Umfrage: Wie wichtig sind euch feste Rituale im Altag??

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von hsi 29.09.08 - 22:29 Uhr

Hallo zusammen,

ich möchte jetzt gerne mal eine Umfrage starten und hoffe auf viele antworten.
Ich habe mich gestern mit einer Freundin getroffen und das was sie uns erzählt hat, da hab ich teilweise echt nicht gewusst was ich sagen soll. Sonntags schlafen sie immer bis 11-12 Uhr #schock, trotz Kind, das Kind liegt immer erst um 22 Uhr im Bett (18 Monate), wird geweckt wann es den Eltern passt, mal um 9 Uhr, mal um 6 Uhr, feste Essenzeiten gibt es dort auch nicht, es MUSS dann gegessen werden, wann es den Eltern bzw. der Mutter passt. Ich finde das schrecklich, jeder weiss doch eigentlich, das es für ein Kind wichtig ist, einen festen Rythmus zu haben an dem es sich orentieren kann und nicht einfach alles so gemacht wird wie die Eltern gerade bock haben!
Meine Kids haben ihre Zeiten wo sie ins Bett kommen, ihre festen Zeiten zum essen die sich auch mal um ne halbe Std. verschieben können. Klar gibt es auch mal "ausnahmen" wo sie mal länger wach bleiben dürfen, aber die kommen selten vor.
Bin mal auf eure Meinung gespannt.

Lg,
Hsiuying + May-Ling 2 J. & Nick 15,5 M.

Beitrag von cami_79 29.09.08 - 22:34 Uhr

Also unser Alltag läuft "runder" wenn ich mich an einigermaßen feste Zeiten halte.

Ausnahmen gibts dennoch, vorallem am Wochenende abends. Da ist der Zwerg dann manchmal auch poch nach 22.00 Uhr wach (normal geht er zwischen 8 und 9 ins Bett) weil Besuch da ist und er mit denen schäkert. Auch wenn wir auf große Feste eingeladen sind, lass ich alles durcheinander laufen. Er verträgt das aber recht gut und kommt die Tage danach wieder in einen guten Rhythmus.

Schlimm finde ich persönlich nur, wenn die Zwerge nicht regelmäßig mit Flüssigkeit und Nahrung versorgt werden und Liebe brauchen natürlich alle Kinder - egal zu welcher Zeit. #sonne

Beitrag von iom_24 29.09.08 - 22:37 Uhr

Hi.
Solche Eltern kenn ich auch zur Genüge, die meinen das Kind habe sich nach denen zu richten, was ich echt krass finde. Ich persönlich bin ein absoluter Rythmus-Freak, wir machen fast jeden Tag alles um die gleiche Zeit, und das ist gut so. Jedes Mal wenn unser Rythmus durch irgend etwas durch einander gebracht wird, gibt´s mit Finn nur Theater, vorallem wenn es ums schlafen geht. ich denke er braucht das einfach, und ich persönlich richte mich gern nach meinem Sohn, hab den Mutterschutz ja schließlich um für ihn da zu sein.

Lg Yvonne

Beitrag von raichu 29.09.08 - 22:46 Uhr

Bei uns ist es weder so "wild" wie bei deinen Bekannten, noch haben wir so strikte Rituale.
An KiTa- und Arbeitstagen geht es nicht anders, da geschieht alles zu seiner festen Zeit.
Aber an den Wochenenden läuft es anders und dafür sind gerade Sonntage meiner Meinung nach auch da.
Ich stehe in der Woche um 6:15h auf, mein Mann und Emi um 7:30h. Am Wochenende verschiebt sich das alles etwas nach hinten, auch Emilia schläft dann von sich aus länger. Lang heisst dann übrigens bis 8-9h und dann kuscheln wir noch, was ich sehr geniesse weil ich ja sonst früh raus muss und dann alle noch schlafen.
Essenszeiten haben wir auch feste, aber bei uns heisst das nicht Punkt 19h, sondern zwischen 19 und 20:00h.
Menschen sind unterschiedlich und ich denke, jede Familie muss sehen, wie es für Alle am besten passt, je nachdem, wie die Familienmitglieder es besser schaffen und wie sie es im Alltag brauchen. Wir haben noch 2 Teenies im Haushalt und mein Mann hat ganz andere Arbeitszeiten als ich, das ist manchmal nicht so einfach, alle an einen Tisch zu kriegen#schwitz
Aber bis 11h schlafen schaffe ich nur noch, wenn ich krank bin....

LG Anja mit Emi, 13 Monate

Beitrag von tauchmaus01 29.09.08 - 22:50 Uhr

Im Grunde ist bei uns alles sehr regelmäßig, aber nicht versteift, unser Leben ist einfach so.

Unter er Woche um 7 aufstehen und ganz gemütlich frühstücken, dann in den Kindergarten...

Gegen 13 Uhr Mittag essen.
meistens ein kleines Mittagsschläfchen.

18:30 Abendbrot (zwischendurch ein Snack)

und ins Bett gehen ist bei uns sehr unterschiedlich und kommt darauf an ob es Mittagsschlaf gab, wie die Kinder drauf sind usw.
Kann 20 Uhr sein, kann auch 21 Uhr sein (wenn wir mal wieder alle bei Mensch ärger Dich nicht gewinnen wollen....

AM Wochenende zeichnet sich seit neuestem ein neuer Trend ab ! Die Kinder wollen uns ausschlafen lassen....so bis halb Neun halten sie durch, dann knurrt der Magen so laut, dass ich per Express, das Frühstück auf den Tisch zauber.

Meine Kinder haben oberste Priorität....Hunger kann nicht warten und ist echt schlimm.....

Als Eltern hat man die Pflicht die Grundbedürfnisse der Kinder in den Vordergrund zu stellen. Ich denke wenn die Kinder dann etwas älter werden, dan dürfen sie gerne mal den Tisch morgens decken...aber dann wird aufgestanden und gemeinsam gegessen.

Mona

Beitrag von fritzeline 29.09.08 - 22:54 Uhr

Hi,
wir haben auf jeden Fall auch einen "groben" Rahmen, in dem sich das alles abspielt, aber wir richten uns nicht sklavisch danach.
Ziad schläft mit im großen Bett und kann normalerweise solange schlafen wie er möchte, ob das nun 6 oder 9 Uhr ist. Gefrühstückt wird bis allerspätestens 10 Uhr, und entsprechend verschiebt sich dann ggf. auch das Mittagessen. Abends hat es sich ziemlich gut eingependelt, dass er gegen 20 Uhr schläft. Aber es kann auch durchaus mal ein-zwei Stunden später sein, je nachdem, was so los ist (Besuch, Papa spät zuhause o.ä.)

Also kurzum: Regelmäßigkeit ist durchaus wichtig für die Kleinen. Aber es schadet auch nicht, wenn sie etwas Flexibilität kennenlernen ;-) (und die kann sich sowohl nach ihren eigenen Stimmungen und Befindlichkeiten richten, als auch nach denen der Eltern)

Beitrag von haferfloeckchen 29.09.08 - 22:56 Uhr

Hi,

also wir haben schon einen relativ guten Rhythmus (bis auf Tage, wo sie krank ist und alles anders läuft;-)).

Morgens wird Maya so ziemlich jeden Tag um 8 wach, ab und an auch später, oder auch mal um 7, aber in der Regel halt 8. Dann gibts Frühstück,danach wird gespielt. Um Punkt 12 gibts Mittagessen, sie hat auch wirklich immer genau dann Hunger, also quengelt so um kurz vor 12.
Danach wenn ich Glück hab macht sie nen Mittagsschlaf, ca 1 Std., oder auch mal 2.
Dann gibts nen Snack und wir machen, was so auf dem Programm steht.
Um Punkt 18 kriegt sie Abendessen und wandert dann ins Bett.
Ich muss aber auch sagen, wenn sie sonntags um 7 wach wird, steht meistens mein Mann auf und ich penn tatsächlich bis 10 oder 11, denn ein bißchen was gönn ich mir auch mal.;-)

Ich finde jedenfalls den Rhythmus gut, wir werden oft saublöd angeguckt deswegen, aber ich sehe an Maya, dass ihr das gut tut. Sie ist recht ausgeglichen und ich denk schon, dass das auch an den festen Zeiten liegt.

lg

Beitrag von perserkater 29.09.08 - 23:06 Uhr

Hallo

wir haben einen Grundrahmen, feste Essenszeiten aber keine überflüssigen Rituale. Dafür hab ich oft keine Zeit und mein Sohn nicht wirklich Lust. Also ich mein speziell Abends, die Zubettgehzeit ist zwischen 19.00 und 21.30 Uhr. Da richte ich mich nach seiner Müdigkeit. Er muss nicht nach der Gute-Nacht-Geschichte schlafen, die haben wir noch nicht, kommt aber hoffentlich bald:-)

Grüßle
Sylvia

Beitrag von bine3002 29.09.08 - 23:34 Uhr

Unser Alltag ist auch sehr viel geregelter als der, den Du beschreibst.

Allerdings denke ich, dass es jeder Familie selbst überlassen bleibt, wie sie ihren Alltag gestaltet. Ich glaube, dass nicht allein die Tatsache, ob der Tagesablauf geregelt abläuft oder nicht, für eine positive Entwicklung der Kinder wichtig ist.

Und ich möchte gerne mal anmerken, dass auch ein allzu geregelter Tagesablauf manchmal eine Last sein kann. Eine Freundin musste z. B. immer um Punkt 7, 12 und 18 Uhr ihre Mahlzeiten einnehmen. Das ist ihr so in Fleisch und Blut übergegangen, sodass sie sich sogar um 12 noch Mittagessen gekocht hat, als sie schon längst ausgezogen war. Irgendwann fragte sie sich: Warum mache ich das eigentlich, ich habe gar keinen Hunger?!? Seitdem lebt sie ein absolut chaotisches Leben, ist aber glücklich dabei. Was solls?

Beitrag von josili0208 29.09.08 - 23:42 Uhr

Durch Schule und Arbeit läuft bei uns zwangsweise alles "nach Plan". Was Deine Freundin macht, finde ich furchtbar, aber so wirklich plantreu sind wir auch nicht. Vor allem am Wochenende sind wir relativ flexibel. Wir stehen auf, wenn der Kleine aufwacht. Er geht schlafen wenn er müde ist, glücklicherweise hat er von Geburt an ziemlich feste Zeiten und man kriegt ihn eigentlich um 21Uhr ohne Probleme ins Bett. Wobei ich sagen muss, dass wir in Portugal leben und auch erst gegen 20Uhr abendessen. Aber oft essen wir auch unterwegs, kaufen abends ein oder sind eh den Tag unterwegs. Ich finde es nicht falsch, die Kinder auch ein wenig flexibel zu "erziehen", meine Erfahrung ist nämlich dass man sich selbst das Leben schwer macht wenn ein eintrainierter Rythmus ins Wanken kommt und alle in Panik ausbrechen weil das Kind ausser Haus nicht schläft oder pünktlich um 12 sein Mittagessen braucht #augen
lg jo

Beitrag von dia111 30.09.08 - 07:11 Uhr

Hallole,

feste Zeiten zum Essen gibt es bei uns eigentlich auch nicht.Es kommt immer darauf an, wie lange die Kleine Mittagschlaf macht(meistens vormittags) und wann ich fertig bin mit Kochen.

Aber Abends,
die Kleine(13,5mon) geht um 18h-18:15h ins Bett (sie ist da einfach müde,da sie auch nicht so lange Mittagschlaf macht) wir singen noch 1-2Liedchen.
Die Große(29mon) geht nach dem Sandmann ins Bett so gegen 19h, da lesen wir noch eine gute Nacht Geschichte und singen ein Liedchen und dann wird geschlafen.

Auch zum Zähneputzen und waschen haben wir ein sogenanntes Ritual, morgens macht das Mama (ist ja klar) und abends ist der Papa dran.

Morgens schlafen meine Mäuse bis 7uhr, dann stehen wir auf, machen Frühstück und dann gehts ins Bad.

Lg
Diana mit Chiara Michelle 29mon+Alessia Sophie 13,5mon

Beitrag von tapir 30.09.08 - 09:01 Uhr

hallo hsiuying,

also so schrecklich finde ich das nun nicht, ich kann mir nicht vorstellen, daß das kind immer zu total unterschiedlichen zeiten geweckt wird.
und sooooo genau nehmen wir es auch nicht.
am wochenende schlafen mein mann und ich auch gerne bis 9 oder bis 10 (falls unser kleiner so lang schläft), dafür geht er dann halt abends später als sonst ins bett. es schadet ihm nicht und was schlafen angeht ist er sowieso total unkompliziert. manchmal macht er einen mittagsschlaf, wenn der vormittag anstrengend war weil wir viel unterwegs waren, manchmal ist er nicht müde und bleibt eben wach.
die essenszeiten können auch um eine stunde variieren, wobei er schon sagen kann wenn er hunger hat und danach richten wir uns natürlich auch.
feste rituale gibt es trotzdem genug, z.b. wird nach dem aufstehen morgens erstmal ausgiebig geschmust (wenn wir termine haben wecke ich ihn dafür extra früher, weil er darauf nicht verzichten möchte) und wir lassen den tag ganz gemütlich angehen. ein weiteres festes ritual ist das schlafengeh-ritual. wir gehen mit ihm in sein zimmer, lesen noch ein buch, putzen die zähne, dann gibts ne frische pampers und den schlafsack an und dann schaukeln wir noch mit ihm im arm im schaukelstuhl, das liebt er über alles. irgendwann nach ca. 10 minuten sagt er von alleine "bett!".
ich persönlich finde es nicht wichtig, sich stur an einen bestimmten tagesablauf zu halten und finde da auch die einstellung der südländer besser, bei denen kinder abends auch mal länger wach bleiben dürfen. wenn wir z.b. abends essen gehen kommt unser kleiner mit und geht dann eben erst gegen 10 oder auch mal halb 11 abends ins bett - na und? er hatte nie einschlaf-/durchschlaf- oder sonstige schlafprobleme.
denke, schlecht ist es nur, wenn ein kind gar keine ahnung hat, wie der tag abläuft, weil es jeden tag total anders ist. einen gewissen rahmen sollte man sicherlich haben. aber viel ergibt sich doch einfach von selbst und ausnahmen sind bei uns gar nicht so selten!

lg, t.

Beitrag von eifelkind 30.09.08 - 10:18 Uhr

Hallo Hsiuying!

Also wir haben schon einen ziemlich festen Tagesablauf, von dem ich auch nur sehr ungerne abweiche.

Die Mäuse stehen um 9 Uhr auf - anziehen und frühstücken. Wach sind sie bis ca 13 Uhr. In der Zeit wird dann gespielt, wie gehen raus oder sonstiges. Dann halten die beiden ihren Mittagsschlaf... ca. 2 Stunden und danach machen wir Erledigungen, gehen in die Spielgruppe, treffen Freunde. Abends gegen 19:30 Uhr ist dann Zeit fürs Bett.

Nun müssen wir uns allerdings ein bisschen umstellen da Dominik ab morgen für 2 mal in der Woche in den Eingewöhnungskindergarten geht.

Ich finde einen festen Tagesablauf sehr wichtig. Natürlich gibt es auch bei uns immer mal Änderungen und Ausnahmen - aber eher selten. Für mich selbst ist der Rhythmus auch sehr wichtig, weil ich so auch meine Termine gut planen kann. Ausserdem sind wir abends eigentlich "froh", wenn die Jungs schlafen und wir unsere Ruhe haben... undenkbar, dass die bis 22 Uhr zwischen uns rumhüpfen.

Liebe Grüsse
Astrid mit Jungs

Beitrag von elke77 30.09.08 - 10:29 Uhr

Ich versuche auch, die meisten Tage nach einem möglichst ähnlichen Rhythmus zu gestalten.
Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass dadurch "Ausnahmen" fiel leichter weggesteckt werden als anders herum.
LG, Elke