Vllt ein Lichtblick für Deutschlands Väter

Archiv des urbia-Forums Forum für Väter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Forum für Väter

Ob ihr gerade Vätermonate nehmt, werdender Vater seid oder einfach eine engagierte Vaterrolle einnehmt: Hier ist der Platz für männerspezifische Fragen und Probleme. Mütter sind in dieser Rubrik als antwortende Gäste willkommen. Neu: Unser Newsletter für werdende Väter.

Beitrag von nrw2008 01.12.09 - 12:53 Uhr

Moin


Ich hoffe, wir kommen endlich einen Schritt weiter.

http://www.sueddeutsche.de/politik/815/496134/text/


LG NRW ;-)

der ganz fett die Daumen drückt

Beitrag von karna.dalilah 01.12.09 - 17:17 Uhr

Es gibt einen einfachen Weg das Sorgerecht für Kinder zu bekommen.
Werdet Vater wenn ihr die auserkorene Mutter eurer Kinder geehelicht habt.
Wenn auf einmal alle unehelichen Väter das Sorgerecht haben wird es lustig hier in Deutschland.
Vor allem wegen der vielen Väter die sich weder um ihre Kinder kümmern noch zahlen oder immer noch ihre Ego-Spielchen spielen und nun auch noch die Türen zum Stunk machen geöffnet bekommen.
Ich denke es wäre wichtig da Differenzierungen vor zu nehmen.
Wenn man in eheähnlicher Gemeinschaft lebt sollte das Sorgerecht für beide gelten.
Besteht in oder kurz nach der Schwangerschaft keine Partnerschaft mehr - alleiniges Sorgerecht für das betreuende Elternteil.
Prinzipell sollten Elternteile die ihre Pflichten nicht erfüllen auch keine Rechte bekommen.

Karna

Beitrag von krypa 01.12.09 - 18:07 Uhr

Hallo karna.daliah,

wer weiß denn überhaupt, wie 'viele' dieser Väter sich nicht 'kümmern'?
Das Familienministerium hat es bis heute, fast 7 Jahre nach dem Urteil des BVerfG zum § 1626a, nicht geschaft, die von besagtem Gericht aufgetragene Untersuchung zu den Auswirkungen dieses § machen zu lassen.

Dennoch hält sich immer noch die auch in dem Artikel, vom Gericht und von dir aufgestellte Dunkelvermutung,
ue Väter 'kümmerten' sich überwiegend nicht, seien durch 'flüchtige' Beziehung zur Mutter weniger sorgegeeignet oder zahlungsunwillig.
Eine leichthin in Auftrag gegebene Untersuchung zu diesen Fragen erbrachte jedenfalls keine genaue Klärung, allenfalls die Gewissheit, dass man doch ''genauer und umfangreicher'' untersuchen müsse.

Aber die Mär von solchen 'vielen' Vätern hält sich in seltsamer Weise immer noch.

Wer will denn beurteilen, ob nach der Schwangerschaft ''noch eine Partnerschaft besteht''?

Was ist mit den Elternteilen, die ihre ''Pflicht'' nicht erfüllen, weil sie eben kein Recht haben?


Hier beißt sich die Katz in den Schwanz.

MfG krypa

Beitrag von kleinemimi 01.12.09 - 18:14 Uhr

Das ist doch eigentlich eine gute Idee und vielleicht auch unter gewissen Umständen umzusetzen. Jeder Vater hat genau wie die Mutter Rechten und Pflichten und wenn beide dem nach kommen (ich rede jetzt von Unterhalt egal ob in finanzieller oder betreuender Hinsicht, geregelten Umgang), den Elternteilen steht das Recht für ein gemeinsames Sorgerecht zu. Falls aus unerklärlichen Gründen eine Partei, egal ob Vater oder Mutter über einen Zeitraum sich nicht um die Kinder kümmert, sei es darum, ob finanziell, betreuend oder umgangsmäßig, dann würde er für mich das Sorgerecht auf unbestimmte Zeit verwirken.

LG Mimi

Beitrag von karna.dalilah 01.12.09 - 20:09 Uhr

"Was ist mit den Elternteilen, die ihre ''Pflicht'' nicht erfüllen, weil sie eben kein Recht haben?"

Erfüllen sie nicht ihre Pflicht, gefährden sie das Wohl des Kindes, denn:
Mit ihren Pflichten soll der Lebensunterhalt und die Lebensqualität des Kindes gesichert werden!
Gefährden sie dieses durch Nichterfüllung ihrer Pflichten haben sie zu Recht kein Recht!

Ich denke, dass man das Sorgerecht nicht rückwirkend pauschal auf beide Elternteile übertragen sollte.
Den Nachweis das man seine Pflichten erfüllt, man eine Enge Bindung zum Kind aufgebaut hat und man am Leben des Kindes stetig und regelmäßig teilnimmt sollte nachweisbar sein. (Besuchstage wahrgenommen, Telefonate, SMS, Mails, Briefe).

Ich habe auch so einen Experten an der Hacke der auch keinen Unterhalt zahlt und auch nicht will. Pc-Spiele und in Selbstmitleid versinken ist viel schöner. Das Gewissen kauft er sich mit einem kleinen Präsent zu Geburtstag und oder Weihnachten frei.
Suizidgefährdet, depressiev das eigene Leben nicht auf die Reihe bringend sollen solche Elternteile Sorgerechte übertragen werden?

Cui bono?

Mit Sicherheit nicht dem Kind!

Beitrag von krypa 01.12.09 - 20:19 Uhr

Hi karna.dalilah,

ich zitiere § 1626 BGB:

§ 1626 (Personensorge, Vermögenssorge)
(1) Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen (elterliche Sorge). Die elterliche Sorge umfaßt die Sorge für die Person des Kindes (Personensorge) und das Vermögen des Kindes (Vermögenssorge).
(2)...
(3) Zum Wohl des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden Elternteilen. Gleiches gilt für den Umgang mit anderen Personen, zu denen das Kind Bindungen besitzt, wenn ihre Aufrechterhaltung für seine Entwicklung förderlich ist.
§ 1626a (Nicht verheiratete Eltern)
(1) Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verhei­ratet, so steht ihnen die elterliche Sorge dann gemeinsam zu, wenn sie
erklären, daß sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorge­erklärungen), oder
einander heiraten; dies gilt auch, wenn die Ehe später für nichtig erklärt wird.
(2) Im übrigen hat die Mutter die elterliche Sorge.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Demnach gibt es für Nicht-'Sorgeberechtigte' diese von dir formulierte Pflicht gar nicht. Du setzst etwas voraus, das es gar nicht gibt.


MfG krypa

Beitrag von karna.dalilah 01.12.09 - 20:26 Uhr

doch der Nichtsorgeberechtigte hat die UnterhaltsPFLICHT
Und auch die Pflicht und nicht nur das Recht Umgang mit ihrem Kind zu pflegen.
Verletzt er seine Pflicht, gefährdet er das Kind. (Mutter muss ja den fehlenden Unterhalt irgendwie kompensieren)

Wer aus welchen Gründen seine Pflichten nicht erfüllt und damit das Kind gefährdet, hat für mich das Recht auf Sorge verwirkt

Beitrag von krypa 01.12.09 - 20:51 Uhr

Hallo karna.dalilah,

die von dir genannten 'Pflichten' sind nicht Bestandteil der elterlichen Sorge. A l l e vom Kind getrennt lebenden Elternteile haben diese sog. Pflichten, nicht nur die Väter.
Grundsätzlich haben aber die von den Kindern getrennt lebenden ue Mütter die elterliche Sorge. Hier ist die 1. Schieflage in deiner Betrachtung. Einer nicht Unterhalt zahlenden un keinen Umgang pflegenden Mutter wird dennoch nicht so ohne Weiteres die elterliche Sorge entzogen.

Des weiteren ist immer die Frage, in welchem Umfang die betreffenden getrenntlebenden Eltern überhaupt in der (finanziellen) Lage sind, die von dir angegebenen Pflichten wahrzunehmen.
Außerdem sind die besagten Pflichten eigenständige, im Gesetz verankerte Pflichten, die nicht Maß für ein ganz andersartiges Pflicht- und Sorgepaket sein können.

Probleme wird es außerdem bei der Beweissicherung von wahrgenommenen, versuchten, erschwerten und vereitelten Umgängen geben.


MfG krypa

Beitrag von zenturio 02.12.09 - 15:13 Uhr

"Ich habe auch so einen Experten an der Hacke der auch keinen Unterhalt zahlt und auch nicht will. Pc-Spiele und in Selbstmitleid versinken ist viel schöner. Das Gewissen kauft er sich mit einem kleinen Präsent zu Geburtstag und oder Weihnachten frei.
Suizidgefährdet, depressiev das eigene Leben nicht auf die Reihe bringend sollen solche Elternteile Sorgerechte übertragen werden?"

Auch hier könnte man die Frage stellen, inwieweit Du dich als verantwortungsbewußt erwiesen hast, als Du dich entschlossen hast, mit diesem Mann ein Kind in die Welt zu setzen.
Provokante Frage, ich weiß, und vor allem auch nicht persönlich gemeint. Ich will nur deutlich machen: es ist nicht so einfach möglich zu entscheiden, wer das Sorgerecht "verdient" und wer nicht. Aus Deiner Sicht mag für Deinen Fall alles klar sein. Aber was meinst Du, wie viele Kinder da draußen bei Müttern leben, die sich einen Dr... kümmern und die Kinder völlig verwahrlosen lassen, wo vielleicht der Vater die bessere Wahl als betreuender Elternteil wäre.
Ich wäre dafür, dass beide Eltern pauschal immer zunächst das Sorgerecht erhalten. Sollte es gewichtige Gründe dafür geben, einem Elternteil das Sorgerecht zu entziehen, so ist das gesetzlich ja bereits jetzt möglich.

Beitrag von xyz74 04.12.09 - 11:50 Uhr

--------
Suizidgefährdet, depressiev das eigene Leben nicht auf die Reihe bringend sollen solche Elternteile Sorgerechte übertragen werden?"
-------

Schlimm nicht!
Und wenn man bedenkt, dass es genau solche Mütter gibt, die allein Sorge für ihr Kinder tragen.
Mein Partner bangt täglich um das Leben seiner Tochter.
Bisher waren ihm die Hände gebunden.
O-Ton des JA: "Wir könne erst eingreifen, wenn sie dem Kind etwas zustößt!"
Kannst Du Dir überhaupt vorstellen wie sehr ein Vater leidet, der sowas mitmacht und NICHTS tun kann um sein Kind vor so einer KM zu schützen?
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=20&tid=2325333

Beitrag von ayshe 04.12.09 - 12:09 Uhr

ich finde es hier im forum immer erschreckend,
daß die frauen nur auf den männern rumhacken,
aber anscheinend vergessen wird,

daß es eben solche leute auf beiden seiten des geschlechts gibt.

Beitrag von zenturio 02.12.09 - 15:02 Uhr

Und warum sollte man die elterliche Sorge an der Dauer der Partnerschaft festmachen, aus der das Kind hervorgegangen ist? Was macht das für einen Sinn aus Sicht des Kindes?
Demnach könnte man auch argumentieren, dass BEIDE Eltern kein Sorgerecht erhalten, da sie die Zeugung des Kindes ohne Verantwortungsbewußtsein vorgenommen haben.
Sorgerecht für beide ist bei getrennt lebenden Eltern ebenso sinnvoll wie bei glücklich verheirateten. Es verdoppelt schlicht die Anzahlt der Personen die für das Kind Verantwortung tragen müssen. Dazu gehört, sich um das Kind zu kümmern, Zeit mit ihm zu verbringen und ihm die bestmöglichen Chancen im Leben zu eröffnen, und zwar gemeinsam mit dem anderen Elternteil, als Team. Wer dazu nicht in der Lage ist, sollte keine Kinder in die Welt setzen.
Dass ein Elternteil, der seine Pflicht nicht erfüllt, auch keine Rechte erhalten soll, ist auch nicht haltbar. Denn wer soll das beurteilen? Die Mutter, die ihren Ex aus Rache vom Kind fernhalten will und alles mögliche erfinden kann, um ihn als Schläger, Säufer, Kokser und Triebtäter zu denunzieren? Der Vater, der es seiner Ex nicht verzeihen kann, dass sie ihn nach Jahren der Mißachtung in der Ehe endlich verlassen hat und nun eine neue erfüllte Partnerschaft führt? Das ist schlicht nicht praktikabel.

Beitrag von hoda1979 02.12.09 - 13:18 Uhr

Hallo,

ich denke, dieses schwierige Thema laesst sich in kaum einem Fall allein durch gesetzliche Vorgaben regeln. Diese sind natuerlich noetig, und ich bin sehr fuer eine Gleichberechtigung, sowohl was Rechte als auch Pflichten angeht.

Nur leider werden Gesetze am Verhalten regelrecht verfeindeter Expartner nichts aendern. Diese werden also immer wieder Wege finden, dem / der Ex eins auszuwischen. Denn genau darum geht es denen, und das leider immer zum Nachteil der betroffenen Kinder.
Dann hat man halt das gemeinsame Sorgerecht - und weiter? Wird dann jeder Furz vor Gericht ausdiskutiert?

Im Idealfall sollten zwei erwachsene Menschen in der Lage sein, eine Regelung zu finden, bei der jeder zu 100% Vater oder Mutter sein kann und die "Belastungen" (sowohl finanziell als auch betreffs der Fuersorge) annaehernd 50/50 verteilt werden, man aber dem anderen nicht permanent in die Erziehung und vor allem die eigene Lebensgestaltung reinquatscht.

Die Realitaet sieht leider anders aus, und ich denke, da gibt es sowohl Vaeter als auch Muetter, die Themen wie Unterhalt, Umgangsrecht usw. als ihr persoenliches Schlachtfeld missbrauchen, um mit dem / der Ex abzurechnen. Und das ist in jedem Fall unter aller Sau.

Bin leider selbst betroffen, nur kurz zur Info: Gemeinsames Sorgerecht, meine Jungs leben nach jahrelangem Psychoterror seitens meines Ex nun bei ihm, zumindest der Kleine will zu mir, der Grosse kann sich nicht entscheiden. Umgang war / ist immer gegeben. Trotzdem kann mein Ex es bis heute (fast 7 Jahre nach Trennung seinerseits) nicht lassen, sich ueber meine Lebensgestaltung zu mokieren (die er fast Gestapo-maessig auszuspionieren und penibel zu dokumentieren pflegte) - ich mache ja prinzipiell alles falsch.

Ich hatte versucht, es so zu handhaben: Regelmaessiger Umgang und Kompromisse bei wichtigen Entscheidungen (Schule usw.), aber jeder hat eben seine Regeln im Alltag, und was man sonst so mit seinem Leben anfaengt (solange es den Kindern nicht schadet), geht den anderen nichts mehr an. Das funktioniert aber nur, wenn BEIDE mitziehen. Ging bei uns nicht - dass die Kinder lieber einen Rolli anziehen als einen Schal umzubinden, dass ich kein Fleisch esse (es aber den Kindern schon machte, wenn sie wollten), dass ich nicht bei jedem Nieserchen gleich zum Arzt renne, meine Beziehung, meine Urlaube, meine Gesundheit und sogar meine Statusnachrichten bei ICQ waren z.B. regelmaessig Anlaesse, mir mit Sorgerechtsentzug bis hin zu Gefaengnis zu drohen. :-[

Sorry dass es so lang geworden ist, aber was ich damit sagen will: Das gemeinsame Sorgerecht loest auch nicht die Probleme, die Expartner untereinander haben.

LG Hoda (die durchaus beide Seiten versteht, aber im Moment selbst gerade wieder wuetend, traurig, ratlos, ... ist)

Beitrag von tigra85 02.12.09 - 14:24 Uhr

Na super, dann können sich bald ganz viele Eltern auf einen Höllenkrach freuen und werden arm an den Anwaltskosten...