Schlafprobleme mit 2,5 Jahren - bin am Ende

Archiv des urbia-Forums Schlafen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von gittimama 30.09.08 - 10:31 Uhr

Hallo.
Ich bin total fertig und ich kann einfach nicht mehr. Meine Kleine war von Anfang an eine schlechte Schläferin, aber die letzten Monate ist es besonders schlimm. Sie geht erst so gegen 22:00 Uhr schlafen, und braucht 1 Stunde bis sie schläft. Sie ist da total unruhig, mir kommt vor, als könnte sie nicht abschalten. Mir dauert das echt zu lang und es ist viel zu spät. Ich möchte doch auch mal ein bißchen Freizeit haben. Abwechseln mit meinem Mann geht nicht, weil am Abend mag meine Kleine den Papa nicht, sie ist da richtig histerisch, schreit, haut ihn, sagt Papa weg, am Tag ist sie ganz normal mit ihm. Ich versteh das einfach nicht. D.h. leider für mich, daß seit 1 Jahr das Zubettbringen und die Nachtdienste allein bei mir hängenbleiben. Würdet ihr sagen, daß sie trotzdem mit Papa schlafen gehen muß? Seit 3 Monaten geh ich wieder arbeiten, und seit dem ist es auch mit dem Durchschlafen vorbei. D.h. mein Tag endet um 22:00 Uhr, in der Nacht ein paar mal aufstehen, oft auch 1-2 Stunden munter, und in der Früh aufstehen und in die Arbeit. :-[Ich bin fix und fertig. Hat jemand einen Rat oder Tip für mich? Schreienlassen haben wir sie nie, vielleicht war das der Fehler, weil ich kenn viele, die das als Baby gemacht haben, und jetzt überhaupt keine Probleme haben.
lg gittimama

Beitrag von mamavonyannick 30.09.08 - 10:54 Uhr

Hallo,
schwierige Situation. Lass dir aber sagen - du bist nicht allein - auch mein sohn schläft nicht durch mit 2 Jahren. Was mich aber mal interessieren würde: Wie reagiert ihr, wenn sie den Papa haut und hysterisch schreit?

LG, Katrin

Beitrag von gittimama 30.09.08 - 11:37 Uhr

Der Papa sagt zu ihr, daß die Mama müde ist, und das sie auch mit Papa schlafen kann. Das er sie lieb hat, usw. Aber sie schlägt und schreit wie eine Wilde, und nach ein paar Minuten geb ich dann nach, und ich bringe sie ins Bett. Ich versteh das echt nicht, am Tag sagt sie oft, nein, das soll jetzt unbedingt der Papa machen, aber am Abend - keine Chance.

Beitrag von mari31 30.09.08 - 12:17 Uhr

Hallo!
Lenni ist 18 Monate und hat auch seit Geburt geschlafen wie eine Katastrophe, und statt besser wurde es immer schlimmer. Selbst als wir ihn mit ca 13 Monaten zurück ins Familienbett geholt haben wurde es nicht besser. Ich bin dann letzten Endes mit ihm zum Arzt, weil ich auch nicht mehr konnte, und Lenni ebenfalls total unausgeglichen war. Sein KiA hat dann eine Körperwahrnehmungsstörung vermutet und wir gehen jetzt zur Therapie mit Lenni.
Lenni hängt auch total an mir, und Papa kann ihn auch nicht ins Bett bringen. Das wiederum hängt aber mit der "Störung" zusammen. Lenni braucht mich , um seine Unsicherheit auszugleichen. Das ganze ist ein ziemlich umfassendes Thema. Wenn du mehr wissen möchtest melde diech über VK.
LG Marion

Beitrag von mamavonyannick 30.09.08 - 12:35 Uhr

Also grundsätzlich ist es für mich auch einfacher als für meinen Mann unseren Sohn ins Bett zu bringen. Dennoch ist es kein Problem für mich, abends mal wegzugehen. Mein Mann bekommt das auch alleine hin.

Allerdings glaube ich, solltet ihr sie in ihre Schranken weisen. Es wird nicht gehauen und geschrien und wenn doch, dann hat das Konsequenzen, z.B. würde ich die Gute-Nacht-Geschichte ausfallen lassen.
Des weiteren sollte sie eher ins Bett gehen. Nicht nur, dass auch ihr mal Zeit für euch verdient habt. Irgendwann sind die Kinder mit ihrer Müdigkeit über den Berg und dann ist es schwer, sie zum Schlafen zu bewegen. Zur Not würd ich - wenn möglich - den Mittagsschlaf weglassen.
Wie schon gesagt, mein Sohn schläft auch nicht durch und es kommt vor, dass ich sowohl beim Einschlafen als auch in der Nacht mehrmals zu ihm muss. Entweder er muss trinken, oder hat Aua am Knie oder will kuscheln oder er muss pullern. Aber irgendwann ist Schluss - und das weiß er. Er wird nicht geschlagen, ich lass ihn auch nicht schreien, aber er weiß, dass wir irgendwann böse werden. Er sagt das auch "Mama nicht böse werden" sollen.
Wenn ich böse werde, wird meine Stimme schärfer und auch lauter und wenn er gar nicht aufhört zu diskutieren, dann mach ich für ca. 30 Sekunden die Kinderzimmertüre zu. Es tut mir dann auch leid, dass er dann drin schreit und weint, weil ich traurig darüber bin, dass es manchmal so weit kommen muss. Wie gesagt, es ist nicht mal eine Minute, weil es mir dann auch leid tut, aber plötzlich geht es. D.h. ich gehe dann wieder rein, tröste ihn und sage ihm auch - in knappen Worten, das wir müde sind und das geschlafen wird und das wir sonst böse werden.
Lass euch nicht alles gefallen. Sie muss wissen, dass alles seine Grenzen hat und es ist in Ordnung, wenn ihr auch mal böse auf sie seid. Erklärt es ihr, wenn sie sich beruhigt hat und euch zu hört. Sie ist kein Baby mehr, sondern ein großes Mädchen, dass durchaus so intelligent ist, zu verstehen, was da eigentlich vor sich geht. (OH Gott - Schachtelsetz) - nämlich, dass sie nur schreien muss, bis Mama sie doch ins Bett bringt.

Haltet da zusammen - du und dein Mann. Ich wünsche euch viel Erfolg...

LG, Katrin

Beitrag von ashya 30.09.08 - 20:05 Uhr

Hallo Gittimama,

meine Tochter ist erst 18 Monate, hat aber durchaus eine Vorstellung davon, wer sie ins Bett bringen soll - nämlich ich. Jeden Abend fängt sie an zu weinen, wenn mein Mann sie ins Bett bringen will - und (fast) jeden Abend (es sei denn, sie ist seeeehr müde) hört sie kurz darauf wieder auf und ich höre beide im Bad lachen. Seit ich wieder arbeiten gehe, gebe ich nicht mehr nach (zumindest in diesem Punkt), weil ich abends einfach die Zeit brauche, um mich auf den nächsten Tag vorzubereiten (bin Lehrerin). Nachmittags geht das ja auch nicht, denn dann möchte ich mit ihr spielen, also muss ich das abends machen. Wenn ich abends allerdings nicht da bin, dann geht das Zu-Bett-bringen auch mit Papa ohne irgendwelche Probleme. Und der Babysitter kann sie sogar ins Bett legen, wieder rausgehen - und Marlene schläft ein. Das geht bei uns überhaupt nicht.
Wenn du nicht mehr kannst, dann würde ich sagen, dass seine Tochter auch mit Papa schlafen gehen muss. Vielleicht geht das bei euch auch besser, wenn du z. B. schon zum Abendessen gar nicht da bist und dein Mann das alles allein mit ihr macht. Ich persönlich warte auch immer so lange, bis ich gar nicht mehr kann (was vielleicht nicht unbedingt das Beste ist). Dann aber muss Marlene einfach akzeptieren, dass ich jetzt nicht zur Verfügung stehe und Papa für sie da ist. Findet sie natürlich erstmal nicht lustig, aber mein Mann kann damit ganz gut umgehen und sie beruhigt sich relativ schnell.

Wir lassen unsere Tochter übrigens auch nicht schreien und trotz der Anstrengung, die damit verbunden ist, bin ich überzeugt davon, dass das kein Fehler ist!

Warte nicht mehr zu lange, wenm du a, Emde bist.
Alles Gute
Daniela