4 Kinder oder mehr = asozial?

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Beitrag von mausmadam 01.12.09 - 17:49 Uhr

Wir haben 3 kleine Kinder, möchten aber in den nächsten Jahren gerne noch ein viertes.
Alle Kinder sind ehelich, wir sind abgesichert, mein Mann hat studiert und verdient gut und trotzdem müssen wir uns anhören, das sei unverantwortlich und wir würden dann total asozial werden.
wobei man sich hier fragen muss
- was bedeutet asozial?
gegen der gesellschaftlichen norm?
aber was ist die norm?
die norm ist definitiv nicht, viele kinder zu haben.
ist es unverantwortlich?
andersherum - wenn man sieht, wer viele kinder hat und wie das in den medien präsent ist. akademische familien mit vielen kindern fallen nicht auf, alleinerziehende mütter mit 8 kindern von 19 potenziellen vätern dagegen schon.
muss man sich fragen, ob sich genau dieses bild in den köpfen eingeprägt hat und man damit asoziiert wird?
ist das asozial?
ich mag den begriff nicht!
sind wir nicht normal im kopf?
sagt mir mal eure meinung dazu.

Beitrag von lulu2003 01.12.09 - 18:10 Uhr

Hallo,

ich find eure Einstellung toll. Wenn ihr viele Kinder haben möchtet und es euch auch leisten könnt, dann mal los. ;-)

Asozial finde ich Frauen die von jedem ihrer verflossenen Männer ein Kind haben, vom Amt leben und rauchend den Kinderwagen schieben. Die sich keinerlei Gedanken um die Zukunft ihrer Kinder machen weil sie selbst nicht wissen, wie es bei ihnen in 2 Jahren aussieht. Die nur auf Kosten des Staates leben usw. Damit meine ich nicht die Frauen die unverschuldet in so eine Situation geraten sind.

Ich hätte auch gerne noch mindestens 1 Kind. Wir könnten es uns zwar gerade noch so leisten, doch mein Verstand siegt momentan und sagt nein.

Ich kenne einen Anwalt mit 4 Kindern. Da würde niemand sagen er sei asozial. Neeee, hat ja auch ein tolles Haus und dicke Autos. Oft werden Familien so betitelt die aber auch nach aussen den Anschein machen. Oft sicher zu Unrecht.

Liebe Grüße
Sandra

Beitrag von tierras 01.12.09 - 18:28 Uhr

Wie macht man denn einen asozialen Anschein? #rofl

Entweder man ist es oder nicht.

Beitrag von lulu2003 01.12.09 - 18:56 Uhr

Naja, wenn ein Vater, dessen Rasierer kaputt ist mit seinen 5 Kids bei Regenwetter auf dem Spielplatz war und danach so schmuddelig wie sie sind mit ihnen beim Italiener essen geht und dann nicht genügend Geld dabei hat, weil Frau es sich heimlich aus dem Portemonaie genommen hat und darum nur eine Pizza für alle bestellt, könnte manch einer denken, na der gehört zur asozialen Sorte. Ist er aber wegen o.g. Umstände gar nicht. :-p

Puuuuh, ob das jetzt jemand versteht?#kratz

Beitrag von kishali 01.12.09 - 23:36 Uhr

danke für den schönen beitrag!

man erfasst als aussenstehender nie die ganze situation,....leider!

glg

Beitrag von silk.stockings 01.12.09 - 18:45 Uhr

>>Asozial finde ich Frauen die von jedem ihrer verflossenen Männer ein Kind haben, vom Amt leben und rauchend den Kinderwagen schieben. Die sich keinerlei Gedanken um die Zukunft ihrer Kinder machen weil sie selbst nicht wissen, wie es bei ihnen in 2 Jahren aussieht. Die nur auf Kosten des Staates leben usw. Damit meine ich nicht die Frauen die unverschuldet in so eine Situation geraten sind.<<

Wo trennst du und was ist dann unverschuldet?

Kopfschüttelnde Grüße


Silk

Beitrag von lulu2003 01.12.09 - 18:50 Uhr

Brauchst deinen Kopf nicht schütteln. Habe mich wohl falsch ausgedrückt.

Mit den Frauen die "unverschuldet" in so eine Situation geraten sind meine ich Frauen, die wegen der Trennung vom Mann auf Kosten des Staates leben müssen und nicht weil sie sich von jedem Mann ein Kind ansetzen lassen und es auch noch toll finden.

Beitrag von silk.stockings 01.12.09 - 20:02 Uhr

Und wie unterscheidest du die? Durch die Fluppe?

Beitrag von miss-lacrima 01.12.09 - 20:45 Uhr

Hi,
ich denke sie meint dass so, dass sie unterscheidet zw.

a) blöd gelaufen, einfach Pech gehabt oder
b) interessiert mich einen Dreck was aus mir, meinen Kindern, unserer Zukunft wird

so habe ich es zumindest verstanden. Und ja, wenn das so ist teil ich ihre Meinung. Das wird weder an der Anzahl der Kinder, noch der Anzahl der Väter, noch den Fluppen, oder was weiss ich festgemacht. Sondern lediglich (mE) an der Einstellung der Mama! (des Vaters, wie auch immer...)

Ich werde auch schräg angeguckt, weil ich mit 20 Mama wurde, weil ich automatisch in die "Asi" Schublade gesteckt werde, zusammen mit den Olli Geissen und SuperNanny Mamis. Aber who cares... ;-)

Liebe Grüße
Jenny

Beitrag von windsbraut69 02.12.09 - 07:05 Uhr

Ja, spricht es nicht auch für eine recht gleichgültige Einstellung, sich vorher nicht gut zu überlegen, ob man 3 oder 4 Kinder auch nach einer evtl. Trennung ernähren kann?

Beitrag von miss-lacrima 02.12.09 - 19:49 Uhr

Natürlich, bezweifelt ja niemand, aber ich denke halt trotzdem nicht dass das unter "asozial" fällt. Schau, wenn jmd. in gutem Glauben an die Ewigkeit der Ehe o.ä. eine größere Familie gründet, diese Ehe dann scheitert, etc. Dann ist das nunmal eine ungute Situation - ja, aber asozial? Also zu diesem Begriff fallen mir ganz andere Dinge ein.

Beitrag von buzzfuzz 02.12.09 - 10:02 Uhr

Dann wäre ich asozial,denn ich bin auch mit Fluppe im mund unterwegs auch wenn die kids dabei sind.

Beitrag von freckle06 02.12.09 - 19:47 Uhr

Asozial nicht, aber: Geht gar nicht! Ich finde, das gehört sich für Mütter mit Kindern im Schlepptau nicht - genau wie Alkohol.
So hat eben jeder seine Einstellung....

Beitrag von buzzfuzz 02.12.09 - 20:18 Uhr

Hi

Eben,jeder macht es so wie er meint.Das rechtfertigt euch nicht,drüber zu urteilen.
Einer der raucht und hier und da mal Alkohol trinkt ist nicht schlechter als welche die es nicht oder angeblich nicht tun.

Beitrag von lulu2003 02.12.09 - 16:22 Uhr

Was bitte hat die Zigarette damit zu tun?

Mir geht es um die Einstellung mancher Mütter. Hauptsache viele Kinder aber egal WER sie ernährt. Was aus ihnen wird, wer später für die Ausbildung aufkommt usw. Aber in solchen Familien wird sich da keine Gedanken drüber gemacht.

Es entscheidet nicht die Anzahl der Kinder um noch mal auf den Ursprungsthread zurückzukommen sondern darum WIE sie aufwachsen. Ob den Eltern wichtig ist die Kinder zu fördern (kann man auch mit wenig Geld), ob es ihnen wichtig ist wie sie sich in der Schule machen usw. Leider ist es bei den von mir genannten Familien oder Müttern mit Kindern nicht so.

Entweder drück ich mich so ungeschickt aus oder ihr wollt mich nicht verstehen.

Beitrag von windsbraut69 02.12.09 - 07:04 Uhr

Ist es nicht völlig egal, von wievielen Vätern die Kinder sind, für die die finanziellen Gegebenheiten nicht ausreichen bzw. vorab nicht bedacht wurden???

Beitrag von deichhexe 01.12.09 - 20:17 Uhr

Mütter die den Kinderwagen vor sich her schieben, befinden sich überwiegend draußen, oder?

Und die wenigsten dieser Mütter werden so klein sein, dass sie den Rauch in den Kinderwagen blasen könnten.

Gruß

Beitrag von lulu2003 02.12.09 - 16:16 Uhr

Na, auch eine von der Sorte oder warum versuchst du das jetzt zu rechtfertigen?

Hab es heut erst wieder gesehen. Eine Mutter konnte kaum geradeausschauen. Sah aus wie gerade aus dem Bett geschmissen worden und die andere schob den Kinderwagen mit Winzling drin, Kleinkind oben draufsitzen und größeres Kind an der Hand. Beide Muttis natürlich Zigarette im Mund. Sorry, aber sowas find ich asi.

Ich finde Zigarette und Kinder geht nicht. Habe auch vorher 14 Jahre stark geraucht, also braucht mir keiner was erzählen. Bin nun über 6 Jahre Nichtraucherin. Aber in der Nähe der Kinder muß es echt nicht sein. Und ja, ich habe schon oft genug gesehen wie der Rauch IN den Kinderwagen zog. Aber Mutti hats nicht gestört.

Grüßle

Beitrag von deichhexe 02.12.09 - 23:32 Uhr

Ich weiß nicht welcher Sorte du mich gern zuordnen möchtest, aber tu dir keinen Zwang an, sowas prallt an mir ab. Ich habs nicht nötig irgendwas zu rechtfertigen.

Nur "asozial" mache ich an anderen Dingen fest.

Aber so richtig gute Mütter wie du, die sehen gleich noch ein bisschen besser und richtiger aus, wenn sie andere niedermachen, nicht wahr. Das poliert den Heiligenschein fast wie von selbst. Wie gut ist man doch selbst und wie asi ist "die da".

Hatte ich dich danach gefragt, wie lange du geraucht hast?

Gruß

Beitrag von jrc 01.12.09 - 19:14 Uhr

Hallo!
Mehr oder viele Kinder sind nicht asozial. Bei Wiki steht die Bedeutung dieses Wortes, was aus der vergangenen Zeit stammt.
Für mich bedeutet es lediglich, es sind Leute, die sich nicht vernünftig sprachlich mitteilen können = Ey Alter, ey, das voll asi usw.
Ich selber bekomme demnächst das 2. Kind und danach ist auch Schluß. Kenne aber einige, die 4 oder mehr Kinder haben. In einem Fall passierte das 3. Kind als Unfall und es stellten sich Zwillinge ein. Soll die Mutter in dem Fall ein Kind abtreiben oder beide, weil sie sich nur eines wünschte oder nur eines passt?
In allen Fällen müssen die Familien sparen, die Kinder sind aber gut erzogen, denen wird was geboten und sie müssen nicht verzichten. Warum also nicht?
Wir sollten glücklich sein, wenn wir uns viele Kinder wünschen und gesunde Kinder haben.
Auch bei Unfällen, wenn es bei mir der Fall wäre, würde ich das Kind dennoch behalten. Aber man kann ja auch verhüten.
Für mich gilt: Viele Kinder machen die Leute glücklich. Ich denke dabei nicht an die spätere Absicherung der Renten, sondern an die Kinderlachen, die uns zum Lachen bringen.
LG Jazmin

Beitrag von windsbraut69 02.12.09 - 07:07 Uhr

"Für mich bedeutet es lediglich, es sind Leute, die sich nicht vernünftig sprachlich mitteilen können = Ey Alter, ey, das voll asi usw. "

Merkwürdige Deutung.
Du kannst das Wort ganz einfach übersetzen - es bedeutet das Gegenteil von "sozial". Ob das etwas mit der Ausdrucksweise oder dem Ausdrucksvermögen zu tun hat, finde ich fraglich.

Beitrag von windsbraut69 02.12.09 - 07:09 Uhr

"Für mich gilt: Viele Kinder machen die Leute glücklich. Ich denke dabei nicht an spätere Absicherung der Renten, sondern an die Kinderlachen, die uns zum Lachen bringen."

Sorry, aber sollte es nicht anders herum sein, dass die Eltern in erster Linie ihre Kinder glücklich machen und nicht umgekehrt?

Wen machen "arme Kinder" schon glücklich, die in unzumutbaren Verhältnissen aufwachsen - weder sich selbst noch irgendeinen halbwegs klar denkenden Erwachsenen.

Gruß,

W

Beitrag von nicola_noah 01.12.09 - 19:40 Uhr

Hallo,

Ich finde eher das Großfamilien in den Medien Asozial gemacht werden.
Mich regt es immer und immer wieder auf.
Ja, ich habe 7 Kinder - Und nein, wir sind NICHT Asozial.
Mittlerweile ist es schon so weit das ich mich schon garnicht mehr mit allen Kindern zusammen raus "traue".
Es wird mit den Fingern auf uns gezeigt, über uns gelacht, wir werden beschimpft und es wird getuschelt....
Aber die Leute die sich die Mühe machen uns Näher kennenzulernen sind begeistert, finden es toll.

"muss man sich fragen, ob sich genau dieses bild in den köpfen eingeprägt hat und man damit asoziiert wird? "

Von mir ein definitives - JA!#aerger

Beitrag von schneckchen71 01.12.09 - 20:16 Uhr

Liebe Nicola noah

wie recht du hast, du sprichst mir aus der Seele, ich habe 5 Kinder, aber selbst da wird getuschelt, meine Kinder haben vernünftige Kleidung, rennen sauber draußen rum, können auch ins Kino, Schwimmbad, was auch immer und ich fühl mich sehr oft ungerecht behandelt eben durch das getuschel

LG

Beitrag von sandra7.12.75 01.12.09 - 20:12 Uhr

Hallo

Oh je das kenne ich nur zu gut.

Als ich mit unserem Jüngsten #schwangerwar musste ich mir auch vieles anhören.

Das beste war:Ich sollte mal zur Caritas gehen,wenn Gelder für Abtreibung vorhanden ist könnte ich ja Geld für die Erstausstattung beantragen #schock.Mein Mann war zu dem Zeitpunkt noch Soldat und wir hatten jeden Monat gutes Geld und waren kein Fall für die Caritas.
Dann habe ich U-Kleidung vor die Tür gestellt bekommen#schock.Da war nur einer zu faul zum Altkleidercontainer zu fahren.
Mir wurden auch schon Säcke vor die Tür gestellt.

Viele finden es aber echt toll.

Amüsant fand ich es in der Grundschule #rofl.

Meine Tochter hatte Probleme in Deutsch und die Lehererin zu mir:Ja,bei vier Kindern klappt das wohl nicht so mit dem helfen#klatsch,ich so:Warum ich komme meiner Pflicht als Mutter nach und schicke mein Kind in die Schule und für das Lernen sind sie zuständig.:-p

Mir ist es egal was andere sagen.Alle Kinder sind brav,zu brav und immer sauber angezogen.Allerdings muß man als Eltern öfters mal eine Augenklappe anziehen damit man nicht sieht was die tragen #schock.
Unsere Kinder gehen alle in den Schwimmverein und zum turnen.

Mach dir nichts draus.

lg

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