Elterngeld nach freiberuflicher Tätigkeit - Zuflussprinzip

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von zimmn 30.09.08 - 17:06 Uhr

Hallo!
Wollte mich gerne mal mit anderen selbständig bzw. freiberuflich tätigen/tätig gewesenen austauschen.
Wie mir heute in Vorbereitung auf den Elterngeldantrag klar wurde, ist man total benachteiligt, wenn Zahlungen für Leistungen, die man vor der Geburt erbracht hat, erst nach der Geburt eingehen. Denn diese Zahlungen werden nach dem Zeitpunkt ihres Eingangs berücksichtigt. D.h. Geld, dass ich "zu spät" erhalte, wird bei der Berechnung meines Anspruchs nicht berücksichtigt und zusätzlich hinterher noch von meinem Anspruch als Einkommen abgezogen.
Wie geht ihr damit um?
Habe jetzt die Möglichkeit, in der Praxis, in der ich mitgearbeitet habe, darauf hinzuwirken, dass sie mir ganz schnell eine Art Vorschuss über den Restbetrag zahlen, der mir zusteht (wobei die das Geld auch erst später bekommen und sozusagen in Vorleistung gehen müssten) - und fraglich, ob das vor meinem ET noch klappt -.
Oder ich sage denen, dass sie mir das Geld erst in einem Jahr geben sollten, damit wenigstens nichts verrechnet wird.
Wie macht ihr das?

Ich bin so wütend auf dieses blöde Zuflussprinzip - denn arbeiten tue ich ja gar nicht mehr. Dazu kommt, dass ich eigentlich ab morgen bei meinem Mann familienversichert bin und jetzt schon absehen kann, dass ich wohl min. 1 Monat noch Beitrag als Selbständige zahlen muss, wenn bei mir mehr als 400 Euro zufließen, oder?
LG , Nicole, die hofft, dass ihr jemand einen Tipp geben kann.

Beitrag von manavgat 30.09.08 - 17:55 Uhr

einen Tipp habe ich auch nicht.

Allerdings habe ich den Eindruck, die guten Politiker halten eine Unternehmerin für ein Fabelwesen. Sonst hätte man sich vielleicht vorher mal Gedanken gemacht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von dani040178 30.09.08 - 18:10 Uhr

Diesem Eindruck schließe ich mich vollkommen an. Und wenn die Unternehmerin dann auch noch Mutter ist und - Gott bewahre - evtl. sogar alleinerziehend kommt sie vom Melmac :-p

Beitrag von zimmn 30.09.08 - 20:06 Uhr

Nun gut - Danke für das Mitgefühl. Wahrscheinlich hätte ich im I-net auch schon einen Tipp gefunden, wenn es denn was gäbe.
Habe gerade die Tendenz, dass ich mir das Geld erst nach Ablauf meines Elterngeldbezugs auszahlen lasse. Dann habe ich zwar bei der Berechnung immer noch Nachteile, muss aber wenigstens nichts verrechnen. Mal sehen.

Beitrag von manavgat 01.10.08 - 09:14 Uhr

Blöde Frage:

könntest Du Dein Unternehmen ummelden (Mama, Schwester oder so) und Dich selbst als 400 Euro Kraft anmelden?

Oder den Gewinn drücken, indem Du jemanden (oder mehrere?) auf 400 Euro beschäftigst (wer soll denn die ganze Arbeit machen, wenn Du das Baby schaukelst). Noch ein Tipp: bei Honorar kommen keine Sozialabgaben drauf. #schein

Würde ich mal prüfen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von amory 01.10.08 - 05:55 Uhr

HI,

wenn du das geld vorher auf deinem konto hast, wird es zur elterngeld-berechnung herangezogen.....

so verstehe ich das zumindest.

vn daher würde ich es vorher auszahlen lassen.

oder eben erst nach dem elterngeldbezug, dann hast du im ersten monat danac hschonmal kohle auf dem konto, das ist ja auch nicht shclecht.

gruß, amory

ps: und ich stimme mienen vorschriebern zu: selbständige unternehmerinnen mit kind sind per se nicht vorgesehen;)