Mein Kind will nicht im Kiga alleine bleiben.. Hilfeee, was tun?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von gbmaintal 01.12.09 - 10:30 Uhr

Guten Morgen,

ich muss mal ein wenig Frust loslassen.

Meine Kleine könnte seit dem 23.11. in den kiga gehen, aber irgendwie ist der Wurm drin bei uns.
Die erste halbe Woche konnte sie nicht gehen, da sie krank war, die restliche Woche konnte sie nicht, weil ich krank war und sie einfach nicht dort alleine bleiben mag und ich mich nicht mit Fieber und starkem Husten dort 2 Std hinsetzen kann.
Also wieder zuhause bleiben.
Gestern wieder ein erneuter Versuch, der wieder ganz kläglich geendet ist. GEstern war ihre Kiga-gruppe zu ( Erzieherin hat Urlaub ) und die Kinder wurden auf Gastgruppen verteilt - soweit ja okay - nur sie wollte nicht alleine bleiben, also blieb ich halt mit da, wir waren dann in der großen Bewegungshalle und sie hat auch schön mit ihrem luftballon gespielt. Nach einer 3/4 Std habe ich mich dann mal auf die dort befindliche Bank gesetzt und sie hat mich an der Stelle vorher nicht wieder gefunden( 2 Meter von der Bank entfernt ) und hat übelst total hysterisch angefangen zu kreischen und mit den Füßen zu trampeln.
Die Erzieherin hat sie total verdattert angeschaut und ich war auch etwas geschockt, bin aber sofort hin und hab sie beruhigt.

Etliche Schnupperversuche sind vorher schon kläglich gescheitert, wo wir dann den Versuch getätigt haben, daß ich einfach mal kurz gehe und in 20 Minuten wieder komme. Das war nichts, sie hat die ganze Zeit schrecklichst geweint und sich nicht beruhigen lassen.

Heute habe ich gar nicht erst den Versuch gestartet, da mein Husten immer noch nicht im Griff ist und ichs tändig husten muss in einer Tour und so kann ich mich nicht in den Kiga setzen.
Morgen geht es auch nicht, da ich morgen früh arbeiten muss und dort auch pünktlich sein muss, also muss ich sie dann mit auf die Arbeit nehmen, sonst wird das nichts mit pünktlich da sein.

Der nächste Versuch wird dann erst am Donnerstag sein, sofern mein Husten mir keinen Strich durch die Rechnung machen wird.

Ich bin im Moment gerade etwas mutlos und frustriert, ob das jemals was wird oder ob ich in der ersten Klasse auch noch neben ihr hocken muss.#rofl

Daheim macht sie so ein Theater nicht, da kann ich gehen wohin ich will, da gibt es kein Geschrei oder so.
Sie hat auch schon immer ausreichend Kontakt zu allen möglichen Leuten, auch gleichaltrigen Kindern, und vergangenes Jahr war ich mit meinen Kids in Mutter-Kind-Kur und da war sie auch total gerne in ihrer Marienkäfergruppe, da gab es kein Theater.

Was mache ich da nur falsch? So ein Theater kenne ich von meinen 4 .Jungs gar nicht. Okay der Jüngste ha tdamals 3 Wochen gebraucht zum eingewöhnen, er hat geweint beim hinbringen, aber sich -nachdem ich die Türe raus war- umgehend beruhigt.

Sorry fürs wirre Schreiben.

GLG Gabi die gerade mächtig Frust schiebt.

Beitrag von lisasimpson 01.12.09 - 10:38 Uhr

Hallo!

Für mich hört sich das ein bißchen chaotisch an und daher würde ich dir raten (aber da du arbeistest und dazu noch 4 weiter Kinder hast, weiß ich natpürlich nicht,m wie das umzusetzten ist), daß du erst mal eine woche komplett mit dabei bleibst. ihr geht morgends gemeinsam hin und bleibt dann 3 stunden dort.
in der 2. wochen fängst du an und gehst für 20 minuten (in der zeit muß sich eine erzieherin sehr intensiv um sie kümmern), dann immer weiter steigern, so aß du a mfreitag dann vielleicht schon 2 stunden gehst (wieder mit intensicem kontakt zur erzieherin in der zeit.
voraussetztung auch: sie geht JEDEN TAG hin (wenn sie krank ist in der zeit könnt ihr im grunde wieder von vorne beginnen).
es muß für sie ganz klar sein, was passieren wird, es muß klar sein, daß sie jedne tag geht, es muß klar sein, wie lang du da und wie lange du weg sein wirst und wer dann ihr ansprechpartner ist.

Ansonsten deken ich, wird das noch ne ganze weile brauchen, bis sie da ihren rhytmus gefunden hat und die sicherheit, die es ihr erlaubt, auch alleine dort zu bleiben!"

Alles liebe
lisasimpson

Beitrag von gbmaintal 01.12.09 - 10:49 Uhr

Hallo,

ich danke dir für deine Antwort.
Momentan bin ich noch in Elternzeit, muss mir jetzt eine andere Arbeit suchen, da es meinen alten Arbeitsplatz nicht mehr gibt.
Ich arbeite nur einmal wöchentlich ehrenamtlich bei unserer örtlichen Nahrungsmittelausgabe für Bedürftige Menschen hier. Und da kann ich sie mitnhemen. Es ist zwar " nur ehrenamtlich " aber ich habe da doch den eigenen Anspruch daß ich da pünktlich auf Arbeit sein mag. Also nehme ich sie mit.

Ja, du hast recht es ist wirklich etwas chaotisch zur Zeit alles. Trennung vom Papa der Tochter, er ist in eine Wohnung unten drunter gezogen im Haus, die letzten 3 Wochen war hier ständig irgend jemand krank und dann letztens ich. Ständig irgendeinen Zoff hier mit den Jungs, ständig noch verfügbar sein müssen für Gott und die Welt.
Ich werde da mal irgendwie die Proritäten ändern müssen und schauen daß ich dabei nicht auf der Strecke bleibe, bzw. wieder mehr Polster für evtl Schwierigkeiten bekomme und somit gelassener umgehen kann damit.

GLG Gabi

Beitrag von marie609 01.12.09 - 10:59 Uhr

Also kann jetzt nur von mir reden, wir hatten damals unseren Probetag im Kindergarten wo wir Eltern mitdabei bleiben durften! An dem Probetag wollte Annika nirgends mitmachen und wollte auch nicht mit anderen Kindern spielen war also die gesamte Zeit über in meiner Nähe, ich habe aber relativ schnell gemerkt dass ich der Punkt bin warum sie nicht mitmachen wollte und warum sie nirgends geblieben ist!
Am 1. Kindergartentag dann war ich nicht mehr dabei hab sie hingebracht und bin gegangen auch wenn die Kinder anfangs weinen du musst den Erzieherinnen mehr zutrauen die nehmen normal dein Kind wenn es weint und du gehst dann einfach ( auch wenn es dir dein Herz bricht, es ist halt eine Trennung) die rufen dann an wenn es wirklich nicht klappen sollte so zumindest ist es bei uns! Rede doch einfach mit den Erzieherinnen! Bei uns sind auch sehr viele Kinder morgens noch an die Mutter geklammert kaum gehen diese weinen die Kinder erstmal aber überhaupt nicht lange so 30 Sekunden dann ist es vorbei und die Kinder spielen dann schön dass kann man gut beobachten!
Vielleicht ist es bei dir dasselbe!

Was uns auch noch geholfen hat ich habe viel mit der Annika über den Kindergarten geredet! vielleicht darf dein Kind ja auch ein Stofftier Puppe oder Ähnliches zur eingewöhnung mitnehmen dass ihr den Übergang leichter macht!!

Ich würde an deiner Stelle jeden Tag versuchen zu gehen irgendwann wirds besser werden! Vielleicht gehst auch einfach nur aus der Tür es muss sich halt eine Erzieherin drum kümmern wenn du nicht da bist!


Lg, und viel Glück!!!!

Beitrag von gbmaintal 01.12.09 - 11:24 Uhr

Hey

auch dir danke ich für deine antwort.

Wir hatten bis jetzt 7 Schnuppertermine vor dem 23.11., seit dem ist sie offieziell Kiga-kind.
der erste Termin war super, ich konnte für 5 Minuten vor die Türe, der 2. und alle weiteren Termine waren gar nichts, jedesmal wenn ich gehen wollte waren schon die Tränen da und das Geschrei. Ich habe es auch tapfer durch gezogen, und mit der Erzieherin vereinbart, daß ich mich nach ner halben stunde melde telefonisch und jedesmal sagte die Erzieherin "es hat keinen Wert" und ich sollte kommen, da sie sich nicht beruhigen läßt. Sie muss wohl die ganze Zeit geweint haben auf ihren Schoß.

Ein Stoffteddy hatte sie natürlich jedes Mal dabei, ihren Schlafteddy.

Ich finde das nur so oberpeinlich, daß sie so ein Theater macht und gar nicht bleiben will. Was mögen nur die Erzieherinnen da denken.
Ach es ist so frustrierend.

GLG Gabi

Beitrag von marie609 02.12.09 - 09:52 Uhr

Lass dich nicht frustieren, jedes Kind hat seinen eigenen Rythmus dass heisst vielleicht ist sie einfach noch zu klein dafür und fühlt sich zuhause wesentlich wohler als allein bei Fremden Kindern und Erzieherinnen!
Also meiner Meinung nach ( das ist jetzt nicht böse gemeint oder so) machen da die Erzieherinnen was falsch wenn bei uns ein Kind nicht bleiben will dann wird es erstmal gleich beim ankommen des Kindes begrüßt, auf den Arm genommen und dann wird mit dem Kind sich beschäftigt( auch wenn es schreit und brüllt) sozusagen wird es abgelenkt darf dann mitgehen zum Kerzenanzünden oder es wird dann in ein Buch geschaut und das machen aber die Erzieherinnen die Eltern gehen in der zwischenzeit und dann ist es auch so dass die Erzieherinnen anrufen wenns nicht geht und nicht die Eltern! Während der gesamten Zeit über bleiben die Erzieherinnen auch ruhig also keine Spur von Stress !
Lass dich nicht so frustrieren wie alt ist denn die kleine jetzt?

Beitrag von beebi 01.12.09 - 11:32 Uhr

Hallo Gabi,

gerade wollte ich einen neuen Beitrag eröffnen und genau DAS GLEICHE PROBLEM schildern. Es hätte von mir kommen können.

Auch meine Tochter (sie wird in zwei Wochen 3 Jahre alt) will nicht im Kindergarten bleiben. Die ersten zwei Wochen liefen super. Sie war so gerne im Kindergarten. Keine Tränen und ich konnte sie nach drei Tagen sogar schon bis zum Mittagessen dort lassen. Und danach musste ich sie aus dem Kindergarten regelrecht rauszerren. Dann war sie eine Woche krank und danach fing das Drama an. Sie weint jeden Tag so schlimm, dass ich keinen Schritt aus der Gruppe gehen kann. Und wenn ich draussen (am Eingangsbereich) sitze, was mir die Erzieherinnen empfohlen haben, dann läuft sie ständig rein und raus und bringt Unruhe in die Gruppe. Wir haben es auch schon damit versucht, Sie 20 Minuten alleine zu lassen. Großes Geschrei. Sie lässt sich nicht beruhigen. Sie weint und weint und weint. Ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende. Denn sie war noch nie ein Klammerkind. Ich konnte sie überall "abgeben" und sie hat mir zum Abschied sogar noch mit einem Lächeln einen Kuss gegeben und ich war beruhigt. Letzte Woche Donnerstag waren wir sogar nach dem Drama im Kindergarten bei IKEA und das erste, was sie gemacht hat, ins Kinderland rennen und sie wollte da nicht mehr raus. Also, war sie letztendlich eine ganze Stunde alleine dort. Bei fremdnen Betreuern und fremden Kindern.

Sie sagt, sie hat Angst vor dem Kindergarten. Aber wenn ich sie frage, was ihr Angst macht, dann ist da großes SCHWEIGEN...

Wie Du siehst, bist Du nicht alleine mit diesem Problem und ich kann sooooooooooooooooo gut nachempfinden, wie Du dich fühlst. Ich bin jedes Mal den Tränen nahe und fühle mich sehr sehr hilflos...

Liebe Grüße,

Beebi

Beitrag von bokatis 01.12.09 - 11:42 Uhr

So, das sind jetzt nur so ein paar Gedanken..., muss dazu sagen, dass mein Sohn mit 2 Jahren in den KiGa kam und auch ein sehr anhängliches Mamakind war, er hat die Eingewöhnung mit dem Papa gemacht und dort in der Gruppe nehmen sie sich halt auch viel Zeit zum Eingewöhnen.

Ich würde es beim nächsten Versuch ( wenn das mit dem Kindergarten so vereinbar ist) so machen, dass ich ihr gar nicht in Aussicht stellen würde, dass sie alleine da bleiben muss, sondern einfach mit ihr ZUSAMMEN da hingehen. Einfach mal anschauen. Mit ihr hinsetzen, zugucken. Als Eltern NICHT mitspielen. Aber die Erzieherinnen müssen immer wieder kommen und ihr Angebote machen. Ihr Dinge zeigen, Spiele anbieten, wirklich auf das Kind eingehen. Du sagst dann immer: Ich bleibe hier, ich sehe zu. Ich würde mal 2 Tage gar nicht rausgehen. Wenn das der Kiga zulässt.
Zuhause würde ich ihr langsam klar machen, dass du nun weniger Zeit hast, mit ihr zu spielen. Ihr immer wieder sagen: Ach, ich würde ja gerne, aber ich kann nunmal nicht..tja, im Kindergarten gibt es bestimmt ne Menge toller Spielsachen, da ist sicher was los...usw. Es ihr halt subtil schmackhafter machen. Ohne Druck, ohne Zwang!
Ich würde es immer auf die liebevolle Art versuchen, ohne schreien lassen.
Kenne auch Kindergärten, in denen es nur mit Schreien lassen gemacht wird...
Neuere Erkenntnisse besagen, dass es wichtig ist, dass die Kinder eine "ersatzbezugsperson" im Kindergarten finden. Eine Erzieherin also, zu der sie ein Vertrauensverhältnis aufbauen können. Das liegt aber sehr an den Betreuerinnen, ob die sich darauf einlassen bzw. darum wissen. Frag mal nach.

alles Gute
K.

Beitrag von chiwa2002 01.12.09 - 21:34 Uhr

Hallo Gabi!

Auch ich kann dich total verstehen! Mir geht es ähnlich!
Ben (2,5 jahre alt) geht seit Anfang November in einen Mini-Kindergarten, d. h. montags und dienstags von 9 - 12 Uhr.
Er lässt mich auch nicht gehen und heult immer schon, wenn wir in den KiGa gehen. Er sagt ich soll nicht gehen und fängt an zu weinen.
Die beiden Erzieherinnen sind sehr nett und bemühen sich.
Aber die Erzieherinnen geben sich echt Mühe und versichern mir, dass er sich relativ schnell beruhigt und sich auch ablenken lässt.

Bei euch ist es natürlich schlecht, dass ihr es nicht konsequent durchziehen könnt. Denke, dass es schon wichtig ist, gerade in der Eingewöhnungszeit.
Ich würde mal mit den Erziehern sprechen, was sie denken und wie du sie evtl. zu Hause vorbereiten kannst.

LG und gib nicht auf. Irgenwann klappt es - ganz bestimmt!
Tanja