Erfahrungsberichte Ausschabung??

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von jessica-1985 28.09.08 - 18:00 Uhr

Hallo Ihr Lieben,
muss morgen leider nach 10 Wochen glücklicher Zeit ins KH,weil unser Baby leider nicht weiter wachsen wollte und keinen Herschlag hat
Körperlich geht es mir eigentlich sehr gut ,keine Schmerzen und keine Blutungen, aber mein Herz ist gebrochen,wie Ihr Euch bestimmt vorstellen könnt.
Zum Glück habe ich einen ganz tollen Mann der mich auffängt und für mich da ist.
Nun habe ich natürlich ganz dolle Angst vor dem was kommt.
Lag noch nie im KH,und erst Recht habe ich noch nie eine Narkose bekommen.

Vielleicht könnt Ihr mir ja ein wenig die Angst nehmen??!!
Habt Ihr irgentwas mit ins Kh genommen (Klamotten technisch oder so...)??
Habt Ihr auch ein scheidenzäpfchen bekommen um den MuMu u öffen?? Ist das unangenehm??

Gruß Jessi

Beitrag von caro_21 28.09.08 - 18:09 Uhr

Hallo liebe Jessi,

ich #liebdrueck dich erst mal ganz lieb! Es tut mir leid, dass du das durchmachen musst.

Ja, ich kann dir berichten, wie es bei mir war... ich hatte wochenlang Schmierblutungen, auf dem US war nichts mehr zu sehen. Also bin ich ab der 8. SSW einmal wöchentlich zum FA zur Blutabnahme. Der HCG ist aber leider nicht gesunken. In der rechnerisch 10. SSW habe ich auf einmal starke Blutungen gekriegt :-(. Dann habe ich bei meiner FÄ angerufen und sollte gleich ins KKH zur AS... ich dachte, das würde mir erspart bleiben. Hatte auch Angst, weil es das erste Mal war, dass ich ins KKH musste.

Also, die Narkose war gar nicht schlimm. Ich habe etwa eine Stunde vorher zwei Tabletten gekriegt. Als ich dann in den OP-Vorraum geschoben wurde, hab ich schon alles nur noch dämmerig mitbekommen. Dann ging alles recht schnell und ich bin schon wieder aufgewacht (war eine Vollnarkose). Habe erst mal geweint, weil auch mir das #herzlich gebrochen ist... irgendwie realisiert man es in dem Moment so richtig...

Schmerzen hatte ich gar keine, nur mein Blutdruck war tagelang im Keller danach. Du musst eine Begleitperson mitnehmen, wenn du danach nach Hause möchtest und musst 24 Stunden unter Beobachtung sein (bei mir waren es meine Mutter und dann mein Freund).

Die Zäpfchen habe ich nicht bekommen, weil mein MuMu durch die Blutungen offen war. Mitgenommen habe ich auch nichts. Aber Hausschuhe wären gut gewesen...

Ich drück dich ganz lieb. Wenn du noch Fragen hast, oder "reden" möchtest, kannst du mir auch gerne eine PN schicken.

Alles Liebe, Caro mit #stern

Beitrag von jessica-1985 28.09.08 - 18:25 Uhr

Danke für Deine Liebe Antwort,
hat mir schon ein wenig geholfen#danke

Beitrag von kokkola 28.09.08 - 18:46 Uhr

hallo Jessica,
es tut mir sehr leid, und leider weiß ich ganz genau was Du durchmachst, weil ich auch erst am Donnerstag eine Ausschabung nach einer Missed Abortion hatte.

Genau wie Du hatte ich noch nie eine Vollnarkose, und natürlich tierisch "Schiß"...naja war dann doch alles nur halb so schlimm
Ich musste um 8.30uhr im KH sein, natürlich nüchtern, um 09.00 uhr bekam ich eine Tablette vor den Mumu gelegt um diesen weichzumachen und eine Branüle in den Handrücken für die spätere Narkose/ Schmerzmittel nach der OP
..danch musste ich erst einmal liegen so ca. 21/2 - 3 Stunden, dann wurde ich abgeholt und in den OP gefahren. Ich habe dem Narkosearzt gesagt das ich noch nie ne Vollnarkose hatte und wir haben noch kurzgeredet während die Op Schwestern schon alles vorbereitet haben...ich sah noch wie sie mir was in die Branüle einspritzten da wurde es mir leicht schwummerig und wegwar ich....
Nach ca. 30 min bin ich auf der Aufwachstation wachgeworden, und wusste im ersten Moment garnicht wo ich bin, ich hatte eine Blutdruckmanschette um den Arm der sich immer von selbst aufgeblasen hat um meinen blutdruck zu messen. Sobald ich wach war kam shon eine Schwester und frage ob ich schmerzen hab, da ich ein leichtes ziehen hatte gab sie mir was über die Branüle und kurz drauf durfte ich wieder auf mein Zimmer. das war so ca. 13 Uhr.
Dort musste ich noch liegen und hatte einen Tropf.
um ca. 15.30uhr durfte ich dann gehen.
Alles in allem war es OK, die Schwestern und Ärzte waren auch sehr einfühlsam.
es ist eine schwere Zeit, aber mir geht es schon wieder sehr gut.
ich wünsche Dir alles gute für morgen, nimm ein Buch oder sowas mit, Kleidung brauchst eigentlich net, ich musste gleich bei ZImmerbezug das OP-hemdchen anziehen (hatte aber auch ne jogging hose und extra T-shirt dabei )

alles gute nochmal für morgen!!!
falls Du noch fragen hast...meld Dich ruhig, hier oder VK!!!
gruss Jessy

Beitrag von hei28 28.09.08 - 19:53 Uhr

Hallo Jessi,

ich hatte die AS am Fr hinter mich gebracht.Hatte das selbe wie Du und tierische Angst vor der OP. Aber jetzt im Nachhinein war es überhaupt nicht schlimm.Ich mußte Fr früh 7.00Uhr in der Klinik sein,nüchtern.Dort haben wir dann ein schickes Nachthemd bekommen und die schicken Strümpfe.Bin nochmal auf Toilette,dann bekamm ich die tablette,die angeblich beruhigen soll. Ca ne viertel Stunde später holten mich die Schwestern und brachten mich zum OP.Sie waren sehr lieb zu mir,hatten großes Verständnis,daß ich weinte.Vorm OP empfang mich dann die OP Schwester,diese versuchte mich auch zu beruhigen,sprach mit mir beruhigend.Danach kam die Anästesistin,diese erklärte mir nochmal alles Schritt für Schritt,danach gings in den OP.Die Anästisistin sprach mit mir beruhigend,spritzte mir was vorsichtshalber gegen Übelkeit ein und dann wurde mir schwummrig und ich schlief.Irgendwann wachte ich dann im Aufwachraum auf.Die Anästistin erkundigte sich,nach meinem Befinden.Es war alles okay.Nach ner Zeit wurde ich von den Schwestern wieder ins Zimmer gebracht.Dort habe ich dann weiter meinen Rausch ausgeschlafen.Irgendwann mußte ich mal aufs Klo,danach konnte ich was essen.Ca 6 Stunden später konnte mich mein Männel abholen.Zu Hause habe ich eigentlich auch wie fast nur geschlafen.Körperlich ist alles bestens bei mir,nur das psychische,das braucht seine Zeit.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute.Du brauchst keine Angst vor der AS haben.

Liebe Grüße,Heike

Beitrag von togram 28.09.08 - 22:48 Uhr

Hallo jessi

auch ich musste vor einem halben Jahr zur Ausschabung mein
#stern Kind hörte mit 10 Wochen auf zu wachsen und es war kein Herzschlag zu hören.
Am schlimmsten war für mich die Voruntersuchung im Krankenhaus...Ultraschall nochmals die Kleine zu sehen ....
Der Rest war dann wie ein Film der an mir vorbei lief......

Was mir Kraft gab war meine Tochter die vor 1 1/2 Jahren als extreme Frühchen auf die Welt kam und mich unheimlich brauchte.An ihr zog ich mich wieder hoch den sie hat viele Komplikationen überstanden und hat einen grossen Lebenswille!!!

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft!!!

LG M.u.S (26 SSW,575g,geb.Nov.06) u.2#stern Kinder