Teilung eines gemeinsamen Hauses...

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von angelaangela 29.09.08 - 19:12 Uhr

Ich habe einen Fehler gemacht, und bitte nicht die Dummheit kommentieren. Ich habe mit drei anderen ein Haus gekauft, nach dem Prinzip "alles gehört allen". Die Bauart legte es nahe, und jetzt wollen wir wie vertraglich vereinbart die Trennung in Eigentumswohnungen vornehmen.

Hat jemand schon mal Ähnliches gemacht? Gibt es interessante Bücher/Adressen? Das ist der eine Teil meiner Frage.

Das eigentliche Problem sind für mich allerdings massive Einschüchterungsversuche eines der Mitbewohner. Das will er selbst natürlich nicht wahrhaben, er geht sogar damit hausieren, dass er "nötigungsfreie Kommunikation" betreibt. Seine neueste Idee ist ein Stacheldraht mitten im Garten, wenn man nicht tut was er will.

Er hat auch schon mal grundlos Möbel zerschmissen in einem Wutanfall etc. - um drei Uhr morgens, ich war im 9. Monat schwanger und bin davon aufgewacht.

Ich halte den Guten mittlerweile für einen Psychopathen.

Er hat diese Hausteilung nun jahrelang verschleppt, nun plötzlich will er sie sofort und zu seinen Bedingungen.

Ich befürchte, dass diese Sache mit Anwaltsbeteiligung sogar länger dauern könnte. Leisten kann ich m ir´s auch nicht.

Tja, bei diesem längeren zweiten Teil weiß ich auch nicht recht, was ich von euch will - vielleicht eine Idee, wie man mit einem umgehen soll, der nur seine Wut kennt und sich niemals die Frage stelllt, ob er im Recht ist.

Beitrag von schokobine 29.09.08 - 21:04 Uhr

Hi,

verstehe ich das richtig, du möchtest wissen, wie so eine Umwandlung in Teileigentum vor sich geht? Erster und Hauptansprechpartner ist ein Notar. Der erklärt Dir/Euch alles weitere. Ihr braucht einen von der Gemeinde (Katasteramt) genehmigten Teilungsplan, der dann zusammen mit der Teilungserklärung und dem entsprechenden Antrag dem Grundbuchamt vorgelegt wird. Dort wird dann aus dem bislang gemeinsamen Eigentum Wohnungs- bzw. Teil- und Sondereigentum.

Tja, zu deinem anderen Problem... Auch da kann dir wohl nur ein Jurist weiterhelfen... "Zu seinen Bedingungen" - damit dürfte er u.U. einige Schwierigkeiten haben, denn der Teilungsplan muss - wie gesagt - nicht nur von den zuständigen Behörden genehmigt werden UND mit der Baugenehmiung vereinbar sein sondern er muss auch von ALLEN Eigentümern zusammen und in gegenseitigem Einverständnis erstellt worden sein. Auch der Antrag auf Teilung muss natürlich von allen gestellt werden. Da hat einer allein nicht mehr und nicht weniger zu sagen, als alle anderen. Vorausgesetzt, Ihr seid alle Eigentümer zu gleichen ideellen Anteilen. Ist das so?

Also, wie gesagt: anwaltliche Hilfe holen! Evlt. kannst du Prozesskostenhilfe beantragen, auch das sagt dir der Anwalt/Notar.

Abgesehen davon würde ich mir ernsthaft überlegen, ob du mit diesem - wie du ihn nennst - Psychopathen überhaupt noch unter einem Dach wohnen willst. #kratz Vielleicht kannst du deinen Anteil an die anderen Eigentümer veräußern und hast dann deine Ruhe? Denn auch wenn ihr in Euren geteilten Wohneinheiten sitzt, werdet ihr euch miteinander verständigen müssen, über z.B. die gemeinsam zu nutzende Sodernutzungsrechte an den Zuwegen, Gärten, Stellplätzen o.ä.

Das würde ich mir echt überlegen..... #gruebel

Viel Glück für den weiteren Verlauf der Dinge... ;-)

LG Sabine

Beitrag von joulins 29.09.08 - 21:15 Uhr

Hallo Angela,

zum rechtlichen Teil hat Schokobine schon Auskunft gegeben. Zur Umwandlung in Sondereigentum geht kein Weg um einen Notar herum.

Ich würde mir jetzt allerdings auch überlegen, ob ich mit so jemandem (und noch dazu bald mit Baby) zusammen in einem Haus leben möchte. #gruebel

Ist dein finanzieller Anteil aus dem gemeinsamen Eigentumserwerb schon abgegolten? Käme für dich ein Teilverkauf überhaupt in Frage? Bist du mit dem Miteigentümer verwandt?

Du wirst sicher wissen, daß du auch nach erfolgreicher Aufteilung in Teileigentumseinheiten mit dem Mann in einer Eigentümergemeinschaft bist, deren Stimmanteil er zu 25% hält - also der Ärger wird in abgewandelter Form weitergehen.

Bist du rechtsschutzversichert? Dein Fall ist ja insofern fern des Baurisikoausschlusses, als das Haus bereits steht - also könntest du bei bestehender RSV ab sofort die Kommunikation komplett über den Anwalt laufen lassen.

Sehr schwierig. Ich könnte das nicht. Ich würde mich fühlen wie das Kaninchen vor der Schlange - ich wäre dann nur noch am Reagieren, nicht mehr am Agieren.

Alles Gute!
Joulins