Impfungen! Wie steht ihr dazu????

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Beitrag von klopsi 26.09.08 - 12:01 Uhr

Hallo,

unsere Kleine soll nächsten monat geimpft werden.

Eigentlich bin ich schon für das impfen.

Aber man hört ja doch immer wieder das die kleinen Würmer es nicht so gut vertragen oder es auch gefährlich ist.

Eine Freundin hat ihre Kleine nicht impfen lassen.

Wie haben eure auf die Impfung reagiert (Fieber ect.)?
Und was habt ihr für ne Meinung dazu.
Welche Impfungen sind wirklich wichtig und nötig und welche kann man vergessen und weglassen?

LG
Klopsi

Beitrag von alinasmama2005 26.09.08 - 12:06 Uhr

Ganz ehrlich, möchtest du deinem Kind zumuten auch nur eine der Krankheiten durchzumachen gegen die es geimpft wird?

Meine Tochter hatte ganze 2 mal eine Impfreaktion. Das erste Mal nach der 2. 6- fach- Impfung. Da hatte sie leicht erhöhte Temperatur und hat den Tag dann einfach verschlafen, am nächsten Tag war alles wieder gut.
Das 2. Mal nach der ersten MuMaRö, mit Ausschlag eine Woche lang und Fieber 2 Tage lang. Aber lieber so, als dass sie Masern bekommt und mir nachher behindert ist, oder so.

Außerdem nehmen unsere Kindergärten gar keine ungeimpften Kinder auf...

LG Kristin

Beitrag von schullek 26.09.08 - 12:54 Uhr

wessen kindergärten? die bei euch oder generell in deutschland?

Beitrag von bine3002 26.09.08 - 12:06 Uhr

Meine Tochter ist voll geimpft, weil ich daran glaube, dass die Folgen der Krankheiten sehr viel häufiger auftreten als wirklich gravierende Impfschäden.

Nach den Impfungen hatten wir immer Probleme wie Fieber (bei allen 6fach und 1. FSME), Schmerzen im Bein (Meningokokken) und eigentlich immer eine Wochge später eine Erkältung (die eine indirekte Impfolge ist). Aber sonst nichts Gravierendes.

Beitrag von jecca 26.09.08 - 12:08 Uhr

ich habe Hanna gegen alles impfen lassen....also Tetanus, Diphterie,Pertussis,Polio,Hib,Hep B und Pneumokokken jetzt im November/Dezember kommt noch Masern Röteln Mumps dazu.
Hanna hatte nur Fieber ein paar tage lang mehr nicht.

Ich persönlich finde impfen wichtig lieber ein kurzer piecks als eine schwere Krankheit. Klar kann sein das............. aber ich gehe nicht immer nur vom negativen aus.Ich kenne bis jetzt kein Kind was schäden durch eine Impfung bekommen hat und ich hoffe das bleibt auch so.


lg jecca

Beitrag von nischi1803 26.09.08 - 12:19 Uhr

Hallöchen,

ich bin für das Impfen. Genauso wie meine Vorschreiberinnen würde ich meinem Kind keine dieser Krankheiten zumuten wollen; nicht, weil ich Angst vor ein wenig Fieber o.ä. habe.
Ich bin schon richtig nervös, weil ich bereits 2 Impftermine wg. Krankheit verschieben musste.. da hat man schon bedenken, ob sie sich dann in der Zeit nicht irgendwas gravierendes einfangen kann.

Meine beiden Mädls hatten nie Impfreaktionen. Wenn überhaupt, haben sie mal etwas mehr geschlafen.. das war auch alles.

Lisa bekommt jetzt auch die 5-fach und Pneumokokken (das wurde bei meiner Großen noch nicht geimpft - sie hat nur die 5-fach). Die Hep B Impfung lasse ich bei beiden mal einzeln nachholen. Aber sonst finde ich alles wichtig.. vorallem die MMR Impfung.
Nur Windpocken haben wir nicht.. meine Große hatte es schon und meine Ärztin hält die Impfung für absolut unnötig. Ich lasse Lisa spätestens dann dagegen impfen, wenn sie in die Schule kommt und sie noch nicht hatte.
Der Sohn einer Tochter war geimpft dagegen, hat sie dennoch bekommen und leidet jetzt unter Neurodermitis. Ob das zusammen hängt, ist nicht ganz sicher, aber das geht einem schon im Kopf um.


lg
Nicki mit Sina (23.01.04) und Lisa (29.02.08)

Beitrag von kitty0280 26.09.08 - 12:20 Uhr

Ich stehe voll dazu, mein kleiner wird bei der U4 geimpft.
Hab kürzlich einen sehr seriösen Bericht über die Impfmüdikeit in Deutschland gelesen und war echt schockiert. Vorallem weil in vielen Ostblockländern nicht geimpft wird und von dort viele Krankheiten die wir hiernicht mehr hatten wieder eingeschleppt werden. Das ist mir zu gefährlich. Und auch Masern können gefährlich werden für so kleine. Und da wir ländlich Leben sind mir die anderen Impfungen auch recht wichtig!

Lg

Nadine

Beitrag von muehlie 26.09.08 - 12:20 Uhr

Hallo,

bisher habe ich meinen Sohn auch impfen lassen, ohne mir große Sorgen zu machen. Mittlerweile bin ich da aber auch etwas kritischer geworden.

Ich würde z.B. meinem Sohn keine Sechsfachimpfung mehr verpassen lassen, auch wenn die Todesfälle danach eher selten sind. Man kann auch stattdessen die Fünffachimpfung nehmen und die Impfung gegen Hep-B später nachholen.
Der Arzt einer Bekannten von mir hält aber z.B. die Hep-B-Impfung generell für fraglich, da das größte Ansteckungsrisiko für Hepatitis B über Blut (am häufigsten verunreinigte Nadeln beim Fixen) oder Geschlechtsverkehr besteht. Die meisten Kinder in dem Alter leben aber noch abstinent. #schein
Andererseits gibt es aber vielleicht auch unter Kleinkindern Gelegenheiten zum Blutaustausch (Verletzungen?).

Naja, und die FSME-Impfung z.B. hält ja noch nicht einmal die STIKO bei Kindern unter 6 Jahren wirklich für erforderlich und mahnt zur Zurückhaltung.

Es ist wirklich schwierig, sich ein objektives Bild darüber zu machen. Das Info-Blatt, das ich vor jeder Impfung von meinem Arzt bekommen habe, ist im Grunde genommen für den A***, da es eigentlich nur durchweg FÜR die Impfung wirbt und mögliche Nebenwirkungen verharmlost.
Bei den Impfgegnern werden dagegen nicht nur die möglichen z.T. folgenschweren Nebenwirkungen herausgestellt. Da finden sich auch Belege in Form von Verweisen zu Studien, die die Wirkung von Impfungen in Frage stellen.

Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Also informiere dich umfassend auf allen Seiten und triff dann eine Entscheidung.

LG
Claudia

Beitrag von schullek 26.09.08 - 12:57 Uhr

das hast du sehr schön ausgedrückt und ich schliess mich an:)

adina

Beitrag von muehlie 26.09.08 - 13:07 Uhr

#danke Hatte neulich in der Spielgruppe eine Diskussion mit einer dieser chronisch aufgeregten Mütter. Sie schmiss ständig Meningitis und FSME durcheinander (weil in "Frühsommer-Meningo-Enzephalitis" schließlich auch "Meningo" drin vorkommt #augen) und war außerdem irgendwie der Meinung, dass ihr Sohn durch die Impfung gegen Meningokokken jetzt generell vor Meningitis UND vor FSME geschützt sei. #klatsch#klatsch#klatsch

Und mit diesem "Wissen" trifft diese Frau Entscheidungen, die die Gesundheit ihres Kindes betreffen.

Beitrag von bibuba1977 26.09.08 - 13:39 Uhr

Warum willst du dein Kind jetzt schon gegen Hepatitis B impfen lassen? In der Regel steckt man sich vor allem beim Geschlechtsverkehr damit an... Richtige Aufklaerung und ggf. Impfung, wenn man spaeter zu einer Risikogruppe gehoert, reicht meines Erachtens.

LG
Barbara

Beitrag von muehlie 26.09.08 - 13:59 Uhr

Hallo Barbara,

hm, hast du meinen Beitrag eigentlich richtig gelesn? #kratz
Ich hatte nämlich geschrieben, dass ich angefangen habe, meinen Sohn impfen zu lassen, aber jetzt erst - aufgrund von mehr Informationen - Impfungen kritischer betrachte.

Ich kenne die häufigsten Übertragungswege von HBV (hatte ich ja selbst geschrieben). Was ich nicht weiß, ist, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich Babys und Kleinkinder untereinander über andere Wege anstecken.
Ein ähnliches Problem habe ich übrigens mit Röteln (wobei ich mir noch nicht mal sicher bin, ob man da überhaupt eine Wahl hat). Muss ich einen Jungen gegen Röteln impfen lassen? Die Impfgegner sagen nein. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken und wirklich ernsthafte Komplikationen zu erleiden?

Mit der "richtigen Aufklärung" hast du genau mein Problem getroffen. Von wem bekommt man die? Von den meisten Kinderärzten offenbar nicht. Aber auch den absoluten Impfgegnern stehe ich etwas kritisch gegenüber. Bei denen werden manche Krankheitsfolgen oder Übertragungswege, die man woanders überall nachlesen kann, gar nicht erwähnt. Warum nicht?

Deshalb habe ich ja auch geschrieben, dass man sich auf BEIDEN Seiten umfassend informieren soll, bevor man eine Entscheidung trifft.


LG
Claudia

Beitrag von bibuba1977 26.09.08 - 14:07 Uhr

Ups, stillen und sorgfaeltig lesen haben wohl nicht zusammen gepasst. ;-)

Sorry, jetzt hab ich es nochmal durchgelesen.
Ich halte das Risiko, dass sich Kinder gegenseitig mit Hepatitis B anstecken fuer verschwindend gering. Ein Kind, das Hepatitis B haben koennte, kommt ja aus einem Umfeld, in dem das Risiko bekannt ist. Und sollte vernuenftigerweise geimpft sein.
Abgesehen davon... Wie sich hier zeigt, folgen ja die meisten den Impfempfehlungen der Kinderaerzte/STIKO.

Wie gesagt... Das Buch... :-)

LG
Barbara

Beitrag von muehlie 26.09.08 - 14:19 Uhr

"Wie sich hier zeigt, folgen ja die meisten den Impfempfehlungen der Kinderaerzte/STIKO."

Noch nicht mal. Lies dir noch mal alles durch. Die STIKO empfiehlt z.B. NICHT die generelle Impfung gegen FSME vor dem 6. Lebensjahr (hier hat aber eine Mutter geschrieben, dass ihr Kind die schon hat). Und meines Wissens hat sich die STIKO auch noch nicht zu einer generellen Empfehlung der neuen Impfung gegen das Rotavirus durchgerungen (auch die haben ja einige Kinder hier schon hinter sich).

Manche sind da sogar päpstlicher als der Papst. ;-)

LG
Claudia

Beitrag von sonnenblume_14 26.09.08 - 12:21 Uhr

Hallo,
für uns gab es da gar keine Diskussion.
Ich finde
a: die Wahrscheinlichkeit einen Impfschaden davon zu tragen wesentlich geringer als bei einer dre sod. Kinderkrankheiten einen Folgeschaden zu haben - Taubheit, Unfruchtbarkeit, ... und das sind nur die "nicht so schlimmen".
b: die "Knatschigkeit" steht in keienm Verhältnis zur "echten" Krankheit

Also Nele ist voll geimpft und wird auhc weiter geimpft werden - bei uns KEINE Diskussion!

LG
sonnenblume_14

Beitrag von eamane 26.09.08 - 12:27 Uhr

Bin voll deiner Meinung - wir handhaben das genauso.

Bis jetzt hatten wir noch keine Nebenwirkungen von den Impfungen und knatschig sind die Kleinen auch so mal.
Ich möchte mir später mal keine Vorwürfe machen wenn mein Kind Folgeschäden einer Krankheit hat.
Dann lieber einen Pieks mehr als zu wenig.

lg
Tanja

Beitrag von ina_ragna 26.09.08 - 12:29 Uhr

Hallo!

Ich lasse meine beiden Kinder impfen.

Am Mittwoch musste ich leider den Impftermin für meine Tochter absagen, da sie einen leichten Schnupfen hatte.
Auch wenn der Arzt sagt, es könnte geimpft werden, da bin ich eigen. Bei einer Erkältung lasse ich nicht impfen. Nächste Woche wird das dann nachgeholt.

Impfreaktionen habe meine beiden Kinder nie gezeigt. Weder Fieber noch irgendwas anderes.

#blume

LG
Ina

Beitrag von inhara 26.09.08 - 12:47 Uhr

Mir ging es ähnlich wie dir.
Ich finde Impfungen auch durchaus sinnvoll und halte viele davon auch für wichtig allerdings stellt sich mir die Frage ob ich sie wirklich alle machen muss und vor allem ob so früh.

Meine Tochter ist mittlerweile fast 2 und bis zur 1 MMR voll durchgeimpft.
Ich würde es nicht nochmal so machen. Sie hat auf jede Impfung reagiert auf einige mehr auf andere weniger. Im großen und ganzen wurden die Reaktionen aber immer schlimmer bei der ersten MMR hatte ich echt Angst, dass sie es nicht übersteht.
Mittlerweile haben wir alles wieder gut im Griff und sie hat auch keinen bleibenden Schaden aber ich habe erstmal eine Impfpause eingelegt und das ganze Thema nochmal überdacht.
Ich werde sie auf jeden Fall noch gegen Masern Impfen lassen aber solo, Röteln und Mumps (ist ein Mädchen) werde ich mir sparen. Röteln müssen natürlich im Geschlechtsreifenalter nachgeholt werden wenn sie bis dahin keinen Schutz hat.

Beim zweiten Kind werde ich wohl etwas anders mit dem Thema umgehen und nicht mehr alles und vor allem nicht so früh Impfen lassen.

lg

Beitrag von muehlie 26.09.08 - 12:58 Uhr

"Beim zweiten Kind werde ich wohl etwas anders mit dem Thema umgehen und nicht mehr alles und vor allem nicht so früh Impfen lassen."

Genauso geht es mir auch. Finde es ziemlich unverantwortlich, dass man nirgendwo objektiv über das Impfen aufgeklärt wird. Mein KiA drückt mir auch nur jedes Mal dieses Infoblatt in die Hand und sagt sein Sprüchlein ("Die Folgen der Krankheit, gegen die geimpft wird, sind viel schwerwiegender und wahrscheinlicher als eine Impfreaktion.") auf. #bla Hier in NRW wurde der September zum Monat des Impfens erklärt. War aber wohl eher eine reine Werbekampagne der Pharmaindustrie. #aerger


LG
Claudia

Beitrag von bibuba1977 26.09.08 - 13:47 Uhr

'War aber wohl eher eine reine Werbekampagne der Pharmaindustrie"

... wie jede Kampagne, die Impfungen empfiehlt. Selbst die Info-Veranstaltungen fuer Aerzte, die das Thema behandeln, sind von der Pharmaindustrie organisiert. Da kann man sich ja schon ne Vorstellung machen, wieviel Objektivitaet bei dem Thema mitspielt.

Ich habe es weiter unten schon mal geschrieben:
"Impfen Pro und Contra"
Das Buch ist verstaendlich und objektiv.

LG
Barbara

Beitrag von muehlie 26.09.08 - 14:00 Uhr

Ich werde es mir auf jeden Fall mal besorgen und lesen. :-)


LG
Claudia

Beitrag von blackcat9 26.09.08 - 13:01 Uhr

Hallo.

Colin wurde vor zwei Wochen geimpft. Er hat die 6fach-Impfung und die Schluckimpfung gegen Rotaviren bekommen. Er hats super vertragen: kein Fieber, kein schlechter Schlaf oder ähnliches. Er hat beim Schlucken nen klitzekleinen Aufstand gemacht und beim Pieks ganz kurz geweint. War aber tapferer als die Mama mit ihrer Nadelpanik. ;-)

Ich halte mich da an die STIKO. Die empfehlen die 5- oder 6fach-Impfung. Und die geben sie nicht umsonst raus. So sind sie geschützt.

LG
Franzi mit Colin (*19. Juni 2008)

Beitrag von miau2 26.09.08 - 13:19 Uhr

Hi,
Max wurde komplett geimpft, 6-fach, Pneumokokken im 1. LJ (ab der U3, wenn ich mich richtig erinnere o.s.ä. - jedenfalls recht früh) und nach dem 2. Geburtstag MMR, Varizellen und Meningokokken.

Ob nun Impfreaktion oder Zufall (bei Säuglingen sollte man die Komponente "Zufall" und die oft auch projezierten Erwartungen der Eltern nicht vergessen - wenn ich fest mit etwas unangenehmen rechne, dann beobachte ich es nämlich auch ;-)) - nach den 6-fach Impfungen war er etwas müde, etwas quengelig. Keine erhöhte Temperatur, keine erhöhte Infektanfälligkeit (überhaupt war in seinen ersten fast 29 Monaten keinen Tag so richtig krank bisher), und das Quengeln war nach 24h vergessen. Wie gesagt, Zufall oder auch einfach das Erfüllen meiner Ängste sind genau so wahrscheinlich.

Nach der 1. MMR hatte er pünktlich 10 Tage später eine super leichte Form der Impfmasern - etwas Temperatur, etwas Quengeln, und ein Ausschlag, der entweder da war oder eingebildet, so leicht war er ;-). Soweit ich weiß ist diese Reaktion sogar erwünscht. Und auch das war im Prinzip nach 24-36 Stunden vergessen.

"Weglassen" würde ich keine der Impfungen. Ausnahme: Varizellen, darüber kann man gerne diskutieren - wenn Max nicht in dem Winter davor so heftige Hautprobleme gehabt hätte (es bestand Neurodermitis-Verdacht) hätten wir mit der Impfung abgewartet und sie nachgeholt. Da aber im Winter Nr. 2 einziehen wird bin ich heute gar nicht so undankbar, dass Max die Impfungen hinter sich hat und die Chance erheblich geringer ist, dass man sie einschleppt, wenn wir hier ein Neugeborenes (oder meinetwegen 6 Monate altes) Baby im Haus haben, denn der Nestschutz würde nur für 3-6 Monate reichen.

Noch was zu Hep. B: stimmt schon, oft wird es durch Geschlechtsverkehr übertragen, und das ist ja zum Glück in dem Alter extrem unwahrscheinlich. Aber es reicht auch eine minimale Blutmenge, übrigens eine bei weitem geringere als für HIV. Nasenbluten, kleine Schnittverletzungen, aufgeschlagenes Knie - all das, was Kindern so üblicherweise passiert, wenn sie viel Kontakt mit anderen Kindern haben. Und da viele Erwachsene infiziert sind, ohne es selbst zu wissen besteht immer die Gefahr, sich anzustecken. Auch im Kindesalter.

Und genau die Mütter, die ihre Kinder mit dem Argument, die Impfung wäre überflüssig nicht haben impfen lassen haben bei einer Bekannten (Erzieherin) erfolgreich durchgesetzt, dass ein chronisch an Hep. B erkranktes Kind (in dem Alter verläuft das nun mal meistens chronisch) nicht in den KiGa aufgenommen wurde. Warum bloß, wenn die Kleinen sich doch eh nicht anstecken können.

Auch das sollte man bei seiner Entscheidung berücksichtigen. Ich finde es sehr schlimm, dass ein Kind, das nun wirklich nichts für seine Erkrankung kann ausgeschlossen wird (und wohl auch nicht zum letzten Mal in der Kindheit), weil andere Mütter zwar groß rumschreien, dass man sich in dem Alter ja eh nicht anstecken könnte - aber offenbar tief im Inneren wissen, dass diese Meinung schlichtweg falsch ist.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von bibuba1977 26.09.08 - 13:36 Uhr

Hallo Klopsi,

ich kann dir das Buch "Impfen Pro und Contra" empfehlen.

Wir haben uns entschieden, unserer Kleinen die Impfungen zu ersparen, bis sie anfaengt zu laufen. Und dann werden wir auch nicht alle Impfungen geben lassen.
Ich bin der Meinung, es gibt kaum einen Grund, im ersten Jahr zu impfen und es ist extrem wichtig, dem Baby das erste Jahr zu lassen, damit die Entwicklung des Immunsystems nicht gestoert wird.

LG
Barbara

Beitrag von cathie_g 26.09.08 - 14:12 Uhr

Hi,

unsere beiden sind komplett nach jeweils gueltigen Empfehlungen geimpft und hatten keine Probleme, auch der Kleine nicht mit der 6fach Impfung.

Am Wichtigsten im ersten Jahr sind Pertussis (Keuchhusten) und Hib, beide in der 6fach Impfung enthalten, und, vor allem wenn das Kind groessere Geschwister hat und/oder in die Kita geht, auch die Pneumokokken.

Na klar kann man jetzt maulen, aber warum gibt es keine Pertussis/hib/pneumokokkenimpfung und den Rest impft man dann im zweiten Lebensjahr, aber Kinder sind ja auch kein Nadelkissen und es gibt keine Hinweise darauf, dass sich die 5fach Impfung (oder kleinere Kombis) nun besser vertraegt als die 6fach Impfung.

LG

Catherina

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