Rüde gehen lassen?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von phantasyy 30.09.08 - 10:23 Uhr

Hallo,

die Tierklinik diagnostizierte bei unserem Rüden(ca.12+J.) Arthrose. Das ist es nun doch nicht sondern schwere Arthritis.
Er hat starke Schmerzen beim Aufstehen und laufen, winselt nur noch. Er tut mir so leid.
Er bekommt nun Antibiotika und ein Schmerzmittel.

Er kann auch den Urin nicht mehr halten und bekommt schlecht Luft (Herz/Lunge ok).
Ich muss heute nachmittag nochmals zum TA.

Er spach mich darauf an ihn eventuell einzuschläfern wenn es nicht besser wird.
Ich weiß nicht was ich machen soll. Es gibt Tage da geht es ihm gut und das lässt mich hoffen. Jetzt liegt er wieder nur da und kann sich kaum umdrehen.

Ich bin nicht so recht sicher die richtige Entscheidung zu treffen. Ich lieb den kleinen Kerl so.

Wie würdet ihr entscheiden?

Danke und LG Phanta

Beitrag von krokolady 30.09.08 - 10:31 Uhr

Wenn es so ist das er den Rest seines Lebens überwiegend Schmerzen hat würde ich ihn erlösen, auch wenns schwer fällt

Beitrag von tauchmaus01 30.09.08 - 10:37 Uhr

Um ein Tier gehen zu lassen,
braucht man eine gehörige Portion Liebe.

Du hast diese Liebe in Dir,
lass Deinen Kumpel nicht leiden, Hund leben oft nur noch wegen ihrer Besitzer, sie merken dass diese nicht loslassen wollen.

Gib ihn frei, nur noch den ganzen Tag Schmerzen.....das hat er nicht verdient!

Mona:-(

Beitrag von sanso 30.09.08 - 11:09 Uhr

Mich Tauchmaus voll und ganz anschliessen kann.
Es ist schwer aber es ist auch schwer ihn leiden zu sehen.
Drück dich ..kann es nachvollziehen,das es keine leichte Entscheidung ist.
Grüssle

Beitrag von smr 30.09.08 - 11:15 Uhr

Hallo!
Ich kann Dich soooo gut verstehen, wir haben auch zwei alte Hunde, einer davon schwer krank, aber zum Glück noch ohne große Schmerzen.

Ich würde vielleicht noch 1 oder 2 Tage abwarten und ihn beobachten( in denen Du auch sowas wie Abschied nehmen kannst), aber letztendlich würde ich ihn, wenn die schlimme Zeit überwiegt erlösen, das ist der größte Dienst, die man seinem geliebten Tier erweisen kann, wenn es sich quält.
Ich wünsch Dir alle Kraft der Welt
LG
Sandra

Beitrag von waldkauz 30.09.08 - 11:29 Uhr

Auch ich möchte dir die Kraft für die richtige Entscheidung senden - selber mit Tränen in den Augen, obwohl ich weder dich noch deinen Hund kenne...

Die Zeichen deines Hundes musst du aber selber erkennen und du wirst ihn nicht leiden lassen, weil du ihn liebst.

Traurige Grüße von Waldkauz

Beitrag von smr 30.09.08 - 15:03 Uhr

Vielen lieben Dank! Das wiederum treit mir die Tränchen in die Augen.....
Ja, ich werde die Zeichen erkennen, weil ich ihn, trotzdem wir noch 2 andere Hunde und auch ein Kind haben, über alles liebe, auch wenn das furchtbar gesteltzt klingt. Ich kenne ihn, seit er 2 Wochen alt ist und schon die Krebsdiagnose hat mir einen so tiefen Schock versetzt....
LG
Sandra

Beitrag von marion2 30.09.08 - 11:46 Uhr

Hallo,

erst einmal würde ich klären, um welche Form der Arthritis es sich handelt.

Dein Hund bekommt Antibiotika? Wird damit eine Arthritis behandelt, die von Bakterien verursacht wird oder wird einer Infektion mit Bakterien vorgebeugt?

Wenn er Rheuma hat, lass ihn einschläfern. Das wäre aus meiner Sicht am "vernünftigsten".

LG Marion

Beitrag von melly1878 30.09.08 - 12:01 Uhr

Hallo,

ich kann mich den anderen nur anschließen... Wenn Du für Dich erkennst, dass Dein Hund leidet und er die meiste Zeit über schwere Schmerzen hat und sich kaum rühren kann, dann lass ihn über die RB gehen, damit das Leid ein Ende hat... Hinterher geht es ihm besser- und Du tust ihm damit einen letzten Gefallen, indem Du bis zum Ende bei ihm bist.

Mein Rüde (Schäferhund, kastriert, 13 Jahre) hat Prostatakrebs... Er ist nicht heilbar, nicht weiter behandelbar. Es geht ihm im Moment noch gut, auch wenn erste körperliche Einschränkungen da sind. Wenn es ihm aber hinterher so schlecht geht, dass er sich nicht mehr groß rühren kann, dann werde ich nicht zögern, und meinen alten Freund gehen lassen- das bin ich ihm nach knapp 13 gemeinsamen Jahren schuldig...

Du wirst im Sinne Deines Hundes die richtige Entscheidung treffen. Dessen bin ich mir sicher!

Ich wünsche Dir dafür viel Kraft... #liebdrueck

Liebe Grüße,

Melly mit 3 #hund (Nero, Jacky und Trixie)

Beitrag von banta1979 30.09.08 - 12:05 Uhr

Hallo Phanta


Bitte lass ihn nicht leiden...Er hat dir 12 Jahre lang die Treue gehalten und nun tu was für ihn...So schwer es auch fällt #heul


Also ich würde keines meiner Tiere Leiden lassen,denn dass haben sie nicht verdient #schmoll Ich weiss es tut weh,aber das Tier leidet auch,wenn es mit Schmerzen leben muss

Ich hoffe,dass du die richtige Entscheidung treffen wirst...

#liebdrueck banta1979

Beitrag von doucefrance 30.09.08 - 12:57 Uhr

Ich denke, dieses Gedicht trifft es genau:

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
und quälende Pein hält ständig mich wach -
was Du dann tun musst - tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass du sehr traurig bist, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.


Trotzdem weine ich immer noch um mein Mädchen, das wir im Januar erlösen mussten. Ich wusste, als sie mich an jenem Morgen ansah, dass ich es tun musste. ich wollte nicht, mein Herz sagte NEIN, es darf nicht sein, aber mein Verstand und die Liebe zu ihr wussten, dass es das einzig richtige ist. Ich habe mich nach ihrem Tod viele Male gefragt, ob ich es so richtig gemacht habe, aber ich habe auch ein Stück weit dem Tierarzt vertraut. Ein guter Tierarzt lässt kein Tier länger leiden als notwendig und vertretbar. Auch denen fällt es nicht leicht, die Tiere zu erlösen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für Deine Entscheidung und besonders für die Zeit danach, denn da übermannt einen die Trauer und die Einsamkeit (obwohl ich eine ganze Familie im Hintergrund hatte, die mit getrauert haben und auch immer noch ein ganzes Stück traurig sind)