Für meine Freundin---Freund mit Alkoholproblem

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von kaltesherz0907 26.09.08 - 14:02 Uhr

also, da ich die zeit gerade habe, mache ich mir mal die Mühe, aufzuschreiben, was zwischen meiner Freundin und ihrem mann so vorgefallen ist, und was michd aran beschäftigt, bzw brauche ich mal Tipps, wie ich ihr "helfen" kann, da es sonst keiner aus ihrem Freudneskreis tut.

Ich fange mal an:

ich kenne meine Freundin seit 2 Jahren etwa (lernten uns bei der Geburt unserer Kinder kennen) : Ihr 2.

Sie hatte schon ein kidnd aus vorheriger Beziehung. Das 1. war nicht geplant, das 2. war VON IHR geplant. Nun ja, ich finde ihre ganze Lebenseinstellung etwas fragwürdig, weiß aber nicht, wie ich ihr das sagen soll.
Sie hat Köchin gelernt, kurz (halbes Jahr?) gearbeitet, dann geheiratet (Mann verdient gut) und dann war sie Zuhause bis jetzt zum 2. Kind (mittlerweile eben 2).

Sie hat sich (meiner Meinung nach) immer sehr auf ihren Mann "verlassen" ist, was das angeht "sehr bequem"

Nun hat ihr Mann seit längerer Zeit ein Alkoholproblem, er trinkt 6-8 (oder mehr) Flaschen Bier am Tag. Ihr ging es dadurch immer schlechter, sie sprach es an, er reagierte nicht, er hätte "kein Problem".

Ständig Streitereien folgten....(ich bekam das mit). Sie suchte sich Hilfe durch Beratungsstellen etc.

Dann: vor 3 Monate zog sie aus, weil er immernoch nicht einsah, was sie wirklich störte (nämlich der Alkoholkonsum). Dann traf sie sich wieder mit ihm, sie bändelten wieder an (noch keine Besserung was Alkohol betraf) sie hat in der Zeit gesehen, was es heißt wieder ALLEIN zu sein, diesmal mit 2 Kindern.

Jetzt, letzte woche erzählt sie mir, sie ist wieder zurück zu ihrem Mann. Ich bin aus allen Wolken gefallen, ich konnte da snicht glauben. (die haben sich aufs Übelste beschimpft). Er würde sich jetzt bessern, sie hätten sich beraten lassen, er hätte gar kein Alkohol-Problem. #klatsch

Er hat es jetzt "eingeschränkt" nur noch 1-2 Flaschen alle 3-4 Tage. #klatsch

Ich müsste noch weiter ausholen...aber ich verstehe nicht, wie man so undruchdacht sein kann.

Dazu kommt, dass ich das Gefühl habe, dass sie extrem bequem ist, und unter anderem glaube ich dass sie deswegen zurück ist zu ihrem Mann. (Geld) Aber wie sage ich dass einer Freundin?

Sie wird doch wieder auf die Nase fliegen...jetzt ist die neue Wohnung gekündigt...und alles geht so weiter nur weil Madame so bequem ist... ich verstehs nicht. Und es tut mir leid. ich habe ihr das gesagt, aber ich bekomme dann nur zu hören, ich "hätte eben nicht so viel lebenserfahrung wie sie" (sie ist 2 Jahre älter)#augen

Hat jemand einen Rat? oder soll ich das einfach so hinnehmen?= ich ahbe nicht das Gefühl, dass ich ihr was raten kann, ich rede mich dumm und dusselig.

:-(

Beitrag von kaltesherz0907 26.09.08 - 14:07 Uhr

achja, was vielelicht noch wichtig ist: ER hat ein haus gebaut, indem sie wohnten, sie musste dann natürlich in eine wesentlich kleinere Wohnung ziehen, also ein "Rückschlag".

Beitrag von Ratgebende 26.09.08 - 14:59 Uhr

Kann es sein, dass Deine Freundin eine sogenannte Co-Abhängige ist? Das passiert bei Süchtigen sehr oft, dass die Partner da so mit hineingezogen werden.

Vielleicht wendest DU Dich als Freundin ja mal an Caritas oder ähnliches, und informierst Dich dort?
http://de.wikipedia.org/wiki/Co-Abh%C3%A4ngig - hier findest Du auch einiges...

Es gibt Hilfen für Co-Abhängige, aber das muss sie selber wirklich wollen...

Ich wünsch Dir alles Gute
Ratgebende

Beitrag von kaltesherz0907 26.09.08 - 17:43 Uhr

hallo! das weiß sie schon,....und sie sieht sich auch als Co-abhängig. aber auch das hilft nicht weiter...sie macht ja eine Therapie

Beitrag von Ratgebende 26.09.08 - 18:21 Uhr

Liebes kaltes Herz...

Es ist schon mal sehr gut, wenn sie überhaupt bemerkt hat, dass da was schief läuft und sie so gesehen co-abhängig ist.
Eine Therapie ist schon mal ein erster Schritt.

Als Freundin kannst Du nur für sie da sein, wirklich was machen kannst DU selber nicht. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
Es ist schwer solchen Menschen zu helfen. Denn sie können sich letztlich nur selber helfen, auch wenn das doof klingt.

Es tut mir leid, dass ich dazu nichts anderes sagen kann...
Es ist einfach zu sagen, sie müsse sich trennen und allein ihren Weg finden, aber das werden die wenigsten auch wirklich machen, selbst wenn sie es genau SO wissen. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, gibts in der Beziehung auch noch ein Kind? Dann sollte sie in erster Linie an das Kind denken, an die Vorbildwirkung des Vaters.
Übrigens: Je mehr man gegen den Mann wettert und ihr versucht zu sagen, wie schlecht oder krank er sei, umso mehr wird sie an ihn gebunden sein. Weil sie das Gefühl hat, ihn verteidigen zu müssen... Sie muss da wirklich selbst drauf kommen, dass es für sie nicht gut ist, sich so aufzureiben...

Ich wünsch Dir alles Gute!
Ratgebende

Beitrag von kaltesherz0907 26.09.08 - 18:38 Uhr

hallo! danke!

ich werde wohl weiter nichts tun können..ich ahbe mich eh immer sehr zurück gehalten bei dem Thema (ich habe Erfahrung damit).

Es ärgert mich allerdings , dass sie NIE an Ihre Kinder denkt. NIE. zumindest war davon nie die Rede. Es geht immer nur um SIE.

Wir sidn sehr verschieden, wenn cih es versuche (wie letztens), mit ihr zu reden, bekomme ich nur so Dinge um die Ohren geschleudert wie ich geschrieben haben (lebenserfahrung..außerdem meint sie, ich wäre "festgefahren")

Eigentlich hört sie in keinster Weise auf mich, will aber immer wieder mit mir reden.....das ist nicht gerade einfach.

Beitrag von Ratgebende 26.09.08 - 19:24 Uhr

Ja, Du hast da vollkommen Recht!
Es ist schwer, mit solchen Menschen zu reden. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen brauchen sie irgendwo unsere Hilfe.

Wenn Du mit ihr redest, blockiert sie. Das ist normal - es tut immer weh, wenn man der Wahrheit ins Auge sehen muss. Da kommen dann auch Abwehrreaktionen wie von Dir beschrieben.

Dabei ist das keine Frage des Alters. Es kann junge Frauen treffen oder auch reife gestandene Frauen. Lebenserfahrung schützt nicht vor Entscheidungen, die schlecht für uns sind -> siehe Co-Abhängigkeit oder Hörigkeit oder ähnlichem.

Dass sie mit Dir reden will, finde ich dennoch als sehr gut. Denn es ist immer noch besser, als wenn sie sich komplett zurückziehen würde. Vielleicht kannst Du das Thema ja mal vorsichtig in Richtung Kinder lenken?

Was meinst Du mit "festgefahren"?

LG Ratgebende

Beitrag von kaltesherz0907 27.09.08 - 18:45 Uhr

sie ist sehr naja, wir ahben es im Gespräch "sprunghaft" genannt.

ich bleibe bei meiner Meinung. ich bin da etwas "stur"#schein

Ich pers. finde aber Konsequenz eine gute Sache, wa snicht heißt, dass ich selber gut darin bin, aber ich finde es gut, wenn leute daskönnen.

meine Freundin meint, ich wäre festgefahren, weil ich eine gewisse Geradlinigkeit im leben mag (was wie gesagt nicht heißt, dass ich da simmer bin, aber sie kennt mich so)---ich denke, das meint sie.

Beitrag von nick71 27.09.08 - 18:09 Uhr

Wenn ihr euch im Kreis dreht, solltet ihr solche Sachen besser gar nicht mehr thematisieren.

Du hast mittlerweile festgestellt, dass deine Freundin jeden deiner gutgemeinten Tipps in den Wind schlägt (was sicher EXTREM nervig sein kann auf Dauer) und ich würde sagen, dann soll sie ihre Probleme mit sich selber ausmachen und dich nicht weiter damit behelligen.

Eine gute Freundschaft sollte das verkraften können und letztendlich ist jeder seines eigenen Glückes Schmied...man kann halt niemanden zu etwas zwingen.

Beitrag von sheltie 26.09.08 - 15:19 Uhr

Das ist doch kein alkoholiker, man der arme Mann.
Lasst den doch mal sein bier trinken

Beitrag von kaltesherz0907 26.09.08 - 17:44 Uhr

MAL? 6-8 Flaschen am Tag?#kratz

ich hoffe du trinkst niccht so viel.----

Beitrag von silkstockings 26.09.08 - 15:31 Uhr

Es ist ihr Leben, nicht deines.

Beitrag von kaltesherz0907 26.09.08 - 17:43 Uhr

das stimmt. Würdest du dir nicht Gedanken machen?

Beitrag von silkstockings 26.09.08 - 19:08 Uhr

>>das stimmt. Würdest du dir nicht Gedanken machen?<<

Doch, aber nicht diese:

>>Sie hat Köchin gelernt, kurz (halbes Jahr?) gearbeitet, dann geheiratet (Mann verdient gut) und dann war sie Zuhause bis jetzt zum 2. Kind (mittlerweile eben 2).<<

Ja UND?

>>Sie hat sich (meiner Meinung nach) immer sehr auf ihren Mann "verlassen" ist, was das angeht "sehr bequem"
...

sie hat in der Zeit gesehen, was es heißt wieder ALLEIN zu sein, diesmal mit 2 Kindern.

Dazu kommt, dass ich das Gefühl habe, dass sie extrem bequem ist, und unter anderem glaube ich dass sie deswegen zurück ist zu ihrem Mann. (Geld)

achja, was vielelicht noch wichtig ist: ER hat ein haus gebaut, indem sie wohnten, sie musste dann natürlich in eine wesentlich kleinere Wohnung ziehen, also ein "Rückschlag".<<

Es klingt nicht nach Sorge um eine Freundin, weißt du?

Beitrag von kaltesherz0907 26.09.08 - 19:24 Uhr

es ist das Gesamtpaket.

Das stört mich.

Sie komtm sehr oft zu mir, weill weg von ihrem Mann, ich unterstütze ihr, helfe ihr mit der wohnung,...dann geht sie wieder zurück (was ich auch verstehe---sie liebt ihn halt)

aber ich denke halt, sie sollte trotzdem WAS TUN, arbeiten, wenn auch nur 400€ Basis, etwas für sich. Sie sitzt nur Zuhause und grübelt über ihren Mann. Dazu passt ihre ganze Lebenseinstellung.

Ich habe versucht, ihr das zus agen, aber ich glaueb nicht, dass es ankam. alle andere von ihren Freunden sprechen ihr immer nur zu ("du machst das alles toll") das kann es doch nicht sein? man muss doch auch mal kritik üben?

Beitrag von silkstockings 26.09.08 - 19:58 Uhr

Du kannst sicher mal Kritik üben und ihr sagen, wie du das siehst. Aber im Endeffekt ist es ihr Leben.