Zytomegalie / eure Meinungen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von jula77 01.12.09 - 13:57 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich bin jetzt in meiner 2. Schwangerschaft und in der 11. Woche . Beim ersten Besuch beim Frauenarzt wurde ich auf den Zytomegalie-Test(CMV) aufmerksam gemacht, und dass dies derzeit die bedeutendste Infektion in der Schwangerschaft sei. Kurzum, sie hat mir Nahe gelegt den zu machen.

So, nun frage ich mich warum das in meiner ersten Schwangerschaft vor gerademal 2 Jahren nie Thema war und ich damals auch noch nie was darüber gelesen hatte? Frage ich dann auch mal meine Ärztin beim nächsten Termin.

Zweitens ärgert es mich, dass in den Infoblättchen dazu steht, dass Kinder unter drei als potentiell infektiös gelten, und man den engen Kontakt meiden soll (In Krippen und Kindergärten gibts ja tw. sogar Beschäftigungsverbot). Mit nem Kleinkind daheim ist das ja praktisch unmöglich. Wenn der Test negativ ist, man also nicht immun ist, hat man dann die gesamte Schwangerschaft ein schlechtes Gewissen, wenn man mit dem Kind kuschelt, oder mal seine Reste verspeist?

Mich würde mal eure Meinung interessieren, gerade von Schwangeren mit Kleinkindern.

Liebe Grüße, Jule

Beitrag von plia28 01.12.09 - 14:02 Uhr

Hallo,

bin auch mit dem 2. Kind schwanger, schon ein wenig weiter als Du, aber anscheinend ist mein Arzt noch nicht auf den Geldeintreiber "Zytomegalie-Test" gekommen (wobei er sich sonst gerne für alles mögliche bezahlen lässt).

In meiner 1. Schwangerschaft vor 3 Jahren ( bei einem anderen Arzt) war das auch nie ein Thema.

Ich habe außerdem keine Ahnung, was Zytomegalie ist. Werde ich gleich mal googlen. Meine Tochter ist auch in der Krippe und wäre somit ja auch mein "Risiko".

Vermutlich ist es aber wieder nur eine Geldmacherei, nehme ich mal an. Wenn es tatsächlich so schlimm wäre und so oft vorkommen würde, dann würde es ja auch die Krankenkasse bezahlen, oder? Denn die muss ja auch für die Folgen aufkommen, wenn so eine Krankheit besteht. Und blöd sind ja auch Krankenkassen nicht, die müssen ja auch rechnen.

LG Plia

Beitrag von hutzel_1 01.12.09 - 14:10 Uhr

Ich wurde vor drei Jahren auf Zytomegalie getestet, weil ich in einer KiTa gearbeitet habe. So hat mein Arbeitgeber mich zum Gesundheitsamt geschickt und ich musste mich testen lassen.

Ich war/bin nicht immun und durfte nur weiter arbeiten, weil ich keine Kinder unter drei Jahren betreut habe.

Mittlerweile habe ich einen anderen Job, ohne Kinder unter drei Jahren. Mein Sohn ist in der KiTa und ich würde/werde mich bei einer erneuten SS nicht testen lassen.

Was würde mir das Ergebnis bringen? Ich könnte weder meinen Sohn aus der KiTa nehmen noch ihn nicht wickeln! Also lass ich den Test und muss mir nicht dauernd nen Kopf drum machen.

Manchmal denke ich, dass die Ärzte mit den "IGEL"-Leistungen ne Menge Geld mit der Angst verdienen...:-[

LG,
Hutzel_1 mit Jonathan, 28 Monate alt

Beitrag von norwegian_girl 01.12.09 - 14:14 Uhr

Hallo Jule,

es ist richtig, dass die Cytomegalie die häufigste Infektion in der Schwangerschaft ist - wobei wir hier von Infektionsraten von unter 1% (Zahlen zwischen 0,2 und 0,9% Erstinfektion in der SS) sprechen. Kommt es zu einer Erstinfektion in der SS, geht der Virus in ca. 40% der Fälle auf das Kind über. Wenn du das jetzt mal addierst, kommst du auf eine sehr geringe Zahl an Fällen.

Ich hatte am Anfang der 2. SS meinen Arzt auch auf den Test angesprochen, allerdings hat er mir davon abgeraten. Er meinte 40-70% der Menschen in Deutschland hatte die Cytomegalie schon - sind also positiv und da gibt es in der SS keine Probleme. Bei den anderen besteht natürlich ein Risiko für die Infektion in der SS. Allerdings meinte er eben auch, was denn ein "negativ"-Ergebnis für mich für Konsequenzen hätten. Ich könnte ja schlecht meine Tochter für 9 Monate zur Oma verschicken oder nicht mehr kuscheln und küssen... Das ist einfach unrealistisch. Außerdem meinte er auch, dass wenn man negativ testet, sollte man dann auch den Test in der SS regelmäßig wiederholen um es zu erfahren, falls man sich infiziert. Allerdings sind die Behandlungsmöglichkeiten dann nur gering. Es gibt zwar Immunglobuline, die man dagegen geben kann. ABER die kriegt man nicht über die Krankenkasse, sondern nur wenn man das Glück hat in eine Studie reinzukommen...

Ich muss sagen, dass mich das von dem Test abgebracht hat. Einfach aus dem Grund, weil das Ergebnis für mich keine Konsequenzen gehabt hätte und mich ein negatives Ergebnis eher noch verrückt gemacht hätte.

Ich treffe nun halt Vorsichtsmaßnahmen - wasche mir nach dem Wickeln, Naseputzen etc. bei meiner Tochter gut die Hände... aber das Küssen lass ich nicht sein - das geht einfach nicht (auch wenn Kinderküsse manchmal sehr nass sind ;-) )

Liebe Grüße und alles Gute,

Annkatrin mit Amélie ganz fest an der Hand und Prinz Lukas im Bauchi (24.SSW)

Beitrag von summerjoy 01.12.09 - 14:23 Uhr

Ich bin auch noch am überlegen ob ich den Test mache.
Einerseits ist das Infektionsrisiko anscheinend nicht so hoch, da der Test und das Wissen um diese Krankheit sonst wohl viel mehr verbreitet wären.

Andererseits ist mein Sohn auch erst 3 Jahre und schon beim Küssen auf den Mund kann man sich angeblich anstecken (lass ich mir aber nicht verbieten #contra). Ich hab nachgefragt und wenn es nachgewiesen wird kann man+Baby wohl deshalb behandelt werden...

Ich hatte auch mal gegoogelt und gelesen das das ein Herpes Virus ist und mein Cousin hat einen Sohn mit leichter Behinderung wegen Herpes Infektion im Mutterleib... wenns denn wirklich das gleiche ist lass ich mich vielleicht doch testen, ich hab erst am 14.12. wieder einen Termin und werd dann auch nochmal nachfragen.

Ich würds auf jeden Fall fairer finden wenn die Kassen diese ganzen Tests einfach bezahlen würden, dazu bin ich doch schließlich versichert!

Grüße summerjoy

Beitrag von jula77 01.12.09 - 14:42 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten,

ich denke nochmal eingehend darüber nach, ob diese Tests (ist ja leider nicht nur der eine) wirklich sinnvoll sind. Bisher dachte ich auch immer, bei den Krankheiten, die man behandeln kann, ist es sinnvoll, bei allen anderen nicht. Wenn man die Gewissheit hat, immun zu sein, schön und gut. Wenn aber nicht, kann man ja auch nicht jeden Tag testen. Wer sagt mir denn, dass ich mich nicht einen Tag nach einem Test infiziere und die nächste Vorsorge erst in vier Wochen ist? Ja das ist jetzt leicht übertrieben, aber auf solche Gedanken kommt man dann ganz schnell.

Also ich tendiere mal zu nicht testen und wünsche euch alles Liebe und Gute für eure Schwangerschaften oder auch bald Schwangerschaften ;-)

Jule

Beitrag von ninakay 01.12.09 - 14:48 Uhr

hallo jule,

will mal dauf die frage antworten, warum das in der ersten ss kein thema war. und zwar deshalb, weil da der kontakt mit kindern untern 3j natürlich geringer war als nun mit einem kleinkind, das in die krippe geht und mama es tag für tag bringt und abholt :-)

ich habe den test machen lassen! denn was ist, kann man sich behandeln lassen!
sonst mache ich keine extrauntersuchungen!

lg nina