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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von andreah 01.12.09 - 11:40 Uhr

Hallo

habe hier schon mal gepostet. Hab aber noch nicht meinen inneren Frieden gefunden.
Meine Tochter wird 10 und ist in der 4. Klasse.
Sie ist lebhaft, aber lieb. Manchmal schwätzt sie im Unterricht und bekommt ein X. Zum Teil berechtigt, aber auch mal zu unrecht.

Davon abgesehen ist eine eine mittelmäßige Schülerin. Sie lernt gerne und kann ihre Sachen auch.
Leider verhaut sie manche Arbeit, obwohl sie zuhause alles wußte. Sie steht im Momment in den Hauptfächern auf 3.
Sie möchte gerne in die Realschule. Hab schon überlegt sie erst nach der 5. Klasse zu schicken.
Sie könnte aber auch den Probeunterricht mitmachen. Die Chancen stehen 50/50 ihn zu bestehen.
Ich kenne einen Jungen der den Probeunterricht bestanden hat, aber er hat jetzt in der 6. Kl. Realschule Schwierigkeiten.
Wie sind denn eure Erfahrungen?

Hab heute Elternsprechtag. Ich hab leider den Eindruck, daß der Lehrer meine Tochter nicht mag.
Er rät bestimmt zur Hauptschule.

Beitrag von misses_b 01.12.09 - 12:24 Uhr

Hallo!

Wieso gehen hier eigentlich so viele davon aus, das ""der Lehrer meine Tochter nicht mag. Er rät bestimmt zur Hauptschule"".

Das Ganze bezieht sich natürlich auch auf die Söhne und das leidige Thema, das Kind unbedingt auf das Gymnasium schicken zu wollen.

Hör Dir doch erstmal an, was der Lehrer zu sagen hat.
Er hat Dein Kind nun über mehrere Jahre im Schulalltag erlebt.

Er wird Dir seine Empfehlung begründen.

Gruß

misses_b

Beitrag von andreah 01.12.09 - 13:57 Uhr

Hallo,

grad kam meine Tochter heim und erzählte folgendes:
der Lehrer hat sie aufgeschrieben, weil sie eine Fleecejacke im Unterricht an hatte und ihn fragte, ob sie die Jacke ausziehen soll oder anlassen darf#klatsch
Vor 1 Woche hatte sie Deutschhausaufgabe schriftlich gemacht, aber sie sollen immer Bilder dazumalen, diese Bilder hat sie vergessen. Sie wurde aufgeschrieben, ihre Banknachbarin nicht#kratz

Das waren nur 2 Beispiele warum ich den Eindruck hab, er mag sie nicht

Beitrag von shorty23 01.12.09 - 15:21 Uhr

Hallo,

ich kann schon verstehen, dass du dich aufregst, aber ich würde sagen, du musst auch die "andere Seite" hören! Wenn der Lehrer dir erzählt, deine Tochter hat dies und das gesagt / getan, würdest du doch auch erstmal bei deiner Tochter nachfragen, ob das so war, oder? Vielleicht gab es bei den Vorkommnissen auch einen Hintergrund, den deine Tochter nicht erzählt hat oder der ihr gar nicht so klar war, oder?

Nur so als Denkanstoß ... Klar weiß ich nicht, was alles vorgefallen ist, das wirst du schon selbst am besten wissen. Ich meine nur, man sollte nicht immer alles so ungefiltert übernehmen, was Kinder erzählen - nicht dass ich sagen, deine Tochter würde lügen, aber was Eltern mir manchmal erzählen, was ich angeblich getan oder gesagt hätte ...

LG

Beitrag von claudia_71 02.12.09 - 08:17 Uhr

Hallo!

Ich hab dir damals schon geschrieben.

Der Probeunterricht + Test ist echt der Hammer! Wenn sie in ihrer gewohnten Umgebung die gelernten Sachen schon nicht mehr weiß, wird sie da noch mehr Schwierigkeiten haben.
Wenn sie in den 3 Hauptfächern auf drei steht, kann der Lehrer drehen und wenden wie er mag, dann ist das einfach eine Hauptschulempfehlung!
Gib ihr die Chance, ein Jahr auf der Hauptschule, und dann weitersehen!

Ich hab hier einen Realschüler, mit Aufnahmeprüfung (die er versemmelt hat), er geht auf unseren Wunsch auf die RS. Er hatte die ersten Jahre auch Probleme (naja, nicht mit dem Stoff, sondern mit dem Lernen - er hatte OHNE etwas zu tun, immer 3er und 4er). Jetzt ist er in der achten Klasse, und endlich hats geschnackelt, jetzt hat er einen 2er Schnitt #ole - mit Lernen!

Sein jüngerer Bruder ist auf der Hauptschule, wir hatten auch die Option, ihn die 5.Klasse auf der RS nochmal machen zu lassen - er will das aber gar nicht! Er fühlt sich wohl, sie sind eine kleine Klasse (16 Schüler - ein Traum!) und schreibt lauter super Noten!

Ich weiß auch nicht, warum die Hauptschule immer so schlecht gemacht wird. Man hat auch nach der HS alle Möglichkeiten offen - sogar studieren ist möglich!!!

LG Claudia

Beitrag von parzifal 02.12.09 - 08:55 Uhr

"Wenn sie in den 3 Hauptfächern auf drei steht, kann der Lehrer drehen und wenden wie er mag, dann ist das einfach eine Hauptschulempfehlung!"

Ist das tatsächlich so?

Ich bilde mir ein, dass bei uns der Schnitt 2,5 oder besser für das Gymnasium reicht (ohne Gewähr). Und 3i soll dann gleich Hauptschule sein. Da würde für die Realschule ja nur 2,6-2,9 übrigbleiben.

"Man hat auch nach der HS alle Möglichkeiten offen - sogar studieren ist möglich!!! "

Mit Hauptschulabschluß?

Beitrag von claudia_71 02.12.09 - 10:57 Uhr

Hallo,

ja, hier in Bayern durchaus! Gymnasium und Realschule sollte nur mit 2,33 besucht werden, bei 2,66 muß für die RS die Aufnahmeprüfung gemacht werden.

Studieren mit Hauptschulabschluss - warum nicht?
Und zwar so: Hauptschulabschluss - abgeschlossene Berufsausbildung - FOS oder BOS --> Fachabitur (Fachhochschulreife) oder Abitur (fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife) - und dann steht dem Studium nix mehr im Weg.

LG Claudia

Beitrag von parzifal 02.12.09 - 15:25 Uhr

Dann sind die notenmäßigen Voraussetzungen für Realschule und Gymnasium also gleich? Entweder Hauptschule oder Gymnasium/Realschule.

"Und zwar so: Hauptschulabschluss - abgeschlossene Berufsausbildung - FOS oder BOS --> Fachabitur (Fachhochschulreife) oder Abitur (fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife) - und dann steht dem Studium nix mehr im Weg. "

Dann studiert man aber nicht mit einem Hauptschulabschluss. Da sind noch etliche Hürden zu meistern.

So könnte man auch behaupten "man braucht überhaupt keine Ausbildung um studieren zu können" wenn man dann nachschiebt , dass man natürlich aber alle hierzu erforderlichen erforderlichen Abschlüsse machen müsse.

Beitrag von claudia_71 03.12.09 - 08:24 Uhr

Hallo,

Ja, die Notenvoraussetzungen sind gleich, ich finde aufs Gymnasium sogar weniger streng als bei der Realschule.

Ok, für mich ist klar, dass man sich nach einem HS-Abschluss weiterbilden muss, um studieren zu können. Deshalb hab ich das so geschrieben! Sollte ich vielleicht anders formulieren?

LG Claudia

Beitrag von parzifal 03.12.09 - 10:50 Uhr

"Ok, für mich ist klar, dass man sich nach einem HS-Abschluss weiterbilden muss, um studieren zu können. Deshalb hab ich das so geschrieben! Sollte ich vielleicht anders formulieren?"

Es war schon unklar formuliert.

Man schickt die Kinder ja nach Möglichkeit aufs Gymnasium, damit diese dort ihr Abitur machen und studieren können.

Mit Hauptschulabschluss ist dies nicht zu machen.

Nur für wirkliche Spätzünder macht es Sinn einen zunächst niedrigeren Abschluß abzulegen und sich dann "hochzuarbeiten".

Diese Leistung ist m.E. schwieriger als das Abitur (auf dem Gymnasium oder Gesamtschule ) direkt abzulegen.

Viele Grüße
parzifal