Wie läuft Eurer Tagesablauf mit besonderen Kindern ab??

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von anastasia01 29.09.08 - 18:13 Uhr

Hallo

Meine Frage steht da ja schon oben. Möchte gerne wissen wie sich Eurer Tagesablauf so ist?? Da ich zwei von der Sorte habe (beide massiv Entwicklungverzögert) habe ich natürlich ne Menge um die Ohren.
Würde mal gerne wissen wie es bei Euch ist vielleicht kann ich mir was abschauen???

Lg Sandra

Beitrag von twokid83 29.09.08 - 19:04 Uhr

Huhu Sandra,

ich glaub abschauen kann man bei uns nichts.

Wir hatten zu den Zeiten als Jerry´s Erkrankung bekannt wurde, grad ein Neugeborenes (also seinen Bruder) und da fing die ganze Rennerei mit den Ärzten ab. 6 Monate später hatte er 1x die Woche einen Termin bei der Frühförderung und sonst lief der Alltag normal ab.
Mit 3,5 Jahren kam er in den Kita und wir hatten noch mehr Diagnose.

Also läuft unser Tag so ab.


6-6.30 Uhr stehen unsere Jungs auf
danach werden sie angezogen, ich mach das Frühstück und den Nachmittagssnack für Jerry´s Kita fertig, mein Mann duscht und danach ich.

7.45-8 Uhr geht es Richtung Kita, wo Jerry bis 16 Uhr bleibt

Ich hab in der Zeit von 8-16 Uhr Nicki allein Zuhause und mach ganz normale Dinge (Haushalt und Spielen)

Um 16 Uhr wurde Jerry entweder von mir oder Mann abgeholt

Dann ist noch 2 Std Spiel und Erzählzeit.

17.30-18 Uhr gibt es Abendbrot, danach wird Zähne geputzt und eine Geschichte vorgelesen und die Jungs verschwinden ins Zimmer, wo sie dann noch ne Weile rumtoben dürfen, bevor sie einschlafen.

Also wir machen keinen Unterschied zwischen Nicki und Jerry und beide "müssen" den gleichen Tagesablauf durchlaufen.

Klar ist einiges schwieriger gewesen bei Jerry, weil er durch die Entwicklungs- und Sprachverzögerung sich nicht so ausdrücken konnte wie sein Bruder, aber wir haben ihn so behandelt, wie ein normales Kind und nur ein wenig mehr Rücksicht auf seine Rückstände genommen.


Lg Jule

Beitrag von anastasia01 29.09.08 - 19:28 Uhr

Huhu

Danke für deine Antwort genau so läuft es auch bei uns ab ;-)
Und behandle auch alle meine Kinder gleich #huepf

Alles liebe wünsche ich Euch #liebdrueck

Beitrag von twokid83 29.09.08 - 19:45 Uhr

Find ich auch wichtig, vorallem wird es dir nicht wirklich was helfen, da eben solche Entwicklungsgeschichten bei jedem Kind verschieden laufen.


Lg Jule

Beitrag von anastasia01 29.09.08 - 19:47 Uhr

Finde es auch so wichtig das man Sie selbstständig so gut wie es geht großzieht ;-) Denn verstehn tun die zwei es ja soweit und es macht Ihnen ja noch Spass

Beitrag von twokid83 29.09.08 - 19:49 Uhr

Na ist doch super, ich denke je älter sie werden um so leichter wird es auch für uns werden.

Jedenfalls merke ich das so bei Jerry.


Lg Jule

die Donnerstag MDK im Haus hat*kotz* wegen Pflegegeld

Beitrag von anastasia01 29.09.08 - 20:08 Uhr

Natürlich haben wir es dann etwas einfacher und es macht ja auch Spass man merkt ja das die es wollen *gg*

Uiii dann drücke ich mal die Daumen das alles gut verläuft wir hatten kein Problem für meine Tochter Pflegestufe II und für meinen Sohn I zu bekommen. Und alle 3-4 Monate kommt dann noch das Rote Kreuz zu uns ob auch die Pflege gesichert ist.

Darf ich Fragen welche Auswirkungen es bei deinem Kind ist?? Meine können nicht #bla Anastasia nur Mama Papa und Baby können sich nicht selber Anziehn manchmal auch nicht ausziehn. Tragen beide noch Pampers. Anastasia kann mittlerweile gut alleine Essen aber das Essen muss ich Ihr noch klein machen Noel sieht danach immer aus wie ein Schweinchen #schwitz Die Motorik ist etwas eingeschränkt können nicht so rennen wie andere Kinder fallen dabei manchmal hin über Hindernisse klettern geht auch schwer halt sowas. Tja jetzt so auf die schnelle fällt mir jetzt auch nichts ein. Ausser das Anastasia oft Tics hat in dem sie Ihre Haare rausreißt um Stress abzubauen. Und Noel manchmal sehr oft aufbrausend ist und wenn der Morgens wach wird immer gegen das Bett tritt und schreit #schwitz

Beitrag von twokid83 29.09.08 - 20:21 Uhr

Frag mich net, normalerweiße sollte das für 2 Jahre sein, laut der Dame und in ihren Gutachten steht 6 Monate:-[

Werden uns die sowieso vorknüpfen weil die nur Müll geschrieben hat und bei wichtigen Dinge reingeschrieben hat, dass Jerry keine Hilfe brauch z.B. Baden, Waschen etc. (er schreit dann ja nur die Bude zusammen und wehrt sich, aber braucht keine Hilfe;-))

Jerry konnte mit 2,5 Jahren kein Ton außer 5 Wörter + Gequietsche, Geschreie etc., jetzt mit Therapien wurde es besser aber er ist immer noch zurück und Außenstehende verstehen ihn schlecht (ok wir öfters auch, wenn er mit 2 Wörtern einen Satz sagen will).
Klogang verweigert er komplett und sagt auch kein Ton wenn er in die Windeln macht, ist dann eher Riechspiel als alles andere.

Abgesehen von seinen kleinen Problemchen, hat Jerry eine Wahrnehmungsstörung, hypertonen Muskeltonus und ein gestörtes Schmerzempfinden.

Was alles aber dank Therapie besser geworden ist, früher schrie er los sobald er irgendwas an den Händen hatte und machte "ähhähh" und zeigte die Hand, er konnte nicht Sand anfassen und krabbelte von der Wiese rückwärts runter.

Jerry hatte ne Zeitlang auch Ticks, z.B. Türen zu machen, sobald sie auf waren, egal wo er musste sie zu machen. Als ich schwanger war und dauernd im Kh lag, hat er sich angewöhnt vorher anzuklopfen bevor er irgendwo rein ging und das immer, egal wo.
Er musste nen gleichen Ablauf haben wenn wir z.B. in die Stadt gegangen sind, gleich Strecke etc.

All sowas, es hat sich vieles gebessert durch die Therapien und momentan verhält er sich ruhiger, kann aber gut noch "austicken" und tut sich dann selber weh.

Er hat momentan eher mehr Probleme mit der Feinmotorik als sonst so. Essen, malen etc. solche Sachen


Lg Jule

Beitrag von anastasia01 29.09.08 - 20:46 Uhr

Oh man echt für nur 6 Monate??? Das ist echt Ärgerlich #liebdrueck
Ja Wahrnemungsstörung haben meine auch wußte doch irgendwas habe ich vergessen und Geistige Retardierung.
Dachte nur meine Kinder wären so mit Rasen oder wenn Sie was an den Händen haben damals ganz extrem auch mit Sand aufn Spielplatz die anderen Eltern hatten mich immer angeschaut schlimm aber wie sollte man sie denn anders langsam dran gewöhnen. Heute bringen sie stattdessen den halben Sandkasten mit #augen

Und die Rituale sind meinen Kindern auch sehr Heilig wenn die die nicht haben oh jee :-( dann kann ich was erleben.

Ich fand das früher so schlimm bei meinem Sohn als er austickte haute er immer mit dem Kopf auf dem Boden #schock und das so oft hintereinander mehr wie 3x hab ich es nicht dulden lassen und meine Mutter hat mir nie gelaubt das er es öfters machen würde weil es ja weh tun würde mhhhh Sie hat es selber Erfahren müssen.

Was bei meiner Tochter auch extrem ist die geht wirklich zu JEDEM hin und will Sie begrüßen manch mal finde ich es ja schön aber je nach Stimmung muss ich das nicht haben das ich mit jedem Spreche und mir die Standartsätze anhören muss :-p

Na ja Kinder halt ;-)
So werde mich jetzt auch zurück ziehn. Danke für deine Antworten ist schön zu wissen das man doch nicht alleine ist #liebdrueck

Lg Sandra

Beitrag von twokid83 29.09.08 - 20:59 Uhr

Macht ja nichts Sandra, ich glaub die Kids werden es auch 1x überleben, wenn wir was vergessen;-)

Hihi ja den halben Sandkasten haben wir bei Jerry auch öfters*g* Vorallem wenn montags der Kita auf den großen Spielplatz geht, dann fischen wir auch öfters was aus der Windel;-)

Das mit der Begrüßung hatten wir auch, Jerry hat wirklich jedem Hallo gesagt#augen, Nicki macht ihm das mittlerweile nach.

Wünsch dir noch einen schönen Abend


Lg Jule

Beitrag von elishababy 05.10.08 - 17:12 Uhr

Hallo,

ich habe vier Kids, meine Älteste (6) ist unser besonderes Kind.
Ich stehe um hlb 6 Uhr auf, rihte die Vesperbrote für meine zwei Großen.
Milena steht meistens selber um 7 Uhr auf, ansonsten muss ich sie wecken. Manchmal sind die anderen auch schon wach.
Dann frühstücken wir erst mal und dann mache ich Milena fertig (wickeln, anziehen, waschen usw.). Kurz vor 8 Uhr kommt ihr Bus, um sie in den integrativen Kiga zu bringen.
Dann kümmere ich mich um die anderen Kids, mache den Großen fertig für den Kiga. Meistens bringt mein Mann ihn hin, er fährt dann gleich weiter zur Arbeit.
Ich mach daheim dann den Haushalt, stille, wickle, surfe ein bißchen im Internet (meistens während dem stillen).
Dann hole ich den Großen vom Kindergarten ab. Daheim erst mal Mittagessen kochen. Aufräumen. Mit den Kids spielen. Wickeln, stllen, Raphael aufs Klo schicken.
Milena kommt zu unterschiedlichen Zeiten heim. Ich schaue mit ihr erst den Ordner an, in dem vermerkt ist was sie alles so gemacht hat. Dann gibts was zum naschen.
Dann ist es unterschiedlich, die Kinder spielen, oder Raphael geht zur Rhythmikgruppe.
Ca. 18 Uhr gibts Abendessen, danach umziehen, wickeln, Zähneputzen, Abendritual und um ca. 19. 15 müssen sie ins Bett.

Eigentlich läuft bei uns alles "normal", selbst beim wickeln wird niemand benachteiligt, sie werden alle noch gewickelt, auch mit 6 und 4 /2 :-[.
Und das Milena nicht in den Kiga am Ort ist. Und bald wieder zur Ergo muss. Und morgens und abends Orfiril bekommt. Und halbjährlich zur Kontrolle nach Stuttgart in die Kinderklinik muss.

Nur mein Kleinster (3 Monate) hält sich noch nicht so an die Schlafengehzeit aber sonst hat sich alles schön eingespielt.

LG Irene