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Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von gartenmarie 29.09.08 - 10:37 Uhr

hallo zusammen, ich wollte euch mal ganz kurz meine geschichte aufschreiben.
im september letzten jahres bin ich trotz spirale schwanger geworden. ich habe bereits eine 5-jährige tochter, die vom gleichen vater wie das zweite kind ist, ich bin beamtin, uns gehts finanziell ganz gut, alle gesund, oma und opa weit weg aber in drei stunden erreichbar. ok, ich also schwanger und ich war wie mit dem hammer vor den kopf gestoßen, ich stand kurz vor einer beförderung, mit einem zweiten kind undenkbar. außerdem war gerade alles so schön eingespielt, meine tochter selbständig und und und. trotz dieser ganzen "optimalen" umstände war ich gegen das kind, bin zum arzt gelaufen, der mir die 5. ssw bestätigte, ach du sch****!
ich bin völlig amok gelaufen, habe dann sofort einen termin bei pro familia gemacht für das berühmte gespräch, und dann einen termin bei einer ärztin zum abbruch, den ich aber nicht wahrgenommen habe, denn ich hatte angst. dann hat mich die ärztin abends zum gespräch bestellt und lange mit mir gesprochen, aber ich war nicht von meinen vorstellungen abzubringen, neuer termin in der 11. ssw. den habe ich dann auch nicht wahrgenommen. obwohl ich mich sau unwohl gefühlt habe, habe ich die schwangerschaft akzeptiert und letztlich im mai meinen sohn bekommen. alle sorgen und gedanken und probleme, die ich habe kommen sehen, sind entweder gar nicht enstanden oder mittlerweile im griff. es ist ganz schön anstrengend, aber es wird besser. "es kommt eh alles anders, als man denkt" bewahrheitet sich.
während ich vorher alle meine freundinnen, die abgebrochen haben, verflucht habe ("wer vö**** kann, kann auch für die konsequenzen geradestehen"), muss ich jetzt sagen, dass ich es verstehen kann, wenn man sich so unglücklich fühlt, dass man diesen schritt geht. obwohl bei mir die äußeren umstände ideal für ein kind sind, war ich kurz davor. was ich eigentlich damit schreiben möchte ist nicht, wie toll es bei mir gelaufen ist, sondern ich glaube, dass man sich diese ängste, die einen zum abbruch führen können, nicht annähernd vorstellen kann, wenn man sie nicht selbst gehabt hat. ob man das ganze moralisch vertreten kann, muss jeder für sich selbst bestimmen, aber ich bitte doch um etwas mehr zurückhaltung, wenn es darum geht, dass sich hier frauen offenbahren, die sich in solch einer situation befinden.:-)

Beitrag von yristow 29.09.08 - 11:14 Uhr

Hallo ich habe dein beitrag eben gelesen und befürworte ihn ich denk da nicht anders.

Beitrag von colaqueen 29.09.08 - 13:54 Uhr

gartenmarie :-)

Ich hab letztes Jahr von Dir gelesen, war zu der Zeit ja in einer ähnlichen Situation, nur dass ich mich für den Abbruch entschieden habe.

Ich finde es schön von Dir zu lesen und das es Dir/Euch gut geht #liebdrueck

Beitrag von snoopyara 29.09.08 - 14:46 Uhr

Hallo Gartenmarie,

schön, dass es bei Dir so geendet hat. Ich habe leider 2003 einen Ab machen lassen. Ich war in einer shit Situation (Aussbildung) und der Partner war sehr übel. Habe die SS schnell gemerkt und mich schnell dazu entschlossen. Mein Glück war sehr wahrscheinlich das es noch aussah wie ein kleines Ei und noch kein Herz schlug, sonst hätte ich es nicht fertig bringen können.

Frauen dafür blöde anzumachen, weil Sie einen Ab hatten, finde ich oft auch ungerechtfertigt.
Das einzigste wo ich selber aus der Haut fahre ist, wenn das ein 2 mal passiert (jetzt nicht die Frauen die trotzt richtig eingesetzter Verhütung Schwanger geworden sind.)

Seit dem ich den Ab hatte, habe ich die "rosa rote Brille" abgesetzt und Verhütet bis ich mir sicher war, dass ich ein Kind in die Welt setzten möchte.

Gruss
Sabine