verpflichtung arbeitgeber?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von mesiala1980 29.09.08 - 22:59 Uhr

hallo liebe mit kugelies,
hab in letzter zeit schön öfter hier gepostet und hoffe auch diesmal auf eure hilfe. also bin heute 9+2 weiss aber schon seit 5+0 das ich schwanger bin. so da ich aber auf keinen fall vor der 12. woche etwas auf arbeit sagen möchte da ja doch noch was passieren kann würde es mich interessieren was ich, wenn ich es dann sage werde vorlegen muss. also könnte man auch sagen das man es noch nicht so lange weiss und bla bla da ich immer dachte man bekommt so ne bescheinigung wo die aktuelle ssw draufsteht und der voraussichtliche entbindungstermin. denn sonst wär es ja schon sch.... denn ich möchte auf keinen fall zugeben müssen das ich es schon länger weiss..... hat ja jemand von euch erfahrung?
danke für eure antworten
mfg mesiala mit #ei inside 9+2

Beitrag von widowwadman 29.09.08 - 23:05 Uhr

Wie lange Du das schon weisst geht deinen AG gar nix an und ein ordentlicher AG würde das auch nicht in Frage stellen.

Beitrag von myimmortal1977 29.09.08 - 23:39 Uhr

Rein rechtlich musst Du es Deinem AG nach Bekanntwerden sagen.

Es sagen die wenigsten Leute in der früh SS. Es wird Dir auch niemand einen Strick draus drehen, wenn Du es später sagst.

Ich habe es unserem Personalleiter sofort gesagt, ich glaube in der 6. Woche. Aber es waren auch besondere Umstände, Firmenteilumzug in eine andere Stadt etc.

Ich bat aber darum, die offizielle Bekanntgabe erst nach der 12. SSW machen zu dürfen. Wo meine direkte Vorgesetzte in Kenntnis gesetzt wurde.

An dem Tage habe ich eine Kopie des MuPas an meine Firma geschickt. Das reichte denen. Ich bekam auch sofort eine Bestätigung über meinen letzten Arbeitstag vor MuSchu.

Also, mach Dir keinen Kopf.... Moralisch ist das vertretbar, wenn Du es später sagst, vom Gesetz her nach Bekanntwerden.

Alles Gute!

Janette



Beitrag von nisivogel2604 30.09.08 - 07:33 Uhr

Hallo,

sie MUSS rein rechtlich gar nichts sagen, guck mal hier:
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Mitteilungspflicht, ärztliches Zeugnis


(1) Werdende Mütter sollen dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist. Auf Verlangen des Arbeitgebers sollen sie das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme vorlegen. Der Arbeitgeber hat die Aufsichtsbehörde unverzüglich von der Mitteilung der werdenden Mutter zu benachrichtigen. Er darf die Mitteilung der werdenden Mutter Dritten nicht unbefugt bekanntgeben.


(2) Für die Berechnung der in § 3 Abs. 2 bezeichneten Zeiträume vor der Entbindung ist das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme maßgebend; das Zeugnis soll den mutmaßlichen Tag der Entbindung angeben. Irrt sich der Arzt oder die Hebamme über den Zeitpunkt der Entbindung, so verkürzt oder verlängert sich diese Frist entsprechend.


(3) Die Kosten für die Zeugnisse nach den Absätzen 1 und 2 trägt der Arbeitgeber.


LG Denise

Beitrag von myimmortal1977 30.09.08 - 09:03 Uhr

Guten Morgen Denise,

dann schau mal hier, wie das SOLLTE ausgelegt werden KÖNNTE!

http://www.mutterschutz.ws/schwangerschaft-mitteilungspflicht/mitteilungspflicht-frau.html

Da man nicht bei jeder weiß, in was für einen Beruf diejenige arbeitet.... Es kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, wenn man es nicht sofort tut.

Bestimmte Berufsgruppen und Arbeitgeber haben ein Interesse daran, es sofort wissen zu müssen.

#herzlich, Janettchen + Jannes



Beitrag von nisivogel2604 30.09.08 - 09:45 Uhr

wie da so schön steht: das ist keine durchsetzbare Rechtspflicht.

Wenn der Arbeitgeber die Schwangere dann tatsächlich verklagen würde, müsste er ja wohl erstmal beweisen, dass der Aufwand um Ersatz diese Aufwendigkeit bei einer früheren Mitteilung nicht mitsich gebracht hätte. Da das wiederum fiktiv ist, kann es nicht als Basis eines Urteils herhalten.

Mir wollte man auch so einen Strick drehen, weil ich Teamleiterin war und erst in der 20. Woche was gesagt habe. es ist für den Arbeitgeber einfach nicht durchsetzbar. und es soll ja auch schwangere geben, die die ss nicht bemerken ;-);-)

lg denise

sorry für die fehler, aber mein sohn ist grad auf meinem schoß

Beitrag von myimmortal1977 30.09.08 - 10:40 Uhr

Jau, jau, die deutsche Rechtslage ist so wie so manchmal etwas kompliziert.

Fazit: Steht das Wort SOLLTE in der Rechtslegung, SOLLTE JEDER FÜR SICH prüfen, ob der eigene AG ein begründetes Interesse haben könnte.

Ich denke auch selbst, dass es tatsächlich nur für AG's interessant sein könnte, wo die Schwangere von Anfang an einer Gefährdung ausgesetzt sein könnte.

Tut mir leid für Dich, dass sie Dir daraus was drehen wollten.....

Da bei uns damals der Umzug meiner Abteilung bekannt war und der Umzug in der 23. SSW meiner SS stattgefunden hatte, wurde mir von einem RA geraten, um Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen, es schnellstmöglich zu sagen.

Denn Umzug bedeutet (fast) auch immer Rationalisierung. Da wurde auf jeden "Fehler" gelauert.

Wünsche Dir noch einen wundervollen Tag :-)

Alles Liebe, Janette

Beitrag von nisivogel2604 30.09.08 - 13:07 Uhr

Ja, es gibt viele Gesetze, die sich so oder so auslegen lassen oder sich sogar völlig widersprechen. Entrümpeln wär mal was, aber da erfindet man lieber ein neues um das alte ausser Kraft zu setzen. #augen

Ich glaube viele Arbeitgeber lauern da insgeheim auf Fehler. Leider.

Dir auch einen schönen Tag.

LG Denise

Beitrag von myimmortal1977 30.09.08 - 14:27 Uhr

Hier gibt es nochmal was zum Lachen... Nicht nur in Deutschland gibt es was zu dem Thema zu sagen....

Schauen wir mal rüber in die USA........

http://www.123recht.net/Unsinnige-seltsame-dumme-lustige-und-interessante-Gesetze__a3133.html

Viel Spaß und hoffentlich einen Grund zum Lachen....

Beitrag von cathy1977 30.09.08 - 07:06 Uhr

Hallo,

du mußt zunächst keine Bescheinigung vorlegen, schon gar keine Kopie vom Mutterpass.. Wobei man ja auf einer Kopie Stellen schwärzen könnte, was geht den Arbeitgeber den Tag der letzten Regel an #kratz... egal.
Zudem kann sich dein voraussichtlicher Entbindungstermin noch ändern (z.B. wenn das Baby größer/kleiner ist als die zunächst errechnete SSW es hergibt...).
Verlangt der Arbeitgeber eine Bescheinigung über die Schwangerschaft, so hat er laut Mutterschutzgesetz diese zu bezahlen. Dein Frauenarzt stellt dir dann einen extra Zettel aus.
Und von wegen sagen müssen, da bin ich mir nicht sooo sicher. Klar sollte man früh Bescheid sagen (bezüglich des Schutzes der werdenden Mutter), wenn man aber in einem Bereich ohne sonderliches Risiko arbeitet, wird keiner zu früh die Schwangerschaft bekannt werden lassen. Ich hab in der 13.Woche gesagt, was Sache ist (arbeite in einem Bürojob).

LG Cathy

Beitrag von nisivogel2604 30.09.08 - 07:32 Uhr

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Mitteilungspflicht, ärztliches Zeugnis


(1) Werdende Mütter sollen dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist. Auf Verlangen des Arbeitgebers sollen sie das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme vorlegen. Der Arbeitgeber hat die Aufsichtsbehörde unverzüglich von der Mitteilung der werdenden Mutter zu benachrichtigen. Er darf die Mitteilung der werdenden Mutter Dritten nicht unbefugt bekanntgeben.


(2) Für die Berechnung der in § 3 Abs. 2 bezeichneten Zeiträume vor der Entbindung ist das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme maßgebend; das Zeugnis soll den mutmaßlichen Tag der Entbindung angeben. Irrt sich der Arzt oder die Hebamme über den Zeitpunkt der Entbindung, so verkürzt oder verlängert sich diese Frist entsprechend.


(3) Die Kosten für die Zeugnisse nach den Absätzen 1 und 2 trägt der Arbeitgeber.


Du MUSST GAR NICHTS. Du solltest, weil du halt sonst auch nicht die Rechte des MuSchuGesetzes nutzen kannst. Du musst auch keinen Mupa vorlegen. Das ist ein persönliches Dokument, in das du NIEMANDEM einen Einblick gewähren musst. Attest vom Arzt reicht.

LG Denise

Beitrag von lexa8102 30.09.08 - 08:00 Uhr

Hallo Mesiala,

du musst ja nicht ehrlich sein, wenn du gefragt wirst, seit wann du es weißt.

Ich habe nur eine Kopie des Termins aus dem Mutterpass abgegeben. Der AG kann aber auch ein Attest des Arztes anfordern (muss dann aber auch die Kosten dafür tragen).

Vg Lexa