Geburt nach Dammriß 3.G, Scheidenriß, usw.

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von funkyred 30.09.08 - 22:44 Uhr

Hallo,

hat jemand schon nach einer schweren Geburtsverletzung nochmal vaginal entbunden?

Bin jetzt wieder schwanger, 4 Jahre nachdem ich bei der Geburt meines Sohnes einen Dammriss 3. Grades, hohen Scheidenriss beidseitig und Schamlippenriss erlitten habe. Es dauerte über ein Jahr, bis ich mich wieder ziemlich normal fühlte. #augen #schwitz

Hat sonst jemand eine ähnliche Erfahrung und das nächste mal vaginal entbunden? Wenn ja, wie ist die Geburt gelaufen? Gab es wieder solche Verletzungen?

Beitrag von juligirl 01.10.08 - 07:19 Uhr

Was sagt denn Dein Frauenarzt ?? Ist alles gut und ohne Narben verheilt ??

Wenn ja, sollte einer "normalen" zweiten Entbindung nichts im Wege stehen. Diese schlimmen Risse passieren meistens nur bei der ersten Entbindung.

Aber spreche am besten nochmal mit Deinem FA darüber.

Alles Gute !
#klee

Beitrag von yristow 01.10.08 - 07:23 Uhr

Guten Morgen.

ich hatte das bei meiner erste geburt auch und kann mich noch gut an die zeit danach erinnern ich hatte auch lange damit zu tun das sogar schon operativer eingriff von der seite meines arztes zur sprache kam.
Ich habe mich aber dagegen geweigert.
nach 5 jahren wurde ich wieder mit meiner 2 tochter schwanger und hatte panische angst das es wieder passieren wird.
Ich habe normal entbunden ( aber ich hatte eine PDA ) und bekam diesmal ein Dammschnitt nach der geburt wurde alles vernünftig wieder zugenäht ( die probleme damals bei der ersten geburt waren das der Arzt mich schief zusammen genäht hat was mir dadurch die ewigen probleme einbrachte ich erst bei meiner 2 entbindung erfahren habe. Die Ärztin die bei meiner 2 entbindung denn dammschnitt machte hat danach noch das überschüssige geweben entfernt und dann zugenäht.
Noch am gleichen tag wo die PDA ihr wirkung verlor hatte ich keinerlei Probleme damit ich konnte recht gut sitzen und habe schon 1 woche nach der entbindung wieder auf ein holzstuhl sitzen können.

Bei meiner Freundin war es auch so ähnlich wie bei dir nur das sie beim 2 kind weder gerissen noch geschnitten wurde.

Ich wünsch dir viel erfolg bei deiner 2 geburt .

Mach dir nicht so viele gedanken und lass es einfach auf dich zukommen auch wenn es schwer fällt.

Viel glück und liebe Grüße Yvonne#liebdrueck

Beitrag von teufelinchen72 01.10.08 - 18:42 Uhr

Halllöchen,

die gleichen Geburtsverletzungen (Dammriss III. Grades und hoher Scheidenriss) hatte ich auch vor knapp 6 Jahren bei der Geburt meines ersten Sohnes mit KU von 37cm erlitten.

Bei mir hatte es auch eine ganze Weile gedauert, bis alles wieder ok war (aber nicht soo lange, wie bei Dir).

Die 2. Geburt vor 4 Jahren fand im Wasser statt (die erste Geburt war an Land auf dem Rücken und meine Hebi meinte jetzt, kein Wunder dass ich da sooo gerissen bin).

Bei der 2. Geburt hatte ich einen Dammriss II. Grades, der superfix verheilte, ich hatte von Anfang an keinerlei Probleme.

Nun steht im Januar (oder so) Geburt Nummer 3 an und ich bin schon jetzt gespannt, was da auf mich zukommen wird.

LG,
Wiebke

Beitrag von jindabyne 01.10.08 - 20:07 Uhr

Ich hatte bei der ersten Geburt auch einen DR III, dazu mehrere Scheiden- und Labienrisse. Bei mir ist damals fast alles gerissen, was so reißen kann. #augen Genäht wurde ca. 40 Minuten, aber die Ärztin hat das super gemacht. Ich konnte zwar eine Woche nicht sitzen, doch danach ist alles wieder gut verheilt.

Bei der zweiten Geburt (2 Jahre und 3 Monate später) hatte ich jetzt nur einen kleinen Riss, der mit zwei Stichen genäht wurde. Diesmal konnte ich von Anfang an ohne Schmerzen sitzen.

LG Steffi

Beitrag von hebamme29 02.10.08 - 22:43 Uhr

Hallo,

wenn alles gut verheilt ist (da das Gewebe dort sehr gut verheilt, viel besser als zB Bauchhaut, ist dies vermutlich der Fall) dann steht einer weiteren Spontangeburt nichts im Wege.

Um solche Verletzungen zu vermeiden, gibt es ganz einfache Tricks...der wichtigste ist wohl, NICHT in Rückenlage wie ein Maikäfer zu entbinden (leider oft gewählt aus Bequemlichkeit der Hebamme/Arzt) sondern möglichst aufrecht (Hocker, Vierfüßler, im Wasser)...da sind Dammverletzungen selten.

Weiterhin empfehle ich dir, bereits vor der Geburt Dammmassageöl anzuwenden und Caulophyllum ab der 37. Woche einzunehmen.

LG Hebamme Nina

Beitrag von mamavon2 02.10.08 - 23:19 Uhr

hatte bei der großen 2006 auch einen damm- und einen hohen scheidenriss. habe vor vierzehn tagen meinen sohn ohne schlimmere sachen entbunden - hatte zwei schürfwunden an den schamlippen. allerdings: auf dem hocker - was ninas empfehlung stützen würde (von der ich aber vorab nichts wusste), mir war einfach nach hocker (hauptsache unten frei)! wohlgemerkt: ohne damm-massage. irgendwie fehlte mir dafür die überzeugung, dass das was bringen würde. und was soll ich sagen: am 21. entbunden und seit sonntag sind auch die schürfwunden schon wieder verheilt - ich spüre nichts mehr... und was soll ich sagen: vorweg hatte ich panik ohne ende, genau die blessuren wieder zu bekommen oder dass irgendwas wieder reisst...

LG

Beitrag von funkyred 04.10.08 - 17:42 Uhr

Vielen Dank für das Feedback!

Bisher habe ich wirklich gemischte Meinungen gehört. Die Ärztin, die bei der ersten Geburt anwesend war, meinte "nächstes Mal: Kaiserschnitt!!!". Sowohl meine aktuelle FA und die, die ich bei der Nachsorge das letzte Mal hatte meinten beide, dass die Narben gut verheilt sind. Sie könnten aber beide nicht wirklich sagen, woran die Verletzungen lagen, wollten glaube ich keine Schuld zuweisen. Die FA sagt aber, ich soll unbedingt ins KH entbinden, weil ich das letzte Mal so viel Blut verloren habe, dass es kritisch wurde.

Ich habe neulich mit einer Hebamme gesprochen, die ausschliesslich Hausgeburten macht, und sie meinte (nachdem sie den Geburtsprotokoll der ersten Geburt gelesen hat) dass die Verletzungen mit 100% Sicherheit Resultat einer zu schnellen Geburt mit Wehentropf waren. Mein Sohn wog 3200g mit 34cm Kopfumfang, und hat dabei auch mein Zervix gerissen (im ersten Post nicht erwähnt)! Sie meint, ich bin eine gute Kandidatin für eine Hausgeburt, und so was wird mit Sicherheit nicht wieder passieren, und vor allem nicht zu Hause.

Jetzt habe ich ziemlich alles an Meinungen gehört, und muss mich entscheiden, was ich bei der nächsten Geburt mache. Mein Instinkt sagt mir schon seit Jahren, dass die erste Geburt künstlich stark beschleunigt wurde, damit die Geburt vor der Schichtwechsel im KH stattfand (Ärztin hat damals sogar ausdrücklich gesagt "Das schaffen wir vor der Schichtwechsel!!"), aber irgendwie habe ich noch Angst, dass das ganze doch einfach einen schlimmen Zufall war, und das mit mir etwas einfach nicht stimmte. Ich würde gerne das KH bei der nächsten Geburt vermeiden, aber was ist, wenn ich wieder so viel Blut verliere und solche Verletzungen bekomme?

Naja, habe viel zum Überlegen...

Freue mich noch über jedes Feedback, positiv oder negativ!

Beitrag von funkyred 04.10.08 - 17:53 Uhr

Vielen Dank für das Feedback! (Habe aus Versehen meine Antwort an Allen nur erst als direkte Antwort an einer Person gepostet... sorry!! Deswegen noch mal so)

Bisher habe ich wirklich gemischte Meinungen gehört. Die Ärztin, die bei der ersten Geburt anwesend war, meinte "nächstes Mal: Kaiserschnitt!!!". Sowohl meine aktuelle FA und die, die ich bei der Nachsorge das letzte Mal hatte meinten beide, dass die Narben gut verheilt sind. Sie könnten aber beide nicht wirklich sagen, woran die Verletzungen lagen, wollten glaube ich keine Schuld zuweisen. Die FA sagt aber, ich soll unbedingt ins KH entbinden, weil ich das letzte Mal so viel Blut verloren habe, dass es kritisch wurde.

Ich habe neulich mit einer Hebamme gesprochen, die ausschliesslich Hausgeburten macht, und sie meinte (nachdem sie den Geburtsprotokoll der ersten Geburt gelesen hat) dass die Verletzungen mit 100% Sicherheit Resultat einer zu schnellen Geburt mit Wehentropf waren. Mein Sohn wog 3200g mit 34cm Kopfumfang, und hat dabei auch mein Zervix gerissen (im ersten Post nicht erwähnt)! Sie meint, ich bin eine gute Kandidatin für eine Hausgeburt, und so was wird mit Sicherheit nicht wieder passieren, und vor allem nicht zu Hause.

Jetzt habe ich ziemlich alles an Meinungen gehört, und muss mich entscheiden, was ich bei der nächsten Geburt mache. Mein Instinkt sagt mir schon seit Jahren, dass die erste Geburt künstlich stark beschleunigt wurde, damit die Geburt vor der Schichtwechsel im KH stattfand (Ärztin hat damals sogar ausdrücklich gesagt "Das schaffen wir vor der Schichtwechsel!!"), aber irgendwie habe ich noch Angst, dass das ganze doch einfach einen schlimmen Zufall war, und das mit mir etwas einfach nicht stimmte. Ich würde gerne das KH bei der nächsten Geburt vermeiden, aber was ist, wenn ich wieder so viel Blut verliere und solche Verletzungen bekomme?

Naja, habe viel zum Überlegen...

Freue mich noch über jedes Feedback, positiv oder negativ!