Wegzug der Kinder trotz geteiltem Sorgerecht

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Beitrag von 79andrea 26.09.08 - 18:12 Uhr

Hallo,

ich habe eine Frage und hoffe, es kann uns vielleicht jemand weiterhelfen.

Mein Mann hat zwei Söhne aus erster Ehe. Die Jungs sind 11 und 10 Jahre alt. Mein Mann und seine Exfrau haben das geteilte Sorgerecht und sie hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Nun hat seine Ex entschieden, mit den Jungs und ihrem neuen Mann ca. 300 km weit weg zu ziehen.

Mein Mann wurde erst im Nachhinein darüber unterrichtet.

Unsere Frage ist nun: Kann/darf sie das so einfach? Mein Mann hat ein 14 tägiges Besuchsrecht.

Sie hat die Kinder bereits ohne seine Unterschrift in den Schulen angemeldet...

Vielen Dank schon mal für die Antworten.


Andrea

Beitrag von alinasmama2005 26.09.08 - 20:47 Uhr

Spatzi hier dürfen nur Männer Diskussionen eröffnen. Da du kein Mann bist wird das hier wohl recht bald verschoben werden.

Was euer Problem angeht kann ich nicht viel zu sagen, aber ich meine mal was von 100 km gehört zu haben, die sie ohne Zustimmung vom Ex hätte umziehen dürfen...

LG Kristin

Beitrag von friendlyfire 27.09.08 - 09:50 Uhr

Hallo

zieht sie offiziell um, weil sie nen Job hat? Dann kann sies wahrscheinlich durchboxen. D.h. dann würde ein Gericht zustimmen. Ohne Job könnte dein Mann gute Chancen haben das zu verhindern.

Ich denke, wenn eine Mutter ein gutes Angebot bekommt (auch weiter weg) dann sollte sie mit dem Vater reden, aber auch an die berufliche Zukunft denken.

Wenn sie wegzieht, muss das Besuchsrecht gewährleistet bleiben.

Ich würde mit der Mutter reden, und dann im Notfall mal mit nem Anwalt.

LG friendly

Beitrag von devadder 27.09.08 - 11:08 Uhr

Hi!

Die Frage ist schon beantwortet
Zitat:
sie hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht.
Zitat Ende.

Sie muß auch nicht dafür sorgen, dass er sie sehen kann, das ist sein Problem.
Im übrigen hat sie jetzt die besten Chancen das alleinige Sorgerecht zu bekommen, da die Richter sagen werden, dass es unsinnig ist bei solch einer Entfernung das Sorgerecht zu teilen. In wichtigen Situationen ist es zu aufwendig wenn der Vater dr 300 km weit weg ist, mit unterschreiben muss

Gruß

Beitrag von perlexx 27.09.08 - 12:57 Uhr

sehe ich nicht so, ich würde es mir zu mindestens nicht einfach so wegnehmen lassen!!!
mit welchen recht?
und auch sie muss ihm gewähren und dafür sorgen das das Kind den kv sieht, weil SIE weg gezogen ist und nicht umgekehrt.

Beitrag von devadder 27.09.08 - 13:28 Uhr

Das ist juristisch gesehen seine Sache wie er zu seinen Kindern kommt. Er kann sie ja holen. Sie muss nicht dafür Sorge tragen, dass er zu den Kindern kommt.


Man sollte sich das Sorgerecht auch nicht so einfach wegnehmen lassen. Das wird auch nicht einfach weggenommen sondern per Gerichtsbeschluss entschieden. Wie bereits geschrieben, sie hat gute Chancen das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht hat sie ohnehin schon zugeteilt bekommen.

Gruß

Beitrag von parzifal 29.09.08 - 16:07 Uhr

Kindesmutter bekommt nicht das alleinige Sorgerecht, da ein gemeinsames Sorgerecht besteht.

Dieses wäre auch vor Gericht nicht durchsetzbar.

Kindesmutter zieht daraufhin aber ohne Grund weit weg und bekommt das Sorgerecht dann ohne Probleme.

Habe ich dich so richtig verstanden?

Beitrag von friendlyfire 27.09.08 - 16:46 Uhr

Nein, das werden die gerichte nicht sagen. Unser KV zog freiwillig aus persönlichen Gründen 900 km weit weg, ans andere Ende von Deutschland und ich hab mich bei 2 Beratungsstellen, dem JA und 3 Anwälten kundig gemacht. Alleinige Sorge nur, wenn KV zustimmt oder bei Kindswohlgefährdung (Drogen etc.). Das ist zumindest Usus an deutschen Gerichten.

LG friendly

Beitrag von friendlyfire 27.09.08 - 16:49 Uhr

Ach ja, mir wurde auch erklärt, dass Aufenthaltsbestimmungsrecht, sollte er sich gegen einen Umzug (irgendwann) meinerseits aufregen (weil noch weiter weg oder oder) dann wohl mir zugesprochen wird, aber Sorgerecht bleibt.
Ich hatte nämlich angst, dass ich, wenn ich nä jahr mit dem Studium fertig bin, und sollte ich einen Job kriegen der noch weiter weg ist, Probleme bekomme...
Allerdings denke ich fast, ich krieg nen Job wo ich näher dran bin, weil noch weiter innerhalb Dtls geht fast nicht ;-)

Beitrag von devadder 27.09.08 - 17:20 Uhr

Gerade das Ja macht mal gar nichts von wegen beraten. Die verweisen in solchen Fällen an einen Anwalt und einen Zivilprozeß. Mehr DÜRFEN die auch gar nicht, außer eine Empfehlung aussprechen wenn sie gefragt werden bei der Gerichtsverhandlung.
Nur weil es bei Dir so war, ist es noch lange keine gängige Rechtsprechung. Sorry, aber in der Regel wird es übertragen, auch wenn es jetzt nicht zu Deinen Ausführungen passt. Das habe nicht nur ich in zwei Fällen erlebt, sondern sagen auch all meine befreundeten Anwälte und auch befreundete Ja Mitarbeiter.
Es treiben sich die tollsten Gerüchte heutzutage rum. Leider. So behaupten sogar Leute, dass eine Mutter nicht ihre Tochter nehmen darf um einen Urlaub im Inland zu machen, sie muß den noch Ehemann der alles Rechte zum hälftigen Teil hat, um Erlaubnis fragen. Absoluter Quatsch. Andere behaupten sogar, dass diese Rechtsprechung was das Familienrecht angeht, in jedem Bundesland anders wäre, auch absoluter Quatsch. Leider geben immer wieder viele Leute Halbwissen bekannt, wodurch andere absolut falsch beraten sind und auch verunsichert werden.

Gruß

Beitrag von friendlyfire 27.09.08 - 21:10 Uhr

Hallo,

das ist ja interessant. Da werde ich nochmal mit meiner Anwältin sprechen. Ich hatte damals den Oberfuzzi von dem Familiengericht meiner Stadt an der Strippe und der hat mir das zB auch so gesagt. Also eben das es Usus sei und nur in Ausnahmefällen alleiniges Sorgerecht zugesprochen wird.

Dass auf JA erstmal nichts zu geben ist, brauchste mir nicht sagen ;-)!

Danke für die Infos. Vielleicht hab ich ja doch noch ne Möglichkeit.

LG friendly

Beitrag von devadder 27.09.08 - 22:36 Uhr

Leider ist das so mit dem JA. Das ist mittlerweile allseits bekannt.
Viel Glück und Erfolg.

LG

Beitrag von cimmy 27.09.08 - 13:24 Uhr

Hallo,

Da könnt ihr nicht viel machen.

Die Kinder meines Mannes leben auch seit 1 Jahr fast 300 km weit weg.

Dein Mann muss für die Fahrtkosten aufkommen, auch wenn sie noch weiter weg zieht. Unter Umständen muss er sich dort ein Zimmer nehmen, wenn die Fahrzeit für die Kinder nicht vertretbar ist. Die Kosten trägt er dann.

Mein Mann kommt mit seiner Ex relativ gut klar. Anfangs ist sie ihm auf der Autobahn entgegengefahren, so sparte er sich viel Geld und Zeit. Jetzt übernimmt sie die Hälfte der Bahnkosten und wir brauchen nur noch etwa 50km weit fahren.
Dauerhaft werden sie dann auch umsteigen und der der Bahnhof ist dann vor der Tür.

Der einfachste Weg ist, sich mit der Ex zu vertragen und auf ihr Entgegenkommen zu hoffen. Viel mehr Möglichkeiten habt ihr nicht. Leider....


LG cimmy