Schwanger und rest der Familie SG

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Beitrag von hase230976 01.12.09 - 12:01 Uhr

Hallo

Ich dreh komplett durch.
Meine Familie hat SG .
Am Samstag fing meine Tochter an.Am Sonntag mein Mann und gestern meine Mutter.

Sind jetzt alle bei meiner Mutter.

Und ich sitz hier allein zu Haus und bin in der 35. SSW.

Jetzt stellt sich bei mir die Frage ob ich mich nach der Entbindung noch impfen lassen soll wg. dem Schutz vom Baby. Obwohl ich vom Impfstoff nicht überzeugt bin.

Meine Ma ,Tochter und Mann brauchen sich wohl nicht mehr ums impfen Gedanken machen.

LG Nadine

Beitrag von cristina-m. 01.12.09 - 14:12 Uhr

bitte lass Dich nicht impfen.
Die Rezeptur enthält möglicherweise Quecksilber.
Eine Impf-Empfehlung für Schwangere gibt es meiner Meinung nach immer noch nicht.
Weil der Impfstoff ohne ausreichende Untersuchungen einfach auf den Markt geworfen wurde.
Das Impfen schädigt Dein Immunsystem! Das solltest Du Dir und Deinem Kind gerade nicht antun.

Lass Dich nicht verrückt machen, es gibt keine Beweise, dass ausgerechnet die SG besonders schädlich sein soll für das Kind. Es gibt einfach überhaupt keine Langzeitstudien!
Im Gegensatz dazu gibt es genug Anhaltspunkte, dass ein intaktes Immunsystem (und Dein Kind hat im Übrigen schon ein eigenes, von Deinem Körper relativ unabhängiges!) diese SG mit harmlosen Symptomen spurlos übersteht.
Du kommst jeden Tag mit so vielen Bakterien und Viren in Kontakt, wieso sollst Du augerechnet jetzt die SG bekommen?

Falls Du Anzeichen von Krankheit jedweder Art bekommen solltest, geh zum Arzt Deines Vertrauens, er wird das auch ohne jede Impfung heilen können.
Dein Immunsystem ist während der SS normalerweise besonders stark.
Und versuch's mal mit natürlichen Heilmethoden, die schaden Dir und dem Kind nicht.

Und vertrau einfach auf Deine Gesundheit!
Die Grippewelle verzeichnet gerade einen Rückgang.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute für Dich und Dein Kind und Deiner Familie gute Besserung.
#sonne

Beitrag von braybaby 01.12.09 - 14:44 Uhr

Hallo Hase,

ich kann mich meiner Vorrednerin ueberhaupt nicht anschliessen, da Dein Immunsystem waehrend der Schwangerschaft nicht besonders stark ist, sondern zurueckgeschraubt ist, damit Deine eigene Koerperabwehr das Baby nicht angreift. Soviel dazu.

Ich wuerde Dir raten, Dich ersteinmal mit Deinem Gyn oder Hausarzt zu besprechen, wie's mit der Impfmoeglichkeit aussieht. Da Du schon in der 35. SSW bist, halte ich eine Impfung zu diesem Zeitpunkt fuer unnoetig, wuerde Dir aber raten, Dich mit dem Gedanken, Dich nach der Entbindung impfen zu lassen, auseinanderzusetzen, da Du dem Baby durch das Stillen auch mit Antikoerper gegen SG versorgen koenntest.

Es waere auch sinnvoll, wenn Sie die uebrigen Familienmitglieder nach Abklingen der SG auch impfen lassen wuerden, da man leider mehr als einmal an SG erkranken kann.

Solltest Du Dich auch angesteckt haben, dann begebe Dich bei dem geringsten Anzeichen bitte in aerztliche Behandlung, weil frau waehrend der Schwangerschaft sehr schnell ernsthaft erkranken kann und Deine Lungen durch den Druck der Gebaehmutter und der Organe, die ebenfalls gegen Deinen Brustraum druecken, sehr anfaellig sind.



Ich wuensche Dir viel Glueck bei Deiner Entscheidung.

LG
Clare

Beitrag von fascia 01.12.09 - 16:00 Uhr

Hallo Clare!

1. Viele Leute scheinen der Ansicht zu sein, dass das Immunsystem einer Schwangeren insgesamt geschwächt sei.
Das ist falsch.

Es stimmt zwar, dass die Abwehr gegen das Baby vermindert wird - aber das ist ein sehr gezielter und v.a. lokaler Vorgang auf Ebene der Plazenta, der über verschiedene Mechanismen die humorale und zelluläre Abwehr gegen das werdende Kind hemmt.
Der Rest des mütterlichen Immunsystems ist davon unbeeinflusst.
Einer werdenden Mutter zu erzählen, sie sei jetzt quasi abwehrgeschwächt, verunsichert diese unnötig und entspricht nicht den Tatsachen.

2. Eine geimpfte Mutter kann nicht die Antikörper gegen SG an ihr Neugeborenes weitergeben!
Mit der Muttermilch gibt sie zwar ein bestimmtes Immunglobulin=Antikörper weiter - das ist jedoch unspezifisch und schützt das Kind eher allgemein - nicht aber gegen die SG speziell!
Eine Impfung schützt ein Kind nur, weil die Mutter so nicht zu einer Infektionsquelle werden kann.

Bei solchen "Entscheidungshilfen" braucht eine Frau in der Tat Glück bei einer Entscheidung...

Gruß, fascia.

Beitrag von braybaby 01.12.09 - 16:02 Uhr

Hi Fascia,

vielen Dank fuer diese Klarstellung.
Bist Du Aerztin? Oder sollte ich langsam an meinen Gyn und Hausarzt zweifeln?

Gruss
Clare

Beitrag von fascia 01.12.09 - 17:53 Uhr

Hallo Clare,

die Ärze habe schrecklich wenig Zeit. Leider verleitet das natürlich zu groben Verallgemeinerungen. Da wir Menschen generell eher - der Vorsicht halber - auch noch eher das Negative sehen, zu verstehen glauben und das dann behalten, kommt es wirklich oft zu Mißverständnissen. Das liegt wohl in der Natur der Sache.
Außerdem mutieren wir irgendwie alle im Laufe unseres Lebens zu Fachidioten. Antworten kommen automatisch, ohne dass man die Frage, oder die Motivation (z.B Furcht, Sorge) hinter dieser Frage wahrgenommen hat.
Angst ist aber ein sehr schlechter Ratgeber.
Sie behindert das objektive Denken.
Wenn es dann noch an Info fehlt, dann können wir nicht zu einer Entscheidung kommen, der wir auch wirklich vertrauen.
Unsicherheit.
Davon gibt es schon zuviel, überall.

Ärzte sind arm dran.
Sie möchten anders - aber sie können nicht, keine Zeit.

(Ich bin Osteopathin geworden, weil mehr Zeit und Intensität erforderlich ist, um vielen Menschen gerecht zu werden. Im gegenwärtigen Gesundheitssystem war ich dazu nicht mehr in der Lage. Voll ausgebildete Osteopathen haben einige Kenntniss von der westlichen nat.wiss. Medizin. Sie ist die Basis im Wesentlichen - die Anwendung ist nur eine andere.)

Machs gut - und sei nicht zu streng mit deinen Ärzten...

Besten Gruß, fascia.

Beitrag von braybaby 01.12.09 - 20:05 Uhr

#liebdrueck vielen Dank fuer Deine Antwort.
Werde mich mal weiter hierzu informieren.

Danke nochmals.
Clare

Beitrag von cristina-m. 01.12.09 - 15:49 Uhr

hallo Hase,

vielleicht hilft Dir das.

http://www.tagesschau.de/inland/schweinegrippe544.html