Ausziehen mit 18

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von aenaina 26.09.08 - 16:19 Uhr

Hi ihr,

ich bin im moment, 17 Jahre alt und gehe zur Realschule in die 10te Klasse. Mache also dieses Jahr meine mittlere Reife. Danach habe ich vor auf die Fachoberschule zu gehen, weil ich mit der mittleren Reife keine Zukunft für meine beruflichen Wünsche sehe. (Architektin, Web Designerin o.ä.)

Nun bin ich aber seit 4 monaten mit meinem Freund zusammen. Wir leben in einer Fernbeziehung, und ich wollte das eigendlich zu meinem 18. geburtstag ändern, und mit ihm zusammen ziehen. Ich werde am 17.7.2009 18. Aber würde noch bis 2011 in die Fachoberschule gehen. Das will ich zwar bei ihm machen, aber meine Frage ist, wie läuft das da mit dem Geld?

Im moment lebe ich noch bei meinen Eltern, meine Eltern leben getrennt. Mein Vater ist wegen Krankheit kaum für mich da, zahlt aber Unterhalt. Meine Mutter bezieht zusätzlich Kindergeld. Mein Freund geht bereits Arbeiten (ist 20) und hat schon eine eigene Wohnung, aber ich will mich nicht von ihm durchfüttern lassen o.ä. denn was er im moment verdient ist auch nicht die Welt und reicht gerade mal für ihn und seinen Hund, gut aus. Wenn ich da noch dazu komme wird dies schon knapp werden, da Lebensmittel ja immer teurer werden.

Wenn ich nun zu meinem Freund ziehe als Schülerin, würde ich dann Bafög bekommen? Oder würde ich das Kindergeld von meiner Mutter bekommen? (was ich aber nicht will, da meine Mutter selbst keinen guten finanziellen Stand hat) Wie sieht es mit dem Jugendamt aus? Da ich zu dem Zeitpunkt wenn ich auziehe 18 bin, können die mir auch kein Geld geben oder?

Was kann man da machen? Ich will in einem Jahr mit meinem Freund zusammenziehen, weil diese Fernbeziehung auf längere Zeit aus geldgründen nicht mehr möglich wäre.


Freue mich auf eure Antworten #danke

Beitrag von soinchen 26.09.08 - 16:57 Uhr

Hallo,

also ich bin damals mit 19 Jahren ausgezogen und bin auf's Wirtschaftsgymnasium gegangen. Ich hab' das Kindergeld bekommen und Bafög noch dazu, das ich nicht zurückzahlen musste. Wie das mit dem Unterhalt ist,weiß ich nicht genau. Aber wenn Du nicht mehr bei Deiner Mutter wohnst, hat sie keinen Anspruch mehr darauf.

Alles Gute

Soinchen

Beitrag von butterbluemchen87 26.09.08 - 17:34 Uhr

Ich bin mit 18 ausgezogen und das ist alles nicht so einfach.
Ich wollte dieses Jahr auch wieder zu einer Schule (kam jedoch meine Schwangerschaft dazwischen).

Also ich hätte nur den Mindestsatz BaföG bekommen, weil in der nähe von meinen Eltern eine gleichwertige Schule ist. Hätte dann also theoretisch zurück gemusst.
Der Satz ist um die 200€. Dein Kindergeld würdest Du auch noch bekommen. Tja und dann hört es auf.

Ich hätte noch zusätzlich Hartz4 bekommen, da ich zu Hause ausgezogen bin, weil es nicht mehr ging und dies auch schriftlich über anwalt, etc. damals belegen konnte. Aber Du bekommst das nicht, weil Du Lust hast mit Deinem freund zusammen zu Leben.

Bin übrigens 21 und würde dir raten: Versuche (wenn es zu Hause gut klappt) so öange wie möglich dort zu bleiben.

Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von hummelinchen 26.09.08 - 18:10 Uhr

Hey,
ich weiß, dass das nicht direkt was mit deiner Frage zu tun hat aber ich würde gerne meine Meinung hier lassen...

Du bist erst vier Monate mit dem Jungen zusammen und ihr seht euch selten. Keine wirklich gute Vorraussetzung für eine gemeinsame Wohnung. (meiner Meinung nach)
Wer weiß ob du nächstes Jahr im Juli noch mit ihm zusammen bist?

Wenn du unbedingt ausziehen willst, solltest du erst einmal alleine wohnen oder wie wäre es mit einer Wg?

Und wenn du wirklich mit ihm zusammen ziehen willst, solltet ihr jetzt anfangen eine Wohnung zu suchen..

Ist es zu Hause denn so schlimm??

Aber ich wünsche dir alles Glück auf dieser Erde...


lg Tanja (deren Tochter zum Glück noch zu Hause wohnen möchte #schein)

Beitrag von aenaina 26.09.08 - 20:21 Uhr

also... nein zuhause ist es nicht schlimm xD Ich liebe meine Mutter, aber ich liebe auch meinen Freund!

Und wegen den 4 monaten: Bis ich umziehen will ist es ja noch eine weile hin, mein freund hat bereits eine eigene Wohnung ich würde dort mit einziehen. vorerst zumindest. und ich werde mich sowohl in meiner heimatsstadt und bei meinem Freund auf der FOS bewerben! so dass mir dann immer noch die wege offen stehen, selbst wenn schluss gemacht wird! *g*

aber wir wären dann ein Jahr lang zusammen, und ich zahle jeden monat 80 euro für den zug! Das wird einfach zu viel, und wenn ich auch bei ihm in die schule gehen kann hab ichs doch vorerst gut. Wenn schluss gemacht wird währrend ich bei ihm wohne, muss ich mir eben in seiner heimat ne eigene Wohnung suchen, da gibts auch möglichkeiten, wäre zuwar in der tat nicht so prikelnd, aber kein weltuntergang.. oder ich wechsel die schule und geh dann zurück zu mutti *g*

trotsdem danke

Beitrag von gh1954 26.09.08 - 20:54 Uhr

>>>und geh dann zurück zu mutti *g*<<<

Also das stell ich mir absolut nicht prickelnd vor, zu Hause ausziehen und evtl nach einem Jahr wieder "zu Mutti" zu ziehen.

Meine älteste Tochter ist mit 22 Jahren ausgezogen, schon wenige Monate später konnten wir uns beide nicht mehr vorstellen, dass sie nochmal zurückkommt.

Beitrag von juki 27.09.08 - 10:24 Uhr

Glaub mir wenn du einmal woaanders gewohnt hats ist es nicht lustig wieder "zurück zu Mutti" zu ziehen.....

Ich bin mit 18 ausgezogen(300 km von z.H. weg) und mit 23 wieder zurück, da ich es allein mit meiner Kleinen nicht geschafft hätte....und es ist bzw war der reinste Horror....hatte mich in den jahren daran gewöhnt das ich in meinem Haushalt tun kann wie und was ich will.....aber bei Mutti herrschen andere Regeln ;-)

Ich kann dir nur den Tipp geben nichts zu überstürzen und dir evtl. doch eine kleine eigene Wohnung oder ein Zimmerchen zu mieten....

LG

Beitrag von hummelinchen 27.09.08 - 15:19 Uhr

Hey,

alle deine Argumente sind gut durchdacht... Daumen hoch... #pro

Und ich wünsche dir von Herzen, dass alles so klappt wie DU das willst... #liebdrueck

lg Tanja

Beitrag von friendlyfire 28.09.08 - 11:43 Uhr

Hallo Du,

also nach 4 Monaten schon zusammenziehen halte ich für gewagt bzw dumm. Das ist aber nur meine Meinung zu dem Thema.

Wenn du zur Fachhochschule gehst, kannst du Bafög beantragen, ich glaube mich aber zu erinnern, dass du das nur kriegst, wenns keine andere Möglichkeit gibt (also du nicht zu Hause wohnen kannst).
Was ich dir noch sagen wollte, ich hab irgendwie so im Hinterkopf, dass man nur einmal Bafög kriegen kann. D.h. dein Studium müsstest du dir dann wohl selbst verdienen.

Ich würde dir raten, zieh die zwei Jahre noch daheim durch und beantrage Bafög erst für die FH oder Uni.
Wie weit wohnt denn dein Freund weg? Man schafft auch 2 Jahre locker ne Fernbeziehung. Meine längste Fernbeziehung ging mehrere Jahre und es war gut.

LG friendly

Beitrag von aenaina 28.09.08 - 12:27 Uhr

also 1. zieh ich nicht mit ihm JETZT schon zusammen sondern wenn ich meinen abschluss hab, das heißt wenn wir schon n jahr lang zusammen sind.
mein Freund wohnt 2einhalbstunden mit dem zug von mir weg. Aber ich bekomme nunmal 50 euro Taschengeld und muss damit auskommen. Das geht schlecht wenn allein schon die Zugfahrt einmal hin und zurück über 40 euro kostet!
Das mit Bafög ist denke ich so dass man es öfter beantragen kann, bzw. wenn ich gleich im Anschluss an die Schule studiere das so weiter bezahlt wird. Ich habe aber sowieso nicht vor zu studieren.
Bzw. Vllt nach abgeschlossener ausbildung, aber da bekomm ich ja dann Lohn und kann mir mein Studium auch selber finanzieren. (Fernstudium neben der Arbeit beispielsweise)

Beitrag von friendlyfire 28.09.08 - 12:58 Uhr

Hallo,

ach so, ich dachte es ging darum die Schule bei ihm zu besuchen.
Aber Architektin oder Grafikdesign wirste wohl mit Studium bessere Chancen haben.
Ich kenn mich bei den neuen Bafögrichtlinien nicht aus, aber bei mir war das damals eben noch so. Wenn sich das geändert hat, ist das ja gut.
Genauso wie ich nicht weiss, ob das immernoch so ist, dass die nur zahlen, wenn man nicht auch zu Hause wohnen könnte. Das war bei mir nämlich auch so. Ich bekam kein Bafög weil ich hätte zu Hause wohnen können.
50 Euro ist natürlich um Fahrten zu finanzieren zu wenig. Vielleicht mal mit den Eltern feilschen? ;-)

Ich würd mal durchrechnen, wie du mehr Geld hast. Wenn du daheim wohnst und dir nen Nebenjob suchst oder wenn du ausziehst. Ich denke Bafög sind so 500 -600 Euro im Monat.
Kommt ja immer auf die Lebenshaltungskosten der Stadt an...
Aber ich hatte im Studium immer so 250 € für Wohnung und 300 € zum Leben, abzüglich aller Kosten blieb da auch nicht mehr übrig. Man braucht ja neben Lebensmitteln auch noch Sachen für Schule, Handy, Internet, Telefon...
Ich hab relativ schnell noch nebenbei gearbeitet, was meinem Studium zeitweise nicht gut bekam.

LG friendly

Beitrag von aenaina 30.09.08 - 18:42 Uhr

o.O also mit 500-600 euro wär ich ja mehr als zufrieden! Ich müsste ja keine Wohnung sleber finanzieren.. nur ob das nun wirklich so ist mit dem bafög? weil manche sagen ja auch, dass des "nur" 200 euro sind... *grübel*
nunja.. bis ich auszieh ist ja auch noch etwas zeit, aber wollte nur im vorraus wissen ob das überhaupt machbar wäre.. da ich mit meinem freund im moment sowieso in krisenstimmung bin, glaub ich manchmal des hat nen mal nen sinn.. aber wir raufen uns auch wieder zusammen, das vrsprech ich euch xD

Beitrag von diniii 30.09.08 - 12:04 Uhr

Hallo,

ich wurde daaaamaaals im Feb. '98 18 und bin im Sept. ausgezogen. Meine Mama hat mir das KiGe überwiesen, von meinem Ziehpapa bekam ich 100 DM Taschengeld und bin neben der Schule arbeiten gegangen.
Hatte so 600 DM im Monat, meine Wohnung hat 360DM warm gekostet.
Aaaaber es waren noch DM-Zeiten!!!
Es war manchmal knapp - i.d. letzten Woche des Monats hat Mama mir immer wieder den Kühlschrank gefüllt, anfangs hat sie mir auch noch die Wäsche gewaschen.
Dumm war damals: BaföG bekam ich ich nicht, da mein Erzeuger zuviel verdiente - er musste keinen U-halt zahlen weil ich nicht mehr zu Hause wohnte... #klatsch#kratz Naja - das Unterhaltsverfahren hat sich nur leider solang gezogen, dass ich die Schule fertig hatte als das Urteil gesprochen war und ich somit auch kein BaföG mehr bekommen hab.... #aerger
Aber es hat gepasst - Klassenfahrten hab ich mir von Mama zu Weihnachten gewünscht :-p Und Schulbücher hat sie mir auch bezahlt - das hätte bei mir nicht mehr gepasst.
Ich würds immer wieder tun - allerdings würde es mit dem € wohl schwerer werden.

LG Nadine

Beitrag von lovelysituation 01.10.08 - 02:19 Uhr

Zu dem "Geld Thema" kann ich dir nicht weiter helfen, da ich in Ö wohne #schein ABER zu dem Thema "umziehen" kann ich was sagen :-p

Mal muss ich fragen, wie oft hast du deinen Freund schon gesehen?? Bzw wie nah steht ihr euch zur Zeit??

Ich möchte nichts falsches schreiben oder so, denn ich bin mit meinem Mann damals auch gleich nach 1 woche sogar schon zusammen gezogen und haben nach 4monaten Beziehung sogar schon geheiratet und wir bereuen es kein bisschen, zudem werden wir jetzt auch Eltern ;-)

Aber nicht viele haben soviel Glück das man so jung den richtigen Partner fürs zusammen leben findet. Das was du da vorhast ist sehr gewagt, klar bist du dann schon länger mit ihm zusammen wenn du 18 wirst, aber ich würde mir jetzt lieber noch keine Gedanken darüber machen mit ihm zusammen zu ziehen! Dafür ist es viel zu frisch.

Bei uns war das nur zufall, wir hatten auch eine Fernbeziehung und nachdem ich die ersten 3Nächte bei ihm geschlafen hatte, sammelten sich bereits paar Klamotten bei ihm an und ich fuhr täglich zu ihm und dann war uns klar (nach einem gründlichen Blick ins Badezimmer sowie Schlafzimmer!) das ich bereits bei ihm Wohne #schein

Spiel ruhig mit dem Gedanken, das ist gut so, aber entscheide jetzt lieber noch nichts konkretes in der Hinsicht ;-)

Alles Liebe
Dani #sonne

Beitrag von manavgat 01.10.08 - 10:40 Uhr

Du hast Anspruch auf den Unterhalt, den Dein Vater zahlt. Zusätzlich steht Dir m. E. nach das Kindergeld zu. Dieses braucht Deine Mutter auch nicht, da sie ja keine Kosten hat, wenn Du ausziehst.

Wenn Du mit diesem Geld auskommst, vielleicht noch einen kleinen Nebenjob annimmst, dann kannst Du das überlegen.

Ich persönlich finde es zu früh, sich mit 18 an einen Kerl zu hängen. Das Leben da draußen wartet auf Dich, langweilig in Beziehung kannst Du auch später noch haben.

Gruß

Manavgat