10 Monate und ausschließlich Milch?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von tiffy35 29.09.08 - 12:09 Uhr

Hallo!

Meine Kleine war ja schon immer eine schlechte Esserin. Jetzt ist sie mittlerweile 10 Monate alt und will immer noch kein Gemüse essen. Ca. 2 Wochen hat sie wenigstens ein halbes Glas Karotte/Kartoffel geschafft, aber auch nur, weil ich ein wenig Obst druntergemischt habe. Nun will sie noch nichtmal mehr ihr heißgeliebtes Obst.

Mit Selberkochen hatte ich keinen Erfolg, Fingerfood will sie auch nicht. Manchmal lutscht sie ein wenig Brot. Das erste Zähnchen ist gerade erst durch.

Ich habe meinen Kinderarzt schon darauf angesprochen und der meinte, dass es wichtig ist, dass das Kind 1x die Woche Fleisch bekommt. Als ich ihm dann sagte, dass sie aber keine Fleischgläschen isst, sagte er, ich solle ihr Mortadella aufs Brot tun. Tjo, mit nur einem Zähnchen geht das natürlich nicht. Wirklich helfen konnte er mir auch nicht, er meinte nur, als Mutter würde ich schon für eine ausgewogene Ernährung sorgen.

Sie trinkt ca. 3 Milchflaschen am Tag, etwas Milchbrei, das wars. Ist das in ihrem Alter wirklich eine ausgewogene Ernährung? Mittlerweile fühle ich mich als Versagerin, weil ich es nicht schaffe, mein Kind zum Essen zu bewegen.

Ansonsten ist sie sehr lebhaft, aktiv, sitzt keine 5 Min. still.

Ich weiß nicht mehr weiter. Breifüttern ist immer ein Kampf. Soll ich mal eine Pause einlegen oder es jeden Tag immer wieder versuchen? Ich will sie ja auch nicht quälen. Hab das Gefühl, alles falsch zu machen :-(

Bin für jeden Tipp dankbar.

LG
tiffy

Beitrag von muffin357 29.09.08 - 12:14 Uhr

Hallo --

also wie ihr die Kurve kriegt, hab ich nicht wirklich einen Tip ...

ich wollte Dir nur kurz berichten, dass der Sohn meiner Freundin bis 1,5 Jahre NULL gegessen hat -- er bekam nur Milch, - ab einem Jahr Kuhmilch mit Schmelzflocken drin ...

dann hat er angefangen Pudding zu essen und Nudelsuppe ... und das wars... und das bis kurz vor seinem zweiten Lebensjahr ... --tja ... gut ist das nicht wirklich, -- aber er hatte und hat null Mangelerscheinungen auf der Ernährungsseite her ... tja: -- der kleine Mann wurde im Februar 2 - er ist jetzt also ... hm ...etwas über 2,5 Jahre alt und er ist bis heute immer noch unter 10 verschiedene Sachen neben seiner Milch und das auch nicht wirklich viel ....

naja -- ein Tip war das nicht, - aber beruhigt Dich vielleicht von der Ernährungsseite her ... er wird sicher nicht krank, wenn das jetzt noch ne Weile weitergehen sollte...

tja ... ich würde halt jede Menge verschiedenes ausprobieren, -- auch vom MIttagstisch ... -- vielleicht findest Du ja bald was, das ihm schmeckt und das er isst....

alles gute
Tanja

Beitrag von kathymami 29.09.08 - 12:42 Uhr

ich kann dir das Buch "mein Kind will nicht essen" von der Lalecheliega empfehlen!
Ich habe auch 1 Jahr vollgestillt....

Beitrag von galli25 29.09.08 - 13:02 Uhr

Mach dir keinen Stress!!

Ich habe voll gestillt, bis mein Sohn 1 Jahr alt war. Das ist überhaupt kein Problem!! Auch mit guter Flaschennahrung nicht!!

Du hast ja keine Wahl, biete immer wieder an, mehr kannst du nicht machen.
Die Kinder entscheiden den Beikoststart selbst. Nur Geduld!
Er wird schon nicht verhungern ;-)

Dass Kinder 1 Mal die Woche Fleisch brauchen ist übrigens Quatsch! Man kann Kinder sehr gut vegetarisch ernähren, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Mach dir also keine Sorgen, biete an, aber lass ihn ansonsten in Ruhe. Essen soll Spaß machen, mach bloß keinen Krampf daraus!
Lass ihn bei Tisch dabei sein, damit er sieht, wie ihr esst.
Probier verschiedenste Rezepte aus. Nur Obst ist auch super!!

Du wirst sehen, eines Tages wird er schon essen.


LG,
Galli

Beitrag von bienemaja1979 29.09.08 - 13:09 Uhr

Hallo,
kauf Dir erstmal unbedingt das Buch " mein Kind will nicht essen" !!! Wenn Du das gelesen hast, siehst alles vieeel lockerer!
Meine Lya ist auch eine ganz schlechte Esserin. Auf Rat unserer HA damals, sollte ich nach dem 4.Monat mit Beikost anfangen - das hat bis zum 8.Monat überhaupt gar nicht geklappt!!!
Danach aß sie ein bisschen zum Mittag, aber begeistert war Lya nicht wirklich.
Auch Obstgläschen usw. wollte sie nicht.
So, seit 5-6 Wochen kann ich jetzt sagen, dass relativ gerne ihr Mittag isst - ABER auch nur 150-160g, mehr will sie nicht und seitdem ich das o.g. Buch gelesen habe, lass ich sie einfach auch. Ich gebe ihr keine Flasche(gegen den Rat unserer KIA) danach, weil sie dann immer das würgen anfing und manchmal auch erbrach. Sie macht dann ganz normal ihren Mittagsschlaf.

Seit 3-4 Wochen bekommt Lya nachmittags auch GOB. Zuerst habe ich alles schön selber angerührt - das wollte sie absolut nicht essen - egal was ich ausprobiert habe. Selber Obstmus gekocht mit Griessbrei(auch Hirse, Haferflocken, Reisflocken, Dinkelflocken) nichts war ihr Recht. Seit 1.Woche gebe ich Lya den GOB aus den Gläschen, z.B. von Bebivita - Apfel,Banane,Zwieback
oder von Hipp - Apfel,Banane,Babykeks.
Davon isst sie 1 Gläschen in 2 Etappen(15h und 16.30h) Sie schafft einfach keine große Mengen auf einmal. Aber bei diesem GOB`s geht das Mündchen immer so weit auf - es schmeckt ihr also.

Abends sollte ich auch schon die Flasche ersetzen, mache ich aber nicht, da sie abends ganz gierig auf ihre Flasche ist und ich es auch nicht schlimm finde ihr die zu geben.
Die hält zwar nicht lange vor und ich muss ihr meistens Nachts noch eine geben, aber egal. Das stört mich nicht.

Was ich Dir Raten würde, nicht jeden Tag Deiner Kleinen den Brei anbieten - sondern nur 1x die Woche und sonst immer die Flasche geben.
Und lese unbedingt dieses Buch.
Und Du bist keine Versagerin nur weil Deine KLeine noch keinen Brei möchte! Es gibt halt Babies die schon ganz früh alles essen und eben Babies wie wir sie haben, die einen ganz dicken Dickkopf haben und einfach noch nicht möchten-keine Veränderung möchten.

Gebe Deiner Kleinen einfach noch Zeit und versuch das so zu akzeptieren wie es ist, sonst ist nur für Euch beide schwer.
Ich habe mir auch immer Gedanken gemacht und manchmal auch geweint, weil es nicht geklappt hat.Aber besser ist es dadurch auch nicht geworden.
Alles Liebe
Maja mit Lya Malin*04.11.07

Beitrag von tiffy35 29.09.08 - 14:23 Uhr

Hallo Maja,

danke Dir, und natürlich auch allen anderen, für die Antwort.

Das beruhigt mich ein bisschen und das Buch werde ich mir auf alle Fälle kaufen.

Ich weine auch viel deswegen, habe letzte Nacht überhaupt nicht geschlafen, weil mir das mit dem Essen ständig durch den Kopf geht. Ich kenne keine Kinder, die so schwierig sind, was Essen betrifft. Deshalb habe ich damit auch überhaupt nicht gerechnet, zumal mein Mann und ich gute Esser sind und auch als Kind früh gute Esser waren (laut der Eltern).

Ich hoffe, das Buch wird mir helfen, alles ein wenig lockerer zu sehen.

LG
tiffy

Beitrag von bienemaja1979 29.09.08 - 20:30 Uhr

Hallo Tiffy,
wir hätten auch nieeee im Leben daran gedacht, dass wir ein Baby bekommen, das mit Essen nichts am Hut hat.
Und wieviele Nächte ich mir damit um die Ohren geschlagen habe, weil ich mir Sorgen gemacht habe.
Jeden Milliliter den Lya getrunken hat habe ich monatelang aufgeschrieben und abends zusammen gerechnet - furchtbar!!!
Jetzt lass ich sie tagsüber einfach, versuche ich Lya mehr unterzujubeln, bricht sie mir ALLES aus. Dann lieber ein bißchen weniger und alles bleibt drin.
Und das was die Lütten tagsüber zu wenig gegessen haben, das holen sie sich Nachts.

Lass Deiner Maus einfach noch die Flasche und versuch ihr ab und an mal den Brei anzubieten. Blos nicht täglich!
Versuch an den anderen Müttern mit Kindern die alles essen vorbeizuschauen. Man kann eh nichts an der eigenen Situation ändern.

Seitdem ich das alles so akzeptiere wie es ist - geht es mir seelisch viel besser.

Und Du kannst Dich gerne über K mal bei mir melden wenn Du quatschen möchtest.

LG
Maja