Extreme weitsichtigkeit, Kontaktlinsen???

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von lacrima13 30.09.08 - 20:56 Uhr

Hallo,
Nachdem der Augenarzt eine Weitsichtigkeit von +11 auf beiden Augen festgestellt hat, hat meine 3jährige Tochter eine richtig dicke Brille bekommen.
Die Brille an sich ist schön, aber mit dn dicken Gläsern sieht es wirklich schlimm aus.
Ich würde ihr gerne Kontaktlinsen anfertigen lassen (ja das geht bei Kleinen).
Hat jemand erfahrungen damit?
Ich brauche keine Beträge mehr, die mir sagen, wie schlimm das doch ist und ob denn meine Maus überhaupt noch was sieht. Ich find´s schlimm genug, dass sie jetzt immer zu angestirt wird.
Ich möchte ihr das gerne ersparen.
Ich weiß auch, dass sie es sich gefallen lassen würde, Kontaktlinsen rein uns raus zu machen.
Über hilfreiche Antworten bin ich sehr dankbar.
Gruß Juliane mit klein Lara

Beitrag von claul1983 30.09.08 - 22:29 Uhr

Hallo Juliane!

Das mit den Kontaktlinsen für kleine Kinder hab ich auch schon gehört und gelesen.

Ich würde einfach den Augenarzt, der Lara untersucht hat, fragen ob er dir behilflich sein kann oder zumindest den Kontakt zu einem Spezialisten herstellen kann. Er hat sicher die notwendigen Infos.

Wünsch dir viel Glück dabei!

LG Claudia!

Beitrag von krokolady 01.10.08 - 07:38 Uhr

Puh, also für das Alter Kontaktlinsen?
Nen glattes Nein von mir!
Das Kind muss so alt sein die Kontaktlinsen alleine rein- und raus zu machen.
Stell Dir mal vor sie verliert eine im KiGa,.....

Im übrigen kann man auch die straken Brillengläser so schleifen lassen das sie noch die nötige Stärke haben, aber nicht mehr aussehen wie Glasbausteine!
Kost zwar bissi mehr, aber schaut besser aus.

Frag mal den Optiker danach

Beitrag von pimpf1 01.10.08 - 10:48 Uhr

Hallo Juliane,

ich würde damit auf jeden Fall warten, bis Deine Tochter selbst dazu in der Lage ist, mit den Kontaktlinsen umzugehen (d. h. sie selbständig rausnehmen und einsetzen kann). Und ich sage das als jemand, der ebenfalls als Kind mit Glasbausteinen ;-) vor den Augen rumgelaufen ist (und heute Kontaktlinsen trägt). Es ist ja nicht nur so, dass Du Deiner Tochter die Kontaktlinsen einsetzen und auch wieder rausnehmen müsstest... es passiert einfach immer wieder, dass die Kontaktlinsen aus allen möglichen Gründen weh tun können - weil ein Staubkorn darunter sitzt, weil das Auge zu trocken wird, die Kontaktlinse verrutscht, weil das Kind sich das Auge reibt... Und dann muss immer jemand da sein, der ihr hilft. Wahrscheinlich wird das dann auch noch ziemlich schwierig, denn es ist ja unangenehm, wenn einem jemand am Auge fummelt, die Augenlider auseinanderzieht (die man zusammenkneift, weil z. B. der Fremdkörper weh tut) um die Kontaktlinse zu entfernen... ich stelle mir gerade vor, dass ich das bei meiner kleinen Tochter machen müsste, oh weia... Ich kann mir vorstellen, dass ein Kind ziemlich schnell die Geduld mit diesen Dingern verliert, wenn es das ein paar Mal mitgemacht hat. Da ist eine Brille doch sehr viel praktischer.

Ich würde lieber ein paar Euro mehr in die Brillengläser investieren, die müssen nämlich gar nicht so dick sein. Und die Kontaktlinsen später, wie gesagt, wenn sie selbst damit umgehen kann.

Grüße, pimpf

Beitrag von lacrima13 01.10.08 - 12:17 Uhr

Die Brillengläser sind übrigens schon dünner geschliffen worden, als normal.
Ich wollte eigentlich nicht ständig hören, lass das sein.

Ich habe um Erfahrungen gebeten...

Beitrag von pimpf1 01.10.08 - 20:58 Uhr

Naja, ich habe meine Erfahrungen als Kontaktlinsenträgerin mit meinen Erfahrungen als Kleinkind-Mutter kombiniert... entschuldige mich aber hiermit gerne für meinen in dieser Form nicht erwünschten Beitrag ;-)

Grüße, pimpf

Beitrag von matti68 01.10.08 - 14:17 Uhr

Hallo,

kannst du mir kurz sagen, wie der Augenarzt die Werte bei deiner Tochter festgestellt hat?

Für eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar

Gruß

Beitrag von lacrima13 01.10.08 - 15:42 Uhr

Ja, 3 Tage Atropin getropft und dann mit dem Gerät ausgemessen.

Beitrag von paula74 01.10.08 - 15:48 Uhr

Hallo Juliana
Zu den Kontaktlinsen kbei kleinen Kindern kann ich Dir nichts sagen. Aber gerade bei Weitsichtigkeit sieht eine Brille viiiiiel besser aus, wenn die Gläser wirklich so klein wie möglich sind. Denn dann ist der Flaschenbodeneffekt nicht so deutlich.
Und ansonsten würde ich keine grosse Sache raus machen, den anderen Kindern wird nicht auffallen, ob es dicke Gläser sind oder nicht.
LG Paula

Beitrag von lacrima13 01.10.08 - 16:01 Uhr

Ihre Brille ist schon relativ klein...

Beitrag von snoopy86 01.10.08 - 16:50 Uhr

Hallo.

Ich trage auch schon sehr lange Kontaktlinsen. 19 Jahre trage ich die schon. Die erste Linse bekam ich mit 3 Jahren.

glg Kristina mit Simon

Beitrag von annalina 01.10.08 - 19:44 Uhr

Hallo,

die Tochter einer Freundin hatte auch schon recht früh Linsen bekommen, weil meine Freundin ein Schönheits-"Problem" mit der Brille hatte.

Es war eine einzige Katastrophe. Rein und raus ging irgendwann (mit viel Gezeter), aber im Kindergarten nur Probleme. Sand im Auge, gerieben, Linse weg.

Oder einmal war die Linse so im Auge verrrutscht, dass der Augenarzt sie rausbuddeln musste.

Nach einiger Zeit sind sie wieder auf Brille umgestiegen.
Das Kind ist mit Brille viel glücklicher. Sie hat dann eine total poppige, auffällige Brille, die sie sich selbst ausgesucht hat bekommen.

Heute sagt meine Freundin als Fazit: Nie wieder!

Die Kinder haben gar kein Problem mit der Brille. Das sind ausschließlich die Eltern, die ihr Kind "verunstaltet" sehen. So sagt es meine Freundin heute.

Probier es doch einfach aus.
Vielleicht klappt es ja bei Euch.

Viel Glück und ich drück die Daumen.

Viele Grüße

annalina



Beitrag von visilo 02.10.08 - 20:30 Uhr

Ich gehe jetzt einfach mal von mir aus, ich hab auch eine sehr starke Brille. Vor einigen Jahren hab ich es mal mit Kontaktlinsen versucht - nie wieder ich finde Brillen viel angenehmer, vor allem bei einem Kind kann ich es mir sehr sehr schwer vorstellen das das gut geht. Schon das rein und rausmachen wird sicher ein Kampf. Ich hatte ewig trockne, rote, schmerzende Augen und frag nicht wie oft mir beim Reiben die Linse rausgefallen ist. Nach 6 Monaten hab ich die Dinger in den Müll geworfen und hab richtig Geld in eine vernünftige Brille ( oder besser in vernünftige Gläser) investiert. Laß dich beim Optiker beraten, es gibt Gläser denen sieht man kaum an wie stark sie sind, sie kosten zwar auch einiges aber das hat man wieder, schließ aber eine Zusatzversicherung für die Brille ab da sie sicher auch mal kaputt geht.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von a79 07.10.08 - 03:06 Uhr

Hallo Juliane,

ich bin Orthoptistin in einer Augenarztpraxis und hatte selbst schon kleine Patienten mit Kontaktlinsen - aber: die waren medizinisch indiziert, d.h. Kinder ohne eigene Augenlinse, starke einseitige Brillenwerte...

Ich hatte mal einen Jungen hier, der hatte einseitig Minus 10 dpt. Erst haben wir es mit einer KL versucht, wogegen er sich aber nach anfänglicher Kooperation heftigst gesträubt hat und die dauernd wieder verschoben oder verschwunden war...Effekt =0
Nach einer Fortbildung, auf der es um genau dieses Thema ging, habe ich mich mit anderen Orthoptistinnen und Ärzten ausgetauscht, die selbst bei diesen Werten Brillen verordnet haben und es hat geklappt.
Ich verordnete dann eine Brille und siehe da, erstens sehen nicht mal die unterschiedlich starken Brillengläser auffällig aus (mit der richtigen Schleiftechnik heutzutage echt kein Problem!) und getragen wird sie auch super!

Mein Rat also - nimm die Brille für deine Tochter an, denn alles andere ist unnötig teuer, aufwendig und wird dich Kraft und Nerven kosten mit vermutlich deutlich geringerem Erfolg als eine getragene Brille...

Tut sich deine Tochter denn schwer, die Brill zu tragen oder setzt sie sie gut auf? Wie lange hat sie sie denn schon?

LG

Andrea

Beitrag von a79 07.10.08 - 03:06 Uhr

Hallo Juliane,

ich bin Orthoptistin in einer Augenarztpraxis und hatte selbst schon kleine Patienten mit Kontaktlinsen - aber: die waren medizinisch indiziert, d.h. Kinder ohne eigene Augenlinse, starke einseitige Brillenwerte...

Ich hatte mal einen Jungen hier, der hatte einseitig Minus 10 dpt. Erst haben wir es mit einer KL versucht, wogegen er sich aber nach anfänglicher Kooperation heftigst gesträubt hat und die dauernd wieder verschoben oder verschwunden war...Effekt =0
Nach einer Fortbildung, auf der es um genau dieses Thema ging, habe ich mich mit anderen Orthoptistinnen und Ärzten ausgetauscht, die selbst bei diesen Werten Brillen verordnet haben und es hat geklappt.
Ich verordnete dann eine Brille und siehe da, erstens sehen nicht mal die unterschiedlich starken Brillengläser auffällig aus (mit der richtigen Schleiftechnik heutzutage echt kein Problem!) und getragen wird sie auch super!

Mein Rat also - nimm die Brille für deine Tochter an, denn alles andere ist unnötig teuer, aufwendig und wird dich Kraft und Nerven kosten mit vermutlich deutlich geringerem Erfolg als eine getragene Brille...

Tut sich deine Tochter denn schwer, die Brill zu tragen oder setzt sie sie gut auf? Wie lange hat sie sie denn schon?

LG

Andrea

Beitrag von a79 07.10.08 - 03:06 Uhr

Hallo Juliane,

ich bin Orthoptistin in einer Augenarztpraxis und hatte selbst schon kleine Patienten mit Kontaktlinsen - aber: die waren medizinisch indiziert, d.h. Kinder ohne eigene Augenlinse, starke einseitige Brillenwerte...

Ich hatte mal einen Jungen hier, der hatte einseitig Minus 10 dpt. Erst haben wir es mit einer KL versucht, wogegen er sich aber nach anfänglicher Kooperation heftigst gesträubt hat und die dauernd wieder verschoben oder verschwunden war...Effekt =0
Nach einer Fortbildung, auf der es um genau dieses Thema ging, habe ich mich mit anderen Orthoptistinnen und Ärzten ausgetauscht, die selbst bei diesen Werten Brillen verordnet haben und es hat geklappt.
Ich verordnete dann eine Brille und siehe da, erstens sehen nicht mal die unterschiedlich starken Brillengläser auffällig aus (mit der richtigen Schleiftechnik heutzutage echt kein Problem!) und getragen wird sie auch super!

Mein Rat also - nimm die Brille für deine Tochter an, denn alles andere ist unnötig teuer, aufwendig und wird dich Kraft und Nerven kosten mit vermutlich deutlich geringerem Erfolg als eine getragene Brille...

Tut sich deine Tochter denn schwer, die Brill zu tragen oder setzt sie sie gut auf? Wie lange hat sie sie denn schon?

LG

Andrea