Firma verweigert nach Unfall zugesicherten Firmenwagen - was nun?

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Beitrag von lotte20567 30.09.08 - 16:10 Uhr

Hallo,
mein Göga hatte vor zweieinhalb Monaten einen Unfall mit seinem Firmenwagen. Totalschaden. Die Versicherung hat den Schaden anerkannt. Sein Chef jedoch verschleppt die Angelegenheit seitdem. Zunächst durfte der GöGa mit einer alten Schrottkarre aus der Werkstatt fahren. Leider ist ihm da letzte Woche ein LKW reingesemmelt, so dass der auch hin ist. Schuldlos wohlgemerkt. Der Weg in die Firma beträgt 40 km und ist nur per PKW zu bewältigen. Zudem ist der Wagen vertraglich zugesichert. Wir haben schon für eine Woche, damit sein Chef Zeit bekommt in Ruhe nach einem PKW zu gucken auf eigene Kosten einen Leihwagen genommen. Nun ist die Woche rum und der Chef hat nichts unternommen. Auf die erneute Nachfrage heute morgen hat er nichts weiter gesagt als: Abwarten. Ich frage mich, was er bezweckt, aber das könnt ihr mir auch nicht sagen. Vielleicht kann mir aber jemand einen Tipp geben, wie das rein rechtlich ist. Soll der GöGa morgen zuhause bleiben? Sollen wir den Leihwagen weiter nehmen und dem Chef die Rechnung präsentieren? Was wenn er sie nicht zahlt? Was sollen wir bloß tun? So leicht findet man hier keinen neuen adäquaten Job und er ist erst seit einem Jahr da!

Hilfe !!!!

Lotte

Beitrag von paulfort35 30.09.08 - 19:27 Uhr

Ich würde meinem MA auch keinen Firmenwagen mehr geben nach einem Totalschaden, zumal er den Wagen anscheinend nur für den Weg von und nach Hause braucht

Beitrag von lotte20567 30.09.08 - 20:12 Uhr

Danke für Deinen äußerst hilfreichen Beitrag.

Der Firmenwagen ist vertraglich zugesicherter Bestandteil des Gehaltes und unterliegt deshalb nicht der Willkür eines so allmächtigen Chefs wie Dir. Schließlich zahlt die Versicherung den komplett. Wenn er keinen Firmenwagen mehr geben will, dann soll er das sagen und man müßte über das Gehalt neu verhandeln. Schließlich ist das kein großzügiges Geschenk des Chefs!

Überlegst Du Dir auch Monat für Monat wem Du wieviel Gehalt geben magst, weil es ja sein könnte, dass der eine oder andere mit dem Geld nicht in Deinem Sinne umgeht?

Und wo habe ich geschrieben, dass er den Wagen ausschließlich für den Weg zur Arbeit braucht?

Weißt Du ich bin selber Unternehmerin, aber solche selbstherrlichen Typen wie Du ärgern mich, weil ich immer in die gleiche Schublade gesteckt werden.


Lotte Bundy

Beitrag von paulfort35 01.10.08 - 06:56 Uhr

"Und wo habe ich geschrieben, dass er den Wagen ausschließlich für den Weg zur Arbeit braucht?
"
Du gibst Dir die Antwort doch schon selber:
"Der Weg in die Firma beträgt 40 km und ist nur per PKW zu bewältigen. "

"Wenn er keinen Firmenwagen mehr geben will, dann soll er das sagen und man müßte über das Gehalt neu verhandeln"
Das kommt jetzt sicher demnächst

Im Übrigen: Was mich ärgert, sind Leute wie Du, die hier posten und keine Beiträge von Andersdenkenden vertragen, ohne gleich aggresiv zu antworten.

Beitrag von hoeppy 30.09.08 - 20:18 Uhr

Hallo,

braucht Dein Mann den Firmenwagen zur Ausübung seines Berufs? Kann es sein, dass nur das vertraglich zugesichert wurde?
Bei meinem Vater steht auch im Vertrag, dass er zur Ausübung seines Jobs einen Firmenwagen bekommt. Doch wie mein Vater zur Arbeit und heim kommt ist nicht das Problem seines Chefs.

Zudem würde ich auch keinem Mitarbeiter einen PKW geben, der schon einen Totalschaden verursacht hat.

Warum kauft ihr euch nicht einfach selbst mal ein Auto?
Selbst WENN er einen anderen Job finden würde-glaubst Du es findet sich wieder ein Chef der so nett ist euch nen PKW zu geben?

Gruß Mona

Beitrag von lotte20567 30.09.08 - 20:35 Uhr

Hä? Bin ich hier irgendwie im falschen Film? Mein Mann fährt 23 Jahre fehlerfrei und macht dann einmal einen Fehler - und deshalb würdet Ihr ihm keinen Wagen mehr geben? Es ist ja nicht so, dass er Silber geklaut hätte oder den Wagen mutwillig beschädigt hätte. Er war ja nicht einmal grob fahrlässig. Die Argumentation geht mir echt nicht in den Kopf. Und wenn sein Chef denn wirklich so denken würde, dann sollte er das sagen und nicht zweieinhalb Monate lang das Problem aufschieben, indem er immer wieder ausweicht. Zudem er das Geld von der Versicherung ja vermutlich schon auf dem Konto hat ...

Und auch Du stellst diesen Firmenwagen als Geschenk hin: Oh, der Chef war so nett, sich an seinen Vertrag zu halten. In seiner Branche ist ein Frimenwagen üblich und schließlich zahlt er ja auch dafür. Sicherlich nicht so viel, als wenn er selbst einen hätte, aber für die Firma ist ein solches Arrangement i.d.R. auch günstig. http://powerbook.blogger.de/2007/08/14/441804/was-kostet-mich-ein-firmenwagen/

Lotte

Beitrag von kati543 30.09.08 - 21:52 Uhr

Es gibt einfach Leute, die den Begriff "Firmenwagen" nicht kennen...

Beitrag von hoeppy 01.10.08 - 19:39 Uhr

Hallo (scheinbar lernen manche Menschen heute nicht mehr zu grüßen)

Du schreibst in Deinem Eröffnungsposting weder in welcher Branche Dein Mann arbeitet- noch zu welchen Konditionen er einen Firmenwagen bekommt.

Es wurde geschrieben "es gibt wohl Menschen, die die Bedeutung eines Firmenwagens nicht kennen".

Stimmt!

http://www.misterinfo.de/publish/ausbildung-und-beruf/firmenwagen

Er kann auch vom Chef zur Verfügung gestellt werden OHNE das er Bestandteil des Gehalts ist.

Also. Entweder in Zukunft von Anfang an ALLES schreiben oder lernen auch mal mit Kritik umzugehen.

Gruß Mona

Beitrag von kati543 30.09.08 - 21:51 Uhr

Du kannst dem Chef nicht einfach eine Rechnung präsentieren. Was du machen kannst...
Der Firmenwagen ist ja Bestandteil des AV. Bei meinem Mann ist es so, dass im AV steht, er bekommt einen Firmenwagen, oder einen Bruttobetrag xxx mehr ausgezahlt. Mein Männe hatte auch schon 2 leichtere Kratzer ins Auto bekommen (jaja das Einparken, was Frauen ja angeblich soooo schlecht beherschen), die dann korrigiert wurden von der Werkstatt (jedes mal ein Ersatzteil neu). Auf alle Fälle sollte dein Mann sich die Zeiten ohne Auto genau aufschreiben. Da muß er schließlich auch keine Steuer drauf zahlen. Ums mit dem Chef reden, kommt er nicht herum. Normalerweise ist das Verhalten des Chefs unverständlich, da er ja sicher eine Flottenversicherung hat und da einzelne Unfälle keine Auswirkung auf den Beitrag haben. Er hat keinerlei Kosten dadurch.