stillen wird mehr und mehr zur ungeliebten Pflichtveranstaltung *lang*

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von stance 27.09.08 - 21:32 Uhr

hi

meine Kleine ist heute 15 Tage alt und ich wollte von anfang an stillen.
Bei meiner Großen ging es auch super, schön viel Milch und nach ersten Schwierigkeiten haben wir uns super eingespielt und ich konnte überall und immer stillen.

So nun ist unser zweites Kind auf der Welt und was das Stillen angeht ein echtes Naturtalent. Schon im Kreißsaal ist sie direkt an die Brust und hat gezutschelt, mittlerweile ist auch richtig Milch da - mehr als genug.

Und was soll ich sagen - ich komme diesmal nicht klar. #heul

Wenn ich über den Tag eine Milcheinschuss habe wird mir schlecht dabei, genauso wie beim Anlegen, die ersten Züge ist mir speiübel - war allerdings auch schon bei der Großen so - mir konnte nur keiner erklären warum.
Was aber viel schlimmer ist und mich fertig macht sind die Schmerzen.

Im Krankenhaus, hatte ich direkt beide Seiten blutig weil die Kleine so einen Zug drauf hat. Mittlerweile sind die Brustwarzen verheilt aber es tut so weh. Dieses Ziehen, geht bis in die Zehen und ich sitze jedesmal heulend auf der Couch.
Weiß ja dass es ziehen kann aber so macht es keinen Spass. Teilweise zucke ich schon weg wenn sie andocken will.

Ach man ich sage mir immer es ist für die Maus und für sie das beste und wenn sie dann satt und zufrieden abfällt ist es ja auch schön, vorallem weil ich sie ja ernähre.
Aber es macht mich fertig.
Wenn dann nebenbei noch meine Große rumturnt. muss ich aufpassen, dass ich nicht total ausraste oder noch mehr in Tränen ausbreche. Bin echt soweit, dass ich abstillen könnte und dann gucke ich die Kleine an und denke, dass ich da als Mutter durch muss.

Muss ich da durch? Warum habe ich so ein schlechtes Gewissen wenn ich ans abstillen denke, und mir gehts wirklich nicht gut dabei.

Sorry musste mich mal ausheulen. danke fürs Lesen.


lg
stance

Beitrag von melli-4 27.09.08 - 21:36 Uhr

Hallo,
dass ist ja blöd....
kann Dir nur den Rat geben suche Dir schnell eine Stillberaterin oder Stillgruppe, das hilft ungemein!
LG Melli

Beitrag von aurelia_joel 27.09.08 - 21:37 Uhr

Hallo Stance

Du sprichst mir aus der Seele. Anfangs war das Stillen für mich der pure Horror!!! Und ein schlechtes Gewissen musst du ganz bestimmt nicht haben.

Hast du schon mal daran gedacht, es mit Stillhütchen zu versuchen? Wenn ich die aufgesetzt hatte, hats überhaupt nicht weh getan. Man sollte dann lediglich einmal am Tag die Brust leerpumpen. Und dann hab ich nach und nach wieder versucht, den kleinen ohne Stillhütchen anzlugen. Die Brustwarzen hatten sich nämlich inzwischen etwas entspannt. Und heute ist er 4 Monate und es tut überhaupt nicht mehr weh!!! Er kann selber andoggen und ich spüre es fast nicht.

Hab noch etwas Geduld und vielleicht probierst du es ja mal mit den Stillhütchen. Die kriegst du in den Apotheken. Ansonsten hab kein schlechtes Gewissen, wenn du abstillen möchtest!!! Ich bin auch nicht gestillt worden - und geht es mir deswegen jetzt schlechter? NEIN.

Mach dich nicht fertig deswegen.
Ich finde, stillen sollte keine Qual sein!!!

Alles Liebe für dich.
Angela mit Cedric *26.05.08

Beitrag von cary18w 28.09.08 - 08:06 Uhr

Warum sollte man bei Verwendung von Stillhütchen die Brust leerpumpen?
Hab am Anfang auch Stillhütchen verwendet, weil mein Kleiner so schlecht trinken konnte, aber mir hat keiner was von abpumpen gesagt!?!

Beitrag von aurelia_joel 29.09.08 - 10:53 Uhr

Naja, so genau weiss ich das auch nicht! Im Krankenhaus haben die mir das so gesagt. Ich denke, die Brust wird mit Hütchen nicht richtig geleert, sicher bin ich mir aber nicht. Sorry!

Beitrag von cathie_g 27.09.08 - 21:48 Uhr

au - hat die Hebi mal geschaut, ob Deine Kleine die Brustwarze auch tief genug in den Mund nimmt? Mein Kleiner hat am Anfang auch nur die Spitze genommen und das hat TOTAL weh getan!

Lass Dich nochmal beraten und viel Erfolg

Catherina

Beitrag von lille81 27.09.08 - 21:53 Uhr

Hallo Stance,

bitte halte noch ein wenig durch. Es wird besser. Versprochen!
Ich höre aus deinem Posting heraus, dass du eigentlich nicht abstillen möchtest.

Ich hatte sofort im Krankenhaus wunde Brustwarzen. Dann 4 Wochen lang alle 2-3 Tage Milchstau bzw. Brustentzündungen, weil ich so viel Milch hatte.
Ich habe geweint beim Anlegen, ich war total verkrampft und dachte mit Schrecken an die nächste Stillmahlzeit.
Habe es dann mit Stillhütchen versucht, die aber nur wenig Linderung brachten.
Das schmerzhafte Ziehen hatte ich auch noch eine kleine Weile, obwohl die BW rein äußerlich verheilt waren. Es zog bis in den Rücken!
Von einem Tag auf den anderen war der Spuk vorbei und mittlerweile führe ich eine absolut harmonische Stillbeziehung.

Neulich stellte hier jemand einen Link rein, dass Stillen durch die richtige Anlegetechnik nicht wehtun muss. Ich such ihn gleich einmal für dich heraus.
Ansonsten half bei mir reines Wollfett, feuchte Wundheilung, Johanniskrautöl.


Probier es aus, aber quäl dich nicht unnötig wenn du meinst, es geht wirklich nicht mehr!

Alles Gute

Beitrag von lille81 27.09.08 - 22:01 Uhr

Vielleicht hilft's ja.:-)
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=36&id=1662277

LG Lille

Beitrag von stance 27.09.08 - 22:18 Uhr

danke werde es bei der nächsten Mahlzeit gleich ausprobieren und auf dem Stuhl stillen und nicht im Bett oder so. Es wäre so toll, wenn es schmerzfrei klappen würde. Will ja nur das Beste für meine Motte, danke für den Link. Werde mich melden, wie es gelaufen ist und ob es Erfolge brachte.

danke

stance

Beitrag von tabanegra 27.09.08 - 22:03 Uhr

Hallo,

eine fette Runde Mitleid! Ich kann mich nur anschließen: Such dir jemanden, der dir beisteht. Ne Stillberaterin, ne Stillgruppe oder vielleicht ja auch deine Hebi??

Meine hat bei mir echte Wunder vollbracht. Ich hatte auch schon im Krankenhaus blutende Brustwarzen, und es wurde bei jedem Mal stillen schmerzhafter. Ich hab geheult wie ein Schlosshund. Im Krkhs hatte leider keiner ein nettes Wort, da hieß es nur "Sie machen was falsch. Wenn nicht, müssen sie das aushalten können!. :-[

Zu Hause angekommen kam dann meine Hebi vorbei, hat sich mein Elend angesehen/gehört und mich erst mal aufgeklärt, dass es in der Tat nicht unnormal ist, dass das so weh tut. Ich und mein Krümel haben alles richtig gemacht.

Sie hat mir viel Luft empfohlen, mir ne Salbe besorgt und mich beruhigt, dass das bald vorbei ist. Nach zwei Wochen wurde es dann tatsächlich langsam besser, und nach zwei Monaten wars dann komplett schmerzfrei. Aber ich sag dir, ohne den Zuspruch von ihr weiß ich nicht, ob ich heut noch stillen würde!

Übrigens, wusstest du, dass das Stillen anfangs bei blonden Frauen tendenziell viel schmerzhafter ist? Fand ich auch interessant.

Lieben Gruß, versuch noch etwas durchzuhalten!

Tabanegra

Beitrag von stance 27.09.08 - 22:05 Uhr

hi

danke für Eure Antworten.

Abstillen möchte ich nicht, die Vorteile die auch für mich Fakt sind muss ich ja nicht noch mal aufzählen.

Thema Stillhütchen, habe ich im KH bekommen weil ja gleich alles blutig war. Habe dann zu Hause damit weiter gemacht aber es tat genauso weh, irgendwann habe ich sie dann weggelassen weil sie mir keine Linderung brachten und nun geht sie nicht mehr an die Brust wenn ich versuche sie mit Hütchen anzulgen.

Weit genug ist die Brustwarze bestimmt drin, ein Teil vom Vorhof ist mit weg und so soll es ja sein, man hört auch richtig wie sich das Vakuum löst wenn sie dann fertig ist. Eigentlich ist alles wie beim ersten Mal nur diese Schmerzen kenne ich nicht.

Bin immer froh wenn die Kleine satt und zufrieden und vorallem fertig ist und dann mag ich nicht daran denken, das die nächste Mahlzeit kommen wird.
Ich hoffe sehr, dass es besser wird, manchmal frage ich mich ob ich mittlerweile so verkrampft bin, dass die Schmerzen auch daher kommen weil ich mich so verkrampfe.

Will doch nur ne zufriedene stillende Mama sein so wie die in der Hipp Reklame. So fiedlich unterm Kischbaum und die Blüten fallen auf mich. Nein Quatsch will einfach nur problemlos stillen können. Werde mal mit meiner Hebi reden und mir dann ne Beratung suchen.

danke nochmal

lg
stance + Vampier Tamara

Beitrag von sun03 27.09.08 - 22:11 Uhr

Huhu,

Ohje, Du arme... Laß Dich mal #liebdrueck.

Ich glaube echt, dass Du momentan hin und her gerissen bist...
Aber, hast Du dich schon einmal mit Deiner Hebamme auseinander gesetzt?

Wenn ich nicht so eine gute Hebamme hätte, dann würde ich heute auch nicht meht stillen.

Mir ging es bei meiner ersten Tochter genau so. Ziemliche Schmerzen, Stillhütchen genommen, dann wurde die Milch weniger und nach 5 Wochen mußte ich schon zufüttern.

Ich habe lange damit zu kämpfen gehabt #schmoll

Ich würde schauen, dass ich Hilfe bekomme. Wenn es aber gar nichts bringt, dann versuch Dich mit dem Gedanken anzufreunden und gib Fläschchen.
Deshalb bist Du doch keine schlechte Mutter. Und die Produkte sind heute doch so gut...

Liebe Grüße und alles gute
Sandra

Beitrag von stance 27.09.08 - 22:20 Uhr

meine Hebi weiß von dem Problem und tut und macht auch. Habe schon Salben und Hütchen und und und probiert. Werde jetzt mal die oben beschriebene Anlegetechnik probieren.

von meiner großen Tochter kenne ich diese Prbleme ja auch nicht. Wenn es gar nicht geht werde mich auch nicht weiter quälen aber ich will ja stillen und ich habe soviel Milch, es wäre schade wenn es nicht geht.

lg
stance

Beitrag von sun03 27.09.08 - 22:24 Uhr

Drücke Dir alle #pro die ich habe...

LG
Sandra

Beitrag von kyrilla 27.09.08 - 22:19 Uhr

Hallo Stance,

ich kenne das auch, da denkt man, nach dem ersten Kind ist man stillerfahren und dann so etwas.

Ich habe die ersten zwei Wochen bei meinem zweiten Sohn während des Stillens nur geheult und dabei hatte ich den ersten 14 Monate problemlos gestillt.

Hast Du Wollfett? Auch hilfreich sind schwarze Teebeutel auf den Warzen. Stilleinlagen aus Seide helfen bei der Wundheilung.

Wie sieht es denn mit Abpumpen aus? Evtl. hilft es, wenn die Brust mal eine Mahlzeit Pause bekommt (war bei mir so). Meine Hebamme meinte, bei einem solchen Tiger wären Saugverwirrungen kein Problem.

Und Du hast doch einen entscheidenden Vorteil: Du weißt genau, dass, wenn Du durchhälst, eine wunderschöne Stillbeziehung entstehen wird!

LG und gute Besserung
Kyrilla