Verstopfung u. Blähungen - wann ist es ein Fall für den Doc?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von georgiasleute 26.09.08 - 21:16 Uhr

Hallo,

meine kleine Tochter (4 Wochen alt) hat seit 3 Tagen keinen Stuhlgang mehr gehabt (Bisher war es immer 1x tägl.) und sie leidet seitdem zunehmend unter Blähungen. Sie drückt dauernd, aber pupst dabei nur, und natürlich schreit sie und krümmt bzw. versteift sich...:-( Sie wird voll gestillt, aber ich vermute es lag am Essen von Dienstag Abend, da habe ich Knoblauch und Käse gegessen, das war wohl keine gute Idee.

Wir haben schon alles versucht, von Massage des Bauchs und der Füße mit Baby-Bäuchlein-Öl (Kümmelöl), baden, Fliegergriff, rumtragen, carum carvi Zäpfchen (sind homöpathisch für Babys und Kinder), also das Einzige was ich noch nicht versucht habe, ist Fencheltee geben. Sie kriegt ja eigentlich nur Muttermilch, kennt aber das Fläschchen schon, da ich neuerdings auch etwas abpumpe...sollte ich mal versuchen, ob sie den trinkt?

Also meine Frage steht ja oben: wann würdet ihr euch an den Kinderarzt wenden? Oder morgen erst mal die Nachsorgehebamme anrufen? Ich weiß, dass Stillbabys manchmal einige Tage lang keinen Stuhl haben, aber so langsam bin ich doch ängstlich, ihr Bauch ist so dick und rund - wenn da nicht bald mal unten was ausgeschieden wird, passt dann oben eigentlich trotzdem noch was rein oder verschlimmert das die Schmerzen nicht immer weiter? Trinken tut sie weiterhin mit Appetit...

Wäre euch für eure Erfahrungen dankbar....

Grüße, Daniela

Beitrag von melaena 26.09.08 - 21:25 Uhr

Wenn Du sie stillst wäre es hilfreich wenn DU den Fencheltee trinkst, denn der Wirkstoff geht in die Milch über. Und viel anlegen, das Nuckeln entspannt und erleichtert das Pressen, zudem wirkt Muttermilch leicht abführend, also genau das Richtige...

Sonst fällt mir noch das Tragetuch an, das hat meinem Sohn auch immer sehr geholfen.


Dass "nichts mehr reinpasst" musst Du nicht befürchten, das was Ihren Bauch so rund macht ist v.a. Luft. Und so lange sie immer mal pupst besteht da keine Gefahr, das ist ein gutes Zeichen. Wenn das Pupsen aufhört, sie weiterhin nicht kackt oder die Schmerzen schlimmer werden würde ich zum Arzt gehen.

Beitrag von georgiasleute 26.09.08 - 21:52 Uhr

Ok, dann mach ich mir jetzt mal einen leckeren Tee! :-) Und hoffe der geht schön schnell in die Milch über...

Das Tragetuch ist leider nicht gerade ihr Lieblingsaufenthaltsort. Ich glaube, ich stelle mich beim binden auch zu blöd an, bis das so ist, wie es sich gehört, ist die Kleine schon total quengelig oder brüllt bereits....muss ich mir wohl mal von jemaden zeigen lassen, der sich damit auskennt....

Ich dachte zu häufiges Anlegen wäre verkehrt, weil dann laufend frische Milch auf halb verdaute kommt? So steht im Artikel hier bei urbia....

Danke für deine Antwort!

LG Daniela

Beitrag von melaena 26.09.08 - 22:11 Uhr

Nee, diese frische Milch auf alte Milch ist ein Ammenmärchen von dem man heute weiß, dass es nicht stimmt. Du musst keine Abstände einhalten beim Stillen.

http://www.rabeneltern.org/stillen/ammenmae/ammenmaerchen.shtml

Und zum Tragetuch, guck mal hier, da sind Videos, das ist schon mal sehr hilfreich finde ich:

http://www.stillen-und-tragen.de/homepage_alt/bindeanleitungen.htm

Beitrag von rs1977 26.09.08 - 21:58 Uhr

Hallo Daniela!

Hatte kürzlich das selbe Problem und meinen Kinderarzt gefragt. Der beruhigte mich und sagte, bis zu 10 Tagen kann es bei Stillkindern durchaus sein, daß kein Stuhlgang kommt. Auf meine Frage, was ich denn bitteschön nach diesen 10 Tagen machen soll, meinte er: "Nix! Denn dann kommt er." Aaron hat dann nach einer Woche wieder gekackt ohne Fremdeinwirkung.

Meine Nachsorge-Hebi meinte sogar, man könne das bis zu drei Wochen#schock tolerieren, dann könne man mal ein Glyzerin-Zäpfchen oder ähnliches schieben. Aber wie gesagt, nur bei Stillkindern.

Also kein Grund zur Beunruhigung. Ich leide da auch total mit, wenn der Blähbauch so tonnenmäßig aussieht, aber keine Sorge, da paßt 'ne Menge rein!#mampf

LG, Rebekka

Beitrag von georgiasleute 26.09.08 - 22:01 Uhr

Danke, das ist beruhigend. Die Kleine tut mir mir halt leid, das sieht irgendwie nicht so angenehm für sie aus, ihr Trommelbäuchlein...aber ich denke ich werde mal warten, und Fencheltee trinken, vielleicht lindert dieser die Blähungen.
Und irgendwann muss sie ja wieder Verdauung haben...

Liebe Grüße!

Beitrag von myimmortal1977 26.09.08 - 23:37 Uhr

Solange sie noch pupst, ist der Darm noch aktiv! Das ist gut! Wenn sie nicht mehr pupst und immer noch einen Blähbauch hat, kann es sein, dass sie eine Darmlähmung hat. In dem Moment müsste man handeln. Sofort zum Doc oder ins KH.

Sie weint, weil ihr durch das viele Drücken alles weh tut. Weniger Stuhlgang bei vollgestillten Kindern ist absolut normal.

Du kannst Fencheltee versuchen, aber keine Milchmahlzeit mit dem Tee ersetzen! Sonst Fenchel-Anis-Kümmel-Tee.

Sonst Lefax oder Sab Simplex aus der Apo. Frag mal Deine Hebi!

Alles Liebe, Janette