FF: Woran erkennt man SS Diabetis? Ist ein Test notwendig???

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Beitrag von tabehaki 01.12.09 - 14:59 Uhr

Hallo,

jetzt hab ich einiges geklärt. Meine KK zahlt den Zuckertest nicht! :((((((

Ist halt eine Individualleistung und somit würde ich auf den Kosten von 25 Euro sitzen bleiben. Mir ist das allerdings zu viel Geld.

Deshalb meine Frage, woran erkenne ich, wenn ich von einer SS-Diabetis betroffen bin? Macht sich das im Körper irgendwie bemerkbar?
Ich habe den letzten Monat mich kaum von Süssem fern halten können und alleine da fast 5kg zugenommen. Im Vergleich zu den vorherigen Monaten 1-3 nichts, 4. Monat fast 4 kg. Also insgesamt fast 8 kg in den letzten 2. Monaten.

Ich bin total verwirrt und frage mich, ob ich mir das nun antun soll mit dem Zuckertest. 3 Stunden, dann noch Blutabnahme um was zu erfahren???

Ich habe eher ungebremsten Hunger, keinen übermäßigen Durst. Für mich sind das so Sachen, die ich nicht umbedingt auf eine SS Diabetis schließen lassen.

Hat jemand von euch SS Diabetis? Hat jemand den Test gemacht und für sinnlos empfunden? Muss es gleich ein großer Test sein?

Ich danke euch schon mal für eure Antworten... :)

Mari

Beitrag von qrupa 01.12.09 - 15:14 Uhr

hallo

ich bin wirklich kein Freund von all diesen Zusatzleistungen, aber der Zuckertest ist wirkkich eien sinnvolle Sache, denn nicht immer merkt man wenn man SS Diabetis hat.

Wenn du eien hebamme hast, frag die mal, was die für den test nimmt. das ist in der Regel deutlich günstiger als ihn beim FA zu machen, denn da zwahlt man dann nur die Zuckerlösung

LG
qrupa

Beitrag von cokriloke 01.12.09 - 15:32 Uhr

Hallo Mari,

das Problem am SS Diabetes ist: Du merkst es gar nicht! Der Test sollte meines Erachtens so langsam mal von den KK gezahlt werden. Das ist einer der wenigen sinnvollen Tests, die man sich leisten sollte. Da würde ich lieber auf zusätzliche US-Bilder verichten, oder auf zweimal Kino oder so....

Ein unbehandelter SS kann zu schweren Kompliktionen in der SS und zu gravierenden Folgen für das Kind führen.

Ich würde auf alle Fälle den Test machen. Ich hatte dreimal SS Diabetes, und habe das nur auf Grund der Test-Werte bemerkt. Ansonsten keine Symptome. Die Grenzwerte für Schwangere sind niedriger als die für Nicht-Schwangere. Daher kannst Du auch bei unveränderten Werten plötzlich zu der Risokogruppe gehören, ohne das sich für deinen Körper was ändert. Aber der Körper deines Kinder muß unverhältnismäßig viel Insulin produzieren....

Ich finde den Test ne gute Investition....

Ganz liebe Grüße,
Christina

Beitrag von norwegian_girl 01.12.09 - 15:35 Uhr

Hallo Mari,

SS-Diabetes ist oft NUR durch den großen Glucosetoleranztest (OGTT) feststellbar. Wenn bereits Zucker im Urin ist, ist es schon Viertel nach 12.

Daher würde ich definitiv nicht auf den OGTT verzichten! Ich muss ihn übrigens auch selber bezahlen.

Nimm dir die Zeit (und das Geld) für dein Kind. Es ist wirklich ein kleiner Aufwand für eine wichtige Ausschlussdiagnose.

LG, Annkatrin

Beitrag von shorty23 01.12.09 - 15:49 Uhr

Hallo Mari,

ich habe den Test gemacht, er war negativ, trotzdem fand ich es wichtig ihn zu machen!! "Man" sagt, wenn das Kind groß sei, würde das auf SS Diabets hindeuten, aber "man" sagt ja vieles ... würde mich darauf nicht verlassen. Was sagt denn dein FA?

Die Pause bei dem Test ist eben wichtig um zu sehen, wie dein Körper die Glukose verarbeitet. Bei mir war es so: nüchtern kommen, Blutabnahme, Glukose trinken, warten, Blutabnahme, warten, Blutabnahme und dann gehen. Klar war es ätzend, aber da muss man halt durch. Allerdings hat es meine KK bezahlt (bin aber auch privat versichert).

LG

Beitrag von manipani 01.12.09 - 16:19 Uhr

Bei mir wurde vor ca 4 Wochen eine SS-Diabetes festgestellt.
Ich hatte keine Anzeichen. Mein Arzt hat mich routinemäßig ins Labor geschickt. Ich habe die Diabetes aber mit gesunder ernährung bis jetzt noch einigermaßen im griff!
25 Euro sind mir nicht zu viel wenn es um die Gesundheit meines Babies geht!
ich kenne eine Frau der ist ihr Kind im Mutterleib 2 Tage vor dem ET verstorben. Als grund wurde eine unentdeckte SS-Diabetes und deren Folgen angegeben. Das ist zwar ein extrem Fall aber...

Beitrag von coraschnuffel 01.12.09 - 16:42 Uhr

Also ich kann mich nur anschließen, es gibt keine Anzeichen die sicher sind
Ich habe auch Schwangerschaftsdiabetes, habe mich schon über 2 jahre vor der SS vegetarisch ernährt HaUPTSÄCHLICH VON oBST UND gEMÜSE MEIN aUSGANGSGEWICHT LAG BEI 56 kILO
Ich muss Insulin spritzen und habe schon einiges gelernt zur Schwangerschaftsdiabetes
Und richtig gefährlich wird eine Schwangerschaftsdiabetes immer dann, wenn sie unentdeckt bleibt
Ich musste die 20 € auch selbst zahlen und habe sie auch nicht wiederbekommen, aber ich denke man gibt viel Geld aus, für Dinge die auf der Prioriätenliste mit Abstand weiter unten stehen müssten

Beitrag von miau2 01.12.09 - 17:15 Uhr

Hi,
es gibt vermutlich kaum eine sinnvollere Zusatzleistung als den OGTT. Und es gibt absolut keine sicheren Anzeichen für Gestationsdiabetes außer einem positiven Test. Zumindest keine rechtzeitigen - wer wartet, bis das Kind zu groß ist z.B. hat schon so lange gewartet, dass das Kind unter der Erkrankung leidet.

Weder Hunger auf Süßes, noch Durst, noch Gewichtszu- oder -abnahme ist ein sicheres Anzeichen, die meisten Frauen spüren absolut gar nichts davon. Zucker im Urin haben lt. meinem Diabetologen ca. 10% der betroffenen Frauen - ich z.B. hatte zwei Schwangerschaften mit G-Diabetes, ohne jemals Zucker im Urin zu haben (nach dem Test mit prima eingestellten Werten).

Und: die allermeisten Frauen, die auch nur irgendein bekanntes Risiko dafür haben machen den Test (Übergewicht, Alter, familiäre Vorbelastung...). Und trotzdem wird nach wie vor ein großer Teil der Erkrankten nicht erkannt und nicht behandelt. Die Folgen für das Baby können von leicht und behandelbar (Unterzuckerung nach der Geburt - kann durchaus auch auf die Intensivstation führen, aber ist halt behandelbar) über lebenslang (ein deutlich erhöhtes Risiko für Adipositas und Diabetes schon im Jugendalter z.B.) bis zu fatal (Totgeburt) reichen.

Das immer noch so viele Erkrankungen unerkannt bleiben spricht doch irgendwie dafür, dass Risikofaktoren lange nicht alles sind - es kann auch gertenschlanke, kerngesunde, junge Frauen treffen, wo niemand im nahen und entfernten Bekanntenkreis ein (von seiner Erkrankung wissender) Diabetiker ist.

Ruf deinen Hausarzt an, frag den, ob der den Test macht. Einige hier hatten Glück und mussten dann nur die ca. 5 Euro für die Glucoslösung bezahlen. Oder frag deinen FA, ob er dich zu einem Diabetologen überweist und ob der den Test machen kann, wenn es dir das nicht wert ist.

3 Stunden Zeit und 25 Euro (bei meinem FA waren es nur 15) können deinem Kind eine ganze Menge ersparen.

Die Chance, daran zu erkranken ist vermutlich wesentlich höher als sich in den paar Monaten Schwangerschaft erstmals mit Toxoplasmose zu infizieren. Und trotzdem lese ich hier nur sehr selten, dass die Kosten für DEN Test angezweifelt werden und der Sinn desselben - schon merkwürdig, finde ich.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von a.m.b.e.r 02.12.09 - 12:43 Uhr

Es heisst D i a b e t e s.

So ein Test kann nicht sinnlos sein. Gründe sind hier genug genannt worden. Meine Hebamme meinte neulich, dass die Kinder dadurch sehr unterentwickelt sind, aber dafür meist zu schwer. Also da ist definitiv eine Störung in der Organbildung und der Reife dieser zu erwarten, falls man einen Schwangerschaftsdiabetes nicht behandelt.

Beitrag von tabehaki 02.12.09 - 15:29 Uhr

>jaaa, DIABETES... sagtest du ja schon....#augen#schein