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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Seelenschmerz 26.09.08 - 22:16 Uhr

Hallo ihr lieben

kurz zur Info: seit über 5 Jahren zusammen, seit 3 Jahren räumlich getrennt wegen Umschulung, eine gemeinsame Tochter bald 4 Jahre alt.

Ich weiss gar nicht wo ich so recht anfangen soll, ich könnte glaube ich stundenlang schreiben.

Am besten erstmal etwas zu ihm:
Er wirkt nach aussen hin cool, lässig, selbstbewusst, er sieht gut aus, hat gute Chancen bei den Frauen. SO als hätte er alles im Griff. Und so sieht ihn auch jeder.

Aber eigentlich ist er schwach, hat kein Selbstbewusstsein, glaubt nicht an sich und seine Fähigkeiten, er flüchtet vor jedem Problem, er kann Liebe schlecht zulassen bzw. selber geben. Er hat Angst. Angst vor Verantwortung, Angst vor der Zukunft, Angst wegen seiner Krankheit blind zu werden (was irgendwann passieren wird, nur das WANN steht eben nicht fest).
Er weiss das auch. Er braucht Selbstbestätigung, er hat exessiv Kraftsport gemacht und verschiedene andere Dinge, hatte vor mir ständig wechselnde Partnerinnen, die getauscht wurden wenn der Reiz des Neuen verflogen war. Dann brauchte er wieder neue Bestätigung.

Vor drei Tagen hat er mehr oder weniger Schluss gemacht.

Weil er das alles nicht mehr erträgt. Er hat gerade Examen und ist seit MOnaten so derart neben sich, das nichts mit ihm anzufangen ist. Aus Versagensangst.
Er sagt, ich wäre die einzige gewesen, die immer 1000% zu ihm gestanden hat, ihm alles gegeben hat. Aber er kann das nicht zurückgeben, ich hätte mehr verdient, er würde mich nicht glücklich machen. Er wäre nicht in der Lage mir das zu geben was ein Partner seiner Partnerin geben sollte. Er meint selbst er wäre ein wandelnder Minderwertigkeitskomplex der das alles hinter seiner grossen Fresse verbirgt. Er denkt er ist kein guter Mensch, er hätte Angründe die so tief wären das ich es mir nicht vorstellen kann. Das er nie so war wie er selbst und andere es erwartet hätten. Das er Charakterschwach sei und das nur selbst ändern könne und ihm die Kraft dazu fehlt. Und er wolle mir nicht mehr wehtun. Es sähe anders aus wenn er einen Menschen liebe als das normalerweise der Fall wäre (also wie bei anderen Menschen). Und das wäre die einzige Liebe die er geben könne.

Tut mir leid wenns so lang ist aber ihn zu beschreiben ist nunmal viel.

Ich möchte noch dazu sagen, dass er ein sehr emotionaler Mensch ist. Aber seine Seele ist krank und ich versuche verzweifelt ihm zu helfen.

Ich denke die Gründe, das er so ist wie er ist liegen in der Kindheit. Sein Vater verliess die Familie, die er sich angeblich so gewünscht hatte, als er 2 Monate alt war.
Er ging fremd mit der Schwester seiner Mutter !!!!! die bereits 3 Kinder von einem anderen hatte. Mit ihr bekam er dann noch ein gemeinsames Kind. Um ihn, seinen Sohn hat er sich nie gekümmert. Er zahlte keinen UNterhalt, besuchte ihn nicht. Die Krankheit hat ihn als Kind schon stark gebeutelt, er war oft Wochen im Krankenhaus, dazu immer die Angst, und das ausgegrenzt sein von den anderen. Die Ablehnung seines Vaters, der ihn nicht einmal im Krankenhaus besuchte, als er ihn so brauchte und er es ihm auch versprochen hatte. Sein Stiefvater, der sich auch nicht kümmerte. Und seine Mutter, die zwar versucht hat, diese Misere irgendwie zu retten war auch nicht so für ihn da wie er es gebraucht hätte. Oft hat sie Antidepressiva genommen und war zu nix zu gebrauchen (hat sie mir selber erzählt). Sie nahm Tabletten, schrieb Abschiedsbriefe und legte sie neben das Bett.
Keine Frage, ich verstehe, das seine Mutter total am Boden war, nachdem ihre eigene Schwester ihr den Mann nahm und sie mit Baby ohne Geld da stand.

ich versuche einfach zu ergründen, warum er innerlich so zerrissen ist, einerseits Liebe sucht, andererseits davor flüchtet. er weiss es selbst nicht und fällt immer wieder in tiefe Löcher.

Und ich denke aufgrund dieser vielen Dinge die er erlebt hat hat er keine Vertrauen zu sich selbst, weil er niemandem wirklich hatte. Die Liebe die er als Kind hätte bekommen sollen nicht bekommen hat. Oft ausgegrenzt wurde.

Ich liebe diesen Mann über alles, ich kann es nicht so beschreiben wie ich es meine, aber es ist einfach anders wie alles andere vorher was ich je empfunden habe. Er ist mir innerlich so nah wie sonst niemand.

Ich weiss, das ihn nicht zu sehr bedrängen darf, weil er sonst wieder flüchtet. Ich weiss, es wird nicht helfen, wenn ich ihm Selbstvertrauen einrede, er muss das selbr machen. Er weiss um seine Schwächen und die Dinge die ihn quälen, aber er muss sich helfen lassen. Ich versuche ihn irgendwie dazu zu bringen, das zu erkennen. Vielleicht würde ein Familienstellen oder Hypnose ihm gut helfen zu erkennen wo sein Probleme wurzeln. Ob er das machen würde weiss ich nicht.

Ich weiss, vielleicht wird mein Kampf aussichtslos sein, aber ich kann nicht anders. Ich muss kämpfen, ich kann nicht aufgeben.

Vielleicht versteht das hier jemand, vielleicht sagt ihr auch alle, ich soll ihn zum teufel jagen und auch allein sein wäre ja schön oder es gibt noch andere Männer. Ich werde es trotzdem verschen. Aber vielleicht kann mir auch jemand einen Rat geben, wie ich ihm am besten helfen kann.

Danke fürs lesen.



Beitrag von bruchetta 26.09.08 - 22:29 Uhr

Ich denke, das einzige, was ihm helfen kann, ist eine Therapie. Du wirst da nicht viel machen können. Er ist sich ja seine Problems bewußt, macht aber keinen Schritt nach vorn. Auch dazu wirst Du ihn vermutlich nicht bringen. Das muß er selbst und allein wollen. Vielleicht ist sein Leidensdruck immer noch nicht groß genug.
Gedanken würde ich mir vor allem machen, warum Du so ein großes Helfersyndrom hast. Die meisten Frauen würden sich (dauerhaft) mit diesem Mann nicht einlassen. Auch das wird seine Gründe haben, die Du spätestens beim nächsten Mann, sollte der ähnlich gestrickt sein, ergründen solltest. Sonst wird Dein ganzes Leben von solchen ungesunden, belastenden Partnerschaften geprägt sein und das bleibt ja keinem zu wünschen!
Alles Gute! #liebdrueck

Beitrag von Seelenschmerz 26.09.08 - 22:35 Uhr

Ja ich weiss das er Therapie in irgendeiner Form braucht. Nur ob er das einsieht bzw. er weiss es ja aber ob er sich helfen lassen wird...

Ich weiss er muss es selber wollen, ich will ihn dabei nur unterstützen.

Das ich ein Helfersyndrom habe weiss ich ;-)
Bei den vorherigen Partnerschaften war das allerdings nicht so. Vielleicht ist das jetzt etwas kitschig, aber ich weiss das wir zusammengehören, wir waren schon so glücklich zusammen. Und wahre Liebe erträgt doch alles, oder? Ja ich sage das obwohl ich schon 28 bin. Aber es gab keinen Mann vorher für den ich das alles getan hätte und ich denke es wird auch keinen mehr geben. Soviele grosse Lieben hat man nicht in einem Leben.

Beitrag von katisv 26.09.08 - 22:57 Uhr

ich finds schön dass du ihm helfen willst und ich kann dich auch verstehen wrum das tun willst. du liebst diesen mann und kannst nciht sehen wie er leidet, aber ich denke auch dass du ihn irgendwie dazu bringen sollteste prof. hilfe in anspruch zu hehmen. ist bestimmt sehr schwer ihn dahin zu bekommen, da viele menschen denken wer zu psychiator geht ist nicht ganz normal, aber habe schon mit mehrern menschen geredet denen, die gespräche beim psychiator wirklich geholfen haben. ich hoffe du kannst ihn dazu bringen. wünsche dir viel glück
fühl dich gedrückt

Beitrag von Seelenschmerz 26.09.08 - 23:19 Uhr

Ja ich weiss er braucht Hilfe und es wird schwer ihn dahin zu bringen das er es selber möchte.
Ich werde es versuchen, natürlich nicht mit der Holzhammer Methode sondern vorsichtig. Hoffentlich gelingt es mir.

Danke für Deine Zeilen

Lg

Beitrag von pieda 26.09.08 - 23:05 Uhr

Es tut mir Leid,wie es Dir geht!!!!

Ich habe keinen Tip für Dich leider...

Aber eins weiss ich ganz genau!Du liebst ihn wirklich sehr...#herzlich#blume#pro

Ich finde es schööön,das Du so kämpfst um Ihn.
Bleib am Ball,solange es geht,du es schaffst...!

Bist bestimmt ne tolle Partnerin;-)

Alles Gute für Dich/Euch#klee#klee#klee

P.

Beitrag von Seelenschmerz 26.09.08 - 23:16 Uhr

Nun ja, ich werde dran bleiben. Er wird sich auch hoffentlich wieder etwas entspannen wenn nächste Woche die Prüfungen rum sind.
Ich hoffe wir können dann ein wenig Zeit in Ruhe verbringen und vielleicht auch ein wenig reden.

ich werde auf jeden Fall weiter kämpfen, auch wenn es schmerzt zu sehen wie schlecht es ihm zeitweise geht. Aber ich weiss ich kann das aushalten und schaffen. Wir haben schon soviel zusammen erlebt...

Und danke für das Kompliment #herzlich

LG

Beitrag von pieda 26.09.08 - 23:27 Uhr

#bitte#bitte!!!!

Meinte das auch wirklich Ernst!

Ich drück Dir die Daumen,das es bald besser wird....

Vielleicht steht er momentan auch sehr unter Druck wegen den Prüfungen usw.-
Du bist eine starke Frau,find ich voll cool....

Sehe da nur Positives für Eure Zukunft,bleib dran,ihr schafft das ganz bestimmt.....

So viel Ehrgeiz,wie machst Du das nur,gib mir mal was davon ab#schock:-D#schein

Lg P.#blume

Beitrag von Seelenschmerz 26.09.08 - 23:34 Uhr

Lach, ja ich habe das auch so verstanden, das Du es Ernst meinst! Danke!

Ja er steht sehr unter Druck, womit er schlecht umgehen kann. Angst zu versagen, es nicht zu schaffen. Was die anderen dann denken würden.

Ich werde dran bleiben, gar keine Frage, ich werde für unser Glück kämpfen bis zum geht nicht mehr!

Hm, wie ich das mache, ich weiss nicht. So bin ich einfach! Ich liebe diesen Menschen von ganzem Herzen und aus tiefster Seele, und er ist auch mein bester Freund, ich könnte ihm alles anvertrauen, ich kann mit ihm lachen und weinen... und wir haben schon viel gelacht... und auch geweint... vielleicht habe ich daher ein bisschen extra Kraft.

Schick Dir einfach ein bisschen was rüber#herzlich

LG und #danke

Beitrag von pieda 26.09.08 - 23:45 Uhr

#danke auch und warte mal auf dien süüsses Kraft-#paket,lach....#freu

nein ernsthaft,

viel viel Glück wünsch ich Dir von ganzem #herzlich !

Petra#blume

Beitrag von ruebe1804 26.09.08 - 23:42 Uhr

Hallo Seelenschmerz
Ich stecke zwar nicht in Deiner oder einer ähnlichen Situation, aber ich finde das ganz toll das Du für diesen Mann alles tust, weil Du Ihn liebst.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft das alles durchzustehen. Ihr schafft das.

LG Britta

P.S. Ich kämpfe auch gerade um meine große Liebe

Beitrag von Seelenschmerz 26.09.08 - 23:52 Uhr

Hallo und danke für Deine lieben Worte!

Auch wenn es schwer ist, ich werde durchhalten und wir schaffen das hoffentlich.

Ich wünsche Dir bei Deinem Kampf auch alles Gute und das es so ausgeht wie Du es Dir wünschst!

LG

Beitrag von ruebe1804 26.09.08 - 23:59 Uhr

Danke das ist lieb von Dir!!

Beitrag von nick71 27.09.08 - 08:41 Uhr

Es liegt mit Sicherheit bei vielen Erwachsenen einiges an Problemen in der Kindheit begründet...auf der anderen Seite sollte es aber auch keine Ausrede dafür sein, in Stagnation zu verfallen, weil man "halt so ist". Natürlich ist es verlockend und mutet zunächst einfacher und bequemer an, sich jeglicher Weiterentwicklung zu sperren, aber weiter- bzw zielführend ist es nicht.

Die Crux an der Sache ist, dass dein Freund da selber drauf kommen und sich helfen WOLLEN lassen bzw verändern muss...ich halte es für wenig effektiv, dass DU die "Psychologin" für ihn spielst.

Ich wundere mich auch ehrlich gesagt darüber, dass du dir das nun schon seit Jahren antust...das lässt m.E. unter anderem ne ziemlich hohe Leidensfähigkeit BEI DIR erkennen und deutet evtl sogar darauf hin, dass du so einen Mann an deiner Seite irgendwo "brauchst" (was ich -nebenbei erwähnt- auch als behandlungsbedürftig erachte).

Schlag ihm ne Therapie vor...mehr kannst du nicht tun.

Beitrag von Seelenschmerz 27.09.08 - 08:59 Uhr

Hallo,

nein eine Ausrede darf das sicher nicht sein. Trotzdem gibt es erwiesenermassen da starke Zusammenhänge.
Das er sich helfen nlassen WOLLEN muss, das ist mir schon klar. Darauf zu kommen, dabei will ich ihm helfen, ich spiele nicht die Psychologin für ihn.

Mal ehrlich: Welcher geht - mal eben- freiwillig zu einer Therapie?
Versuchen werde ich es trotzdem.

Seit Jahren antun? Also am Anfang war das ganz und gar nicht so, dann kam ein schlimmes Jahr wo er nur krank war und total in ein Loch fiel, das war echt schlimm. Und dann hat er sich wieder berappelt, es lief gut. Da kam immer Stress in Schule und Arbeit und das nächste Loch.

Also, wir hatten auch immer schöne Zeiten, so ist das nicht. Und das er >Probleme hat weiss er auch. Die er selbst lösen muss.

Danke für Deine Antwort.

Gruss

Beitrag von nick71 27.09.08 - 09:37 Uhr

"Mal ehrlich: Welcher geht - mal eben- freiwillig zu einer Therapie?"

Wenn eine Therapie nicht aus freien Stücken in Angriff genommen wird, ist sie Zeit-, Geld- und Energieverschwendung.

Und zu deiner Frage: jeder, der sein Problem erkannt hat, sich helfen lassen möchte und den festen Willen zur Veränderung hat, geht in der Regel freiwillig zu einer Therapie. Das sind aber die Grundvoraussetzungen, ohne die man es auch gleich bleiben lassen kann, weil es schlicht und ergreifend nicht von Erfolg gekrönt sein wird.


Beitrag von Seelenschmerz 27.09.08 - 12:07 Uhr

Hallo nochmal,

ich wollte schreiben "welcher Mann" geht freiwillig....

Therapeut, da kommen doch gleich die üblichen Vorurteile a la "ich hab keinen an der Klatsche" "dann halten mich die Leute für bekloppt" "der kann mir nicht helfen" usw usw.

Ich weiss er muss es erkenn und freiwillig tun.

Beitrag von litha 27.09.08 - 10:45 Uhr

Du wirst das jetzt vielleicht nicht hören wollen ...

Ihr habt beide ein Problem, das therapeutische Hilfe benötigt.

Du hast ein zu stark ausgeprägtes Helfersyndrom, eine Trisomie Theresa :-) sozusagen. Ich übrigens auch #hicks Und ich weiß sehr gut, was in dir vorgeht. Du willst ihn retten, du willst in glücklich machen, du willst ihm gut tun, ihm einen sicheren Hafen bieten .... aber er will oder kann nicht. Je mehr du auf ihn zugehst, umso weiter wird er sich von dir entfernen.

Seine Versagensängste liegen sicher auch in der Kindheit begründet, aber auch daran, dass offensichtlich sein Leidensdruck nicht groß genug ist zu erkennen, dass hier therapeutische Hilfe not tut.

Du bist nicht seine Therapeutin und kannst ihm nicht helfen. Du kannst ihm signalisieren immer für ihn da zu sein, zu ihm zu stehen mehr aber leider nicht.

Du musst auf dich aufpassen und dafür sorgen, dass du dich nicht in etwas verrennst und dich dabei verlierst. Sei gut zu dir, wenn es dir gut geht hast du auch Kraft ihm Halt zu geben. Momentan sieht es mir allerdings so aus, dass du bald seelisch zusammenbrichst. Versuche mal ein wenig auf Abstand zu gehen und das Band etwas zu lösen. Nicht trennen, sondern einfach ihm nur wieder ein bisschen Luft zu geben.

Ihn zu einer Therapie zu überreden bringt nichts. Er muss und wird es vermutlich irgendwann erkennen, dass er Hilfe braucht.

Und um noch mal auf dich zurückzukommen. Mach dir auch mal Gedanken darüber, warum du so an ihm klebst. Meist ist dieses Helfersyndrom bei Menschen zu finden, die sich nur wichtig, gebraucht und geliebt fühlen können, wenn sie sich und ihre Wünsche völlig verdrängen und ihr Leben nur nach dem Wohl anderer Menschen ausrichten. Diese finden sich oft in den Helferberufen wieder. Krankenschwester, Sozialarbeiter, Altenpflege. "Sieh, was ich alles tue, damit es dir gut geht. Nun musst du mich aber doch lieben ... "

Das ist in extremer Ausprägung auch behandlungsbedürftig, zeugt es doch auch von geringem Selbstwertgefühl. Und unbewusst sucht man sich immer Menschen aus, denen es schlecht geht und die man "therapieren" kann und meint dann, dass sei die große Liebe.

Ich wünsche euch beiden Glück, dass ihr euren Weg findet und ihn auch gehen könnt!

Beitrag von Seelenschmerz 27.09.08 - 12:05 Uhr

Liebe Litha,

danke für Deine ausführliche Antwort.

Ich weiss natürlich, dass er selber das erkennen muss, ganz allein! Es sind ja nun auch immer wieder Abschnitte in seinem Leben die schön sind. Und manchmal eben diese tiefen Täler, so wie jetzt.
Ihn therapieren will ich nicht, kann ich auch nicht, das ist mir klar!
Und ich habe ihm signalisiert, dass ich immer und jederzeit für ihn da bin und ihm Halt geben kann und will.

Ich gebe ihm durchaus viel Luft und Raum, ich klebe nicht an ihm.
Ich habe mich die letzten Monate sehr zurückgehalten.
Weisst Du, es gab eine Zeit, da ging es mir wirklich mies, so wie Du geschrieben hast.
Aber ich habe mein Leben gut in den Griff bekommen, ich weiss das ich erstmal mich selber lieben muss und akzeptieren muss, ich weiss das ich auch alleine leben kann und glücklich sein kann. Ich habe hier meine Familie, ich habe Freunde, ich gehe aus und geniesse mein Leben. Auch oder sogar obwohl er nicht da ist.

Und wenn es mir gut geht kann ich ihm viel besser beistehen. Nein ich breche nicht seelisch zusammen, diesen Tiefpunkt habe ich schon hinter mir. Jetzt geht es mir gut.

ich verstehe was Du mir sagen willst und ich gebe acht auf mich, versuche mein Leben zu geniessen, viel mit unserer Tochter zu unternehmen, habe meine Arbeit, die mir Spass macht. Ich war und bin ein mensch der eigentlich fest mit beiden Beinen im Leben steht.
Und diese Situation hatte ich vorher noch nie. Mit meinem Exfreund war das nicht so. Da war auch die Trennung nicht sooo schlimm, natürlich nicht gerade schön, aber ich bin nicht gestorben ;-)

Ich werde versuchen einen guten Mittelweg zu finden und hoffe das er erkennt das er Hilfe braucht. Aber ich werde nicht aufgeben, ihm immer signalisieren "ich bin noch da"

Ich hoffe wir finden einen Weg für uns.

LG #herzlich