Antibiotika und weiter gestillt

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von eviniki 30.09.08 - 21:48 Uhr

Hallo!
Meine Tochter ist jetzt 6 monate und ich stille voll. Vor einer Woche habe ich Angina bekommen. Ich war bei meiner Hausärztin, wir haben es zuerst mit Homäopathischem probiert, nach drei Tagen hat sie mir aber doch leichte Antibiotika verschrieben. Ich hab sie extra noch gefragt, ob ich weiter stillen darf, aber so sicher war ich mir dann nicht. In der Verpackungsbeilage wird auch abgeraten. Ich habe sie 3 Tage lang genommen und meine Tochter hatte dann öfter am Tag Stuhl und der Popo ist ganz feuerrot. Kann das mit den Antibiotika zusammenhängen? Und sind andere Schäden zu erwarten. Ich mache mir Sorgen, dass sie später mal Probleme hat. Was kann passieren, wenn mann Antibiotika nimmt und weiterstillt?
Bitte helft mir! Ich muss ständig daran denken und mache mir Soregen. Vielleicht kann mich jemand beruhigen.
Vielen Dank, Eva

Beitrag von nicole9981 30.09.08 - 21:54 Uhr

Hallo!

Rufe beim Kinderarzt an! Der weiß welche du nehmen kannst und welche nicht. Ich habe zweimal Antibiotika bekommen während der Stillzeit. Einmal konnte ich weiterstillen und einmal musste ich eine Stillpause machen. War auch noch ganz am Anfang der Stillzeit und für mich eine große seelische Belastung. Es gibt Antibiotika mit denen man Stillen kann.

LG nicole mit Nils

Beitrag von gussymaus 30.09.08 - 21:59 Uhr

ich habe einmal penicillin nehmen müssen in der stillzeit. geht, sagte mein arzt, mus aber nicht.

aber stillen war mir wichtiger... außerdem gehen ja nur spuren in die muttermilch über und wenn ich das kind angesteckt hätte mit dem virus hätte es ja den selben wirkstoff in anderer dosierung bekommen...

meinem allergiekind kuhmilch zu geben fand ich da schlimmer als ihm spuren des medikaments zuzmuten dass es evtl selber bekommen würde, würde ich es noch anstecken...

es gibt sicherlich menschen die dir ezählen wie lebensgefährlich das sein kann, so wie du auch impfgegner findest die dir plausibel erklären können warum impfstoffe gefährlich sein sollen... es gibt zu allem ein pro und contra. letztlich musst du für dich abwägen was dir wichtiger ist... wenn dein arzt dir das stillen nicht ganz verbietet würde ich weiterstillen... die kuhmilchfreiheit wäre mir bei meinen allergikerkindern wichtiger...

ABER: der wunde po (bzw hautirritationen generell) und verdauungsbeschwerden können nebenwirkungen vom penicillin/antibiotika sein. bis zu einen gewissen grad würde ich das hinnehmen - hatte unser großer auch als er mit 1einhalb das erste mal selber penicillin bekam, gibt sich meist schnell und mit passender medizin ist man ja schnell auskurriert (sind ja meist keine 2 wochen die mans schlucken muss) und muttermilch hilft dem kind da besser als ein nahrungswechsel... vor allem wenn es sichdoch angesteckt hat und bald selber medizin bekommen muss - ist ja nciht auszuschließen... kannst ja schlecht ohne dein kind in quarantäne...

im beipackzettel steht meist "nutzen risiko abwägung" - mehr ist das ist!

Beitrag von lene76 01.10.08 - 11:06 Uhr

ich hatte mehrerer brustentzuendungen, die mit antibiotika behandelt werden mussten. habe immer stillfreundliche antibiotika bekommen und konnte weiterstillen. frag doch mal bei deinem KIA oder so nach.

dass man die in der stillzeit nicht nehmen soll, steht wohl immer im beipackzettel.

da die antibiotika auch in die mumi leicht uebergehen, kann das bei babys auch zu leichtem durchfall fuehren (war bei uns auch so)...

lg,
lene

Beitrag von kyrilla 01.10.08 - 18:08 Uhr

Frag bei Embryotox nach:

http://www.bbges.de/content/index1a6a.html

Die geben Schwangeren und Stillenden Auskunft über verträgliche Medikamente.
Weise auch Deinen Arzt darauf hin, ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Ärzte diese Beratungsstelle nicht kennen.

LG
Kyrilla