Freunde mit absurden Ansichten - wie reagiert Ihr?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von nele27 01.12.09 - 09:54 Uhr

Moin Ihr Lieben,

wie reagiert Ihr, wenn Freunde von Euch Ansichten haben, bei denen Euch die Haare zu Berge stehen??

Ich bin ja so ein Mensch, der gern diskutiert und auch leidenschaftlich seine Meinung vertritt. Am liebsten verbessere ich die Welt bei 3 Promille in der Kneipe #hicks Mich stört es dann auch nicht, wenn es mal hitziger wird. Bisher gab es noch nicht ernsthaft Stress - aber die Gefahr ist natürlich da.

Wie haltet Ihr Gespräche mit Freunden, die Euch lieb sind, deren Ansichten Ihr aber nur zum K***** findet?
Diskutiert ihr das aus oder haltet Ihr Euch lieber zurück? Gabs schon mal Ärger wegen Politik, Moral u.ä.??

Im konkreten Beispiel hab ich mich mit einer Freundin rumgefetzt, die die Todesstrafe forderte und das mit den bescheuertsten Begründungen untermalte #augen Mit wurde ganz übel. Hab dann im letzten Moment, bevor es Streit gab, das Thema gewechselt #schwitz
Wusste auch gar nicht, dass dieses intelligente Mädel so viel hohles Gewäsch von sich geben kann #schmoll

Wie handhabt Ihr solche Situationen??

LG, Nele

Beitrag von katzeleonie 01.12.09 - 09:58 Uhr

Hi,

wenn es Sinn macht zu diskutieren, dann mach ich es auch gern. Wenns mir gar zu blöd ist, und das ist es fast immer, dann sage ich nichts mehr, der andere kann sich seinen Teil denken, nämlich daß meine Meinung eine andere ist. Wieso soll ich mit jemandem diskutieren, den meine Meinung nicht interessiert und der eh zu doof ist?? Früher in jüngeren Jahren hätte ich das ausdiskutiert bis zum erbrechen. Heute nicht mehr!

lg
Anja

Beitrag von nele27 01.12.09 - 11:30 Uhr

Ich diskutiere noch heute gern bis zum Erbrechen :-)

Gar nicht mit bösen Absichten oder streitlustig oder so. Aber es ist eben ein schmaler Grad zwischen engagierter Debatte und Streit...

LG

Beitrag von mioo 01.12.09 - 10:15 Uhr

Jedem seine Meinung lassen und schweigen...nachdem ich ich im ruhigen Ton sage das ich diese Meinung nicht teile...:-D

Beitrag von nele27 01.12.09 - 11:31 Uhr

Das ist nicht so ganz meine Welt ... ich bin eben ne Labertasche :-)

Beitrag von heike011279 01.12.09 - 10:30 Uhr

Na ja, leben und leben lassen. Vielleicht denkt sie das Gleiche über Dich? Meinungen sind eben Meinungen und ich finde es immer befremdlich, wenn jemand vehement versucht, mich mit allen MItteln und STrategien von seiner Meinung zu überzeugen, die wiederum für mich einfach nur "absurd" ist.
Meistens belasse ich es dabei, ist mir zu anstrengend, anderen meine Meinung aufzudrücken. Irgendwann merkt man doch, das alle Argumente auf dem Tisch liegen und das Gegenüber trotzdem auf seiner Meinung beharrt.
Das ist dann für mich der PUnkt, an dem ich es gut sein lasse.
Gruß
Heike

Beitrag von anyca 01.12.09 - 10:36 Uhr

Tja, "leben und leben lassen" ist beim Thema Todesstrafe etwas schwierig #gruebel:-p

Beitrag von heike011279 01.12.09 - 10:39 Uhr

#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl

Du hast Recht! #schwitz#schock#heul

Meine Güte, wie konnte mir das nur passieren! #rofl

Beitrag von nele27 01.12.09 - 11:37 Uhr

Hi,

klar dachte sie dasselbe über mich :-)
Ich finde das aber nicht schlimm (so lange einer nicht beleidigend wirkt) und mag hitzige Debatten.
Nur ist das ja nicht bei jedem Gegenüber so und da muss man aufpassen...

Finde es aber schon irgendwie seltsam, wenn eine gute Freundin von mir in meinen Augen politisch nicht tragbar ist #gruebel Mit den meisten anderen bin ich auf einer Welle...

LG

Beitrag von schullek 01.12.09 - 11:01 Uhr

hallo,

mit den meisten menschen kann man nicht richtig diskutieren. ich schätze ne gute diskussion. aber die meisten werden beleidigt, brechen ab oder wechseln das thema. ich frag mich immer, warum menschen nicht einfach mal kintroverse dinge diskutieren können ohne persönlich zu werden.
ich hab es mittlerweile raus mich auch ggf. zurückzunehmen, auch wenn ich nicht glücklich damit bin.

lg,

schullek

Beitrag von nele27 01.12.09 - 11:40 Uhr

Ich diskutiere total gern, mache auch mal n Spruch oder es darf mal hitziger werden...
leider sieht das nicht jedes Gegenüber so bzw. hat ne andere Schmerzgrenze.
Und da muss man echt aufpassen, dass sich nicht mal ein Streit entwickelt. Ist eben ein schmaler Grad.

Meist hab ich ja mit Freundinnen dieselbe Meinung oder zumindest ähnlich.
Nur diese Freundin ist mir mit ihrer Law-and-Order-Politik gehörig auf den Geist gegangen... da musste ich mich echt bremsen. Gehöre nämllich nicht zu den Menschen, denen es egal ist, wie enge Freunde mit ihren Ansichten so ticken. Dazu ist mir manches viel zu wichtig.

LG

Beitrag von rienchen77 01.12.09 - 11:09 Uhr

das ist der Grundsatz jeder gut geführten Diskussion... reden und reden lassen, seinen Standpunkt darbieten und die Meinung des anderen tollerieren...

ansonsten nennt man es Streitgespräch...und da kann es hitziger bei werden...

man darf und kann niemanden seine Meinung auferzwingen und wenn einer meint es sollte standrechtlicher Erschießungen geben....

ist doch wurscht....aber... man lernt dadurch die Intelligenz seines gegenübers kennen und bei Gott... ich würde mein Gegenüber auch manchmal am liebsten gegen die Wand klatschen, bei dem geistigen Durchfall was aus deren Münder kommt....





Beitrag von heike011279 01.12.09 - 11:22 Uhr

Hi,

>>ist doch wurscht....aber... man lernt dadurch die Intelligenz seines gegenübers kennen und bei Gott... ich würde mein Gegenüber auch manchmal am liebsten gegen die Wand klatschen, bei dem geistigen Durchfall was aus deren Münder kommt.... <<

Genau das finde ich eben nicht. Nur weil jemand vielleicht eine andere Meinung zu einem Thema hat oder in Deinen Augen eine vielleicht etwas merkwürdige Auffassung von ein und demselben Sachverhalt, gibt das noch lange keinen Rückschluss auf seine Intelligenz.

Ich finde es sehr vermessen, so zu denken. A la: Der Mensch ist nicht meiner Meinung, lässt sich auch nicht von meinen Argumenten überzeugen, also ist er nicht so intelligent wie ich! #kratz

Diese Auffassung finde ich nun wieder sehr...sagen wir mal grenzwertig.

LG
Heike

Beitrag von rienchen77 01.12.09 - 12:36 Uhr

schön das du dich nur auf den letzten Teil meines Beitrages beziehst, aber wohl nicht annähernd den ersten Teil wiedergibts...

Beitrag von heike011279 01.12.09 - 16:43 Uhr

Das liegt daran, dass ich zum ersten Teil mit Dir einer Meinung bin und über den zweiten Teil (den, den ich zitierte) diskutieren wollte. ;-)

Aber nix für ungut, muss jetzt eh weg.

Bis demnächst vielleicht.

Gruß
Heike

Beitrag von rienchen77 01.12.09 - 19:33 Uhr

hier zur Diskussion oder Gefassel von einer Freundin (die ich hätte an die Wand klatschen können) es ging um eine Serie von Diebstählen bei uns im Ort:

ihre Meinung:

waren ganz bestimmt die Ausländer

ich:

warum?

sie:

weil es Ausländer sind...

so... und mehr hat sie nicht dazu gesagt...

ich nenne das verbalen Durchfall....

Beitrag von nele27 01.12.09 - 11:43 Uhr

So ein bisschen Streit (ohne Beleidigungen und in Grenzen) finde ich eigentlich gar nicht soooo schlimm... das zeigt doch, dass man engagiert ist und sich über Dinge Gedanken macht bzw. seine Werte hat.

Nur wenn man dann hört "Todesstrafe ist doch super, manche haben kein Recht zu leben und dieses ganze Kruppzeugs in Guantanamo ist mir eh verdächtig" - da dreht sich doch der Magen um *kotzurbini*

LG, Nele

Beitrag von wort75 01.12.09 - 11:10 Uhr

ich würde themen, die mir das diskutieren wert sind nicht in der bar erörtern. und nicht mit irgendwelchen promillen im blut. dort geniesst man das zusammensein und das gemeinsame. nicht das trennende.

gegen debatten habe ich nichts - aber ich muss niemandem meine meinung aufdrängen. klar sind wir politisch nicht immer alle auf derselben linie. klar redet man mal heisser - aber ich bremse auch das thema, bevor es ausartet. so erwachsen, dass man sich sagt "he, hier finden wir uns nicht, beenden wir das thema" sind wir hier wohl alle, oder?

und dann gibts leute, von denen merkt man plötzlich, dass die ansicht absolut anders ist als die eigene. und die sind dann bei relevanten themen irgendwie halt mal keine freunde mehr. ganz gegensätzliche einstellungen, meinungen, vorstellungen vertragen sich nun mal nicht.

Beitrag von nele27 01.12.09 - 11:46 Uhr

Warum nicht in der Bar?? Ich finde das anregender, als mir über irgendeinen Kram wie Herr x am Tisch y oder die neusten Klatschgeschichten Gedanken zu machen...
Wir reden gern mal bei ein paar Bier über Politik..

So ein bisschen lästern und streiten macht doch auch Spaß :-p Wenn die Ansichten des anderen nur zu absurd (nicht im Sinne von anders, sondern nicht durchdacht, Phrasen) sind, bekomme ich meine Schwierigkeiten ... aber habe ja noch die Kurve gekriegt #schwitz

LG, Nele

Beitrag von wurmologin 01.12.09 - 11:26 Uhr

Hi,

das kommt ein wenig darauf an. Ich diskutiere (!) gerne mit Freunden - kann auch gut damit leben, wenn wir nicht einer Meinung sind, sofern deren Argumente auch schlüssig bzw. hinterfragt und durchdacht und nicht irgendwelcher nachgeplapperter mist sind.
bei dem Beispiel todesstrafe und dann auch noch bescheuerte Begründung würde ich auch nicht lange diskutieren...

Beitrag von nele27 01.12.09 - 11:48 Uhr

Ja, gerade wenn vom Gegenüber so doofe Phrasen kommen ist es echt schwer, die Sachebene nicht zu verlassen... zumal diese Freundin sonst ganz normal im Kopf ist #schwitz

Aber ein bisschen Streit/kontrovers diskutieren finde ich macht doch Spaß. Ich mag es nur nicht, wenn Leute Recht haben wollen ohne Argumente zu haben oder von DIngen quatschen, von denen sie dann keine Ahnung haben. Aber mit intelligenten Menschen anderer Ansichten streite ich mich gern mal in der Kneipe rum :-)

LG

Beitrag von frauke131 01.12.09 - 12:05 Uhr

Mir sind Leute lieber, die sich kopfüber in eine Diskussion stürzen, als Jemand, der unter dem Motto:" Jeder darf seine Meinung haben und wir sind alle Menschen" lebt.

Ich kann nicht mit jedem einer Meinung sein und ich diskutiere auch gern!

Beitrag von nele27 01.12.09 - 15:55 Uhr

Ich seh das genauso ... diskutiere total gern #huepf Nur bei manchen Meinungen muss man sich echt bremsen...
gerade wenn die so unerwartet kommen.

LG

Beitrag von no-monk 01.12.09 - 13:21 Uhr

Es gibt wirklich sehr wenige Menschen, mit denen man bis zum bitteren Ende diskutieren kann. Wenn ich mit meinen Freunden allerdings nicht über verquere Ansichten diskutieren oder gar streiten kann, dann sind es keine Freunde. Zumindest keine wirklichen.
Wenn jemand so bescheuerte Ansichten hat, dass sie ich weder nachvollziehen noch eines anderen oder besseren belehren kann, dann muss ich meine Verbindung zu denjenigen überdenken, oder meine eigene Einstellung zu gewissen Dingen.
Wenn mir allerdings ein Thema nicht wichtig genug ist, dann kann ich auch mal fünfe gerade sein lassen.

Beitrag von nele27 01.12.09 - 15:57 Uhr

Ansonsten hat meine Freundin ganz normale Ansichten ... aber bei dem Thema USA/Guantanamo/Todesstrafe war sie plötzlich total schräg drauf #augen

Aber so gut befreundet, dass wir uns sagen konnten, wir bescheuert wir die Meinung des anderen finden, sind wir schon noch :-)

LG

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