An wen wendet man sich, wenn Anwalt nicht hilft?

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Beitrag von mausi_7792 27.09.08 - 19:32 Uhr

Guten Abend an alle!

Ich hoffe, ich lande hier halbwegs im richtigen Forum und jemand kann meine Frage beantworten #schwitz

An wen kann man sich denn wenden, wenn man der Meinung ist, dass sich ein Anwalt nicht genügend für einen einsetzt?

Kurz zur Erklärung: Meine Mama ist letztes Jahr im Juli betriebsbedingt gekündigt worden seit dem sind noch 2 Gehälter sowie die Abfindung offen. Ihr Anwalt sagt nur immer wieder, er schickt den Gerichtsvollzieher hin, aber es tut sich rein gar nichts. Wohin kann sie sich wenden? Oder kann sie einfach einen neuen Anwalt "drauf ansetzen"?

#danke für eure Antworten

LG
Tina

Beitrag von zwiebelchen1977 27.09.08 - 19:42 Uhr

Hallo

Würde mir einen neuen Anwalt suchen. Dem alten das Mandat entziehen und neuen suchen

Bianca

Beitrag von kaltesherz0907 27.09.08 - 19:47 Uhr

genau das Gleiche hab ich auch gedacht....

Beitrag von ina_ragna 27.09.08 - 20:14 Uhr

Wenn sie sich über den RA beschweren will, dann ist die Rechtsanwaltskammer des jeweiligen Bundeslandes zuständig. Allerdings wird ihr das aus ihrer Misere nicht raushelfen und meistens verläuft das auch im Sande.

Am besten ist wirklich Mandat kündigen, die Unterlagen inkl. des Original (!!!)titels aushändigen lassen und zum nächsten RA damit. Ohne den Titel kann der auch keine Zwangsvollstreckung einleiten.

#blume

LG
Ina

Beitrag von mausi_7792 28.09.08 - 15:07 Uhr

#danke für deine schnelle Antwort.

Beitrag von nuckelspucker 27.09.08 - 21:21 Uhr

hey,

ihr habt also schon mal ein urteil, wenn der gerichtsvollzieher geschickt werden soll?

gerichtsvollzieher sind derart überarbeitet und mit vollstreckungsaufträgen zugemüllt, dass ein auftrag bis zu 3 monaten dauern kann, bis er erledigt ist.

habt ihr ne rechtsschutzversicherung, die die gebühren zahlt oder zahlt ihr die selbst?

wenn ihr nen neuen anwalt beauftragt, entstehen neue anwaltsgebühren.

beschweren kann man sich bei der zuständigen rechtsanwaltskammer.

am erfolgversprechenden ist es, wenn ihr tipps für die vollstreckung für den anwalt habt, also ne bankverbindung des schuldners, sonstiges vermögen usw.

lg claudia

Beitrag von mausi_7792 28.09.08 - 15:12 Uhr

Ja, ein Urteil gibt es und zwar schon seit Februar diesen Jahres. Tipps für die Vollstreckung hat meine Mama dem Anwalt auch schon gegeben (welche Filialen z. B. immer guten Tagesumsatz machen).

Die Gebühren zahlt meine Mama selbst. Aber wir werden uns dann wohl an die Rechtsanwaltskammer wenden.

#danke für deine Antwort.

Beitrag von tragemama 27.09.08 - 21:29 Uhr

Hallo Tina,

also zunächst mal wäre ich an Eurer Stelle vorsichtig mit Verurteilungen. Es ist tatsächlich so, dass Gerichtsvollzieher derart überarbeitet sind, dass es überhaupt nichts ungewöhnliches ist, wenn nach einem Zwangsvollstreckungs-Auftrag ein Jahr vergeht, ohne dass etwas passiert. Kann man nix ändern, das ist eben so.

Ihr müsst aufpassen: Die Gebühr für die Zwangsvollstreckung ist bei dem jetzigen Anwalt schon entstanden. Beauftragt Ihr einen neuen Anwalt, verdient er die ebenfalls, Ihr zahlt also doppelt und mit dem gleichen Ergebnis - der Auftrag liegt beim Gerichtsvollzieher...

Andrea
(Rechtsanwalts-Fachangestellte und viel mit Zwangsvollstreckung beschäftigt)

Beitrag von ina_ragna 27.09.08 - 23:07 Uhr

Naja wenn eine so lange Arbeitsüberlastung des GVZ vorhanden sollte, so müsste diesbezüglich von ihm ein dementsprechendes Schreiben dem Anwalt vorliegen (§ 64 GVGA). Zumindest das könnte der RA ja wohl der Mandantschaft übersenden, damit die überhaupt erstmal Bescheid weiß.

Über ein Jahr finde ich schon übertrieben lang und das ist mir noch nie untergekommen.

Ich habe seit Jahren die Erfahrung gemacht, dass die GVZ immer schneller arbeiten. Meistens fliegt alles binnen 4 Wochen wieder ein und wenn nicht, kommt das Schreiben, warum sich die Bearbeitung verzögert und das geht in Kopie an die Mandanten raus.

Den Unmut der Mutter kann ich durchaus nachvollziehen, das Verhalten des RA kann ich aber nicht verstehen.

Beitrag von mausi_7792 28.09.08 - 15:16 Uhr

Ich könnte es ja auch ansatzweise nachvollziehen, wenn der GVZ so extrem überarbeitet ist und es deshalb eben länger dauert. Aber eine kleine Zwischeninfo vom RA erwarte ich dann schon, da kommt jedoch gar nichts. Wenn man ihn anruft, dann kommt nur: "Ja ja, das geht schon seinen Gang, haben Sie bitte noch ein wenig Geduld!" Nun ist die Geduld aber schon arg überstrapaziert #aerger

Beitrag von mausi_7792 28.09.08 - 15:17 Uhr

#danke für deine Antwort. Das mit den doppelten Gebühren hab ich mir schon so gedacht. Ist echt eine verzwickte Situation...

Beitrag von manavgat 29.09.08 - 12:23 Uhr

Sie entzieht dem Anwalt das Mandat wegen Untätigkeit und gibt es an eine andere Anwältin.

Gruß

Manavgat