stillprobleme...flasche geben?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von dynamitesu 30.09.08 - 21:21 Uhr

hallo.

ich habe am 14.09.2008 meine kleine zwergin auf die welt gebracht und hatte eigentlich vor 6 monate zu stillen...
im krankenhaus hatten sie mir dann erstma nicht die richtige anlegetechnik gezeigt, sodass ich blutige brustwarzen hatte und mir einfach alles weh tat...aber das haben wir jetz gut hinbekommen und das andocken etc klappt eigentlich ganz gut...
nur komm ich irgendwie nicht so richtig mit dem stillen klar...ich fühl mich einfach nicht wirklich wohl dabei...
einerseits möchte ich das beste für meine kleine, und das soll ja nun mal muttermilch sein, andererseits bekomm ich jedes ma wenn sie wach wird schon panik, weil ich weiß, dass sie dann wieder an die brust will...ich find das gefühl einfach unangenehm, teilweise zieht und sticht es auch...
ich bin irgendwie einfach unzufrieden...
und dann gibts zusätzlich noch tage wie heute, wo die kleine einfach nur brüllt...dann wird sie gefüttert und sie is satt und schläft ein und nach 20 min wacht sie brüllend wieder auf und nachdem sie sich durch nix anders beruhigen lässt, leg ich sie dan doch wieder an und sie trinkt wieder 30 min durchgehend...da fragt man sich doch, ob die eigene milch einfach nicht wirklich satt macht?!

wie is das mit flasche geben? kann man nicht einen kompromiss aus stillen und flasche machen? tagsüber das eine nachts das andere? oder wenn man ausm haus ist die flasche und daheim stillen? hat jemand damit erfahrungen???

und dann gleich noch eine frage:
können die zwerge von muttermilch durchfall bekommen? ich habe nämlich das gefühl, dass der stuhl meiner kleinen heute noch flüssiger war als sonst...eher wässrig...

so...genug mein leid geklagt...würde mich sehr über meinungen, anregungen oder was auch immer freuen...

die verzweifelte su

Beitrag von nicole9981 30.09.08 - 21:32 Uhr

Hallo!

Ich kann dir einfach nur raten noch ein bisschen durchzuhalten. Das Stillen war mir ein Graus am Anfang weil es einfach nur unangenehm war und weh tat. Dazu kam bei mir noch das ständige Gefummel mit dem Stillhütchen was ich Anfangs brauchte. Du wirst aber sehen dass du bald nicht mehr so unangenehme Gefühle hast. So war es jedenfalls bei mir. Irgendwann habe ich es garnicht mehr gemerkt wenn er trank. Nachts z.Bsp. war Selbstbedinung angesagt und ich konnte morgens nicht mehr sagen wann er wie lange getunken hat. Ich habe am besten im Liegen gestillt. Da konnte auch ich mich entspannen und meist sind wir beide eingechlafen.

Wenn es trotzdem alles nix nützt und du dich unwohl fühlst dann kannst du natürlich auch die Flasche geben. Dein Zwerg wird auch damit groß werden und eine schlechte Mutter ist man deshalb noch lange nicht. Am besten lässt du dich vom Kinderarzt beraten.

Ein Mittelweg halte ich eher für nicht so praktikabel. Mal Brust und mal Flasche zu geben kann bei manchen Kindern Verwirrung stiften. Zumal es in den Wachstumsphasen so ist dass die Kleinen öfter an die Brust wollen was eine Steigerung der Milchproduktion bewirkt. Über kurz oder lang wird dir also die Milch knapp werden und es wird immer mehr zu Flasche tendieren.

Wenn du dich entscheidest es doch wenigstens noch eine Weile mit dem Stillen zu versuchen dann kannst du dir auch Hilfe bei einer Stillberaterin suchen. Kannst im Internet bei der LaLecheLiga eine suchen die in deiner Nähe wohnt. Die helfen immer gerne bei Problemen weiter.

LG Nicole mit Nils

Beitrag von swaantje 30.09.08 - 21:34 Uhr

Hallo Su!

Am Anfang ist es sehr oft so, das die Kleinen ständig an die Brust wollen. War bei mir auch so. Habe manchmal 1 1/2-2 Stunden am stück gestillt. Mein Sohn hat nicht wirklich getrunken, sondern mehr genuckelt. Wenn du deinem Baby jetzt die Flasche gibst, dann stellt sich deine Milchproduktion nie richtig ein. Deine Milch wird dann immer weniger werden. Ich kann dir nur raten, wenn du wirklich voll stillen möchtest:

Halte durch! Das wird besser. Eine schöne Stillbeziehung muß sich entwickeln! Nach 6-8 Wochen wird es besser:-)

Bei uns hat es sich mittlerweile auch eingependelt und ich genieße das stillen nun sehr. Hatte am Anfang auch etwas Probleme mit dem stillen unterwegs. Mittlerweile kann ich mir nichts besseres mehr vorstellen, weil wir damit total ungebunden sind und alles machen können. Ich habe eine Stillgruppe besucht um meine "charmgefühl" zu verliehren. Dort habe ich zum ersten mal vor "Publikum" gestillt. Dadurch habe ich meine Hemmungen verloren. Ich stille überall und vor jedem!! Egal wo, wie wann;-)

Der Stuhl sah bei meinem Sohn Anfang auch manchmal richtig wässrig aus und er hatte bis zu 10x Stuhl am Tag. Auch weg:-) alle 2-3 Tage macht er jetzt die Windeln nur noch voll. Denke das der Darm von deinem Baby sich noch einstellen muß.

Also, wenn du stillen möchtest und das 6 Monate, dann schmeiß Flaschen und Milchpulver weg und vertrau deinem Körper und deinem Baby.

Halte durch! Das unangenehme Gefühl geht auch weg! Ganz sicher;-)

Hoffe konnte dir ein bisl Mut machen.
Wünsch dir noch viel Spaß mit deiner Zwergin#klee

Lg Swaantje mit Kai die das stillen total genießen:-)

Beitrag von dodo0405 30.09.08 - 21:36 Uhr

Die Meinungen dazu gehen total auseinander und es ist wohl von Frau zu Frau unterschiedlich, wie sie diese Sache sieht. Im Endeffekt musst DU alleine es entscheiden.

Für mich gab es nie eine Alternative zum Stillen. Ich hatte von Anfang an kein "Milchpulver für Notfälle" zuhause, so wie es andere Mütter "vorsorglich" tun. Ich wollte stillen, trotzdem meine Tochter die ersten 7 Tage ihres Lebens per Magensonde ernährt wurde.
Auch mir wurde im Kkh die falsche Technik gezeigt bzw. sagte mir niemand, dass es nach 10 Minuten Abpumpen pro Brust auch mal gut sei. Also habe ich gepumpt und gepumpt bis Blut kam. So ging das 5 Tage lang, dann kam endlich eine Hebamme, die mich in den Arm nahm, mir mein Kind aus dem Brutkasten auf die Brust legte und dann, endlich, nach 8 (!) Tagen, kam auch mein Milcheinschuss.

Viele hätten vorher aufgegeben. Hätten gesagt, ich kann nicht stillen.
Für mich kam aufgeben nie in Frage.
Natürlich gab es Zeiten, in denen ich länger gestillt habe als die Pausen dazwischen waren. Meine Tochter trank 30 Min. an der einen, 20 Min. an der anderen Brust, schlief 15 Minuten und trank dann wieder...


Ich habe es durchgezogen. Hab 7 Monate voll gestillt - ohne Pulvermilch auch nur angerührt zu haben. Ich muss allerdings gestehen - gerade zu Schubzeiten weiß ich, hätte ich welche im Haus gehabt, ich hätte sie ihr gegeben. Aus purer Verzweiflung, weil ich oft nahe am Rand der Verzweiflung war.

Das ist meine Meinung - andere Mütter sind mit Flasche + Stillen glücklich geworden, andere wiederum stehen dazu, dass sie kein Stilltyp sind.

Zum Stuhlgang: Muttermilchstuhl ist generell sehr flüssig. Seeeehr flüssig. Ein Tipp: Unterm Wickeltisch keine hellen Teppiche und stets die vollgesch... Windel vor den Poppes legen beim Windelwechseln, damit zumindest ein kleines Hindernis in der Schusslinie liegt ;-) Meine Tochter hat nämlich mal munter beim Windel wechseln sowohl die Mama von oben bis unten als auch den Teppich voll gedonnert ....

lg

Beitrag von swaantje 30.09.08 - 21:41 Uhr

Hi hi#freu wenigstens bin ich nicht die einzige Mama die mal von ihrem Kind angesch*** wurde#freu

Beitrag von brilliantblue 30.09.08 - 21:44 Uhr

Hi!

Besorg Dir auf jeden Fall eine Milchpumpe (ich empfehle die Handpumpe von Avent), dann kannst Du abgepumpte Milch mit der Flasche füttern und bist etwas freier.
Es ist aber normal, dass echt eiserner Wille dazugehört, die Stillerei durchzuhalten. Ich schaffe es nun schon seit 4 Monaten, bin aber grade wieder mal sehr am kämpfen, meinen Kleinen satt zu kriegen. Naja, ich habe halt das Ziel vor Augen, unbedingt 6 Monate durchzuhalten. Um das zu schaffen, muß man halt einiges auf sich nehmen. Aber ich möchte mir später einfach keine Vorwürfe machen müssen, daß ich nicht alles versucht hätte, dass mein Kind nicht auch diesen ätzenden Heuschnupfen und die blöden Lebensmittelallergien bekommt wie ich. Klar kann er es trotzdem bekommen, aber dann habe ich wenigstens alles in meiner Macht stehende getan.

LG, Brilli

Beitrag von oktobermama123 30.09.08 - 21:48 Uhr

Hi Du Arme...

erst einmal: Mein Mitgefühl. Ich weiß genau, wie es Dir geht, habe dasselbe durchgemacht.
Wenn Du Dich mit dem Stillen nicht wohlfühlst und Angst vor jeder weiteren Mahlzeit Deiner Maus hast, würde ich Dir von Herzen raten, abzustillen. Denn stillen bringt es nur, wenn sich BEIDE, also Mutter und Kind, dabei wohlfühlen. Es nützt keinem etwas, wenn Du Dich dabei nur quälst. Als ich mich vor zwei Jahren nach nur 14 (schlimmen) Stilltagen endlich zum Abstillen durchgerungen hatte, ging es allen Beteiligten schlagartig besser! Und Du brauchst auch nicht das Gefühl haben, eine "schlechte Mutter" zu sein, nur weil Dein Kind die Flasche bekommt!!!

Du solltest die Kleine nicht "unkontrolliert" lange an Deiner Brust nuckeln lassen, was das mit Deinen Brustwarzen macht, hast Du ja selber schon erfahren. Versuche es zwischendurch mal mit dem Schnuller, vielleicht hat die Kleine nur ein Bedürfnis zu saugen? Ansonsten würde ich PRE-Nahrung zufüttern, wenn die Stillabstände sehr kurz sind.
Der Stuhl von gestillten Kindern ist immer sehr dünnflüssig. Zur Sicherheit frag doch noch mal die Hebamme, die Dir auch in Stillfragen immer Rat geben kann!

Zum Schluss nur noch eines: Wenn es mit dem stillen nicht klappt und es Dir dabei nicht gut geht, dann höre auf. Unser Großer ist jetzt 2 Jahre alt und ein intelligentes, aufgewecktes und quirliges Kerlchen. Und unser zweites wird in 3 Wochen dazukommen, und ich werde definitiv von Anfang an nicht stillen, weil ich die erste Zeit mit dem Neugeborenen richtig genießen möchte und sie mir nicht noch einmal durch Schmerzen, Fieber, Brustentzündungen, Quarkumschläge, Angst, Frustation und ein ewig schreiendes Kind vermiesen lassen möchte.
Es ist Deine Entscheidung, und Du solltest dazu stehen!

Ich wünsche von Herzen alles Gute und dass es allen Beteiligten bald besser geht!
Ganz liebe Grüße von Birgit + Krümel, 37. SSW

Beitrag von peej 30.09.08 - 22:43 Uhr

Hallo,

mir geht es ähnlich, ich fühl mich beim Stillen auch nicht besonders wohl.
Außerdem denke ich, dass meine Maus nicht genug bekommt, da sie total immer nach 5min total unruhig an der Brust war- gezappelt hat- mit Brustwarze im Mund den Kopf weggezogen etc. (AUA... das sind tierische Schmerzen :-[)

Naja ich hab auch 1,5 Wochen durchgehalten (da war sie so 6 wochen -ja war wahrscheinlich ein Schub aber 1,5 Wochen???) und immer wieder angelegt, nur mehr milch hab ich nicht bekommen!!

Also gebe ich jetzt nebenbei noch Pre, d.h. wenn Elodie anfängt an der Brust zu zappeln und ziehen wechsel ich die Brust und wenns dann nochmal ist bekommt sie noch Pre angeboten meist so 50ml die trinkt sie aber nicht immer!

Und in der Nacht reicht ihr meine Menge total aus, da ich abends ihr nur Flasche gebe, so hab ich genug Milch für die Nacht!! #schein

Ich denke mal der optimale Weg ist das nicht, eher eine Art sanftes Abstillen, aber ich denke das zieht sich bestimmt noch einige Wochen so hin und ich bin zufriedener und habe vor dem Stillen nicht mehr so einen Horror! ;-)

Bye
PJ

Beitrag von mica_mama2006 01.10.08 - 13:41 Uhr

Hallo,

mir geht es wie dir, meine Kleine kam am 19.09. auf die Welt. Ich stille nun ab, ich schaffe es einfach nicht.
Meine Brustwarzen sind sooo wund, ich habe teilweise schon geheult, wo ich nur an das Stillen gedacht habe. Ich hatte auch schon 2 Milchstaus mit Fieber und allem.
Meine Hebi hat sich wirklich sehr große Mühe gegeben, und mir sämtliche Stillpositionen etc. gezeigt, aber es klappt einfach nicht. Die Kleine wird zwar satt, allerdings etwa erst nach einer Stunde, und dass an zwei wunden Brustwarzen die ewig nicht abheilen... das geht einfach nicht mehr. Ich habe noch einen 21 Monate alten Sohn, um ihn konnte ich mich garnicht mehr richtig kümmern, weil es nur noch ums Stillen ging... Also ich pumpe jetzt noch so lange wie möglich ab, und dann bekommt sie die Flasche.

Ich würde dir raten, entweder beißt du die Zähne zusammen und ziehst es durch oder du stillst ab, eine Zwischenlösung mit Flasche und Stillen finde ich nicht so ideal.

Alles Liebe.

Maria & Babyboy *22.12.2006 & Babygirl *19.09.2008