilu 26.09.08 - 12:26 Uhr

Das schon. Aber der Prozess sollte auch schon vor Hochzeit und Kindern abgeschlossen sein ;-).

LG

Beitrag von siebzehn 26.09.08 - 12:28 Uhr

Dem kann ich nur 100 %ig zustimmen!

Beitrag von sana789 26.09.08 - 11:42 Uhr

hallo,

mir ging es ähnlich, aber ich war nicht verheiratet.
Mein(jetzt) Exfreund und ich waren 3 Jahre zusammen, am anfang war alles super nach 3monaten kam unsere Tochter.... die Schwangerschaft lief gut das Kind war da und alles war noch toll, wir planten unser Leben miteinander zu verbringen und uns was aufzubauen.
Nach 2 Jahren Beziehung war ich mir meiner Gefühle nicht mehr ganz so sicher, ich lag nachts oft wach und habe mich gefragt ob das wirklich liebe ist.
Alles war normal der Alltag, das leben mit dem Kind, der sex einfach alles keine aufregenden gefühle mehr.
Irgendwann ging ich mehr alleine party machen lernte dort meine affaire kennen und hab mir oft gewünscht mein freund würde mit mir was machen...
ich habs ihm gebeichtet und wir wollten probieren das es wieder wird... 2 monate und es war das gleiche wieder der Alltag....
1 jahr dauerte es noch und jetzt sind wir seit 2monaten getrennt und ich bereue meine entscheidung nicht im gegenteil ich bin ein freier mensch und mir gehts gut....
liebe grüße
sandra

ps. man schafft das auch ohne partner es gibt immer mittel und wege wenn man es wirklich will

Beitrag von anyca 26.09.08 - 11:53 Uhr

Basiert Eure Ehe denn nur auf "Verliebtheit"? Die geht nun mal schnell flöten im Alltagsstreß mit Baby. Und wenn Du sagst, der Sex war von Anfang an nicht so doll, dann wußtest Du doch, worauf Du Dich einläßt?

Sexflaute und Streitereien sind natürlich nicht so schön, aber solange Du noch von "wie unter Freunden" schreibst, scheinen ja schon noch positive Gefühle für ihn da zu sein und ein Zusammengehörigkeitsgefühl.

Worüber streitet ihr denn?

Beitrag von nele0511 26.09.08 - 11:58 Uhr

Bei der Umstellung von "Paar" auf "Familie" gibt es meist solche Probleme. Man wird sich immer seltener bewusst, dass man nicht nur Mutter/Vater ist und funktioniert, sondern dass man auch Frau/Geliebte bzw. Mann/Geliebter sein sollte.
Und damit dieses Bewusstsein nicht gänzlich abhanden kommt, muss man was dagegen tun.

Experten sagen, viel Körperkontakt erhält das "wir-Gefühl" in einer Partnerschaft. Und das kann ich bestätigen. Wir haben zwar keine kleinen Kinder mehr, sind aber seit 12 Jahren zusammen und lieben uns. Jeden Tag kann man Köperkontakt suchen und geben, einfach, wenn man sich in der Wohnung entgegenkommt, mal streicheln oder küssen, zeigen, dass man den anderen auch körperlich mag, dass man sich gern berührt.

Ansonsten - Babysitter engagieren, mal was zu zweit unternehmen.

Ich glaube, die Liebe ist da, bloß ein wenig verschüttet.

Alles Gute!

Nele

Beitrag von siebzehn 26.09.08 - 12:01 Uhr

Das hört sich ganz danach an, dass Ihr

A) noch recht jung seid und
B) Euch vor der Hochzeit noch nicht so lange kanntet.

Korrigier mich bitte, falls ich falsch liege.

Schade, dass so oft gleich die Flinte ins Korn geschmissen wird, wenn's mal nicht so stimmt, bzw. wenn die erste Verliebtheit dem Alltag weicht. Und die euphorisch geplanten Wunschkinder müssen dann darunter leiden.

Und nein: das ändert sich nicht von selbst. An einer Beziehung muss man nämlich ARBEITEN. Hat irgendwer behauptet, eine feste und langjährige Partnerschaft wäre immer nur Zuckerschlecken?

Beitrag von weiß ich nicht 26.09.08 - 13:55 Uhr

Also, mein Mann ist 32 und ich werde 26, vor der Hochzeit waren wir 5 Jahre zusammen, also schon ne Zeit....

Beitrag von bruchetta 26.09.08 - 12:22 Uhr

Ich kann mich den anderen nur anschließen.
Gerade mit Kleinkind bzw. Baby verändert sich so einiges und die Partnerschaft kann schon mal in den Hintergrund rücken.
Zudem hast Du in meinen Augen eine sehr verklärte Vorstellung von einer langjährigen Partnerschaft bzw. von Liebe.
Daß das große Verliebstsein abflaut ist völlig normal. Du wirst wohl mit keinem Mann dauerhaft auf Wolke sieben schweben.
Dafür wachsen Zusammengehörigkeit, Vertrauen, Beständig- und Verläßlichkeit, Freundschaft uvm.
Auch das ist Liebe, wenn auch in anderer Form!
Versucht Eure Probleme in den Griff zu bekommen. Hör auf zu streiten, dann wird auch er sich nicht streiten. Nimm ihn wie er ist!
Das Sexuelle war Dir vorher bekannt. Wenn das nicht Deinen Vorstellungen entspricht, hättest Du ihn nicht heiraten dürfen.

Beitrag von nick71 26.09.08 - 20:09 Uhr

Ein Kind ist nicht immer Zuckerschlecken und nicht selten fangen die (Beziehungs)Probleme damit erst an...das ist zumindest das, was ich dir aus eigener und auch aus Erfahrungen aus meinem Freundes-/Bekanntenkreis sagen kann.

Um was an SICH zu ändern, muss ein fester Wille dasein...außerdem die "Kraft", das auf sich nehmen zu können. Sich NICHT zu verändern und somit auf der Stelle zu treten, ist zwar oberflächlich gesehen einfacher, endet aber meistens früher oder später im Aus für die Beziehung.

Ohne "Arbeit" an sich und der Beziehung geht es nun mal nicht...man sollte nicht dem Irrglauben aufsitzen, dass alles von allein läuft.