9-jähriger kauft+sollte in andere Ware umtauschen ???

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Forum: Erziehung

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Beitrag von linini 30.09.08 - 19:26 Uhr

hallo,
weiß nu nicht, wo ich diesen Beitrag unterbringen kann.

Mein Sohn hat vor Kurzem etwas gekauft für n Euro, hat sich aber direkt gegen den Artikel entschieden, als er aus dem Geschäft raus war.

Ich ermutigte ihn, es wieder abzugeben und er kam Minuten später weinend aus besagtem Geschäft,
mit den Worten:"Die geben mir nicht das Geld, ich muß was anderes dafür kaufen."

Also ging ich mit ihm rein und sagte, daß es nicht rechtens wäre, da es aus dem Plakat "Umtausch nur gegen Vorlage des Kassenbons " nicht ersichtlich sei.

Bin ich denn im Unrecht, wenn ich sage, daß es nicht rechtens ist?
Es ging nur um nen Euro, ich weiß.

Wer kann mich aufklären?

Würd mich jetzt mal interessieren.

Dank euch schon mal

linini

Beitrag von schnuffelschnute 30.09.08 - 19:51 Uhr

Hallo!

Ein Recht auf Umtausch bei Nichtgefallen gibt es nicht

Gruß,

Ariane

Beitrag von linini 30.09.08 - 20:07 Uhr

danke für die Info.
Ich dachte, daß ich vor Kurzem im TV gesehen habe,
daß man nicht dazu verpflichtet ist,
Ware gegen Ware umzutauschen.#gruebel

Beitrag von schnuffelschnute 30.09.08 - 20:09 Uhr

Hallo!

Nein, ist man auch nicht.

Aber der Laden ist überhaupt nicht verpflichtet, intakte Ware zurückzunehmen.

Das ist nur Kulanz

http://www.gutefrage.net/frage/wie-ist-das-mit-dem-umtauschrecht

Beitrag von phoe-nix 01.10.08 - 16:42 Uhr

"daß man nicht dazu verpflichtet ist,
Ware gegen Ware umzutauschen"

Nee, ist "man" auch nicht, das liegt ganz im Ermessen des Händlers.

LG

Beitrag von creni 30.09.08 - 19:53 Uhr

Deine Frage kann ich nicht beantworten, da kenn ich mich nicht aus ABER das Verhalten deines Sohnes kapier ich auch nicht wirklich. Wenn man sich was kauft, dann doch wohl aus dem Grund, dass man es haben möchte, oder?#kratz Ich tausch Sachen um, wenn sie kaputt sind oder so, aber nicht, weil mir eine Minute nach dem Kauf einfällt, dass ich es eigentlich nicht haben will...also eigentlich würde ich sagen, selber Schuld...wie das Ganze rechtlich aussieht, kann ich dir aber wie gesagt leider nicht sagen...

Beitrag von linini 30.09.08 - 20:00 Uhr

ja, da hast du recht.

Ich habe ihm auch hinterher gesagt , daß er sich zufünftig besser überlegen soll, wenn er etwas kauft.


Beitrag von kraxy 30.09.08 - 23:12 Uhr

Hallo linini,

also:

dein Sohn ist neun - und somit beschränkt geschäftsfähig, das bedeutet, dass er deine Zustimmung zu einem Kaufvertrag benötigt - wenn du ihn nicht erteilst, dann ist der Kaufvertrag anfechtbar.

Allerdings wird davon ausgegangen, dass es nur bei "teuren" Artikeln so ist (das ist der sogenannte Taschengeldparagraph) - bei einem Euro kann man davon ausgehen, dass das durchaus das Taschengeld eines Neunjährigen umfasst.

Also:

Natürlich sollte dein Sohn lernen, dass das Geschäft durchaus die Ware gegen eine andere Ware umtauschen kann, wenn das die Geschäftsbedingungen sind, und dass er halt lernen muss, dass solche Geschäfte nicht einfach aufzuheben sind.

Eine Möglichkeit:

Geh mit deinem Sohn in das Geschäft und bitte den zuständigen Verkäufer, dass er ihn über die Rechte und Pflichten des Käufers aufklärt, so dass deinem Sohn klar wird, dass Umtäusche nicht so einfach sind.

eine andere Möglichkeit:

du hakst das unter "Dumm gelaufen" ab - ersetzt deinem Sohn den Euro und erklärst ihm, dass er jetzt durchaus kleinere Geschäfte selbstständig abwickeln kann und sich gut überlegen sollte, wofür er sein Geld ausgeben möchte.


Es ist in jedem Fall wichtig, deinen Sohn darauf hinzuweisen, dass das die Regeln des Geschäftslebens sind - Umtausch von Waren, die keine Mängel aufweisen, ist Kulanz und ist vom jeweiligen Geschäft zu handhaben (manche geben Gutscheine raus, andere das Geld zurück) - sei man froh, dass es sich nur um einen Ein-Euro-Artikel gehandelt hat und nicht um Hochpreisiges!

Nix für Ungut!

grüße
kraxy #cool

Beitrag von anyca 01.10.08 - 16:34 Uhr

Generelles Umtauschrecht gibt es nur im Versandhandel, nicht im Laden.

Beitrag von phoe-nix 01.10.08 - 16:41 Uhr

Ja, Du bist im Unrecht.

Prinzipiell war der Laden nicht einmal zum Umtausch verpflichtet, das macht er aber offensichtlich aus KULANZ.
Einen Anspruch auf Erstattung des Geldes hast Du natürlich nicht und darauf muß nicht hingewiesen werden, wenn Du darauf hinaus willst mit dem Verweis auf das Plakat.

Gruß,

phoe-nix

Beitrag von monstermama5 01.10.08 - 20:55 Uhr

hallo

Ich finde du bist nicht im recht.aber da wird es sicher unterschiedliche meinungen geben,
mein sohn wird 5 und auch er darf sich gelegentlich etwas aussuchen.er bezahlt dann auch an der kasse selber.
er wird dann von mir 2 oder auch 3 mal vor der kasse gefragt ob er das wirklich haben möchte den wenn er seinen taler ( bez) hingegeben hat dann kann er das nicht wieder rückgängig machen.
natürlich hatte auch er hinterher schon mal die idee ohh ich will doch was anderes ,aber er ist auch erst 4.
bei einem 9 jährigen denke ich kann man schon erwarten das er vor dem bezahlen sicher ist das er das teil auch haben möchte

lg maike

Beitrag von linini 01.10.08 - 23:39 Uhr

danke euch für eure antworten/meinungen.
ich werde mich noch mal mit ihm zusammen setzen und ihm erklären.

Beitrag von phoe-nix 02.10.08 - 10:29 Uhr

Wo gibt es denn noch den "Taler" als Währung, lebt Ihr im Ausland???

Gruß,

phoe-nix

Beitrag von honigmami 02.10.08 - 08:54 Uhr

Ehrlich gesagt, kapiere ich deinen Sohn und vor allem DICH auch nicht. Wenn mein Sohn etwas kauft und ich denke, es ist ein billiger "Kruscht", der überteuert ist, dann sag ich ihm das und wenn er sich dann einbildet, er muß es trotzdem haben (immerhin zahlt er es ja dann von "seinem" Geldbeutel), dann soll er es kaufen. Wenn er aber gleich nach dem Bezahlen sagt, er möchte es nicht, dann hat er Pech gehabt. Natürlich kauft er sich manchmal was und daheim sagt er dann, "mensch, ich hätte doch das ANDERE kaufen sollen", aber naja, dann ist es eben zu spät. Man kann schließlich nicht wahllos Spielsachen umtauschen, wie es einem grade in den Kram passt. Wäre dies bei meinem Sohn passiert, hätte ich vielleicht gesagt, er soll reingehen und fragen, ob er es umtauschen "darf", aber hätte ihm gleich von Anfang an klipp und klar gesagt, daß es kein "MUSS" ist, daß die es umtauschen und das ihm klar sein sollte. Wäre dann der Fall eingetreten und die hätten gesagt, NEIN, dann hätte ich gesagt, naja, siehst du, das hättest du eben vorher wissen müssen...Einen "HEULANFALL" würde ich dann mit Sicherheit NICHT unterstützen !! Und mal ehrlich: es war ja nur ein Euro und wegen nem Euro was umtauschen, ist doch lächerlich. Natürlich ist es für deinen Sohn vielleicht VIEL Geld, aber trotzdem...
LG
honigmami

Beitrag von linini 02.10.08 - 14:31 Uhr

1. hast du vielleicht genug von den "Euros", ich nicht. Auch wenn etwas nicht über diesen Wert liegt, ist es Geld.
2. ist meine eigene Schuld diese, daß er mir in dem Moment leid tat und ich evtl. reagiert habe, wie es hätte nicht sein sollen. Den Schuh zieh ich mir an, aus Fehlern lernt man ja.
und zu guter Letzt, war es kein Heulanfall, sondern einfach nur die Erkenntnis von ihm, die er dadurch rübergebracht hat.
lg

Beitrag von honigmami 02.10.08 - 21:41 Uhr

Nein, ich habe nicht genug Euros, aber Fakt ist doch, daß man ihm das VORHER klar machen muß. Und hätte er was für 15 Euro gekauft, daß er hinter her umtauschen möchte, ist das was ganz anderes.
Und ICH hätte meinem Sohn ja AUCH gesagt, ja, versuch, es umzutauschen, aber ich hätte ihm eben dann gleich gesagt, daß es jetzt nicht sicher ist, ob er das Geld zurück kriegt. Übrigens ist das in vielen Geschäften so, daß man bei Umtausch nur eine Gutschrift bekommt und kein Bargeld zurück. Was meinst du, wenn jeden Tag 10 oder mehr Kids kommen würden und kaufen und umtauschen und kaufen und wieder umtauschen...

Beitrag von josili0208 02.10.08 - 17:21 Uhr

Umtausch ist ja nicht Rückgabe des Artikels gegen Erstattung des Kaufpreises... #aha