Frage an die "Schreibaby"-Mamas

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Beitrag von nolalou 01.12.09 - 22:22 Uhr

Hallo ihr lieben Mütter,

habe einen kleinen 31/2 Monate alten Schreihals. Er brüllt zwar nicht permanent und arg lange...aber doch schon ziemlich häufig. Vor allem wenn er müde ist- und das ist er zeimlich oft :-P Von allein findet er schonmal gar nicht in den Schlaf und mit Hilfe ist es auch ein kleiner Kampf. WENN er dann mal schläft, dann nur ca. für 30-45Min.
In den Brüllphasen hilft leider auch gar nix. Kein Ablenken, kein Hinlegen, kein Singen, schaukeln...noch nicht mal hochnehmen (was mich besonders traurig macht...).
Anders als erhofft hörte diese schwierige Zeit nicht nach 3Monaten auf. ..

Nun meine Frage:

- wie habt ihr das denn mit Besuchen gehandhabt? Das ist jedesmal ne Gradwanderung. Ist er gut drauf...weint er gleich...wie beruhige ich ihn schnell... Sage seit wochen besuche bei Freundinnen ab. Aber es ist doch auch kacke, wenn man zu Besuch ist und Babylein nur brüllt oder meckert. Zumal ich mir mehr Gedanken mache, wie ich meinen kleinen wieder föhlich bekomme als die Gedanken der anderen.
Aber ich kann doch auch nicht ewig besuchen aus dem weg gehen #kratz

- wie habt ihr das "schlafproblem" gelöst? Also wir pucken fleißig und legen ihm ein leichtes Tuch auf die Augen - das hilft schon ziemlich gut, aber der kämpft dennoch noch lang genug gegens schlafen an...

- kennt ihr das, das noch nichtmal hochnehmen und kuscheln hilft? Finde das für mich als Mama ganz schlimm...

Freue mich auf eure Antworten! Sorry für das lange gelaber, aber es hat sich einfach viel angestaut...

Liebe Grüße, Nola

Beitrag von captiva79 01.12.09 - 22:43 Uhr

hallo nola,

unsere jana-ina hat die ersten 3,5 monaten nur gebrüllt, oft stundenlang an einem stück, man konnte sie nicht beruhigen, gar nix.. das einzige was bei uns halbwegs half, war ab in den wagen und spazieren..

wir haben in dieser zeit kaum besuche gemacht und auch nicht viel besuch empfangen, nur von leuten die ihr nicht fremd waren..

manche babys sind einfach sehr sensibel, unsere gehört definitiv dazu. und ich finde da muss man einfach ein bisschen rücksicht nehmen.

ich kann dich beruhigen - es wird besser ;-)

ich hab auch nicht mehr dran geglaubt aber jetzt mit 19 wochen ist es schon deutlich besser.. wir können sie inzwischen wenigstens auf dem arm beruhigen.. das ging vorher auch bei uns nicht..

lg und alles gute

anja

Beitrag von tobienchen 02.12.09 - 00:02 Uhr

hallo,
hast du alls andere ausgeschlossen?orthopäde?osteophaten??

uns wollte man am anfang auch einreden das unsere kleine ein schreibaby ist.
nach 11wochen wurde festgestellt das sie eine blockade im halswirbelbereich hatte.und der muskel verkürzt und erhärtet war.
das wurde auch nur entdeckt weil ich hartnäckig geblieben bin,und das gefühl hatte mit ihr stimmt was nicht.

im moment haben wir grade wieder das problem,allerdings wächst sie im moment und bekommt zähnchen,aber zur sicherheit ruf ich morgen beim orthopäden ab.
lg tobienchen

Beitrag von dani.m. 02.12.09 - 09:21 Uhr

Warst du beim Osteopathen deswegen? Mir wurde jetzt gesagt, dass die Blockade bei jedem "Schub" wieder neu auftreten kann. Wusste ich vorher auch noch nicht. Und so wie du schreibst, könnte das ja passen.
Meine Kleine hat damals eine Orthopädin mit osteopathischer Ausbildung "nebenbei" behandelt. Im Moment ist es bei uns auch wieder ganz schlimm, deshalb überlege ich auch schon, dort noch mal anzurufen.
Ach ja, ein Schreibaby kann sie ja trotzdem sein, das hat doch nichts mit der Diagnose zu tun ;-)

Beitrag von nolalou 02.12.09 - 09:36 Uhr

Danke für eure Antworten.

Haben einen Osteopathentermin am 18. setzte große Hoffnungen darein. Waren schon mal bei nem Chiropraktiker, der uns sagte, Babys könnten noch keine Blockaden haben, da Atlas und Axis noch nicht ausgebildet wären #kratz .... auf ein neues...

Beitrag von tobienchen 06.12.09 - 22:07 Uhr

das hat ein orthopäde auch zu uns gesagt.
aber unsere kleine hat den kopf trotzdem schief gehalten und das war nicht normal,also bin ich meinem gefühl gefolgt und habe es weiter untersuchen lassen...

die osteopathin hat es auch selbst gesehen,ich habe ihr nur gesagt das die kleine abend für abend schreit.sie hat die kleine untersucht und sofort gesagt das ein halswirbel ausgeränkt ist.

Beitrag von charlienchen174 02.12.09 - 00:08 Uhr

Hallöchen,

der erste Abschnitt könnte von mir sein, ausser dass meine nun fast 4,5 Monate ist. Ich dachte auch, dass es nach 3 Monaten besser wird...

- Ich hatte auch Angst, mit ihr das Haus zu verlassen. Aber es ist komischerweise bei uns gar nicht schlimm. Wahrscheinlich weil sie Ablenkung hat und Autofahren gut findet (da schläft sie meistens ein). Also unterwegs und wenn wir Besuch haben, gab es selten Probleme, dass ich sie nicht beruhigt bekomme wenn sie mal schreit. Ich muss bloß drauf achten, dass sie nicht übermüdet ist, dann ist sie unerträglich. Also, sei mutig und probiere es einfach!

-Einschlafen tut sie nur auf dem Arm und meistens muss man sie rumtragen, nicht einfach nur dasitzen. Selten schläft sie auch mal mit der Flasche ein. Sie braucht ab und zu eine andere Technik vom "Schuckeln" und Laufstil ;-). Manchmal auch abwechselnd Milch, Tee und Nuckel. Ist immer anders und man muss es immer ausprobieren. Ist ein Riesentheater, sie kämpft richtig gegen das Einschlafen. Abends und auch tagsüber.

-Ja, Hochnehmen und Kuscheln hilft manchmal auch nicht, das macht einen fertig. Man ist so hilflos und denkt, sie muss irgendwas haben.

Ich hoffe dass es bald besser wird, bei uns und auch bei euch.

LG und eine ruhige Nacht.

Beitrag von muedie 02.12.09 - 08:30 Uhr

Guten Morgen,

unser Zwerg war auch eine kleine Brüllmaschine.
Ich kann Dir nur raten - "verkriech" Dich nicht mit ihm. Geh raus, lade Leute ein, gehe Leute besuchen etc. Ich hatte mich am anfang auch eher gescheut, das zu tun, aber es war dann gar nicht schlimm. Klar, er hat dann schon mal gebrüllt, aber ich habe gemerkt, wie gut mir das Rauskommen tat und das hat sich auf ihn übertragen. ich wurde "selbstsicherer", machte mir nicht mehr ständig verkrampfte Gedanken ("Was ist, wenn er gleich losbrüllt??") und auch mein Kleiner wurde ausgeglichener. Wichtig war bei uns auch, ihn ganz rigoros bei den (aller!) ersten Anzeichen von Müdigkeit zum Schlafen zu bringen (oftmals auch mit Theater, egal welche "Methode" wir angewandt haben), aber so bekam unser Tag dann Struktur und das gab ihm dann auch eine gewisse Sicherheit.

Falls Du noch nicht beim Osteopathen warst, würde ich das auch mal noch machen. Schaden tut sowas nie! Und evtl. ist es ja wirklich eine Blockade.

Ich drücke Euch die Daumen, dass es bald besser wird.

Lieben Gruß,

MueDie

Beitrag von nolalou 02.12.09 - 09:40 Uhr

Ach ihr lieben,

viielen Dank für die aufbauenden Antworten. Mir gehts gleich viel besser- man denkt doch imer, dass man mit so nem kleinen Brüllsack eher die Ausnahme ist. Aber anscheinend ist dem nicht so.
Habe Vertrauen, dass es einfach irgendwann besser wird! :-)

Also vielen Dank nochmal.

wie gesagt, Osteopathentermin ist am 18.12.

Alles Gute für euch. Nola

Beitrag von mavios 03.12.09 - 11:45 Uhr

Hallo!

Bei meiner Kleinen hilft bei Schreiphasen nur das Tragetuch. Das nehme ich auch mit, wenn sich Besuche außer Haus nicht vermeiden lassen. Oft verhält sie sich außer Haus lange Zeit ganz super (das ist wohl die Neugier), aber dann kippt die Stimmung ganz schnell und dann packe ich sie schnell ein, damit sie im Tuch abschalten und schlafen kann. Und ich sage egal wo ich hingehe gleich von vornherein, dass ich sofort gehe, wenn ich merke, dass es nicht mehr geht. Wer das blöd findet - Pech gehabt.

Sonst schlafen wir nachts in einem Bett, immer mit der gleichen Schlaf-CD zum ins Bett gehen und in den Schlaf kommt sie durchs Stillen.

Ich war auch sehr traurig, dass ihr meine Nähe alleine und kuscheln nicht reicht um sich zu beruhigen. Aber das wird langsam besser. Wenn sie nur ein bisschen nölig ist, hilft es mittlerweile nachts schon, wenn sie fest umarme und ihr den Schnulli gebe. Bei größerem Unwohlsein hilft dann aber auch nur Schuckeln und gut Zureden.

Seit ein paar Tagen klappt es auch schon mal, dass sie auf mir drauf schläft, wenn ich sie vorher schuckelnd in den Schlaf gekriegt habe. Das war früher auch kaum möglich.
Ich habe so dass Gefühl, dass sie langsam mehr Vertrauen in mich bekommt und mich irgendwie mehr liebt. Ich hoffe einfach darauf, dass das Stück für Stück noch mehr wird.
Und dass sie Stück für Stück lernt, sich selber besser zu beruhigen und besser abzuschalten.

Alles Gute und LG Viola