4 Wochen vor MuSchu Vollzeit-Anstellung gekündigt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von xan-san 27.09.08 - 11:32 Uhr

Tja, nun ist mir etwas passiert, womit ich besonders jetzt überhaupt nicht gerechnet habe...

Nach 7 Jahren Vollzeit-Anstellung bekomme ich gestern - 4 Wochen vor Anfang meines MuSchu - eine Kündigung zum 1.11. (Anfang meines MuSchu).
Grund: Unsere Agentur (GmbH) wird aufgelöst.

Die Firma läuft schon lange schlecht und ich hätte auf jeden Fall damit rechnen können, habe ich aber besonders zu diesem Zeitpunkt nie erwartet und zu 99% daran geglaubt, dass mindestens noch 1 Jahr weitergeführt wird...

Tja, jetzt steh ich etwas auf dem Schlauch...#schwitz
Wer hat Erfahrungen damit? Soll ich mich jetzt beim Arbeitsamt arbeitslos melden? Und muss ich speziell darauf hinweisen, wann meine kleine zur Welt kommt und dass ich eigentlich min. 1 Jahr Elternzeit nehmen wollte?
Macht doch echt keinen Sinn, dass ich vom Arbeitsamt Arbeitsangebote bekomme, die mich - mit einem so kleinen Baby - doch sowieso nicht einstellen...#aerger

Ach, jetzt habe ich so viele Fragen und weiß gar nicht, wie es weiterlaufen soll...#heul


Wär toll, wenn da einer von Euch Rat weiß bzw. an wen ich mich hier an erster Stelle wenden sollte!

Vielen Dank,
Xana & #babygirl (29.SSW)

Beitrag von mokli 27.09.08 - 11:38 Uhr

Hallo.

Soweit ich weiß musst du dich beim Arbeitsamt melden, je früher um so besser.
Dort gibst du den ET an und wie lange du Elternzeit nehmen möchtest.
Stellenangebote kommen dann soweit ich weiß auch erst danach.
Allerdings hab ich keine Ahnung wie das mit Arbeitslosengeld aussieht #kratz

LG, mokli

Beitrag von krummi81 27.09.08 - 11:40 Uhr

Hallo,


das ist ja ärgererlich!!!

Du mußt Dich, soweit ich das weiß, auf jeden afll melden, alleine schon wegen dem Mutterschaftsgeld, es sei denn, Du bist krank geschrieben (was ich Dir empfehlen würde, dann bekommst du nämlich krankengeld, das ist mehr als ALO-Geld, die krankmeldung muß dann aber vor dem 1.11. schon in kraft treten)
Und dann kommt ja das Elterngeld, das wird ja nach dem ganzen Jahr berechnet, also nach deinem Lohn. Das AA wird dich nicht vermitteln, weil, wer stellt schon eine Schwangere Frau ein? Also ganz entspannt, rede mit Deinem Arzt, und mache etws früher MUSCHU. das wird schon, Streß solltest du ja vermeiden!!!

LG, und viel Erfolg

Beitrag von blucki 27.09.08 - 11:41 Uhr

hallo xana,

also mein alter arbeitgeber hat mich auch gelinkt, nachdem ich nach der elternzeit von ihm gekündigt werden wollte (machen ja die meisten, die nicht sofort wieder arbeiten können). von daher schwillt mir grade der hals, wenn ich das von dir lese.

so eine sauerei. ich würde an deiner stelle mal einen anwalt fragen. hast du rechtschutz? die wissen ja dass du schwanger bist. das darf ja echt nicht wahr sein, dich dann so kurz vor deinem mutterschutz rauswerfen zu wollen. ich denke nicht, dass die damit durchkommen.

lass dir das nicht gefallen.

lg
anja

Beitrag von xan-san 27.09.08 - 11:59 Uhr

Ich war während der gesamten SS keinen einzigen Tag krank und hatte nur einmal 2 Wochen Urlaub für unseren Umzug genommen.

Unsere kleine Firma ist seit 2001 in einem riesigen Konzern mit über 3.000 Angestellten. Der Geschäftsleitung war sogar "entgangen, dass ich schwanger bin" und die wollen bis Montag prüfen, wie es konkret für mich weitergeht. Haben mir aber gestern schon klar gemacht, dass meine Kündigung nicht gegen das MuSchu-Gesetz verstößt, da ja unsere kleine GmbH komplett aufgelöst wird und somit von dem Großkonzern getrennt.

Verstehe ich also richtig, dass ich schnellstmöglich mit meiner FÄ über dieses Problem sprechen sollte, um mich krankschreiben zu lassen?

LG, Xana

Beitrag von blucki 27.09.08 - 12:21 Uhr

hallo xana,

also ich würde auch ganz schnell ne krankmeldung holen. und auf alle fälle hol dir einen rat vom anwalt. ich kenne eine, die konnte selbst in der probezeit nicht gekündigt werden, weil sie schwanger war. und die war auch noch lange nicht in der muschu-zeit.

lass dich nicht unterkriegen.

lg
anja

Beitrag von jiin 27.09.08 - 12:29 Uhr

Das ist ja ärgerlich...
Arbeitslos melden musst Du Dich sofort, unabhängig von dem was noch passiert. Kannst Du auch erst telefonisch machen aber Du musst sonst kurz hin, innerhalb von drei Tagen nach Erhalt der Kündigung damit Dir im Extremfall keine Kürzungen drohen. Frag gleich mal, wie das mit dem Geld im Mutterschutz für Dich ist, ob Du nur das Geld der Kasse bekommst oder um wieviel das aufgestockt wird.

Dein Arbeitgeber muss für die Wirksamkeit der Kündigung die Zustimmung des Gewerbeaufsichtsamtes (bzw. zuständige Behörde für Arbeitsschutz je nach Bundesland, am besten mal googlen) einholen. Nur dann ist sie trotz Mutterschutzgesetz zulässig.
(§9 Absatz 3 MuSchuG: Die für den Arbeitsschutz zuständige oberste Landesbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle kann in besonderen Fällen, die nicht mit dem Zustand einer Frau während der Schwangerschaft oder ihrer Lage bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung in Zusammenhang stehen, ausnahmsweise die Kündigung für zulässig erklären. Die Kündigung bedarf der schriftlichen Form und sie muss den zulässigen Kündigungsgrund angeben.)

Ohne kann er Dich nicht kündigen auch nicht, wenn die GmbH aufgelöst wird. Frag am besten direkt bei der Behörde nach, dort kannst Du nämlich auch Widerspruch gegen die Zustimmung einlegen. Ich nehme an, dass man Dir bei der Behörde auch mehr über die Erfolgsaussichten sagen kann, das ist nämlich ein bisschen schwer zu beurteilen und mir fehlt da die Erfahrung. Gibt es aus Deiner Sicht die Möglichkeit, dich anderweitig in dem Konzern einzusetzen? Gibt es einen anderen Standort in Deiner Nähe? Eine Kündigungsschutzklage kostet Dich übrigens nichts, auch wenn man die Aussicht auf Erfolg abwägen müsste. (Habe über zwei Jahre im Personalwesen gearbeitet und das auch als Studiumsvertiefung gehabt, daher kenne ich mich etwas aus, obwohl Dir ein Anwalt natürlich viel mehr sagen kann. Hoffe, ich konnte trotzdem etwas helfen.)

Viele Grüße

jiin

Beitrag von hurricane81 27.09.08 - 19:40 Uhr

Wird denn die Firma zu diesem tag komplett aufgelöst? Eigentlich dürfen sie dich nämlich gar nicht kündigen wenn du schwanger ist.... wenn allerdings die Firma nicht weiter existiert, dann wird das sicherlich jedoch rechtens sein :-(

Du musst zur Arbeitsagentur gehen - und zwar jetzt sofort (3 Monate vor Arbeitsende wenn du es vorher weißt). DU müßtest dann ALGI bekommen und dann auch in dieser Höhe Mutterschutzgeld. Dann bleibst du halt 1 oder 2 Jahre zu Hause und bekommst Elterngeld (je nachdem wie du das beantragst). Danach bekommst du dann halt wieder ALGI bzw. bekommst dann halt eventuell gleich nen Job... (wenn du Glück hast). Leider ist halt das Mutterschaftsgeld weniger als wenn du zum beginn noch arbeiten würdest, aber informier dich erstmal ob die dich wirklich so kündigen dürfen!

hurricane und babgirl 20+0 derene Arbeitsverhältnis bis 31.12. geht und deren MuSchu am 03.01.09 anfängt :-(