Klassenkasper?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von barbarelle 27.09.08 - 02:52 Uhr

Meine Tochter ist nun seit 2 Wochen in der Schule. Keine lange Zeit ... ich weiss... nichts desto trotz macht mir die Tatsache kummer, daß sie den Klassenkasper gibt.
Ich fiel gestern aus allen Wolken, als mir das die Lehrerin erzählte. Andeutungen von anderen Müttern gab genügend aber die direkt und von daher dachte ich es seien die "normalen" Startschwierigkeiten.

Lehrerin meinte zu mir, daß das Kind recht schnell mit seinen Aufgaben fertig sei, diese sind meist auch korrekt und dann fange es an die anderen zu stören.
Die Lehrerin selbst sei noch in der "Beobachtungsphase" um die einzelnen Kinder einzustufen.

Meine Tochter liegt intellektuell weit über dem Durchschnitt. Das war ein Zufallsbefund letztes Jahr, weil sie sehr ruhig war, wollte man sie mal testen, dabei kam das raus.

Habt ihr ähnliches mit euren Kindern erlebt? War es nur in der Anfangszeit und legte sich dann wieder?
Ich mache mir echt Sorgen, weil mittlerweile distanzieren sich ein paar Kinder (insbesondere Eltern) von ihr.

Könnt ihr mich beruhigen?

LG
Barbarelle

Beitrag von milchkuh112 27.09.08 - 07:49 Uhr

aaaaaaaaaaaaaaaalso

bei meiner Tochter wurde eine Hochbegabung diagnostiziert.Sie wurde jetzt mit 5 eingeschult.Sie amcht ihre Aufgaben sehr schnell,und richtig.Und wenn sie fertig ist,hat sie laut und viel gebabbelt.Bis ich sie darauf ansprach und sie zu mir sagte:

die sollen mir mal was geben wo ich mich Konzentrieren muss,dann hab cih auch keine Zeit mehr soviel zu reden.

Daraufhin hatten wir ein Elterngespräch.Es wurde jetzt ausgemacht das sie noch extra Sachen dazu bekommt.Sie darf jetzt schon mit Heften arbeiten die ers am Ende der ersten Klasse gemacht werden.

Ich muss dazu sagen wir haben das Glück eine Grundschule zu haben die die vorzeige Schule von RLP ist.es fliesst etwas Montessorie ein,und die erste und zweite Klasse sind zusammen.

Sie werden natürlich bei Mathe und Deutsch getrennt,das heisst aber wenn ein Kind schon weiter ist kann es den Unterricht der zweiten klasse mitmachen.

es klappt alles sehr gut mittlerweile.Und sie geht jetzt lieber und macht nciht mehr den Clown.

warum gibt die Lererin deiner Tchter nicht mehr zu tun,oder anspruchsvollere Sachen?

Lieben Gruss

Beitrag von barbarelle 27.09.08 - 08:19 Uhr

Guten Morgen und vielen Dank für dein Posting.

Das Gespräch mit der Lehrerin war ja zwischen Tür und Angel. Da wollte ich nicht noch nach anspruchsvolleren Sachen fragen.

Ich werde mich in Geduld üben und wenn sich bis November/Dezember nichts ändert ein Gespräch suchen.

Die Lehrerin ist gut und kompetent. Immerhin hat sie die Ursache des Quatschens recht schnell erkannt. Mal sehen was für eine Lösung sie finden wird.

LG
Barbarelle

Beitrag von milchkuh112 27.09.08 - 09:41 Uhr

Das wäre mir erlich gesagt zu lange zu warten das die Lehrerin eine Lösung findet.Sie ist doch deine Tochter.ich finde ihr solltet gemeinsam nach einer Lösung suchen.Du kennst dein Kind besser,und sie sie eben vom Pädagogischen Standpunkt her...frag sie nach einem Termin,und net erst im November...

Beitrag von barbarelle 27.09.08 - 10:13 Uhr

Liebe Milchkuh,

hmmm...ich bin da ein wenig zaghaft. Sie ist erst 2 Wochen in der Schule. Ok, dann sagen wir mal mitte Oktober? ;-)

Ich habe von anderer Seite auch schon gehört, daß Kinder sich erstmal eingewöhnen müssen und häufig so reagieren...

Die Lehrerin hat uns ihre Handy-Nr. überlassen. Aber ich scheue mich noch davor sie anzurufen.

LG
Barbarelle

Beitrag von manavgat 27.09.08 - 10:50 Uhr

Wenn sie hochbegabt ist, dann würde ich sie eine Klasse überspringen lassen.

Besprich mit der Schulpsychologin, wenn der beste Zeitpunkt ist dafür.

Gruß

Manavgat

Beitrag von barbarelle 27.09.08 - 10:58 Uhr

Liebe Manavgat,

danke für dein Posting. Weisst du es mag sein, daß sie intellektuell über den Durchschnitt liegt (so hat es uns der Psychologe wortwörtlich gesagt...) ABER sie hat trotz allem noch zu grosse Defizite um sofort in die zweite einsteigen zu können.
Einiges was in der ersten vermittelt wird, würde ihr dort fehlen...
Sie kennt alle Buchstaben, liest aber nicht flüssig. Bis Weihnachten bin ich aber sicher, wird sie es können.

Ich werde nochmal den Psychologen aufsuchen, der den Test gemacht hat.

Wir haben eine Schulsozialarbeiterin... Wie gesagt, ich möchte noch ein wenig warten und dann mit der Lehrerin zuerst den Dialog suchen.

Gruß
Barbarelle

Beitrag von marion2 27.09.08 - 14:01 Uhr

Hallo,

na du hast es gut, du erkennst die dämlichen Eltern gleich in den ersten 2 Schulwochen. ;-)

Die Kinder werden auch miteinander spielen, wenn die Eltern sich "distanzieren" - die sind ja nicht da. ;-)

Lieben Gruß Marion

Beitrag von barbarelle 27.09.08 - 16:36 Uhr

*lach* da hast du recht Marion. Glück im Unglück quasi :-D

Naja, ich fand es halt doof.Sie war gestern zum spielen verabredet und die Mutter meinte ihre Tochter könne nicht und ihr wäre es nicht unrecht, wenn ihre Tochter mit etwas ruhigeren Kindern zusammenkäme...vor allem am Anfang der Schulzeit... peng...

LG
Barbarelle

Beitrag von seahorse 27.09.08 - 17:07 Uhr

Mein Sohn ist auch Hochbegabt, bei ihm sieht das alles aber etwas schlimmer aus, hier mal ein Link von einem mir begonnen Thema http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=4&id=1619257

Dort kannst Du mal ein wenig aus unserer Geschichte erfahren!

LG und alles Gute

Beitrag von barbarelle 28.09.08 - 08:38 Uhr

Hallo Seahorse,

danke für den Link. Sehr interessant.

LG
Barbarelle

Beitrag von milchkuh112 28.09.08 - 09:13 Uhr

Hi,mit deinem Bericht hast du absolut Recht.ich habe mir mehr als einmal gewünscht ein "normales" Kind zu haben.Keins mit Hochbegabung.

Natürlich liebe ich meine Tochter und sie ist natürlich auch das tollste Kind für mich.Aber es ist nicht einfach diesen Kindern gerecht zu werden...ich denke du weisst was ich meine...

wir versuchen das beste aus unserer Situation zu machen.Auch jetzt mit der Schule.Sie geht zum Glück gerne.Ich hoffe das bleibt auch noch länger so.


Lieben Gruss

Beitrag von zanadu 27.09.08 - 17:54 Uhr

Hallo, in den ersten zwei Wochen worden bei uns nur Sachen geamcht . die Wahrscheinlich die meißten Kinder ohne Problme können. Bei unsgibt es auch immer zusatz Blätter für die Schnelln. Anonsten wir haben wir freie Schulwahl, und es gibt einige Schule die Arbeiten nicht mehr in Klassen sondern mit Lernguppe. Da wird jedes Kind individuell Beschult. (Nebenbei gibt es Kurse für Hochbegabte Kinder)

Beitrag von elanor 28.09.08 - 00:31 Uhr



hallo,

was genau heißt "weit über dem Durchschnitt"?

dass die Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule kommen ist nichts Neues - in jedem Fall sollte die Lehrerin in der Lage sein, deiner Tochter zusätzliche Aufgaben anzubieten

ich würde noch etwas abwarten und sonst evtl. auch eine Klasse überspringen lassen

LG Elanor

Beitrag von barbarelle 28.09.08 - 08:16 Uhr

Hallo Elanor,

im Kaufmann-ABC, ein Intelligenztest für Vorschulkinder, waren all ihre Werte weit über 130 (bitte nicht verwechseln mit IQ-Werten. Hat damit nichts zu tun).
Wie gesagt ein Zufallsbefund. Wir wollten nur klären lassen, warum sie so schüchtern ist.

Ich warte auf jedenfall noch ab. Überspringen halte ich nicht für die optimale Lösung. Dazu kenn ich mein Kind zu gut. Da wäre ein Fiasko vorprogrammiert.

LG
Barbarelle

Beitrag von elanor 28.09.08 - 11:56 Uhr



huhu,

den Kaufmann kenne ich

würde halt schon schauen, dass dein Kind nicht total unterfordert ist

in welchem Bundesland geht sie denn zur Schule? wird dort einigermaßen differenziert gearbeitet

ich finde es eigentlich gut, dass deine Tochter dann "stört"; machen sonst eher die fitten Jungen - die Mädchen werden meist extrem ruhig, so wie deine zeitweilig offensichtlich auch und nach innen frustriert und aggressiv - das bekommt man dann sehr oft nicht mit

warum hälst du ein Überspringen für ein Fiasko? wegen der sozialen Entwicklung?

aber nur du kennst natürlich dein Kind am besten


LG Elanor

Beitrag von barbarelle 28.09.08 - 12:11 Uhr

Hallo Elanor,

schön, daß du den Kaufmann kennst. Sie geht in Baden Württemberg zu Schule. Die Lehrerin will sich erst einen Überblick über die Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes verschaffen.

Ich bin sehr vorsichtig alles bei Hb-chen gleich auf "Unterforderung" zu schieben. Ja, die soziale Entwicklung und Reife will ich nicht unterschätzen.

Das tun einige und nicht immer ist es dann ein Segen, weil zu früh eingeschult wurde oder übersprungen.

Wie gesagt. Es ist alles noch Anfangphase. Meinem Empfinden nach kann ich nicht gleich nach 2 Wochen kommen und von Klassensprung reden. Wenn überhaupt muss das step by step gehen. Sie soll erst einmal ankommen und dann werde ich mit der Lehrerin sprechen. Ihr, wenn nötig, vom Kaufmann erzählen und um Zusatzaufgaben bitten.

Ich finde es gibt noch einiges was sie in der ersten Klasse lernen muss. Z.b. rechnet sie und hat es sich selbst beigebracht...soweit so gut...aber in der ersten Klasse hoffe ich, daß sie dann die Regeln und Rechenwege annimmt.

Nun hab ich mich aber verblubbert...:-D

Liebe Grüße
Barbarelle

Beitrag von elanor 28.09.08 - 12:06 Uhr



ich noch mal,

also, ich würde noch ein bisschen abwarten - aber auch nicht bis Dezember, so bis zu den Herbstferien vielleicht

und dann einen Termin mit der Lehrerin vereinbaren

ich bin selbst eine und immer froh, wenn die Eltern das Gespräch und nach Lösungen suchen

vielleicht kannst du sonst anbieten, zusätzlich Arbeitshefte zu besorgen!? gibt so tolle Sachen; die Lehrerin kann dann auswählen, fühlt sich kompetent und gleichzeitig etwas entlastet

wenn es allerdings eine ist, der es Angst macht, wenn nicht alle Kinder auf dem gleichen Stand sind, kann es schwierig sein - die Zeiten sollten aber eigentlich längst vorbei sein

an unserer Schule ist jetzt Vorschule bis 2. gemischt; d.h. die Kinder sind sowieso unterschiedlich weit - einige ältere Kollegen finden das total schrecklich und es macht natürlich auch Schwierigkeiten - bietet aber auch große Chancen

ich bin da als Sonderpädagogin und schaue sowohl nach den Kindern mit Förderbedarf als auch nach den "Hochbefähigten" (wie sie jetzt hier heißen, ist ein Schwerpunkt unserer Schule)

LG Elanor