Starke Blutungen nach Geburt?

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von sarah-luisa 27.09.08 - 14:43 Uhr

Hallo,

ist hier noch jemand der viel Blut nach der Geburt verloren hat?Würde mich gerne austauschen.Mein Sohn ist nun 8 Wochen und irgendwie bin ich noch immer damit beschäftigt mir viele Gedanken zu machen, wegen diesem Blutverlust:-(

Beitrag von magda6 27.09.08 - 15:25 Uhr

Hallo,

bei der Geburt meines 2. Sohnes habe ich viel Blut verloren, und es brauchte eine Zeit, um wieder richtig auf die Beine zu kommen.
Ich habe im KH eiseninfusionen bekommen, danach wurde es etwas besser. Zu kämpfen hatte ich aber schon ein paar Wochen damit.

Was macht Dir denn Gedanken?

LG
magda

Beitrag von kja1985 27.09.08 - 15:51 Uhr

Wieviel ist denn viel? Ich hab beim Kleinen auch ein bisschen mehr Blut als ich sollte verloren, aber nicht in bedrohlicher Menge. Mir wurde Oxiticin gespritzt, dann wurde es weniger. Ich hab aber auch ein wenig gebraucht bis mein Kreislauf wieder in Ordnung war und war bis dahin kreidebleich.

Beitrag von orsa 27.09.08 - 22:44 Uhr

war damals (höhö, vor 4 monaten ist jetzt schon damals;-))kurz vor der ohnmacht, weil ich so enorm geblutet habe (min. 1 liter sagte man mir später), dann bekam ich oxytozin gespritzt, was mir die häßlichsten wehen der ganzen geburt verursacht hat. konnte sie kaum veratmen, weil ich ja am rand des kollaps war, das war schrecklich. ich wurde noch ins krankenhaus verlegt und bekam dort kochsalz-lösung, und blieb über nacht dort. da ging es mir schon wieder einigermaßen, ich hatte den kleinen auf dem arm, und der rest war mir völlig egal. naja, die vaginale untersuchung war auch noch mies, wegen der schürfwunden.
zum glück ekle ich mich nicht vor blut, aber die mengen waren schon krass.
habe dann auch einige wochen gebraucht, um mich wieder wirklich zu berappeln. habe eisentabletten genommen, und mir mitsamt söhnchen gaaanz viel ruhe gegönnt. das war schön.
spann dein umfeld ein, und lass dich verwöhnen, dann wird das bald besser. konzentrier dich auf dein wunderwesen, dann heilt die seele auch#sonne spätestens beim ersten lächeln#liebdrueck

Beitrag von yvonnchen1985 29.09.08 - 11:07 Uhr

Huhu.

"Schön" das es noch jemandem wie mir geht.
Ich habe vor 24 Tagen meine Tochter zur Welt gebracht und direkt nach ihr, folgte ein riesen Blutschwall. Der Arzt musste mit dem Arm auf meinen Bauch drücken um die Blutung zu stoppen.
Ich hatte dann einen hb von 6,8.
Seitdem nehme ich Eisen, Kräuterblut, trinke rote Säfte und lasse mir Medivital spritzen.
Innerhalb von 1 1/2 Wochen war mein hb schon auf 8,8.
Meine Hebi nimmt mir jetzt einmal die Woche Blut ab um zu sehen wie er gestiegen ist.

LG Yvonne + Lara Marie

Beitrag von li123 29.09.08 - 14:41 Uhr

Ich auch.

Bei Inas Geburt habe ich so geblutet, dass sogar meine Hebi etwas weiß um die Nase wurde! #schock (und die ist schon seit über 20 Jahren im Geschäft)

Habe dann noch mal 1,5 Stunden am Wehentropf gehangen, damit die Blutung gestoppt wurde.

Es war ganz schrecklich. Meine Hebi meinte hinterher, dass es übel ausgesehen hätte, wenn der Wehentropf nicht angeschlagen hätte...

Ich muss jetzt sagen, ich merk immer noch, dass ich noch nicht wieder zu 100% fit bin.

LG

Li mit Ina (*9. Mai)

Beitrag von pipim 29.09.08 - 19:50 Uhr

hallo sarah-luisa,

bei mir ist es nun schon 17 monate her. ich lag nach der entbindung in einem frischen kreißsaal beim frühstück, neben mir mein lieber mann und mein kleiner sohn, froh das wir die gestose besiegt haben und ich spontan entbinden konnte. dann hustete ich und ein schwall blut schoß aus mir raus. ich bat bär, er solle das der hebamme sagen, weil es mir doch komisch vorkam.

er verschwand und kurz darauf schossen fünf leute ins zimmer und verfrachteten mich in einen anderen kreißsaal. dort wurde festgestellt, dass sich meine gebärmutter nach dem wehentropf, der einfach abgestellt wurde nach der plazenta, nicht zusammengezogen hatte.

also wurde mir in alle anschlüsse des zugangs zeugs injiziert und meine gebärmutter massiert, damit das blut raus kann. ich sag dir, die ganze geburt war nicht so schmerzhaft, wie dieses intermezzo. ich war, laut hebamme eine der ruhigsten entbindungen der kh-geschichte, aber da schrie ich echt um mein leben.

ich hab wirklich sehr lang gebraucht um wieder auf die beine zu kommen, da ich eine woche nach der entbindung zur ausschabung musste, weil doch noch reste von plazenta und blutklumpen in meiner gebärmutter waren. ein monat nach der entbindung hatte ich dann noch eine thrombose vom knöchel bis in den bauchraum.

jetzt bin ich im neunten monat schwanger und hoffe, dass diese entbindung weniger dramatisch endet. ich habe einen geburtsplan geschrieben, wo ich aufzähle was ich während und nach der entbindung gerne hätte und was nicht. das gibt mir sicherheit, dass auf meine ängste eingegangen wird und mir so etwas nicht nochmal passiert.

lg pipim mit florian 17 monate und oliver 37.ssw

PS: was mir wirklich zugesetzt hat, es gibt von mir ein foto im kreißbett und unter mir sieht man noch die blutlache wo das blut übers bett hinaus gespritzt ist. jedes mal wenn ich das sehe, gibt es mir einen stich und ich bin wieder traurig, aber mein süßer entschädigt mich wirklich für alles, tausendmal.

Beitrag von sarah-luisa 30.09.08 - 09:49 Uhr

ohje,

das hört sich ja schlimm an?? wie hast du denn die thrombose gemerkt??

Beitrag von pipim 30.09.08 - 19:14 Uhr

Hallo Sarah-Luisa,

ja es war auch schlimm, aber wenn man mitten drinn steckt, macht man einfach weiter. Und jetzt ist alles überstanden und ich war in meinem Leben wirklich nie glücklicher.

Ich hatte Schmerzen im Bein, ich dachte es wäre eine Sehnenentzündung. Malte mir aus wie sie meine Beine bei der Ausschabung auseinander gedrückt haben etc.

Ich war damit beim FA der meinte ich sollte es vom Hausarzt checken lassen. Am nächsten Tag war ich dann beim Hausarzt und der verschrieb mir eine Sportsalbe und meinte ich soll massieren. Gott sei dank hab ich das nicht gemacht.

Zwei Tage darauf bin ich dann ins Krankenhaus weil ich vor lauter Schmerzen nicht mehr ein noch aus wußte. Ich konnte das Bein nicht mehr belasten oder ausstrecken, mein Mann musste mich sogar aufs WC bringen.

Die Schmerzen breiteten sich von Tag zu Tag aus. Bei einer oberflächlichen Thrombose sieht man auch noch einen roten Streifen. Ich hatte eine tiefe Beinvenenthrombose und da sieht man nichts.

Im KH erzählte ich der Ärztin mein Leid und die steckte mich sofort in so einen Schiebesessel und mahnte mich auf gar keinen Fall nochmal aufzustehen. Ab gings zum Ultraschall, wo sie die Verstopfung feststellten.

Also der Hauptfaktor waren Schmerzen, die Ärzte hätten da eher draufkommen müssen, weil Thrombosen nach einer SS eigentlich häufiger vorkommen.

Lg Pipim