ALG2 und Mietangebot

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von carlotka 26.09.08 - 17:14 Uhr

Hallo!
Aus schwerwiegenden privaten Gründen möchten meine Schwester und MAma zu mir nach Köln ziehen (aus einer anderen Stadt). Meine Mama hat EU-Rente und meine Schwester müßte vorübergehend ALG2 beantragen. Für den Regelsatz ist hier allerdings keine Wohnung zu finden, da meine Mutter wg. Rheuma im Erdgeschoß wohnen muß oder einen Aufzug braucht. Wird ein Mietangebot abgelehnt, weil es über dem SAtz liegt oder muß Sie alles was darüberliegt aus "eigener" Tasche finanzieren?
Vielen Dank!
Sabrina

Beitrag von nightwitch 26.09.08 - 17:20 Uhr

Hallo,

ich habe schon oft erlebt, dass sich ARGEN zwar grundsätzlich an die Gesetze halten müssen, teilweise aber auch einiges an Ermessensspielraum und Entscheidungsfreiheit besitzen.

So wurde bei meiner Freundin eine Wohnung abgelehnt, weil diese 15 Euro über den Satz war. Wir "dürfen" in unserer Wohnung wohnen, obwohl diese zu groß und eigentlich zu teuer ist - das übern normalen Satz zahlen wir aus eigener Tasche.
Bei meiner Freundin ließ der Sachbearbeiter noch nicht mal das zu.

Am besten wird also demnach sein, dass deine Mutter und deine Schwester sich vorher schon mal mit der ARGE und dem dann zuständigen Sachbearbeiter in Verbindung setzen. Evtl schon mit einem konkreten Wohnungsvorschlag.

Ich denke hilfreich könnte es sein, wenn deine Schwester zumindest einen 400-Euro-Job vorweisen kann. So sieht die ARGE, dass sie ja gewillt ist, ihren Bedarf selbst zu finanzieren (wenn auch nur teilweise).
Ich denke in einer Stadt wie Köln dürfte es massig an 400-Euro-Jobs geben. Muss ja nicht gleich der Traumjob sein, man kann ja auch weitersuchen.

Ich wünsche deiner Mutter und deiner Schwester viel Glück.

LG
Sandra

Beitrag von carlotka 26.09.08 - 17:40 Uhr

Hallo Sandra!

Danke für Deine Antwort. Meine Schwester ist auf jeden Fall arbeitswillig. Zuhause jobt Sie neben der Schule. Wir machen dann wohl mal schnellstens auf Job-Suche in Köln.
Danke!
Sabrina

Beitrag von seikon 26.09.08 - 17:21 Uhr

Sie kann die Wohnung natürlich auch so beziehen. Allerdings wird ihr dann maximal die angemessene Miete bezahlt. Alles was darüber liegt muss sie von ihrem Regelsatz bezahlen. Ebenso gilt das dann für die Nebenkosten.
Wenn die Wohnung nicht genehmigt wird, und sie trotzdem einziehen, dann kann es auch sein, dass sie keine Umzugskosten und keine Kaution übernommen bekommen.

Aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass für 6,90 Euro pro qm in Köln nichts zu finden ist.

Beitrag von carlotka 26.09.08 - 17:35 Uhr

Hallo Seikon!

In einem äußeren Stadtteil würde sich schon etwas finden lassen. Allerdings möchte meine Schwester sich ja eine Ausbildung suchen und danach ja schon ausziehen. Und ich verstehe auch, dass meine Mutter in 3 Jahren nicht noch einmal umziehen möchte. Durch die Erkrankung kann sie sich im Winter oft kaum bewegen. Es wäre schon von Vorteil, wenn ich dann schnell bei ihr bin um Hilf zu leisten. Der Grad der Behinderung liegt bei meiner Mutter "leider" nur bei 40. Zeitgleich stellen wir noch einen Antrag auf Änderung der GdB, aber das kann ja dauern.
Wie schwierig. Wir suchen sowieso schnellstmöglich noch einen Job für meine Schwester.
Vielen Dank!
Sabrina

Beitrag von phoe-nix 27.09.08 - 08:06 Uhr

Wenn Deine Schwester in absehbarer Zeit auszieht, wird die Wohnung doch eh zu groß sein, es sei denn, sie ziehen jetzt in eine für eine Person Angemessene...

LG

Beitrag von carlotka 27.09.08 - 11:18 Uhr

Guten Morgen!
Wir suchen eine Wohnung zwischen 50 und 55 qm. Die ersten 2-3 Jahre werden die zwei zusammen wohnen. Da sind 45 qm natürlich doch zu wenig. Mal schaun. Meine Schwester hat noch gestern ein Bewerbungschreiben zu McDonald`s geschickt. Da (bei McD.) hat sie bereits einmal gejobt und hofft jetzt auf Teil- oder Vollzeit. Und wir schauen uns weiter um, denn sie möchte auf jeden Fall lieber arbeiten als Hartz4 zu beziehen.
Grüße
SAbrina

Beitrag von goldtaube 26.09.08 - 17:23 Uhr

Es kommt drauf an was sonst noch an Einkommen vorhanden ist. Also ob das ALG II nur ergänzend ist. Hat man Erwerbseinkommen, so hat man ja auch mehr als nur ALG II, durch den Freibetrag.

Dann spricht in der Regel nichts dagegen die Differenz (je nachdem wie hoch sie ist) selber zu tragen.