Umfrage: Warum stillt ihr obwohl ihr es nicht mögt?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von alina06 28.09.08 - 12:40 Uhr

Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren, aus welchen Gründen andere Mütter stillen, auch wenn sie das Stillen nicht mögen.

Bei mir wars so: bei meiner ersten Tochter habe ich mich aufs Stillen gefreut und als es soweit war, festgestellt, dass ich das überhaupt nicht schön finde. Aus "Pflichtbewusstsein" habe ich dann doch in paar Monate durchgehalten.

Bei meiner zweiten Tochter ist es jetzt so, dass ich stille, weil ich halt die Große auch gestillt habe und irgendwie ein schlechtes Gewissen hätte, wenn ich es der Kleinen verweigern würde.

Jetzt seid ihr dran, warum tut ihr euch das an?

LG
alina

Beitrag von luca1 28.09.08 - 13:15 Uhr

Hi,
Also Nr.1 hab ich 3 Wochen lang gestillt die schlimmsten 3 Wochen meines lebens und warum weil einem überall eingetrichtert wird das man eine schlechte Mutter ist wenn man nicht stillt.
Hauptsache das kleine wird gestillt sche..... egal wie es der Mutter geht die muss da durch. Es gab momente in diesen 3 Wochen da hab ich mir gewünscht nie schwanger geworden zu sein
Nr.2 hat dann gleich die Flasche bekommen.

gruss

Beitrag von sternenzauber24 28.09.08 - 13:18 Uhr

Also ich Stille gerne aber, andersherum gefragt: WARUM mag man das Stillen nicht?

LG, Julia

Beitrag von ira_l 28.09.08 - 22:48 Uhr

...verstehe ich auch nicht, aber wir scheinen da schon fast exoten zu sein. Ne Freundin meinte neulich, als ich sagte, wie schön doch Stillen sei, ich sei von allen Muttis, die sie kennt, die einzige #kratz

Ist doch megapraktisch und so kuschelig!!!

LG Ira mit Nikolas#baby

Beitrag von alina06 29.09.08 - 08:17 Uhr

Ich mag das Gefühl des Saugens an meiner Brust nicht. Ich mag es auch nicht, wenn dann aus der anderen Brust die Milch rausschießt und diese Stilleinlagen und BHs sind auch nciht mein Ding. Ich komme mir dabei irgendwie wie eine Kuh vor, ich kanns nicht ändern.

Naja und egoistische Gründe wie das Abhängigseins, keinen Alkohol trinken mag dabei wohl auch eine Rolle spielen.

LG
alina06

Beitrag von kja1985 28.09.08 - 13:22 Uhr

Ich weiss nicht ob stillen unbedingt schön sein muss. Es gehört halt einfach dazu, wenn man ein Kind möchte finde ich. Es ist ganz normal.

Beitrag von kitty0280 29.09.08 - 13:09 Uhr

Doch, es muß einem ein gutes gefühl geben, sonst gibt mein nämlich seinem Kind unbewußt das gefühl es unwohlseins weiter.
Nur weil man nicht stillt, heißt es nicht das man sich das hätte vorher überlegen sollen. Ich finde solche aussagen immer etwas blöde, sorry, ist jetzt nicht persönlich gemeint!

Beitrag von kessita 29.09.08 - 13:31 Uhr

Hi,

im Allgemeinen vertrete ich ja die selbe Meinung wie du, aber die Vorschreiberin sagte nur, dass es für SIE dazu gehöre.

Das Thema ist so sensibel, dass man da echt genau lesen muss.

Also nicht ärgern, jeder darf dieses Entscheidung selber treffen.
Und Stillmütter müssen sich auch recht blöde Sprüche anhören.
Egal wie man es macht, Recht machen kann man es nicht allen.

LG Kessita

Beitrag von pegsi 28.09.08 - 13:56 Uhr

Ich finde das Stillen zwar sehr anstrengend, aber auch wunderschön - wie das Kinder-haben an sich. :-)

Ich frage mich allerdings schon, warum Leute sich das antun, die keinen Bock drauf haben. So sehr gesellschaftshörig scheinen mir die Meisten nicht zu sein, wenn ich mir die vielen rauchenden Schwangeren und Mütter draußen angucke...

Beitrag von annika1984 28.09.08 - 14:36 Uhr

Hi Alina,

ich fand das Stillen überhaupt nicht toll. Alle zwei Stunden anlegen, man kann nirgendwohin (ich bin nicht der Typ der in der Öffentlicheit stillen will). Ich konnte kaum noch Obst oder Gemüse essen, weil sie auf alles reagiert hat.

Obwohl ich sonst auch eher konservativ lebe, habe ich noch nie so nach der Uhr leben müssen, wie in der Stillzeit. Man ist überhaupt nicht flexibel.

Als ich dann nach 3,5 Monaten stillen körperlich nicht mehr konnte, so dass ich es kaum noch aus dem Bett geschafft habe, habe ich dann endlich den Entschluss gefasst und es auch durchgezogen abzustillen.

Das Stillen an sich habe ich für mein Kind getan, aber eine nicht unwesentliche Rolle hat aber unsere ach so tolle Gesellschaft gespielt. Man traut sich ja gar nicht die Flasche zu geben, ohne dass man schief angeschaut wird und man als Rabenmutter bgestempel wird. Ich hätte nur noch erwartet, das mit Fackeln und Heugabeln hinter mir hergerannt wird.

Jeder soll seine Meinung haben, ich finde es auch gut, wenn Mütter stillen - das ist wirklich eine tolle Leistung, aber es sollen doch auch bitte die Flaschenmamis akzeptiert werden.

Liebe Grüße Annika

Beitrag von orsa 28.09.08 - 15:45 Uhr

hey annika!
bloß weil du zu verklemmt bist, um in der öffentlichkeit zu stillen, kannst du doch nicht behaupten, dass "man überhaupt nicht flexibel" ist, wenn man stillt.
also ich pack 2-3 windeln ein, wenn wir losgehen, und den rest hab ich dabei! ich muss mir nicht lange nen kopf machen, wie lange wir weg bleiben wollen, können sogar spontan woanders übernachten.
wenns für dich nichts ist, lass es. ich als stillmutti zücke auch bestimmt nicht meine heugabel, um dich zum scheiterhaufen zu treiben, wegen dem flaschen gefüttere. nur entspannte muttis sind gute muttis. aber verallgemeiner mal nicht so...

Beitrag von kitty0280 29.09.08 - 13:11 Uhr

Flaschenmamis sind aber nicht akzeptiert - nicht in Stillkreisen. Da sind sie versager oder zu faul! DAs dürfte ich mir so oft anhören! Find das sehr gemein, das sich viele Stillmütter als erhaben ansehen!

Beitrag von blue-moon 28.09.08 - 17:43 Uhr

Hallo,

ich finde, Mutter und Kind sollen sich wohl fühlen.
Die einen möchten stillen und können es, andere würden gerne, aber können nicht und wiederum andere möchte aus persönlichen Gründen nicht.
Warum kann es nicht akzeptiert werden, wie es ist?
Ich wurde von unsere Kinderärztin runter gemacht, warum ich nicht anlege. Unser Kleiner bekam abgepumte Muttermilch. Er konnte zwei Tagen nach der Geburt das erste Mal angelegt werden und wollte aber nicht an die Brust, er war da anscheinend schon an die Zuckerlösung gewöhnt, die die Schwestern ihm gegeben hatten. Ich musste mich nicht nur bei der Kinderärztin rechtfertigen und trotzdem habe ich mich bei den Blicken und Äußerungen der Leute schlecht gefühlt, obwohl er ja Muttermilch bekommen hat. Zufüttern mussten wir immer mehr, jetzt bekommt er nur noch die Flasche, aber es geht uns beiden gut. Mir scheint es so, als ob wir beide viel entspannter sind. Und ich finde es echt schade, dass Mütter, die aus ihren persönlichen Gründen nicht stillen möchten so angegriffen werden. Da sieht man mal, dass noch nicht alle tollerant gegenüber der Meinungen anderer sind. Ja, stillen ist das Beste fürs Kind, das möchte auch keiner bestreiten. Aber es gab auch mal eine Zeit, da wurden viele Kinder von Anfang an mit der Flache gefüttert, da wurden die Mütter nicht so gesehen, wie sie jetzt gesehen werden.
Ich find es schade, dass manchmal so heftig reagiert wird, wenn jemand nicht stillen möchte. Warum können wir nicht erstmal nach den "Warum" fragen? Hoffentlich lernen es unsere Kinder ...

Beitrag von schneckerl_1 28.09.08 - 17:55 Uhr

Ich stille, weil ich es schön finde und die Vorteile des Stillens weiß.

Man muß doch nicht aus Pflichtbewußtsein stillen, es ist doch ok, wenn das Kind die Flasche bekommt, wenn man sich beim Stillen nicht wohlfühlt. #kratz



Beitrag von morla29 28.09.08 - 21:41 Uhr

Hallo Alina,

ich hab gestillt, weil wir ein ziemlich großes Allergierisiko haben. Mein Mann hat Lebensmittelallergien (keine Milchprodukte, keine Zitrusfrüchte, keine Tomaten, keine Gewürze außer Salz u. Pfeffer, kein roher Zwiebel, einige Gemüse- und Obstsorten, kein Kaffee) und ich hab Heuschnupfen und Tierhaarallergien.

Bei der Großen hab ich nur Abgepumpt und ihr alles übers Fläschchen gegeben. Sie ging nach einer Woche Intensivstation nicht mehr an die Brust.

Die Kleine konnte ich gut Stillen, aber ich hab auch die ersten vier Wochen gekämpft. Danach hab ich gerne gestillt.

Aber einfacher wär es schon gewesen, gleich Fläschchen zu geben (zumindest für meine Nerven).

Natürlich ist auch Stillen keine Garantie, dass meine Mädels später keine Allergien bekommen, aber ich hab meinen Teil dazu beigetragen.

Aber so schlimm fand ich es auch nicht.

Viele Grüße
Andrea
mit Mona (fast 3) und Tina (16 Monate)

Beitrag von kitty0280 28.09.08 - 22:34 Uhr

Genau wie du hab ich aus lauter Pflchtgefühl gestillt und weil die Schwestern im KH mich ständig rund gemacht haben, warum ich mir nicht mehr mühe geben würde. Hab vier Wochen ununterbrochen geheult, ich war fix und fertig, hatte keinen hunger, konnte nur schlecht aufstehen und hab nichts mehr auf die reihe bekommen. Meine Hebamme hat mir dann eine Pumpe mitgebracht und gesagt ich sollte es erstmal so versuchen, das machte es auch nicht besser. Sie und meine FA haben mir dann unabhängig gesagt das ich es besser mit der Flasche versuchen sollte (hatte da dann schon richtige depresionen, die hab ich bis heute noch!!!), was ich dann auch nach nach gemacht habe. Fühle mich jetzt besser und kann mich viel besser um mein Kind kümmern. Vorher hab ich nur gestill und gewickelt, konnte aber keine richtige liebe für den kleinen empfinden. Heute kann ich nicht mehr ohne ihn und schlepp ihn übrall mit hin.
Ich muß sagen das das Fläschchen unsere beziehunggerettet hat!

Lg

Nadine

Beitrag von ira_l 28.09.08 - 22:50 Uhr

Hallo Alina,

also, ich stille sehr gerne, auch wenn es manchmal anstrengend ist in bestimmten Phasen (ist das mit Fläschchen anders?).

Aber ich ziehe absolut den Hut vor Allen, die es tun, obwohl sie es nicht mögen, denn für die Kleinen ist es einfach das Beste!

Also, weiter so!!

LG Ira mit Nikolas#baby 10 Wochen