fragen zu:.... Trennung/Krisen nach vielen Ehejahren

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von anonym ist mir lieber 01.12.09 - 12:15 Uhr

Hallo

Möchte nicht in Farbe schreiben, hatten ein großes Eheproblem und haben uns wieder zusammengerauft ,
da wir nicht erst 1,2,3,4,5 Jahre zusammen sind , sondern uns schon sehr lange kennen ca.21 J und 10+x Jahre verheiratet sind,
aber noch zum besten "Vormittelalter" gehören (also noch jung sind ;-) ) kommen mir solche Gedanken.

Ich denk irgendwie an die Zukunft und hab bedenken bzw.
denk nach wie es mal in ein paar Jahren ist.
Ob ich/er/wir dann auch im Alter dastehen und sagen "und tschüss"

Bin hier auf einen Artikel gestoßen, in dem erklärt wird das sich ein Paar nach einigen/vielen Ehejahren trennen will.

Mich würde es mal interessieren, wer von euch, bzw. welche Elternteile, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen sich nach vielen (Ehe-)Jahren getrennt haben.
und warum gerade dann?
was hat gefehlt?
den Ausschlag gegeben?
was sagt die Umgebung dazu (ihr als Kinder, Freunde, Bekannte)

Die Kinder sind aus dem Haus,
man hat Zeit seinen Hobbys nachzugehen,
kann sein Leben gar genießen,
die Zeit mit dem Partner verbringen,
man kennt die Ecken und Kanten vom Partner
wenn man gearbeitet hat dann hat man mal eine Rente und oder Rücklagen man hat eine Absicherungen und es kann doch eigentlich nichts mehr passieren.

Was hat man da noch für Aussichten wenn man sich im Alter (ich sag mal ab mitte 50 oder 60 -xx) trennt?
Warum hat man sich nicht schon früher getrennt und so lange gewartet, was hält einen davon ab und warum wagt man dann doch noch den Schritt?

Wir haben eine anstrengendes Ehejahr hinter uns und sind uns einig, dass wir wieder gemeinsam alt werden können, dennoch gehen mir manchal solche Gedanken durch den Kopf.

Freue mich auf ein paar Antworten
LG
#stern

Beitrag von stubi 01.12.09 - 12:29 Uhr

Ich kenne Ehepaare, die sich haben scheiden lassen, nachdem die Kinder aus dem Haus waren. Grund bei vielen: sie hatten sich schlicht und einfach nichts mehr zu sagen. Statt die Zweisamkeit zu genießen, stellen sie fest, dass sich ihr Leben nur um Kinder, Haushalt und Arbeit gedreht hat und eben kaum noch um die eigentliche Partnerschaft. Meist kam dann noch bei einem Partner hinzu, dass sie/er wen anderes kennengelernt hat und die Liebe neu entdeckt hat.

Ich denke, dass davon die größte Gefahr ausgeht, wenn man durch Kinder nur noch Eltern ist und das Paar-sein auf der Strecke bleibt.

Beitrag von Manchmal auch überfällig! 01.12.09 - 12:49 Uhr

Hi Du,

manchmal ist eine Trennung aber auch schon seit Jahren mehr als überfällig und das Paar vollzieht einfach nur einen Schritt, den es vorher nicht gewagt hat.

Ich kenne Ehepartner, die zum Beispiel nur wegen der Kinder zusammenbleiben, oder wegen einer gemeinsam gekauften Immobilie, oder weil die Frau oder der Mann sich eine Trennung schlichtweg nicht leisten kann, auf den gewohnten Lebensstandard aber auch nicht verzichten will.

Dann kommt irgendein Punkt dazu, der die Sachlage schlagartig verändert: die Kinder ziehen aus, die Güter sind gedanklich endlich aufgeteilt, der Mann oder die Frau geht wieder arbeiten und ist finanziell auf einmal selbstständig.
Oder aber, ein neuer interessanter Mensch tritt in das Leben und macht das vorher scheinbar Unmögliche möglich!
Oder der Partner läßt sich etwas Größeres zuschulden kommen, was eine Trennung denn wirklich erfordert.

Meiner Meinung nach gibt es nur sehr, sehr wenige langjährige Ehen, die wirklich glücklich verlaufen. Wenn ich mich in unserem Bekanntenkreis umhöre, wie da teilweise über die Partner gesprochen wird, habe ich oft den Verdacht, dass viele Menschen nur noch aus Bequemlichkeit oder eben anderen diversen Gründen zusammenbleiben.
Da habe ich aber lieber ein Paar neben mir sitzen, das erst seit Kurzem liiert ist und dem zuzusehen eine reine Freude ist, als zwei Eheleute, die stolz erwähnen, wie lange sie schon verheiratet sind; aber kaum trifft man einen der beiden alleine muss man stundenlange Klagelieder über sich ergehen lassen... #augen

Ich hoffe, dass ich mit meinem Mann ein Leben lang zusammenbleiben werde; aber glücklich und zufrieden, ohne ein jahrelanges Martyrium... ;-)

Beitrag von lichtchen67 01.12.09 - 13:48 Uhr

Mein Mann und ich wir haben uns nach 17 Jahren Ehe getrennt, unser Sohn war 16.

Es ging nicht mehr, mein Mann hat mich über Jahre betrogen, immer mal wieder, ihm hat was gefehlt, er hatte den Gedanken "war das schon alles"....

Ich hab oft gedacht, schade, Kind aus dem gröbsten raus, finanziell gehts uns ganz gut, man könnte nun das Leben genießen stattdessen bäng bumm, jeder musste sich und sein Leben neu sortieren.

Aber es ist wie es ist... heute weiß ich, was auch mir in der Ehe wirklich fehlte, was mir in der Beziehung eigentlich gut tut und wie verschieden aber doch gut arrangiert mein Ex-Mann und ich doch waren, dass es so lange funktioniert hat mit uns.

Man geht nicht einfach so nach so langer Zeit, erst wenn es wirklich nicht mehr anders geht und der Leidensdruck zu groß wird.
Da wir jung geheiratet hatten waren wir bei der Trennung um die 40..... und die umgebung war geschockt, alle!

lichtchen

Beitrag von anonym ist mir lieber 01.12.09 - 14:50 Uhr

danke für die Antworten #blume





Beitrag von galaxy52 01.12.09 - 15:26 Uhr

#ahaHi,
ich, d.h. wir sind auch 27 Jahre verheiratet und ich weis nicht ob ich es über die Brandung der Probleme schaffe oder nicht. Er betrügt mich und ich habe es erst nach 26 Jahren herausgefunden, nach so vielen Jahren einer vermeintlich gúten Ehe und stabilen Partnerschaft. Ich dachte auch immer, bis das der Tod uns scheide, sei die einzig wahre Maxime einer treuen Ehe.........doch das Leben sieht einfach anders aus..........warum schauen wir nicht sofort auf die Realität? Erwägen nicht sofort, was wirklich los ist? Wir sollten immer und überall auf alles gefasst sein: Krankheit, Unglück, Tod, Trennung......hinter jeder Ecke kann was lauern, sonst währe es nicht das Leben. Ich versuche zu lernen, woanders Halt zu finden, etwas zu finden, das Bestand hat............nenen wir es Glauben, Weisheit, Erkenntnis.....Gott............Selbsterkenntnis..........ich bin noch nicht dahinter, doch ich glaube die Richtung ist besser. Ich will so gern meine Familie halten, mich nicht trennen, nur weil er mit anderen Frauen rummacht....solchen Dummheiten soll unsere Familie nicht zum Opfer fallen.........ich will versuchen durchzuhalten....es nicht tolerieren, aber darüberstehen. Bin dabei daran sehr hart zu arbeiten...ob ich es schaffe weis ich nicht. Ich wünsche allen Betrognen viel Kraft, nicht gleich das Handtuch zu schmeissen, sondern zu warten, auf Erkenntnis.......am Ende gibts vielleicht doch noch was zu lachen?
Galaxy

Beitrag von arzach 01.12.09 - 15:44 Uhr

Da wünsche Ich Dir als alter Ehekämpe alles Gute dazu. Endlich mal eine reife Einsicht. Davon würde ich gern mehr lesen.

Beitrag von anonym ist mir lieber 02.12.09 - 08:21 Uhr

Guten Morgen

Natürlich sind Krankheit, Unglück, Tod Dinge die hinter jeder Ecke lauern, aber das Fremdgehen ist doch etwas ganz anderes. Man macht es bewusst.

bitte bitte nicht falsch verstehen, aber vielleicht hat das eure "gute" Ehe so erhalten.
Klar, es ist absolut keine Entschuldigung für so ein Verhalten.

Auf jeden Fall auch dir ein dankeschön für die Nachricht , du und mein Mann gehört zum gleichen Schlag und seit einfach super. Danke

Gruß
#blume


Beitrag von lichtchen67 02.12.09 - 10:02 Uhr

Dann wünsche ich Dir dass Du das schaffst und drücke Dir die Daumen.

Ich habe drei Jahre lang versucht, damit klarzukommen und mir "eingeredet" er nimmt Dir doch nix weg mit seinen Eskapaden, wenn er es braucht, ihr lebt doch trotzdem gut, ich will mich deswegen nicht trennen, kann ich nicht damit leben?

Ich konnte es nicht. Meine Familie ist niemandem zum Opfer gefallen, die besteht noch, nur anders. Am Ende wollte ICH auch nicht diejenige sein, die daran zu Grunde geht, denn ich konnte eben nicht damit leben.

Heute habe ich eins gelernt, nichts ist für die Ewigkeit und hinter jeder Ecke kann was lauern, ja. Und Sätze wie "mein Freund ist so toll, mit dem bleibe ich ewig zusammen" werden nicht mehr über meine Lippen kommen.

lichtchen

Beitrag von schwiegereltern 01.12.09 - 23:09 Uhr

Ich habe diesen Fall soeben in der Familie, die Eltern meines Mannes haben sich nach 24 Ehejahren getrennt, es war keine Überraschung für uns, es war seitdem ich meinen Mann kenne absehbar. Als es nun vor drei Monaten geschehen ist, waren wir nicht sonderbar überrascht. Das letzte der drei Kindern ist vor über zwei Jahren ausgezogen, ob es nun daran lag, glaube ich nicht, meine Schwiegermutter ist sehr egoistisch, sie hat vor etwas mehr als einem Jahr nach langer Arbeitslosigkeit einen Job gefunden, da fing sie an, es wäre ihr Geld etc...
Widerum ist mein Schwiegervater ein Mann, mit dem ich es als Partner nie aushalten würde, jähzornig, es gab auch schon Zeiten, in denen er gewalttätig wurde, total unhygienisch, unter diesen Umständen hätte ich nie solange gewartet, warum es meine Schwiegermutter tat, keine Ahnung.
Nun buhlen die beiden Elternteile um den Zuspruch ihrer Kinder, schreckliche Situation, die Ausmaße annimmt, die viel zu weit gehen....es werden Gerüchte verbreitet, bei denen ich von allen nur noch Abstand nehmen will. Die Größere Kleine Schwester meines Mannes verbreitet (sie ist auf der Seite meiner Schwiegermutter) zur Zeit das Gerücht, ich hätte was mit meinem Schwiegervater gehabt....Nun werde ich in Dinge mit reingezogen, mit denen ich, als Schwiegertochter, nciht erst was zu tun habe. Hier wünschte ich mir, sie hätten sich damals vor 15 Jahren, als sie sich das erste mal scheiden ließen, einfach entgültig getrennt.
Mein Mann sagt, er glaubt diesem Gerücht nicht, aber mein Schwiegervater war immer herzlich mit mir, wir hatten nie Streit, verstanden uns immer super, so hatte er vor einigen Jahren sogar selber genau diesen Verdacht, was das jetzt natürlich nicht leicht macht....inwieweit glaubt er mir wirklich? Es ist schrecklich, da trennen sich zwei Personen und man merkt, wie jeder Macht ausüben will und nun stehe ICH mitten im Kreuzfeuer #schmoll

Ich könnt noch ewig mich weiter über die Situation aufregen, aber mir zeigt DAS, das man sich unabhängig von Kindern, finanziellen Gemütlichkeiten etc trennen sollte, einfach, wann man es will, damit es wohl nicht in eine Schlammschlacht ausartet...

Liebe Grüße

Beitrag von lucky1974 04.12.09 - 20:53 Uhr

Hallo

ich kann Dir nicht mit Erfahrung dienen was eine lange Ehe angeht.
Wenn ich mir Dein Posting durchlese werde ich an eine Bekannte erinnert die sich auch nach langer Ehe trennen wollte. Für mich klingt es nicht sehr überzeugend von Dir das Du diese Ehe leben magst.
Das Du Dich immer noch solche Fragen stellst und dann das Ihr Euch Vorstellen könntet wieder miteinander alt zu werden.
Lese Dir Dein Posting später nochmal durch, so nach ein paar Wochen. Vielleicht weißt Du dann was ich meine.
Grundsätzlich denke ich man sollte eine Ehe nicht gleich wegwerfen. Man sollte kämpfen. Und vor allem sich nicht anfangen gegenseitig zu betrügen. Das tun die meisten nämlich dann. Und das ist meiner Meinung nach das Aus.
Derjenige der nach einem Betrug vom Partner noch wie vorher weiter machen kann den möchte ich sehen.
Wichtig ist was Du wirklich möchtest!
Denk mal drüber nach!!!!
Falls Ihr Beiden es doch nicht schaffen solltet die Ehe fortzuführen, dann ist das so. Und was andere sagen, also echt oder...
Ich drücke Dir alle Daumen das Du Deinen Weg findest und denke dran wir haben nur dieses eine Leben.....
mache was daraus!

Liebe Grüße

Lucky1974#klee

PS: Wie vorher schon gepostet wurde nix ist für die Ewigkeit!